Test: Livid Instruments DS1, DAW-Controller

Mit Hilfe des Livid Editors lassen sich nun alle Bedienelemente des DS1 frei mit Funktionen belegen. Wie mit so einem Editor üblich, funktioniert das Ganze per Maus und Tastatur natürlich sehr komfortabel. Vorteil einer solchen lokalen Programmierung auf dem Computer ist, dass man neben der komfortablen Bedienung auch praktisch unendlich viele Setups für verschiedene Einsatzgebiete anlegen und speichern kann und diese je nach Bedarf in den DS1 lädt. Da können andere Controller, die teilweise nur Speicherplätze im einstelligen Bereich bieten, nicht mithalten. Intern, also direkt im Controller, kann kein Setup gespeichert werden. Der Editor ist dafür also immer notwendig. Dazu kommt, dass der DS1 wie bereits beschrieben über kein Display verfügt, so dass man direkt am Controller nicht ablesen kann, welches Bedienelement mit welcher Funktion belegt ist. Bei der Vielzahl von Bedienelementen verliert man trotz der farblichen Vielfalt des DS1 da schnell den Überblick.

DS1_side-1024x226

 

Je nach Art des Bedienelements können diese entweder mit normalen MIDI-Control-Change Befehlen belegt werden oder aber im Bend-Modus arbeiten. Das bedeutet, dass ein Element auch zwei Befehle gleichzeitig aussenden kann. Programmiert man den Fader im Bend-Modus beispielsweise auf einen CC-Wert von 0-31, sendet er gleichzeitig MSB- und LSB-Befehl aus, während die Erhöhung des CC-Parameters zum Aussenden eines normalen Pitchbend-Befehls führt (je nach Höhe des Werts Bend nach unten oder oben). Gut ist, dass alle Soft-Buttons neben CC-Befehlen auch Notenbefehle aussenden können. Diese kann man also auch zum Einspielen von Drums o.ä. nutzen. Darüber hinaus können diese auch als Transportsektion (MMC-Kommandos) dienen. Die Push-Encoder arbeiten sowohl im absoluten als auch relativen Modus, der Wert muss also nicht immer abgeholt werden. Je nachdem, wie es einem beliebt bzw. welche Funktion damit gesteuert werden soll.

Praxis

Die Vielzahl der Potis und Buttons erlaubt ein enorm großes Einsatzgebiet. Egal ob man damit nun den Mixer, Software Instrumente oder Plug-ins steuern möchte, alles ist grundsätzlich erstmal möglich und dank normaler MIDI-Anbindung arbeitet der Livid DS1mit allen gängigen DAWs zusammen. Ein Vorteil des DS1 ist natürlich, dass jeder Kanalzug über fünf Potis und zwei Soft-Buttons verfügt. Denkbar ist also u.a. auch der Einsatz als Equalizer-Fernsteuerung oder zum komfortablen Steuern von Aux Sends/Inserts. Während des Tests kam es sowohl bei Ableton als auch bei Logic zu keinerlei Problemen. Der Controller wurde sofort als Kommandogeber erkannt und akzeptiert, genau so wie man sich das vorstellt.

Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Der Controller bietet kein Möglichkeit mit Multichannels zu arbeiten. Bis eine Drittanbieterlösung gefunden sein könnte ist man übers Moneyback hinaus.
    Schade den anfürsich macht er vieles richtig.

    PS: Das ist nicht das erste Mal das ich den Eindruck habe, das Controller Hersteller und VST Schmieden nicht wirklich miteinander kommunizieren.

Kommentar erstellen

Die AMAZONA.de-Kommentarfunktion ist Ihr Forum um sich persönlich zu den Inhalten der Artikel auszutauschen. Sich daraus ergebende Diskussionen sollten höflich und sachlich geführt werden. Haben Sie eigene Erfahrungen mit einem Produkt gemacht, stellen Sie diese bitte über die Funktion Leser-Story erstellen ein. Für persönliche Nachrichten verwenden Sie bitte die Nachrichtenfunktion im Profil.