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Test: LoopSeek Autosampler, Loopfinder Software

Multisamples mit perfekten Loops

30. September 2026
LoopSeek Autosampler und Loopfinder Software Test Bild enthält KI-generierte Inhalte

Test: LoopSeek Autosampler, Loopfinder Software (Bild enthält KI-generierte Inhalte)

Der LoopSeek Autosampler und Loopfinder ist eine Software für macOS und Windows, die nur einen einzigen Zweck erfüllt, nämlich Multisamples vollautomatisch mit korrekten Loops zu erstellen. Wie das in der Praxis funktioniert und warum insbesondere Live-Keyboarder sich LoopSeek genauer anschauen sollten, erfährst du in diesem Testbericht.

Kurz & knapp

Was ist es? LoopSeek Multisampling-Tool, eine Software für macOS und Windows, die Multisamples vollautomatisch mit korrekten Loops erstellt.

  • Vollautomatisch: Erstellt spielbare Multisamples mit Loops auf Knopfdruck aus Hardware oder Software.
  • Easy & Expert Mode: Einsteigerfreundlich oder mit voller Kontrolle über Loops, Velocity-Layers und Round-Robin.
  • Vielseitiger Export: Unterstützt offene Formate wie WAV, SFZ, SF2, EXS24, Teenage Engineering OP-XY, Elektron Tonverk, Decent Sampler und 1010Music Bento.
  • Live-Keyboarder: Ideal, um Studio-Sounds auf Bühnen-Hardware wie Roland Fantom oder Yamaha Montage zu bringen.
  • Preis-Leistung: Mit 89,- Euro netto (Lifetime-Lizenz) deutlich günstiger als SampleRobot 6 Pro (249,- Euro).
Bewertung
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Benutzerfreundlichkeit
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Qualität der Loops
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Funktionsumfang
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet
Preis/Leistung
Gesamtbewertung
4.3 / 5.0
Finger WegUngenügendBefriedigendGutSehr GutAusgezeichnetNicht bewertet

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LoopSeek Multisampling Tool

LoopSeek Multisampling Tool, Autosampler, Test

LoopSeek Autosampler und Loopfinder

LoopSeek ist eine Software für macOS (Intel, Apple Silicon) und Windows (ab Version 10), die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Sampling-Vorgang von Hardware oder Software zu automatisieren oder bereits vorhandene Samples zu loopen. Das Endergebnis lässt sich dann in einigen weit verbreiteten Formaten exportieren.

LoopSeek startete aus reinem Eigeninteresse des Programmierers und Musikers Jens Heine heraus, der ein Tool für den Teenage Engineering OP-XY Performance-Synthesizer, Sequencer und Sampler entwickeln wollte. Mit der Zeit kamen weitere Export-Formate wie 1010music Bento oder Elektron Tonverk hinzu sowie Zielformate für diverse Software-Produkte.
Jens Heine ist vor allem im Sequencer-Forum aktiv. Dort steht er im regen Austausch mit der Community und lässt deren Ideen und Vorschläge in LoopSeek einfließen.

Installation

LoopSeek ist eine native App und wurde in C++ mit dem Open Source Framework JUCE programmiert. JUCE ist für die großen Plattformen Windows, macOS, iOS, iPadOS, Android und Linux verfügbar und ist auf das Erstellen von Audioanwendungen und Plug-ins in allen wichtigen Formaten spezialisiert.

JUCE wird von vielen Major-Companys wie Antares, Avid, Arturia, Bytedance, Cycling74, Focusrite, Eventide, Fender, Genelec, Native Instruments, Neural DSP, Korg, InMusic, Steinberg, Universal Audio, UJAM, Waves und vielen weiteren für die Entwicklung von Software und Plug-ins verwendet.

Die Installation unter macOS und Windows gestaltet sich einfach und nach wenigen Sekunden befindet sich LoopSeek auf der Festplatte. Alle bereits im System installierten Plug-ins werden sofort erkannt.
Au dem Mac wurden auch MIDI-Interfaces und die Audio-Hardware automatisch erkannt, sodass auch hier keine weitere Installation erforderlich ist. Alles lässt sich bequem von LoopSeek aus steuern.

Nach dem Öffnen hat der Anwender die Wahl zwischen dem Laden schon fertiger Samples oder Multisamples und dem Erstellen neuer Multisamples per Autosampler.

LoopSeek Start Auswahl

Erster Einsatz mit Plug-ins

LoopSeek gestattet das direkte Samplen von Plug-ins. Dazu öffnet man einfach in LoopSeek das gewünschte Plug-in und wählt über die gewohnte Plug-in-Oberfläche den Sound aus, der gesampelt werden soll, oder erstellt diesen von Grund auf. Für den Test habe ich das Arturia Fairlight CMI-V Plug-in genutzt. Der Sampling-Vorgang dauert nur wenige Sekunden, dann liegen die Samples fertig geloopt vor. Nun schließt man am besten ein MIDI-Keyboard an und spielt das fertige Multisample (oder nutzt das On-Screen-Keyboard). Ist alles in Ordnung, wird das Multisample im gewünschten Format exportiert. Loops können auch manuell gesetzt werden, sollte etwas nicht stimmen oder das Loopfinding wiederholt werden.

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LoopSeek Autosampler und Loopfinder Software Test Plug-in Sampling

LoopSeek Sampling von Plug-ins, hier eines Arturia-Plug-ins

Easy- und Expert-Mode

Für das Autosampling und Editing gibt es einen Easy-Mode und einen Expert-Mode. Der Easy-Mode hält, was der Name verspricht. Das Plug-in-Fenster öffnet sich, der gewünschte Sound wird ausgewählt, der Sampling-Vorgang über „Start Autosampling“ gestartet. Nach wenigen Sekunden sind die Samples auf der Festplatte, die Loops gesetzt und ein spielbares Instrument erstellt. Mehr nicht. Für das Loop-Finding wird automatisch der Helix-Algorithmus von LoopSeek genutzt.

Im Expert-Mode nehmen erfahrene Anwender verschiedene Einstellungen zu Start und Endpunkten der Samples und Loops, Round-Robin oder Velocity-Layers vor, laden zwei Plug-ins für Dual-Layer-Sampling, wählen zwischen verschiedenen Loop-Finding-Algorithmen und mehr. Die Bezeichnung Expert-Mode hört sich dabei hochtrabend an, sie ist aber auch von Einsteigern in Sachen Multisampling leicht zu verstehen. Es kann jederzeit zwischen Easy- und Expert-Mode gewechselt werden.

LoopSeek Expert Mode

Eine Wellenformdarstellung hilft beim manuellen Einstellen von Schnittpunkten und Loops. Außerdem lassen sich Crossfades vornehmen.

Insbesondere das Dual-Layer-Sampling dürfte viele Anwender interessieren. Es können zwei Plug-ins geladen werden, um deren Sounds gleichzeitig zu sampeln. Das geht sehr einfach. Die tollen Tutorial-Videos des Programmierers zeigen, wie es geht:

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Wissen: Round-Robin („Rundlauf“) bezeichnet beim Sampling ein Verfahren, bei dem verschiedene Varianten eines Samples nacheinander oder zufällig abgespielt werden. Auch das abwechselnde Vorwärts- und Rückwärtsabspielen eines Samples fällt darunter. Round-Robin sorgt dafür, dass Sample-Instrumente nicht statisch klingen. Der berühmte Maschinengewehr-Staccato-Effekt bei schnellen Tonwiederholungen, z. B. bei Drumcomputern, bleibt aus.

LoopSeek Expert Mode Round-Robin

Im Expert-Mode kann der Anwender wählen, welcher Algorithmus für das Erstellen der Loops genutzt werden soll. Zur Auswahl stehen dabei:

  • Flux: keine Crossfades, nur der Loop zwischen Start- und Endpunkt
  • X-ray: Loop mit Crossfades, vier Crossfade-Typen, verhindert Clicks
  • Helix: für komplexes Material geeignet, arbeitet mit einer Art Re-Synthese für die Loop-Punkte, verhindert Artefakte und Clicks, ist für den Easy-Mode die Default-Einstellung

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Play & Perform

Bevor man das fertige Multisampling exportiert, kann man es intensiv testen. Das geschieht direkt in der LoopSeek-Software. Ein In-App-Keyboard gestattet das Spielen des Samples per Maus oder über ein angeschlossenes MIDI-Keyboard.

LoopSeek Live Play Modus einschalten

LoopSeek verfügt über einen Live-Play-Mode

LoopSeek externes MIDI-Keyboard nutzen

Einstellen des externen MIDI-Keyboards für den MIDI-In, um das Multisample zu testen

Zusätzlich existiert ein Chord-Player, Sequencer und Arpeggiator. Auf diese Weise erkennt man schnell eventuelle Fehler und kann diese vor dem Export beheben. Sehr praktisch.

LoopSeek On-Screen-Keyboard

LoopSeek On-Screen-Keyboard mit Chord-Play, Sequencer und Arpeggiator

Hardware sampeln

Möchte man Samples von Hardware erstellen, z. B. von Vintage-Synthesizern, wird diese per MIDI angesteuert. LoopSeek sendet MIDI-Noten an die Hardware, das Ausgangssignal des Klangerzeugers wird dann per Audiointerface aufgenommen und die Samples anschließend automatisch (oder manuell) geloopt. Das Verfahren ist nicht komplexer als das Sampeln von Software.

Sample-Import

Auch bereits fertige Multisamples oder einzelne Samples lassen sich mit der LoopSeek-App verarbeiten. Als Import-Formate stehen zur Verfügung:

  • SFZ
  • WAV
  • AIFF
  • FLAC
  • Tonverk Autosampler IMPORT (with .elmulti + wav)
  • EXS (alpha)
  • SF2 Import

Sample-Export

Hat man ein fertiges Multisample erstellt, muss dieses noch exportiert werden, um es dann mit Software-Samplern oder Hardware wie Drumcomputern, Synthesizer-Workstations oder Hardware-Samplern zu nutzen. Für den Sample-Export stehen zahlreiche Formate für Software- wie Hardware-Instrumente bereit. Darunter

  • OP-XY
  • Tonverk .emulti
  • SFZ
  • SF2
  • EXS24/Logic EXS
  • 1010Music Bento
  • Decent Sampler
  • Metadata-embedded WAVs

Wer jetzt Formate wie Kontakt für den Native Instruments Sampler oder bestimmte Hardware vermisst, dem sei gesagt, dass LoopSeek nur offene Standards unterstützt. Die Auswahl ist jedoch gut getroffen, da die meisten Produkte mit proprietären Formaten in der Lage sind, die von LoopSeek exportierten Samples zu lesen und dann wieder im hauseigenen Format abzuspeichern.

LoopSeek Export-Formate

LoopSeek Export-Formate

LoopSeek und Roland Fantom

Synthesizer-Workstations wie der Roland Fantom verfügen über eigene Sampler. Allerdings ist es meistens recht aufwändig, mit der Hardware selbst zu sampeln. Auch bringen die Keyboards meistens weder eine Autosampling-Funktion mit, noch können Loops automatisch gesetzt werden.

LoopSeek kann trotzdem helfen, auch wenn es keinen direkten Export gibt. Dazu nutzen wir neben LoopSeek den Roland-eigenen SVZ-Converter, der das SoundFont 2-Format lesen und in das Roland-eigene SVZ-Format konvertieren kann.

Dazu erstellen wir zunächst mit der LoopSeek-App das gewünschte Multisample und speichern es anschließend im SF2-Format. Die SF2-Datei ziehen wir dann per Drag & Drop auf den Roland SVZ-Converter. Nach wenigen Sekunden liegt die SVZ-Datei vor, die dann auf einem USB-Stick gespeichert werden kann. Hier empfiehlt es sich, einen USB-Stick zuvor direkt mit dem Roland Fantom zu formatieren. Mit dem Roland Fantom lässt sich dann das Multisample laden und auf der Tastatur oder über die Pads spielen.

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Mit anderen Hardware-Instrumenten läuft das ähnlich: Entweder bietet der Hersteller eine Software an, die man für den Zwischenschritt zwischen LoopSeek-App und Hardware nutzen muss, oder die Hardware kann eines der Export-Formate von LoopSeek direkt importieren.

Use-Cases für LoopSeek

Vom Studio auf die Bühne

Das Arbeiten mit Software-Instrumenten gehört für die Mehrheit der Keyboarder auf der Bühne immer noch nicht zum Alltag. Im Studio werden allerdings häufig Software-Instrumente eingesetzt. Aufgabe von Live-Keyboardern ist es dann, die Sounds der Albumproduktion mit dem Bühnen-Equipment umzusetzen. Während das bei typischen Brot & Butter-Sounds problemlos funktioniert, wird es immer dann schwierig, wenn es um speziellere Sounds geht, die sich mit den Hardware-Instrumenten nicht umsetzen lassen.

Sind diese Sounds dann auch noch Signature-Sounds eines Songs, müsste man entweder die betreffenden Software-Instrumente einsetzen oder diese sampeln.

Genau hier kommt LoopSeek ins Spiel. Der Vorgang ist so einfach und schnell, dass die Vorbereitungszeit für Live-Keyboarder gering ist. Es wird nur eine Hardware benötigt, die Samples importieren kann, was bei allen modernen Synthesizer-Workstations von Korg, Roland, Yamaha, AKAI und Kurzweil der Fall ist.

Sounddesign

Das Sounddesign ist ein weiterer spannender Arbeitsbereich für die LoopSeek-App. Oft werden spannende Sounds mit modularen Synthesizern erzeugt. Mit LoopSeek lassen sich diese im Handumdrehen in spielbare Instrumente verwandeln, die dann entweder mit Software-Samplern oder Hardware-Samplern genutzt werden können.

Vintage-Sampler

Alte Sampler von E-mu, Ensoniq oder AKAI sind immer noch beliebt. Leider war das Sampeln mit diesen Hardware-Samplern oft nicht sonderlich komfortabel. Die Sampler nutzen zudem ein herstellerspezifisches Sample- und Dateiformat, sodass es nicht so einfach möglich ist, Samples in einem fremden Format zu erstellen und zu laden oder gar die Vintage-Samples in einen modernen Sampler zu bringen.

Der Weg vom Vintage-Sampler in ein modernes Format ist dabei recht einfach mit LoopSeek zu verwirklichen. Der Vintage-Sampler spielt das Sample ab und wird von LoopSeek getriggert. Das Sample wird dann über ein Audiointerface aufgenommen, geloopt und in einem der Export-Formate von LoopSeek als neues spielbares Multisample gespeichert.

Der umgekehrte Weg führt wieder über Tools von Drittanbietern, die das Export-Format von LoopSeek lesen und konvertieren können. Diese gibt es mittlerweile zahlreich am Markt und der kleinste gemeinsame Nenner zwischen LoopSeek und diesen Tools ist in der Regel WAV/AIF oder SF2. Da manche dieser Tools reine Command-Line-Tools sind, die nur die Konvertierung vornehmen, ist LoopSeek für die komplette Konvertierung verantwortlich.

Wichtig ist natürlich, die Limitierungen der alten Vintage-Sampler zu kennen: Bit-Tiefe, Abtastrate und die maximale Sample-Länge beziehungsweise bei Multisamples die maximale Anzahl an Samples pro Multisample sollten in LoopSeek korrekt eingestellt werden. Da diese Infos jedoch frei im Internet verfügbar sind, sollte das kein Problem darstellen.

Im letzten Schritt muss dann das fertig konvertierte Sample noch auf Diskette gespeichert werden. Dazu werden weitere Tools benötigt, die in der Regel auch frei im Internet verfügbar sind, z. B. die Giebler-Disk-Tools für Ensoniq Sampler/Keyboards. Noch komfortabler geht es mit Austauschlaufwerken, die anstelle des originalen Diskettenlaufwerks eingesetzt werden und dann statt einer Diskette die Aufnahme eines USB-Sticks ermöglichen.

Alternativen zu LoopSeek

Die wohl beste Alternative zu LoopSeek ist SampleRobot 6 Pro. SampleRobot 6 Pro ist ebenfalls ein Autosampler mit zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten. SampleRobot 6 Pro besitzt mehr Export-Formate als LoopSeek, ist aber auch komplexer in der Anwendung und vor allem deutlich teurer. SampleRobot 6 Pro kostet 249,- Euro.

samplerobot 6.1

Logic Pro bringt ebenfalls einen Auto-Sampler mit, mit dem sich Multisamples erstellen lassen. Der Logic Pro Auto-Sampler kann Hardware- wie Software-Instrumente sampeln und wird dazu direkt in einen Channel-Strip in Logic eingefügt. Logic Pro Auto Sampler ist sehr mächtig und bringt in Sachen Loop-Finding ähnliche Fähigkeiten mit wie die LoopSeek-App.

Der Nachteil von Logic Pro Auto Sampler ist, dass sich die damit erstellten Sample-Instrumente nur mit Logic Pro Sampler, Alchemy und Ultrabeat nutzen lassen. Möchte man sie außerhalb von Logic nutzen, muss das EXS-Format in ein anderes, freies Format konvertiert werden. Dazu benötigt man dann einen externen Converter. Ein weiterer Nachteil ist, dass Logic Pro nur für macOS verfügbar ist.

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Fazit

LoopSeek ist eine tolle Anwendung für alle, die gerne mit Samples arbeiten, ob als Rohmaterial für die weitere Klangsynthese oder als fertig spielbares Multisample für Hardware- oder Software-Instrumente. Was mich begeistert, ist die Einfachheit der Anwendung. Fachwissen ist nicht erforderlich, alles läuft auf Wunsch vollautomatisch ab. Die Möglichkeit, das fertige Multisample schon in LoopSeek zu testen und mit einem MIDI-Keyboard spielen zu können, verkürzt den Prozess zusätzlich, da zeitaufwändige Fehlexporte vermieden werden.

Wer zusätzlich noch einige weitere freie Tools für die Konvertierung verwendet, erstellt im Handumdrehen Multisamples von Software-Instrumenten oder Vintage-Hardware für moderne Synthesizer-Workstations wie zum Beispiel Yamaha Montage, Roland Fantom, Korg Kronos und auch kleine Desktop Sampler oder Grooveboxen.

LoopSeek ist zudem deutlich günstiger als vergleichbare Produkte. 89,- Euro netto (106,- Euro inklusive MwSt.) für eine Lifetime-Lizenz sind eine Kampfansage an andere Software-Hersteller.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es, dass Hardware-Hersteller wie Roland, Yamaha oder auch Nord den Nutzen von LoopSeek erkennen und ihre proprietären Formate für den Entwickler Jens Heine öffnen, damit dieser sie gleich als Export-Format anbieten kann. Man wird ja noch träumen dürfen.

Wer mit Software- oder Hardware-Samplern arbeitet, für den ist LoopSeek ein Pflichtkauf.

Plus

  • genial einfach zu bedienen
  • Qualität der Loops
  • Easy-Mode und-Expert Mode
  • interner Player zum Testen der Multisamples
  • direkte Unterstützung von Software-Instrumenten
  • einfaches Hardware-Sampling

Minus

  • Liste der Export-Formate könnte etwas länger sein

Preis

  • 106,- Euro
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Über den Autor
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Markus Galla RED

Studium Musik (Klavier/E-Gitarre) und Germanistik, Audio Engineer Diplom (SAE), seit 2009 freiberuflich selbstständig als Fachredakteur, Tontechniker, Musiker (Keyboarder und Gitarrist), Musiklehrer. Autor von "Tontechnik in der Schule" (Lugert Verlag), "Heavy Metal" (Lugert Verlag), Herausgeber und Co-Autor von "Amadeus 1" (Lehrbuch Musik für Gymnasien), Autor hunderter Fachartikel in Print- und Online-Medien

www.markusgalla.com

Referent/Workshop-Leiter für

- Beschallungstechnik ...

Forum
  1. Profilbild
    Tai AHU

    „ Vielseitiger Export: Unterstützt offene Formate wie WAV, SFZ, SF2, EXS24“

    Ich hätte nicht gedacht, dass EXS24 ein offenes Format ist.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Tai Ist es auch nicht bzw. es wurde „offen“ gemacht, indem andere per Reverse Engineering das Format erschlossen haben. Heute bieten viele Sampler einen EXS24 Import. Es scheint nicht sonderlich komplex zu sein.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @Viertelnote Der Satz von Markus schien einen Widerspruch zu haben. Ist aber gelöst, siehe oben

  2. Profilbild
    Heiner Kruse (TGM) RED

    Sehr interessantes Thema und schön geschrieben. Es gab mal Keymap Pro mit einem unglaublichen Algorithmus, der Penrose Machine, aber das verschwand vom Markt, weil Apple die Firma Redmatica gekauft hat. Inzwischen gibt es das als Light Version in Logic. Ich erinnere mich, dass ich damals Andrea versucht habe zu überreden, einen .sf2 Export anzubieten, weil dieses Format überall gelesen werden konnte. Aber er wollte nicht. Heute frage ich mich, welche Sampler noch welches Format lesen können. Still und heimlich haben viele den Support für viele Formate eingestellt. Ableton und Kontakt konnten zuletzt nicht mehr .exs importieren, Kontakt und EXS auch nicht mehr .rx2, EXS nicht mehr .sf2. Ich muss mal wieder ein bißchen ausprobieren und hab natürlich auch nicht mehr von allem den neuesten Stand auf dem Schirm. Die Sehnsucht nach dem einen, mit allem kompatiblen Sampler habe ich irgendwann zu Gunsten der Nutzung der nativen Lösungen einer jeder DAW aufgegeben. Demnächst werde ich mit dem neuen Halion beschäftigen.

    • Profilbild
      Tai AHU

      @Heiner Kruse (TGM) Ich erinnere mich an super Zeiten, da schloß ich einen Sampler über SCSI an den Mac an. Zog die Samples in Alchemy, der unterstützte die in den 90ern relevanten Formate, für mich damals SampleCell von digidesign. Natürlich die Akais, wichtig, weil es viele Sampling CDs in dem Format gab. Beim K2000 bin ich mir, genau wie beim EPS nicht mehr sicher, den hatte ich auch, verwendete den Sampleteil aber fast nicht, das war mit SampleCell einfacher. Es gab auch eine SCSI Lösung für Windows, bilde mir ein das war irgendwas Richtung Samplitude, oder es hiess so ähnlich. Kurzweil und Peavey unterstützten einen gemeinsamen Standard namens SMDI oder SMIDI. Da aber Ende der neunziger der SCSI Standard langsam verschwand, verlief das auch im Sand.

  3. Profilbild
    MPC-User AHU 1

    Interessantes Thema Auto Sampling. Werde mir mal die Demo anschauen.
    Danke für den Test.
    Der Mitbewerber Sample Robot hat aufgepasst und bietet nun auch die Formate vom Bento und Tonverk an😉

  4. Profilbild
    Leuchter

    Ich habe ein sehr interessantes „Feature“ gefunden. Zunächst habe ich die Windows Demo ausprobiert und einige Tonverk Multisamples erstellt, auch unter Onmisphere3. Alles prima.
    Dann wieder auf die Webseite von Loopseek um den Kauf einzuleiten und siehe da, geht nicht. Also genauer Du kannst nur kaufen, wenn Du aus der Demo den Kauf tätigst. Heisst Du musst zuerst testen und kannst dann kaufen. Finde ich eine spannende Vorgehensweise.

  5. Profilbild
    Thomsen

    Danke für den Test. Klingt interessant. Ist das 1010music Bento Format auch kompatibel mit der Blackbox 2? Wenn ich es richtig verstehe, basieren beide auf derselben Plattform. Der Autosampler der BB2 ist schon sehr gut, aber das Setzen der Loop-Punkte etwas mühsam und frickelig.

    • Profilbild
      Markus Galla RED

      @Thomsen Wenn ich es richtig sehe, ist das kompatibel. Es ist ja im Prinzip nur die WAV-Datei plus eine XML-Datei. Die könnte man sogar von Hand erzeugen. Beide Produkte können das lesen.

  6. Profilbild
    Viertelnote AHU

    möchte ich kurzes in OT gehen:
    schade es gibt diesen support nicht mehr im hw samplern.
    ich habe esi 4000.sehr schönes library.aber leider kein wave import oder
    verwaltung.aber autoloop ist es ähnlich wie es hier ist.aber großer klotz.

    okay re !

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