Günstige Studio-Monitore mit Bluetooth und App
Die M-Audio BX5BT sind kompakte Nahfeldmonitore im Aktiv/Passiv-Konzept, die sich mit Bluetooth-Streaming und App-gesteuertem Equalizer an Content Creator, Podcaster & Co. richten.
Was ist es? M-Audio BX5BT, kompakte Nahfeldmonitore im Aktiv/Passiv-Konzept mit Bluetooth und App-EQ für Content Creator und Heimstudio-Anwendungen.
- Einsatzbereich: Geeignet für Videoschnitt, Podcasting und Desktop-Monitoring, nicht für referenzfähige Studio-Produktionen.
- Ausstattung: Bluetooth 5.3, App-gesteuerter 5-Band-EQ und drei Abhörmodi bieten praxisnahe Flexibilität.
- Klang: Bassbetont mit Schwächen in Mittenauflösung und Höhenzeichnung, insgesamt dem Preis angemessen.
- Verarbeitung: Solide MDF-Konstruktion, aber unpraktisches Verbindungskabel mit Mini-DIN-Stecker.
- Fazit: Preiswertes Monitoring-Tool für einfache Anwendungen mit klaren klanglichen und konzeptionellen Grenzen.
Inhaltsverzeichnis
Vorab-Fazit: Für wen lohnt sich der Kauf?
Direkt zu Beginn die wichtigste Frage: Was bekommt man für knapp unter 200,- Euro für ein Paar Monitore? Die ehrliche Antwort lautet: Mehr als man erwarten darf, aber weniger als man sich wünscht!
Die M-Audio BX5BT sind solide Werkzeuge für einen klar umrissenen Einsatzbereich. Wer als YouTuber seinen Videoschnitt beschallt, als Podcaster den Eigenklang seiner Stimme beurteilen möchte oder schlicht ein kompaktes Monitoring-System für den Schreibtisch sucht, das bei Bedarf auch kabellos funktioniert, findet hier ein durchaus brauchbares Paket.
Wer dagegen erwartet, mit diesen Monitoren referenzfähige Produktionen zu mischen, die auf jedem Abhörsystem bestehen, wird auf dem falschen Fuß erwischt. Das ist keine Kritik an M-Audio, das ist eine Frage der physikalischen Gesetze und der kaufmännischen Realität.
M-Audio: Marke und Konzept
M-Audio ist ein Name, der in der Branche seit Jahrzehnten verankert ist. 1988 unter dem Label Midiman gegründet, hat sich das Unternehmen früh als pragmatischer Ausrüster für das praxisorientierte Heimstudio positioniert.
Wer in den frühen 2000er-Jahren eine DAW betrieb, kam an M-Audio kaum vorbei. Die Oxygen-Serie trug maßgeblich dazu bei, die Gattung der MIDI-Controller-Keyboards zu etablieren. Nach einer Ära unter dem Dach von Digidesign und Avid gehört die Marke heute zum inMusic-Verbund, der auch Namen wie Akai, Alesis und Denon DJ unter einem Dach vereint. Das Produktversprechen ist geblieben: solide Funktionalität zu einem Preis, der keine tiefen Taschen voraussetzt.
„Handlich“, dies ist wohl die erste Assoziation, die sich auftut sobald man die M-Audio BX5BT aus ihrer „Eierkarton“-Verpackung schält. Der erste Eindruck? Sauber verarbeitet, einfaches Konzept und einen starken Fokus auf eine preiswerte Umsetzung der Konstruktion.
Das Gehäuse der M-Audio BX5BT besteht aus vinylbeschichtetem MDF. Kein billiges Plastik, sondern ein Material, das auch bei der Konkurrenz in diesem Preissegment Standard ist. Scharfe Kanten sucht man vergebens, die Verarbeitung hinterlässt keinen Anlass zur Beanstandung. Man hält ein Produkt in Händen, das seine Preisklasse kennt und respektiert.
Aufbau und Technik der M-Audio BX5BT
Das Konzept Aktiv/Passiv ist in diesem Preissegment keine Seltenheit, aber es verdient eine spezielle Erwähnung. Die gesamte Elektronik, also Verstärker, DSP, Bluetooth-Modul, Anschlüsse etc., ist im linken Lautsprecher untergebracht, der rechte ist rein passiv ausgelegt und wird über ein Kabel mit seinem Signal versorgt. Nicht dass mir irgendetwas unangenehm aufgefallen wäre bei den Monitoren, aber bei einem Ladenpreis von unter 200,- Euro für beide Boxen, sollte man das Einsatzgebiet des Systems durchaus klar vor Augen haben.
Beim Verbindungskabel zwischen den beiden Gehäusen muss man allerdings eine deutliche Anmerkung machen. Selbst in meinem moderater dimensionierten Projektstudio reicht das mitgelieferte Kabel nur in stramm gespanntem Zustand gerade so aus, um die Monitore auf Boxenständern sinnvoll zu positionieren. Sieht optisch furchtbar aus und gibt einem nicht wirklich ein gutes Gefühl.
Erschwerend kommt hinzu, dass es sich bei der Steckverbindung um den eher seltenen 4-poligen Mini-DIN-Stecker handelt. Jenen Anschluss, den hartgesottene Vintage-Enthusiasten noch aus der S-VHS- und S-Video-Ära kennen. Eine konfektionierte Verlängerung ist nicht ohne Weiteres im nächsten Elektronikmarkt erhältlich. Das ist ein hausgemachtes Problem, das M-Audio hätte vermeiden können.
Technisch bietet der linke Monitor auf der Rückseite einen Stereo-Eingang über 6,3-mm-Klinke (TRS, symmetrisch und unsymmetrisch verwendbar) sowie einen Lautstärkeregler.
Der Burr-Brown A/D-Wandler mit einem Signal-Rausch-Abstand von über 120 dB ist eine ordentliche Zutat, die man in diesem Preissegment nicht automatisch voraussetzen darf. Bluetooth 5.3 erlaubt kabellose Verbindungen bis zu einer Reichweite von 30 Metern. Ein praktisches Feature für den Alltag, das für ernsthaftes Abhören allerdings durch kabelgebundene Zuspielung ersetzt werden sollte. Exotische Codecs sucht man vergebens; es bleibt beim Bluetooth-Standard, was für eine unkritische Alltagsnutzung völlig ausreicht.
Die Bestückung umfasst einen 5-Zoll-Tieftöner mit Kevlar-Membran sowie einen 1-Zoll-Hochtöner mit Waveguide. Der Bi-Amp-Aufbau (2 x 50 W Tieftöner, 2 x 10 W Hochtöner, Class-D) ergibt eine Systemleistung von 120 W, der angegebene Maximalpegel liegt bei 109 dB SPL. Die DSP-gestützte Frequenzweiche arbeitet mit Schutzschaltung, was zumindest auf dem Papier für Betriebssicherheit sorgt.
Bedienung und EQ-Konzept
Eine Klangregelung gibt es auf der Rückseite der M-Audio BX5BT nicht. Vielmehr nimmt man sich im Plug-in-Style in einer downloadbaren App einen 5-Band-EQ und verbiegt die Frequenzkurve nach Belieben. Das mag für Nutzer mit entsprechendem Hintergrundwissen ein brauchbares Werkzeug sein. Wohl dem, der weiß, was er tut.
Für alle anderen öffnet sich damit eine Einladung, den Frequenzgang nach subjektivem Gusto zu modellieren, was mit neutralem Monitoring herzlich wenig zu tun hat.
Direkter zugänglich sind die drei Abhörmodi, die über einen Schalter auf der Vorderseite gewählt werden können. FLAT verspricht eine möglichst unverfälschte Wiedergabe, HYPE simuliert den Klangcharakter populärer Consumer-Lautsprecher und Kopfhörer – Stichworte Earbuds, Car-HiFi – und CUSTOM öffnet den Weg zur App-gesteuerten 5-Band-EQ-Kontrolle inklusive Raumkorrektur.
Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar. Wer wissen will, wie seine Mischung auf dem Smartphone-Lautsprecher oder der billigen Bluetooth-Box des Konsumenten klingt, kann dies direkt am Monitor simulieren. Das ist ein konzeptionell sinnvoller Ansatz, der allerdings voraussetzt, dass der Anwender die Bedeutung der jeweiligen Einstellung versteht.
Wie klingen die M-Audio BX5BT?
Klanglich überraschen die Monitore durch einen starken Fokus auf den Bassbereich. Anscheinend war es dem Hersteller ein großes Bedürfnis, mehr Tiefton aus dem System heraus zu holen, als man ihm aufgrund der Komponenten zutrauen würde.
Anhand des Frequenzdiagramms kann man sehr gut erkennen, wie das System selbst in der „Flat“-Einstellung ab 80 Hz für einen 5-Zöller eine typische Absenkung erfährt, diese dann aber zwischen 45 und 65 Hz eine Art Boost verpasst bekommt. Dies sorgt für einen vergleichsweise kräftigen Bass, lässt aber eine homogene Wiedergabe auf der Strecke.
Über den gesamten Frequenzbereich bietet die M-Audio BX5BT keine echten Frequenzeinbrüche, hat in Sachen Auflösung aber schon ihre Defizite. Der Höhenbereich kommt etwas „belegt“ daher, das Mittensegment um die 2 kHz ist deutlich unterrepräsentiert. Dies macht sich folglich in einer eher schwachen Wiedergabe im Bereich Vocals und Gitarren bemerkbar, genau jene Frequenzbänder, in denen die Energie natürlicher Instrumente und Sprache primär angesiedelt ist.
Einen wirklich „edlen“ Klang kann die M-Audio BX5BT nicht bieten. Man sollte sich aber immer vor Augen halten, in welchem Preissegment sich das System tummelt, von daher ist die klangliche Wiedergabe dem Ladenpreis durchaus angemessen.
In Sachen Leistung ist man mit 2 x 60 Watt in einem Bereich unterwegs, wo man bis zu einer ambitionierten Zimmerlautstärke das Ausgangsmaterial abhören kann. Für die meisten Anwendungsbereiche der genannten Zielgruppe sollte dies ausreichen.
Starke Impulse insbesondere im Bassbereich bringen das System in Sachen Headroom jedoch schnell an seine Grenzen, was aufgrund fehlender Feinarbeit im Bereich Limiter mit unangenehmer Sättigung und unausgewogener Kompression quittiert wird. Wer also mit perkussivem, bassbetontem Material arbeitet, sollte die Abhörlautstärke mit Bedacht wählen.
Aufstellung und Praxis
Die kompakten Abmessungen von 254 × 176 × 202 mm und das Gewicht von 7,1 kg pro Paar machen die M-Audio BX5BT zu einem System, das sich auch in beengten Verhältnissen gut platzieren lässt. Die beiliegenden Isolationspads dämpfen eine körperschallbedingte Übertragung auf den Schreibtisch, was für einen derartig kompakten Aufbau eine sinnvolle Beilage ist.
Ich glaube, jeder ist sich darüber im Klaren, dass man mit dem M-Audio BX5BT keine professionelle Produktionen mischen kann, aber für Content Creator, Podcaster, im Videoschnitt und alle Bereiche, wo es schnell gehen soll, findet das System bestimmt eine Nische, in der die Konstruktion überzeugen kann.
Aufgestellt in einem Winkel von etwa 60° zueinander ergibt sich ein stabiles Stereodreieck mit definiertem Sweet Spot, vorausgesetzt, das Verbindungskabel lässt den gewünschten Boxenabstand überhaupt zu.










































Zum mischen und zum mastern sind diese weniger geeignet sei an dieser Stelle erwähnt. Ich hatte die Vorgänger lange Zeit und diese verbringen jetzt ihr zweites Leben 800km entfernt als TV-Abhöre. Genau für solche Zwecke und zum Jamen sind diese wunderbar. Viele Songs von mir sind mit denen gemischt und immer gab es Beschwerden von anderen aka: Hihat zu laut, Bass zu wenig etc. man kennt das ja! Ich weiß, dass alles kostet sehr viel Geld, aber bei der Abhöre lohnt sich jeder Euro mehr, wenn man produzieren möchte. Ebenfalls sind die BX5 nur im „nahen Nahfeld“ interessant, sprich: Als laute Partyboxen sollte man nicht zuviel erwarten. Für alles andere passt das und wie erwähnt sind meine BX5 nach gut über 15 Jahren immer noch in Betrieb.
@Filterpad diese proprietären Buchsen bei manchen passivboxen finde ich furchtbar…
hatte die presonus eris 3.5 bt und die haben einfache und Billige klemmen für ein selbstzuschneidendes boxenkabel wie bei Opi.
war praktisch, hab mir ein besseres Kabel zugeschnitten und angesteckt und das billig Kabel ohne Kupfer kommt weg.😁
Hatte auch mal vor fast 2 Jahrzenten diese Boxen gehabt, damals ohne Bluetooth, weil wer kennt es nicht, man ist jung hat Ambitionen aber was hat man nicht, Geld.
War aber am Ende Lehrgeld gewesen, auch meine Erfahrung war mit den Dingern, sind defintiv nicht zur Musikproduktion geeignet, wie schon bei „Filterpad“ beschrieben, kann ich bei allem zustimmen.
Aber so für alles andere was man so am PC oder Notebook macht perfekt, ich habe dann damals das Geld mir zusammengespart und mir die YAMAHA HS 50 gekauft, die haben das doppelte gekostet und die Dinger habe ich schon seit 18 Jahren im Einsatz und sie laufen immer noch, das einzige was ein bisschen blöd ist, das Gehäue, weil es aus Presssholz ist und ein paar Dellen schon hat, sogar die Tieftöner bei beiden Boxen haben schon jeweils einen Riss bekommen aber trotz der Risse laufen die Monitore einwandfrei.
Das ist wohl der Zeitgeist: Ich denke, niemand stellt in Abrede, dass es für den professionellen Einsatz gutes Equipment braucht, gleichwohl ist die heutige Qualität im Einstiegsbereich ungleich besser als vor 20 oder 25 Jahren. Wenn man das allerdings auf Basis eines offensichtlich mit ChatGPT erstellten oder mindestens ausformulierten Tests diskutiert, wie man an den immer wieder gleichlautenden Nachsätzen gut erkennt, bleibt die Frage: Braucht es bei zunehmender KI in der Musikproduktion überhaupt noch Abhörmonitore? Ein Beispiel findet sich übrigens bei der Wandlerbeschreibung mit dem sinnfreien Nachsatz.
Bezüglich des Spezialkabels hätte man nachforschen können, ob das System wirklich teilaktiv ist, dann hätte eine Zweidrahtleitung gereicht. Aber mutmaßlich hat die passive Box vielleicht auch Technik inne, ein Gewichtsvergleich wäre hier spannend gewesen. Eventuell findet die Frequenzaufteilung ausschließlich in der Aktivbox statt, so dass man beide Treiber getrennt verbindet und dann tatsächlich vier Adern braucht. Dann ist es strategisch sinnvoll, keine Vierpol-Klinke einzusetzen, denn dann könnte der Anwender bei Verwendung einer falschen Verlängerung oder mit falschem Kabel auch was kaputtmachen, Drahtverbindungen wären in diesem Fall optisch auch nicht hübscher.
@Stephan Merk „ Wenn man das allerdings auf Basis eines offensichtlich mit ChatGPT erstellten oder mindestens ausformulierten Tests diskutiert, wie man an den immer wieder gleichlautenden Nachsätzen gut erkennt, bleibt die Frage: Braucht es bei zunehmender KI in der Musikproduktion überhaupt noch Abhörmonitore?“
Lieber Stephan,
ich habe den Text jetzt mehrfach gelesen, um deine Anschuldigung irgendwie nachzuvollziehen, doch ich finde beim besten Willen keine Hinweise auf einen KI-Text. Wie für Axel üblich, wird hier in fast jedem Abschnitt eine Meinung geäußert, persönliche Erfahrungen mit eingebracht und so weiter. Das kann keine KI. Zudem fehlen die KI-typischen Formulierungen.
Ich finde es nicht in Ordnung, einen langjährigen und von den meisten Lesern für sein Fachwissen und seine Meinung geschätzten Autor zu beschuldigen, seine Texte von KI schreiben zu lassen – zumal öffentlich in einem Forum, wo gerne der eine oder andere KI-Hasser auf den Zug aufspringt.
Du hättest dich auch per Email und mit Belegen bei mir melden können, dann wäre ich der Sache nachgegangen, ohne dass ich dazu jetzt öffentlich Stellung beziehen muss. Schließlich bist du selbst AMAZONA-Autor.
@Stephan Merk Lieber Stephan,
dein Kommentar hat mich schwer enttäuscht.
Nicht nur dass du eine eindeutige Falschaussage öffentlich tätigst, sondern auch dass du offensichtlich auf den „Alles-KI-Fake-Zug“ augesprungen bist, um deine angebliche „KI-Fachkompetenz“ gegenüber den anderen Lesern zu demonstrieren.
Dein Kommentar ist sowohl aus kollegialer Sicht, als auch in Sachen Infogehalt für den interessierten Leser einfach nur unterste Schublade und bringt unter dem Strich nichts außer schlechter Stimmung und noch mehr Argwohn für alle.
Du solltest dir in Zukunft gut überlegen, ob du nochmal einen Kollegen in dieser Art und Weise öffentlich diskreditierst. Du schadest den anderen Lesern, dem Amazona Magazin, den Kollegen und vor allem dir selber!
Denk mal drüber nach.
@Stephan Merk was würde es bringen, wenn die passive Box nicht wirklich passiv ist? ist ja deutlich billiger und für der Hersteller besser, man muss teure Kabel kaufen im Notfall.