Test: Line6 POD HD500X, Gitarren Effektgerät

Die HD-Auflösung macht’s!

Der Sound des Line6 POD HD500X ist top. Zumindest wenn man den Vergleich von diversen andern Anbietern mit ins Boot holt. Dennoch muss man etwas Zeit und Geduld mitbringen, um sich seinem Wunschsound zu nähern. Der DSP (Digital Signal Processor) arbeitet auf höchstem Niveau und kommt sehr nahe an analoge Mitstreiter ran. Alles fühlt sich auch dementsprechend an, es gibt keinerlei Latenzen und der Anschlag der rechten Hand wirkt sich über die Dynamik auf den Verzerrungsgrad aus. Bei den Soundbeispielen kann man aber auch hören, dass es zumindest im Studio mehr Sinn macht direkt ins Interface zu gehen, anstatt einen Verstärker zu mikrophonieren.

Die Verstärkeranzahl wurde, im Vergleich zu früheren Modellen, etwas reduziert, aber umgekehrt, um so mehr Wert auf Soundqualität gelegt. Und wenn wir mal ehrlich sind: Zwanzig Verstärkermodelle sollten auch genügen.

Der Looper bietet eine Aufnahmezeit von 24 Sekunden im Normal-Modus und 48 Sekunden im 1/2 Speed-Modus. Neben den üblichen Funktionen gibt es noch einen Reverse-Schalter und einen für Pre/Post in der Effektkette. Eine schöne Option und somit wird das Gesamtkonzept abgerundet.

Schalter

— Robuste Schalter schick illuminiert —

Fazit

Was bleibt nach Ende des Tests hängen? Der Line6 POD HD500X ist eine Weiterentwicklung des Vorgängers ohne „X“. Im Wesentlichen gibt es eine größere Prozessorleistung und eine Hardware Kinderkrankheit wurde behoben, indem man die Tasterbeleuchtung sinnvoller gestaltet hat. Ob jetzt das Upgrade für den Einzelnen notwendig ist, muss wahrscheinlich jeder selbst entscheiden. Von dem Gesichtspunkt aus gesehen, dass ca.125,- Euro Aufpreis verlangt wird, könnte ich nachvollziehen, wenn man erst mal das alte Modell antestet. Aber da es sich bei dem POD definitiv um ein Gerät handelt, das eher für den fortgeschrittenen Bereich, wenn nicht auf Profis, zugeschnitten ist, würde meine Wahl tatsächlich auf das aktuelle Modell fallen. Hier kann man tatsächlich nie Power genug haben und selbst der DSP des Line6 POD HD500X geht bei zu viel Beanspruchung auch mal in die Knie.

Die Soundbeispiele würden mit einer Fender Strat und einer Gibson Les Paul direkt über einen Bogner Alchemist mit einem Sennheiser e609 aufgenommen.

Plus

  • Sounds
  • Konzept
  • Aufbau, Bühnentauglichkeit
  • Vielseitigkeit

Minus

  • -

Preis

  • Straßenpreis: 499,- Euro
Klangbeispiele
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