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Test: LD Systems Mix 10 A G3 Aktivlautsprecher und Mix 10 G3 Passivlautsprecher

Günstiges PA-System für vielfältige Anwendungsgebiete

19. Januar 2023

LD Systems Mix 10 A G3 Aktivlautsprecher

Ich muss gestehen, dass mir dieses kleine aktive PA-System irgendwie durchgegangen ist. Per Zufall wurde es mir in der Werbung auf einer Social Media Plattform präsentiert und mit Erstaunen musste ich feststellen, dass die LD Systems Mix G3-Serie schon mehrere Jahre auf dem Markt ist. Vielleicht lag es auch an der Pandemie, die den Live-Betrieb und auch das Interesse an mobilen Beschallungsanlagen hat nahezu zum Erliegen kommen, doch was lange währt, wird bekanntlich endlich gut. Hiermit präsentiere ich euch also stellvertretend aus der LD Systems Mix G3-Serie die beiden Modelle LD Systems Mix 10 A G3 und die passive LD Systems Mix 10 G3.

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Die Marke LD Systems

Über LD Systems muss man an dieser Stelle nicht mehr viele Worte verlieren. Als Marke der Adam Hall Group vertreibt der deutsche Hersteller aus dem hessischen Neu-Anspach ein stattliches Portfolio an tontechnischen Geräten. Von kleinen Beschallungslautsprechern für die Festinstallation über portable PAs bis hin zu großen bandtauglichen Systemen ist alles mit dabei. Auch Mischpulte, Mikrofone, Funktechnik und vieles mehr runden das Programm ab. Dabei liegt trotz der günstigen Preise und der Fertigung in Asien der Fokus auf Design und Qualität.

LD Systems Mix G3-Serie

Die LD Systems Mix G3-Serie wurde klar auf maximale Portabilität bei minimalen Abmessungen des Gesamtsystems Wert gelegt. Die kompakten Lautsprecher besitzen nicht nur ein stabiles MDF-Gehäuse, sondern sind als Multifunktionsboxen sowohl für FoH- wie Monitoranwendungen gedacht. Die LD Systems Mix G3-Serie umfasst je zwei aktive und zwei passive Lautsprecher mit identischer Bestückung. Ein aktiver Lautsprecher ergänzt sich mit seinem passiven Pendant zu einem Stereosystem. Es stehen zwei verschiedene Bestückungen zur Auswahl: Die LD Systems Mix 6 (A) G3 ist mit einem 6,5“ Tieftöner und einem 1“ Hochtöner mit 80° x 70° (H x V) Abstrahlwinkel ausgestattet, während die LD Systems Mix 10 (A) G3 über einen 10“ Tieftöner verfügt. Unterschiede gibt es hinsichtlich der Aufstellung auf einem Stativ und der Anschlüsse: Während die größere LD Systems Mix 10 (A) G3 über einen Dual-Tilt-Flansch für die perfekte Ausrichtung auf das Publikum verfügt, ist die LD Systems Mix 6 (A) G3 mit zwei Stativaufnahmen für die horizontale und vertikale Ausrichtung auf dem Stativ versehen. Anstelle eines Speakon-Anschlusses verfügt die passive LD Systems Mix 6 G3 nur über einen Klinkenanschluss.

Zum Test standen uns die aktive LD Systems Mix 10 A G3 und die passive Mix 10 G3 zur Verfügung, auf die ich im Folgenden näher eingehen möchte.

LD Systems Mix 10 A G3 Aktivlautsprecher

Eingänge

Ein stabiles MDF-Gehäuse mit Monitorschräge und je vier Standfüßen an der Seite und der Unterseite, eine seitliche Aussparung zum Tragen, der Dual-Tilt-Flansch (0° und 5° Ausrichtung) und ein stabiles Frontgitter zum Schutz der Treiber zeichnen die passive wie aktive Version aus. Die aktive LD Systems Mix A G3 beherbergt außerdem einen 7-Kanal-Mixer mit integriertem Bluetooth-Audio-Streaming, 16 DSP-Effekt-Presets und einer 2x 200 W RMS Class-D-Endstufe. Die Kanäle 1 bis 3 sind Mikrofon/Line-Kanäle und verfügen über eine 2-Band-Klangregelung für Höhen und Bässe. Über den DFX-Regler steuern wir den Signalanteil, der zum integrierten Effektgerät geschickt wird. Mit dem Level-Regler bestimmen wir die Kanallautstärke. Zwei kleine Schalter in den Kanälen 1-3 sorgen für eine Anhebung des Pegels um 20 dB. Das ist insbesondere für Mikrofone mit geringer Empfindlichkeit von Vorteil. Der Kanal 1 besitzt einen HiZ-Schalter (1 Megaohm), um dessen Impedanz für den direkten Anschluss von Instrumenten wie Gitarre oder Bass anzupassen. Die Kanäle 2 und 3 müssen ohne diesen auskommen. Für alle drei Mikrofonkanäle gemeinsam lässt sich zudem die Phantomspeisung zuschalten. Dies geschieht über einen kleinen Schalter. Bei den Kanälen 4 und 5 handelt es sich um einen Stereokanal mit gemeinsamer Lautstärkeregelung. Auf eine Klangregelung oder den Effekt-Send muss hier leider verzichtet werden. Die Kanäle 1 bis 5 sind allesamt mit Combobuchsen (XLR/Klinke) ausgestattet. Die Kanäle 6 und 7 sind ebenfalls zu einem Stereokanal gebündelt und erhalten ihr Signal entweder per Bluetooth-Streaming oder über eine Stereo-Miniklinkenbuchse.

Test: LD Systems Mix 10 A G3

Mischpultsektion der LD Systems Mix 10 A G3

Ausgänge

Auch ausgangsseitig ist die aktive LD Systems Mix A G3 Box sehr gut ausgestattet. Hier notiere ich nicht nur eine 3-Band-Klangregelung (Bässe, Mitten, Höhen), sondern auch einen regelbaren Monitor- und einen ebenso regelbaren Subwoofer-Ausgang. Beide sind als XLR-Buchsen ausgeführt. Ergänzt wird die Ausgangssektion durch einen Balance-Regler, einen Stereo/Mono-Schalter, den Main-Level-Regler, zwei vierstufige LED-Ketten für den Ausgangspegel und den Speakon-Ausgang zum Anschluss der passiven LD Systems Mix G3.

LD Systems Mix 10 A G3

LD Systems Mix 10 A G3

Kundenbewertung:
(9)

Erwähnenswert wären noch der Stromanschluss für das interne Netzteil, der Betriebsschalter und ein Fußschaltereingang zum Stummschalten/Aktivieren des Effekts. Das war mein Stichwort, denn nun kommen wir zum integrierten Effektgerät.Test: LD Systems Mix 10 A G3

Effekte

16 Effekt-Presets stellt uns das Effektgerät zur Verfügung. Der gewünschte Effekt wird über einen gerasterten Drehregler eingestellt. Über den Regler DFX Return regeln wir den Effektrückweg und mischen das Effektsignal dem trockenen Mix hinzu. Eine Mute-Schalter und eine Peak-LED komplettieren die FX-Sektion. Folgende Effekte stehen zur Auswahl:

  1. Warm Hall
  2. Bright Hall
  3. Warm Room
  4. Bright Room
  5. Vocal 1
  6. Vocal 2
  7. Vocal 3
  8. Plate
  9. Delay 1
  10. Delay 2
  11. Rev + Delay 1
  12. Rev + Delay 2
  13. Rev + Delay 3
  14. Rev + Delay 4
  15. Rev + Chorus 1
  16. Rev + Chorus 2

Wie bei vielen ähnlichen Produkten sind die Parameter vom Hersteller festgelegt und nicht vom Anwender veränderbar. Die Halleffekte sind sinnvoll gewählt, über den praktischen Nutzen der Programme 9 bis 16 kann man sich freilich streiten. Bezüglich der Effektauswahl befindet sich LD Systems aber in guter Gesellschaft.

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Sind die DFX-Regler in den Kanälen 1 bis 3 zu weit aufgedreht und ist die Signalverstärkung im Kanal sehr hoch, blinkt unter Umständen in der Effektsektion die Peak-LED. In diesem Fall müssen die DFX-Regler etwas zurückgenommen werden, damit es nicht zu unschönen Verzerrungen kommt.

Test: LD Systems Mix 10 A G3

Zum Tragen ist an einer Seite eine Aussparung im Gehäuse

Monobetrieb vs. Stereobetrieb

Eine einzelne LD Systems Mix 10 A G3 lässt sich natürlich monofon betreiben. In diesem Fall drücken wir in der Ausgangssektion den Stereo/Mono-Schalter. Nun werden alle Stereosignale an den Stereokanälen entsprechend zusammengemischt und monofon ausgegeben. Im Betrieb mit einer zweiten LD Systems Mix 10 G3 lösen wir den Schalter, möchten wir beide Lautsprecher als eine stereofone Beschallungsanlage nutzen. Doch auch mit einem zweiten angeschlossenen Lautsprecher kann der monofone Betrieb sinnvoll sein, zum Beispiel dann, wenn der zweite Lautsprecher ein anderes Areal beschallen soll. Beide Bereiche werden dann monofon beschallt. Mit dem Balance-Regler können wir nun das Lautstärkeverhältnis zwischen beiden Lautsprechern regeln (aktiver Lautsprecher links, passiver Lautsprecher rechts).

Test: LD Systems Mix 10 A G3

Multifunktionsgehäuse

Monitor- und Subwoofer-Ausgang

Einige Worte noch zur Nutzung des Monitor- und Subwoofer-Ausgangs. In beiden Fällen handelt es sich um das Summensignal. Beide Wege sind allerdings unabhängig vom Main-Volume regelbar, weil sie vor diesem abgegriffen werden. Schließt man am Monitor-Ausgang eine aktive Monitorbox an, hört man also immer das gleiche Signal wie das Publikum. Für das Haupteinsatzgebiet der LD Systems Mix 10 A ist das sicherlich ausreichend. Durch die getrennte Lautstärkeregelung kann der Pegel etwas niedriger gewählt werden, um Rückkopplungen zu vermeiden.

Gleiches gilt für den Subwoofer Ausgang. Auch dieser führt das Summensignal, umfasst also ein Fullrange-Signal. Am aktiven Subwoofer ist deshalb in jedem Fall das High-Cut- (Lowpass-) Filter zu aktiveren. Viele aktive Subwoofer besitzen aber auch einen integrierten Systemcontroller oder zumindest eine Frequenzweiche. Bei der Verwendung eines externen Mischpults wäre es deshalb sinnvoller, zunächst vom Mischpult aus den Subwoofer anzusteuern, dort die Trennfrequenz passend einzustellen und dann vom Subwoofer das entsprechend gefilterte Signal zur LD Systems Mix 10 A G3 zu führen. Der Vorteil: Subwoofer und Mix 10 A G3 bekommen dann nur das Signal, das sie auch tatsächlich wiedergeben müssen und nicht beide ein Fullrange-Signal. Bei der Nutzung des internen Mischpults ist das leider nicht möglich. Die LD Systems Mix 10 A G3 Box läuft dann immer im Fullrange-Betrieb und gibt demzufolge auch Frequenzen wieder, für die eigentlich schon der Subwoofer zuständig ist.

Vielleicht implementiert LD Systems in einer Version G4 ja ein einfaches Low-Cut-Filter bei 120 oder 140 Hz für den Subwoofer-Ausgang.

LD Systems Mix 10 A G3 in der Praxis

Eingesetzt habe ich die LD Systems Mix 10 A G3 bei mehreren Chorproben in einem großen Gemeindesaal. Dort spielte sie als Mono-PA für den Chor vor allem Backing-Tracks ab, zu denen gesungen wurde. Mit 2x 200 W RMS und 2x 400 W Peak erlaubt die kleine Box schon beachtliche Lautstärken. Als maximalen Schalldruckpegel geben LD Systems in den technischen Daten 124 dB an. Man darf ruhig auch mal ordentlich Gas geben, ohne dass man Beschädigungen fürchten muss, denn die LD Systems Mix 10 A G3 verfügt über einen integrierten Limiter, Kurzschlussschutz, einen Schutz vor Überlastung und einen Schutz vor Überhitzung. Mit gerade einmal 12.3 kg trotz des 16 mm MDF-Gehäuses lässt sich der Lautsprecher bequem tragen und er passt selbst in den Kofferraum eines Kleinwagens.

Live-Einsatz in schwieriger Umgebung

Für den Weihnachtsgottesdienst am ersten Weihnachtsfeiertag sollte der Chor dann einen Auftritt mit mehreren Liedern im Gottesdienst der kleinen St. Johann Baptist Kirche in Dortmund Brechten bestreiten. Das Gewölbe und mehrere Säulen prägen die Akustik der Kirche. Schall aus Lautsprechern fängt sich häufig bereits im vorderen Drittel und kommt hinter den zwei mächtigen Säulen, die die Kirche unterteilen, gar nicht erst an. Es ist deshalb immer eine Herausforderung, die Kirche ohne Delay-Line bei Konzerten zu beschallen.

Test: LD Systems Mix 10 A G3

Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert ist hinsichtlich der Beschallung mit moderner Musik ein harter Brocken

Zwar war der Chor neben dem Gemeindegesang mit vier Vortragsstücken der einzige musikalische Akteur des Gottesdienstes, musste seinen Platz im Altarraum jedoch aufgrund von Textvorträgen, der Predigt und der Austeilung des Abendmahls zwischen den Liedern verlassen. Der Liedvortrag zu Playbacks und gleichzeitig zur Klavierbegleitung bedingte jedoch den Einsatz von Mikrofonen. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, wurden zwei Kleinmembran-Kondensatormikrofone per Stereoschiene auf ein Stativ montiert und mit den Kanälen 1 und 2 der aktiven LD Systems Mix 10 A G3 verkabelt. In Kanal 3 steckte ein dynamisches Mikrofon von Sennheiser, das mir als Gesangsmikrofon diente, denn der ohnehin mit zwei Sängern dünn besetzte Tenor hatte sich kurzfristig aufgrund einer Grippeinfektion halbiert. So habe ich beschlossen, selbst die Tenorstimme mitzusingen und meine Stimme ebenfalls über die Lautsprecher etwas zu verstärken. Die Playbacks wurden per Bluetooth von meinem iPad aus zugespielt, sodass hier auf weitere Kabel verzichtet werden konnte.

Test: LD Systems Mix 10 A G3

Verkabelung der drei Mikrofone mit den Kanälen 1-3, das Playback wurde per Bluetooth eingespielt

Die aktive LD Systems Mix 10 A G3 wurde durch die passive LD Systems Mix 10 G3 ergänzt. Beide standen auf einem Stativ und wurden durch die Nutzung des 5° Tilt-Flansches leicht angeschrägt und auf die Gottesdienstbesucher hin ausgerichtet. Da der Gottesdienst sehr gut besucht war, dienten die vollbesetzten Bankreihen somit als natürlicher Absorber und verringerten die vielen Reflexionen in der Kirche etwas.

Gesungen wurden klassische und moderne Weihnachtslieder im Worship-Stil, also im Prinzip christliche Pop-/Rockmusik. Die Songs sind geprägt vom massiven Einsatz von Schlagzeug, Bass und vor allem der E-Gitarre. Oft sind mehrere Lagen von E-Gitarren zu hören, die mit den Keyboards ein dichtes Sound-Gefüge ergeben. Sprich: Es kracht ordentlich.Test: LD Systems Mix 10 A G3

Ich habe in dieser Kirche schon mehrere Konzerte (auch mit Band) veranstaltet und kenne deshalb die großen Probleme, die deren Akustik bei solch moderner Musik erzeugt. Deshalb hatte ich einige Bedenken, ob in einem Weihnachtsgotttesdienst ein Chorauftritt mit Beschallungsanlage, aber ohne Delay-Line überhaupt machbar wäre. Da aber der Chor jedoch lieber zu den rockigen Playbacks als zur reinen Klavierbegleitung singen wollte, haben wir uns zur beschriebenen Lösung durchringen können.

Test: LD Systems Mix 10 A G3

Neigung um 5° per Tilt-Flansch

Guter Klang, hohe Lautstärkereserven

Nach dem Drücken des +20 dB-Schalters in den Kanälen 1 bis 3 hatten wir viel Spielraum, was die Mikrofonlautstärke anging. Aktive Lautsprecher mit Mikrofonkanälen ohne Gain-Regler sind oft kritisch, wenn die festgelegte Verstärkung nicht ausreichend ist. Ohne den +20 dB-Schalter wäre das auch bei der LD Systems Mix 10 A G3 der Fall gewesen. Dank des zusätzlichen Schubs stand anschließend jedoch ein schön großer Regelweg zur Verfügung, sodass auch eine feinfühligere Mischung der beiden Chormikrofone zu meinem Tenormikro am Klavier und dem Playback möglich war. Die hohe Rückkopplungsfestigkeit war beeindruckend. Der Chor ertönte dermaßen laut aus den Lautsprechern, dass hingegen das Playback schon fast im Chorgesang unterging und ich am akustischen Klavier ordentlich in die Tasten hauen musste. Positiv fiel außerdem auf, dass der Bluetooth-Eingang über einen gesonderten Lautstärkeregler verfügt. Von anderen aktiven Lautsprechern bin ich das nicht gewohnt, dort muss man die Lautstärke stets am Zuspieler regeln. Mit der 3-Band-Klangregelung habe ich die Bässe etwas angehoben und die Höhen ebenfalls, die sich in der Kirche ab der Raummitte stets „in Luft aufzulösen“ scheinen.

Das gesamte Klangbild war sehr angenehm, rund und Zuhörer, Chor und die beiden Chorleiter, die aus meiner Wenigkeit und meiner Ehefrau Bianca bestehen, waren glücklich. Der Aufbau war in zehn Minuten erledigt und das Einstellen des Sounds benötigte auch nicht länger als fünf Minuten.

Test: LD Systems Mix 10 A G3

Passive Ergänzung: LD Systems Mix 10 G3

Und sonst?

Während des Testzeitraums von etwas mehr als vier Wochen wurde die aktive LD Systems Mix 10 A G3 außerdem zuhause zum Bassspielen eingesetzt. Ein aktiver Ibanez SR1000 Bass wurde mit Kanal 1 verkabelt. Aufgrund der aktiven Elektronik des Basses und des integrierten EQs konnten der HiZ-Schalter und die 2-Band-Klangregelung des Kanals deaktiviert bleiben. Lediglich am 3-Band-EQ habe ich für das Zuspielen von Playbacks per Bluetooth den Bassregler minimal angehoben. Der Lautsprecher stand dabei einfach wie ein Verstärker auf dem Boden. Auch hier war der Sound sehr gut und sogar besser als beim sonst zum Üben eingesetzten Hartke-Combo.

Auch in der Aufstellung als Wedge, also als Bühnenmonitor, habe ich mir die LD Systems Mix 10 A G3 angehört. Erneut machte der Lautsprecher eine sehr gute Figur und das zum Testen angeschlossene Sennheiser e945 klang schön druckvoll und mit hohen Lautstärkereserven ohne Rückkopplungstendenzen.

Wie viele aktive Lautsprecher mit Class-D-Endstufen dieser Preisklasse rauschen auch die LD Systems Mix 10 A G3 etwas, was aber eigentlich nur im Nahbereich und bei sehr hohen Lautstärken auffällt. Die Raumeffekte klingen gut und praxisgerecht.

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Fazit

Die LD Systems Mix 10 A G3 ist eine gute Aktivbox mit integriertem 7-Kanal-Mischpult plus 24 Bit DSP-Effekten. Die gute Verarbeitung und die Tatsache, dass an die integrierte 2-Kanal Class-D-Endstufe eine passive Box, zum Beispiel die LD Systems Mix 10 G3, angeschlossen werden kann, machen das System zu einem flexibel einsetzbaren Tool: Ob als kleine Aktivbox für Chorproben, die Sprachbeschallung von Messeständen, als Verstärker von Mikrofon und Instrument für Singer-Songwriter, als Stereo-PA in Verbindung mit der passiven Variante für Duos, Trios oder bei Nutzung eines externen Mischpults und einem Subwoofer als Basserweiterung auch für Tanzbands, es gibt viele Einsatzmöglichkeiten. Als Monitor macht die LD Systems Mix 10 A G3 ebenfalls eine gute Figur, denn sie zeigte sich im Praxistest als sehr rückkopplungsfest. Der Preis ist der eigentliche Knüller: 498,- Euro ruft der Handel aktuell für die aktive LD Systems Mix 10 A G3 auf. Die passive Version ist für 249,- Euro zu haben. So bekommt man für knapp 750,- Euro ein komplettes Stereo-PA-System, das vielfältig einsetzbar ist und dabei auch noch ordentlich klingt. Sehr gut.

Plus

  • Konzept
  • 7-Kanal-Mischpult
  • getrennt regelbare Ausgänge für Monitor und Subwoofer
  • 24 Bit DSP-Effekte
  • 3 Mikrofonkanäle mit 2-Band-EQ und Phantomspeisung
  • 3-Band-EQ im Master
  • 2-Kanal-Endstufe für den Anschluss des passiven Modells
  • Multifunktionsgehäuse
  • geringes Gewicht trotz MDF
  • Preis-Leistungs-Verhältnis Mix 10 A G3
  • günstiger Preis für das Stereosystem

Minus

  • Rauschen bei hohen Lautstärken

Preis

  • 498,- Euro LD Systems Mix 10 A G3 (aktiv)
  • 249,- Euro LD Systems Mix 10 G3 (passiv)
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Forum
  1. Profilbild
    VerMona74

    Vielen Dank für den Test.
    Würden Sie, als Tester, gerade im sakralen Bereich diesen Lösung einem Säulensystem den Vorzug geben?
    VerMona74

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Das hängt immer von der Kirche ab, in der man das System einsetzt. In kleineren Kirchen würde ich vermutlich das LD Systems System favorisieren. Benötigt man keine tiefen Bässe und richtet die Lautsprecher über den Tilt-Flansch gut auf die Hörer aus, ist das Klangbild sehr gut. In größeren Kirchen kommt man auch mit den meisten günstigeren Säulensystemen meiner Erfahrung nach nicht weiter. Da wäre das LD Systems System eine gute Ergänzung als Delay Line. Kirchen sind immer sehr speziell, was die Beschallung angeht. Bässe verlieren sich in den riesigen Räumen sehr schnell. Die meisten Säulensysteme reichen da für die ersten Meter. Im hinteren Bereich der Kirche hört man aber immerhin bei Säulen noch ausreichend obere Mitten und Höhen. Es klingt hier aber schnell dünn. Normale Lautsprecher wie das hier getestete System haben da das Nachsehen. Je größer der Abstand vom Lautsprecher ist, desto verwaschener klingt es schließlich. In einer kleinen klingen diese jedoch sehr ordentlich und ich mag den Klang im Nahbereich sogar etwas lieber als den einer Säule. Ich habe bislang nur ein System genutzt, dass mich in einer großen Kirche wirklich begeistert hat: Das Banana Array von PL-Audio mit zwei kräftigen 18″ Bässen. Das möchte man aber nicht alleine transportieren.

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