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Test: LTD, EC-330, E-Gitarre

LTD EC-330

11. Dezember 2012

Dass die Firma ESP hervorragende Instrumente produziert, darüber ist sich nicht nur die Fachwelt einig. Doch wie so oft bei hochwertigen Musikinstrumenten, gibt es einen entscheidenden „Kill-Off-Effect“, der spätestens beim Aufrufen des Verkaufspreises für viele Musiker mit nicht so prall gefüllten Brieftaschen eintritt. Um dem entgegenzuwirken, setzt man bei ESP, wie auch viele andere Hersteller auch, auf die Produktion in fernöstlichen Betrieben, denn anders könnte man ein solches Instrument wie unseren heutigen Testkandidaten zu einem Straßenpreis von knapp unter 400,- Euro in den heimischen Läden wohl kaum anbieten. Unter dem Label LTD erhält man also die gesamte Kompetenz und Erfahrung von ESP, zumindest was die eigentliche Fertigung betrifft. Denn die verwendeten Materialien sind zumeist doch von deutlich minderer Qualität als die der ESP-Instrumente, aber für viele eben noch akzeptabel. Das erklärt auch die weite Verbreitung der LTD-Instrumente, gerade im Heavy-Bereich. Und genau dort befindet sich auch eindeutig unser heutiges Testmodell, die LTD EC-330 BK. Schauen wir also mal in einem genauen Amazona-Test, wie weit dieses in Indonesien gefertigte Instrument den Ansprüchen des Hauses ESP, und nicht zuletzt uns Musikern, genügt.

-- Die LTD EC-330 --

— Die LTD EC-330 —

Nackt und schutzlos, also ohne Case und/oder Gigbag, erreicht die LTD EC-330 BK ihren neuen Besitzer. Dieser ist sicher ein Fan von Gibsons Les Paul-Modell, denn das Erscheinungsbild fällt schon auf den ersten Blick dementsprechend eindeutig aus, auch wenn der zweite Blick dann doch prompt einen entscheidenden Unterschied bemerkt. Denn die LTD EC-330 BK besitzt, gegenüber den geleimten Versionen von Gibsons Dauerbrenner-Klassiker, einen geschraubten Hals. Der zweite, genauere Blick erhascht dann auch weitere Unterschiede bezüglich des Shapings des relativ schmalen Bodys, deren Auswirkungen sich natürlich auf den Faktor Gewicht niederschlagen. Gegen ein Les Paul-Modell wirkt die EC-330 BK tatsächlich wie ein wahres Federgewicht. Fairerweise sollte aber auch erwähnt werden, dass der Korpus unseres Testinstrumentes wirklich deutlich schmaler ausfällt als die Mahagoni-Ahorn-Boliden ihrer Formgeberin Les Paul.

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Sowohl der Korpus, als auch der Hals der Gitarre besteht aus Mahagoni und wurden mittels einer Metallplatte und vier Schrauben bombenfest zusammengefügt. Der Hals/Korpusübergang wurde ergonomisch gestaltet, um der linken Hand das mühelose Erreichen der 24 spielbaren Maximum-Jumbo-Bünde zu erlauben. Diese sitzen sauber und gut abgerichtet in einem Palisander-Griffbrett von akzeptabler Qualität und zur Orientierung dienen Trapez-Inlays aus Perlmutt, in der Oktavlage wurde ein Stück dieses Werkstoffes mit der Typenbezeichnung des Instrumentes eingelassen. Die sechs an der ebenfalls schwarz lackierten Kopfplatte angebrachten Mechaniken stammen aus eigener Fertigung und besitzen, wie die gesamte übrige Hardware, eine Schwarzchrom-Legierung. Einmal gestimmt halten sie das Instrument wacker in Stimmung, allerdings laufen sie sehr schwerfällig und hakelig auf ihren Achsen und vermitteln so auf Dauer kein gutes Gefühl, aber ein um so mehr ein typisches Zeichen für das Ansetzen des Rotstiftes, um Kosten zu senken, klar. Und das ist erfahrungsgemäß nicht nur im Hause ESP so.

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