All-in-one für Recording und Reamping
Die Locomotive Audio Z-Car DI & Reamping-Box ist ein hochprofessionelles Werkzeug für Recording und Reamping, das hervorragende Audioeigenschaften und einfaches Handling verbindet.
Kurz & knapp
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- Hochwertige Verarbeitung: Robustes Gehäuse aus Stahl, geeignet für Studio, Bühne und Touren.
- Vielseitige Nutzung: Ideal für DI-Recording und Reamping bei Gitarren, Bässen und Keyboards.
- Benutzerfreundlich: Passives Design ohne Stromversorgung, einfache Handhabung.
- Gute Klangqualität: Optimierte Eingangs- und Ausgangsimpedanzen, symmetrische Ausgänge.
- Professionelles Niveau: Hochpreisig, aber absolut empfehlenswert für professionelle Anwender.
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Inhaltsverzeichnis
Was ist die Locomotive Audio Z-Car DI & Reamping-Box?
Wir Gitarristen nutzen vermehrt digitale Lösungen, um unsere Gitarren-Sounds aufzunehmen. Grund dafür ist unter anderem, dass wir damit die Möglichkeit haben, nachträglich den Sound besser bearbeiten oder gleich komplett in ein alternatives Setup schicken zu können. Wer aber auf seinen geliebten Amp beharrt und sich die Option der nachträglichen intensiven Bearbeitung trotzdem erhalten will, kommt um eine Reamping-Lösung nicht herum.
Die Locomotive Audio Z-Car ermöglicht es nun, die Gitarre direkt in die DAW zu spielen und nur das trockene Signal aufzunehmen, während man trotzdem mit dem gewohnten Sound aus dem Amp aufnehmen kann. Das ist insofern eine großartige Lösung, als man mit seinem gewohnten, absoluten Lieblingssound natürlich anders spielt, als wenn irgendwelche Plug-ins zum Einsatz kommen. Dass man diese Plug-ins dann natürlich hinterher mit genau dieser einen Gitarrenspur trotzdem verwenden kann, erweitert die Möglichkeiten natürlich enorm.
Umgekehrt können natürlich auch trocken oder mit Plug-ins eingespielte Spuren durch einen realen Amp gejagt werden, so zum Beispiel ist der Gitarrensolosound von Pink Floyds Another Brick In The Wall entstanden. Alles in allem sind DI-Boxen und Reamping keine neue Erfindung, aber wie so oft entscheiden die benutzten Geräte und deren Materialien über guten oder schlechten Sound. Übrigens funktioniert solch ein Setup nicht nur bei Gitarristen, denn auch Bassisten und Keyboarder nutzen gern und häufig Reamping.
Facts & Features der Locomotive Audio Z-Car Box:
Allgemeines
- Passives Design, benötigt keine Stromversorgung
- Robustes Gehäuse aus Stahl, geeignet für Studio, Bühne und Hochgebirgstouren
Technische Details:
- Hochwertiger Mu-Metal-Transformator mit Abschirmung
- Isolierte 1/4″ (TS) und XLR-Anschlüsse, galvanisch getrennt voneinander
- Optimierte Eingangs- und Ausgangsimpedanzen
- Symmetrische, isolierte XLR-Ausgänge für DI- und Reamping
- Ground Lift-Schalter gegen Brummschleifen
DI-Modus:
- Nutzt den Transformator, um das Instrumentensignal für Mikrofonvorverstärker optimal aufzubereiten
- Mit einem Dreifachschalter kann zwischen 0 dB, -12 dB und -18 dB Dämpfung gewählt werden
- Möglichkeit, das Signal in der DAW zu bearbeiten und an ein beliebiges Verstärkergerät zu senden
Reamping-Modus:
- Sendet das aufgenommene, „trockene“ Signal an Pedal- oder Verstärkerketten
- Zwei Modi: Standard-Frequenzgang und „Big Roll“ (Frequenzabsenkung um 6 dB ab 1 kHz)

An der Front befinden sich die Buchsen zur Verbindung mit dem Audiointerface oder Mischpult. Als Amp-Up-Input hätte ich mir eine Kombibuchse gewünscht.
Anpassungsschwierigkeiten mit vorhandenem Equipment und Brummschleifen dürfte es also bei all diesen Features nicht geben und wir steigen direkt ein in die Praxis, jetzt kann die Locomotive Audio Z-Car (das „Z“ ist übrigens die Bezeichnung für „Impedanz“) zeigen, was in ihr steckt. eine Betriebsanleitung finde ich übrigens im Karton nicht und die Website zeigt auch nur zwei mögliche Routings an. Gerade für Einsteiger ins Reamping hätte ich mir allerdings zumindest ein Zettelchen mit Routing-Szenarien gewünscht.
Die Praxis – DI-Recording und Reamping
Das Testlabor steht bereit und zwar in Form eines iMacs mit Logic Pro, einem Universal Audio Volt 476 Audiointerface, eines Bogner Alchemist Röhrenverstärkers und eines Two Notes Audio Torpedo Captor X. Also alles recht überschaubar. Die Verkabelung führt anfangs natürlich erst einmal zur Implosion weiter Teile des Großhirns, das ist aber normal. Hier wäre das oben genannte, nicht vorhandene „Zettelchen“ von Vorteil. Aber nun, here we go.
Die Gitarre steckt im DI-Input des Locomotive Audio Z-Car, der direkt daneben befindliche Thru füttert den Bogner. An der gegenüberliegenden Seite des Z-Car steckt ein XLR-Kabel und verbindet den DI-Out mit dem Input 1 des Audiointerfaces. Vom Captor X führt ein zweites XLR-Kabel zum Audiointerface und steckt in Input 2. Jetzt erzeuge ich zwei Spuren, eine für jeden Input, stelle den Sound am Bogner nach Wunsch ein und pegele die Signale sorgfältig ein, damit es hinterher keine Probleme mit Übersteuerungen gibt.
Der Bogner gibt einen Cruch-Sound aus, im Captor X arbeitet eine 4× 12″ Box, die mit einem Ribbon 121 und einem Dyn 421 Mikrofon abgenommen wird. Die folgenden beiden Audiofiles demonstrieren das DI-Signal und das parallel aufgezeichnete Signal aus Bogner und Captor X, der Reverb stammt aus dem Captor X.
Um das aufgenommene DI-Signal erneut in den Amp zu schicken, muss jetzt an Z-Car Reamping Box etwas umgesteckt werden und das Routing sollte natürlich geändert werden. Die Spur wird über einen separaten Ausgang am Audiointerface ausgegeben, jetzt erfolgt eine Verbindung vom Interface zum Amp-Up-Input. Hier wird, je nach Interface, ein XLR- oder ein Klinke-XLR-Kabel benötigt. Das wäre durch den Einsatz einer Kombibuchse besser lösbar gewesen, denn viele Audiointerfaces haben schlicht keine XLR-Ausgänge. Jetzt wird noch der Funktionsschalter auf „Amp-Up“ gestellt und dann geht’s weiter.
Der Bogner liefert jetzt einen annähernd cleanen Sound und das Setting des Captor X wurde umgestellt auf eine 1× 12″ Box, deren virtuelle Mikros Ribbon 160 und Condenser 87 heißen. Das erste Audiofile demonstriert die Flat-Einstellung, das zweite dann die Big Roll-Option mit einer Absenkung oberhalb 1 kHz. Letzteres mag jetzt im direkten Vergleich etwas dumpf klingen, aber manchmal braucht es genau das, z. B. wenn ein sehr höhenlastiger Amp auch noch mit einer Telecaster gefüttert wird.
Jetzt hören wir uns noch an, was wir noch so mit dem DI-Signal anstellen können. Zunächst lade ich ein Plug-in in die DI-Spur, in diesem Fall das Scuffham Amps S-Gear. Das klingt erwartungsgemäß fett und gut. Wenn ich jetzt den Anschlag der Gitarre etwas hervorheben möchte, kann ich eines der cleanen Signale bearbeiten, minimal dazumischen und im Stereobild etwas verschieben. Um den Attack etwas hervorzuheben, habe ich das „Peak Filter“ aus Guitar Rig 7 in der „Clean Flat“-Spur eingesetzt. Ansonsten bleibt der Sound unverändert.

Erweitertes Recording- bzw- Reamping-Setup. Das DI-Signal füttert das per Freqport FreqInOut eingebundene Boss-Pedal.
In Beispiel 3 wird’s richtig wild, hier arbeitet ein Boss Super Overdrive SD-1, der mittels des Freqport FreqInOut vor den clean eingestellten Soldano aus der Neural DSP Software geschaltet wird. Hier ist zusätzlich die Transpose-Funktion aktiv und transponiert die Gitarre einen Halbton tiefer. Solche Spielchen benötigen ein erstklassiges DI-Signal und das bekommt man von der Locomotive Audio Z-Car Box geliefert.





































