Test: Livid Instruments DS1, DAW-Controller

Hebt man den DS1 das erste Mal aus seiner Verpackung, merkt man sofort, dass bei Livid nicht an den Materialien gespart wird. Ordentliche 1,6 kg bringt der Controller auf die Waage. Das Gewicht verteilt sich auf eine fast quadratische Größe von 30,5 x 31,1 x 5,0 cm. Einen ersten guten Eindruck macht der DS1 schon deshalb, da sich in der Verpackung eine handschriftliche Check-Liste befindet, auf der der für die Qualitätskontrolle zuständige Mitarbeiter alle ausprobierten Funktionen abgehakt hat, sehr schön. Findet man so heutzutage nicht mehr. Das weckt Vertrauen.

Das Gehäuse besteht aus Aluminium und seitlichen Kunststoffkanten, alles fest zusammen verschraubt. Die vordere Kante des DS1 ist leicht nach vorne geneigt, so dass man auch bei längerem Fader-Ziehen nicht gleich eine Sehnenscheidentzündung davonträgt. Die Fader lassen sich angenehm leicht schieben und ziehen, machen aber leichte Pff-Geräusche. So bald Musik läuft, hört man das nicht mehr, aber mancher Kunde mag sich davon vielleicht gestört fühlen. Die Soft-Buttons der Kanalzüge haben einen genauen Druckpunkt, die Potis einen ordentlichen Drehwiderstand. Aus Versehen verstellt man hier mit Sicherheit nichts. Auch innerhalb der Main-Sektion keine Ausfälle, alles funktioniert einwandfrei und ist wirklich gut verarbeitet. Der Controller steht auf vier festen Gummifüßen, die den DS1 auch bei exzessivem Gebrauch an der richtigen Position verharren lassen. Wie jedoch auch beim Livid Base II sind die Gummifüße mit scharfkantigen Schrauben befestigt, die nach etwas Abnutzung der Gummifüße im schlimmsten Fall auf dem schönen Arbeitstisch schaben. Wie der Tisch danach aussehen könnte, kann sich jeder selbst vorstellen.

Die Soft-Buttons können alle auch Notenbefehle ausgeben,

Vier Encoder, vier Potis und Soft-Buttons, die auch Notenbefehle ausgeben können

Auch wenn viele Firmen sich mittlerweile ein gedrucktes Handbuch sparen, finde ich es aus Anwendersicht doch immer praktisch, wenn man im Handbuch schnell mal etwas nachschlagen kann und das nicht nur im heruntergeladenen PDF, sondern eben in einer richtigen Broschüre. Livid bietet für den DS1 leider noch nicht einmal eine PDF-Variante an, sondern fordert stets den Gang ins Internet, um dort im firmeneigenen Livid Wiki, die Online Version des Handbuchs, aufzurufen. Dort wird jedoch alles ausführlich beschrieben

Optisch ist der Livid DS1 komplett in schwarz gehalten. Farblich geht’s aber richtig los, wenn man den DS1 mit Strom versorgt. Neben den Buttons können nämlich alle Potis und Encoder mehrfarbig beleuchtet werden. Das ist nicht nur auf der dunklen Bühne hilfreich, sondern verbessert vor allem die Übersicht bei Vollbelegung des Controllers. Ein Display gibt es nicht zu vermelden, so dass ich auf die Programmierung des DS1 gespannt bin. Alles komplett ohne Display zu programmieren, erscheint mir zunächst schwierig, aber das schauen wir uns gleich mal an.

Forum
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    AMAZONA Archiv

    Der Controller bietet kein Möglichkeit mit Multichannels zu arbeiten. Bis eine Drittanbieterlösung gefunden sein könnte ist man übers Moneyback hinaus.
    Schade den anfürsich macht er vieles richtig.

    PS: Das ist nicht das erste Mal das ich den Eindruck habe, das Controller Hersteller und VST Schmieden nicht wirklich miteinander kommunizieren.

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