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Test: KV331 Audio, SynthMaster 2.5, Software-Synthesizer

(ID: 1129)

 
Der Sound

Der erste Eindruck brachte leider ein wenig Ernüchterung. Die 400 Werkspresets hauen einen nicht gleich um. Also ist hier Selbstschrauben angesagt und angesichts der vielen Möglichkeiten auch gleich sehr reizvoll. Also lege ich mal los. Hier gibt es schon einmal Positives zu berichten, da über „New“ ein Default Preset mit einem Sägezahn aufgerufen werden kann. Vielen Dank für das nicht immer selbstverständliche Feature.
Versuchen wir doch mal einen knackigen Bass zu basteln, mit schönen schnellen Hüllkurven. Die  samplebasierte Klangerzeugung enttäuschte hier ein wenig, und die Hüllkurven sind alles andere als zackig und verhalten sich auch nicht immer erwartungsgemäß. Nun denn, wer damit leben kann, hat auf jeden Fall genügend Möglichkeiten, den anfangs auch etwas dünnen Sound zu pimpen. Da wäre der bordinterne Ensemble-Effekt ja schon mal nicht schlecht, und ein 6-Band EQ macht den Rest. Was dabei herauskommt, hört ihr in meinem ersten Audiodemo.
Schön finde ich Möglichkeit, dass sich beliebige Wellenformen in den Formaten WAV, AIF und SFZ auf jeden Oszillator legen lassen. Das Ganze soll gemäß Hersteller per Drag and Drop auf das jeweilige Fenster geschehen. Funktioniert auch, aber man muss das Plug-in danach schließen und erneut starten. Das gefällt mir überhaupt nicht und ist lästig.
Nach nun mehrstündigem Gebrauch stellt sich bei mir der Eindruck ein, als sei der SynthMaster 2.5 noch nicht ganz ausgereift. Es fallen mir einige Nebengeräusche auf, die ich trotz sorgfältiger Einstellungen nicht weg bekomme, und einige Regler ergeben für mich unhörbare Änderungen. Leider geschieht auch nicht alles in Echtzeit, und die Noten müssen bei einigen Einstellungen neu angetriggert werden, bevor die Änderungen wirksam werden. Auch der CPU-Hunger, insbesondere im Unisono-Modus bei nur 4 Stimmen, fällt leider auch etwas negativ auf und das bei einem sehr gut konfiguriertem Intel I5. Insgesamt finde ich den Unisono-Mode eher bescheiden, da er nicht genug Schwebung bzw. Verstimmung aufweist. Beim Hinzufügen des 2. Layers waren dann auch mehr als 90% Auslastung erreicht, welche sich dann beim Abschalten eines der Layer zwar zunächst drastisch verringerte, aber beim Hinzuschalten von anderen Modulen erneut auf Höchstwerte anschwoll. Und ich habe nur eine Instanz geladen. An dieser Stelle möchte ich hinsichtlich der Layer einen Wunsch loswerden. Es wäre nämlich ein tolles Feature, wenn die jeweiligen Layer des SynthMaster 2.5 einen separaten Audioausgang hätten.

Bewertung

Test: KV331 Audio, SynthMaster 2.5, Software-Synthesizer

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Schauen wir uns mal neben der BASIS-Synthese die anderen Herrschaften an. Die Additive-Synthese bietet 8 Oszillatoren, die sich unterschiedlich stimmen und mit verschiedenen Wellenformen belegen lassen. Nicht schlecht, was dabei zu Tage gefördert wird. Das Ganze mit dem analogen Filter gewürzt und voilà … es klingt richtig gut. Damit entstand dann Soundbeispiel 2, ein Soundscape mit LFO auf dem Filter.

Beim Wavescanning werden bis zu 16 Wellenformen innerhalb eines Oszillators durchfahren, was ganz schön abgedrehte Sounds hervorbringt. Ein wenig am Regler „Wave Idx“ gedreht lässt’s gut krachen, aber die Gier nach CPU-Leistung wächst unweigerlich mit.

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Der Vector-Oszillator bietet 4 unterschiedlich Wellenformen, die auf der X- und Y-Achse durchfahren werden. Auch hier bescheinige ich dem SynthMaster einen guten Sound.

Dennoch finde ich den Grundsound manchmal etwas dünn, und es erfordert einiges an Einstellungen, damit es fett und gut wird. Das mag vielleicht  auch daran liegen, dass hier alles samplebasiert abläuft und hier keinerlei Wellenformen „errechnet“ werden.

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Über den Autor
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Synthman AHU

Der Michael "Synthman" wurde schon im Alter von 10 Jahren vom Synthesizervirus befallen und seit dem nicht mehr geheilt.
Ein Konzert von Jean-Michel Jarre im TV von 1977 war der Auslöser und hat mich entsprechend geprägt. Meinen ersten Synthesizer erwarb ich dann 1983, es war ein gebrauchter Roland Juno 60. Über die letzten Jahrzehnte habe ich mir entsprechendes Wissen zu elektronischen Klangerzeugern angeeignet.

Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    4damind

    Hat mich ganz und garnicht überzeugt. Die Oberfläche fand ich unübersichtlich und überladen und der Sound dünn.

    Warum der Resourcenverbrauch so hoch ist erschliesst sich einem auch nicht recht. Immerhin werden hier keine analogen Synth emuliert und 4x overgesampled. Irgendwo scheint es bei der DSP Programmierung noch etwas zu hapern.

    Wie man ein semi-modulares Konzept besser umsetzen kann bei moderater CPU Belastung zeigt ja U-He mit Zebra.

  2. Profilbild
    Coin AHU

    Hat einen „kleinen“ Bruder bekommen.
    Synhmaster One
    Ich freue mich jetzt schon darauf darüber zu lesen.
    Weil, den kauf ich mir.
    Kostet nur 70 Eu und der Sound ist wahnsinn :)

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