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Test: M-Audio EX66

1. Dezember 2008

EX66 Monitore

Der M-Audio EX66 ist ein Studiomonitor für das Nah- oder Mittelfeld und kommt seit geraumer Zeit sowohl im gehobenen Homestudio-Bereich als auch in professionellen Sektor zur Anwendung.

So sollte die EX66 nicht aufgestellt werden, immer hochkant!

So sollte die EX66 nicht aufgestellt werden, immer hochkant!

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Der EX66 ist mit eine 1“-Hochton-Titan-Kalotte sowie zwei 6“-Tieftonchassis bestückt, die durch zwei 100W Digital-Endstufen versorgt werden. Dabei befindet sich der Hochtöner zwischen den Tieftönern, was in einem gegenüber der herkömmlichen Anordnung erweiterten Sweetspot resultiert. Man kann sich also im Stereobild etwas mehr bewegen, ohne dass sich das Klangbild allzu sehr ändert. Die Aufstellung erfolgt, wie auch bei allen anderen Zweiwegesystemen, stets vertikal.

So ist es richtig!

So ist es richtig!

Die mit ca. 50 cm relativ hohe Box wiegt 12 kg und hinterlässt  verarbeitungstechnisch einen sehr guten Eindruck. Geschmackssache sind wie immer sicherlich die beiden relativ hellen blauen LEDs über und unter dem Hochtöner, die mich doch etwas blenden. Rückseitig finden wir allerhand Anschlüsse und Schalter zur Anpassung. Da der EX66 einen DSP zur Erzeugung der Trennfilter verwendet, können diese sehr genau und ohne analoge Bauteiltoleranzen wirken und auch komplizierte EQ-Kurven zum Ausgleich von Gehäuseunzulänglichkeiten berechnen.

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Ob der DSP auch die einstellbaren Filter berechnet ist unklar, jedoch wahrscheinlich, denn wenn schon ein DSP vorhanden ist, warum sollte es dann noch analoge Filter geben? DSPs haben jedoch auch einen Nachteil, es wird dem Gesamtsystem immer noch etwas Latenz hinzugefügt. M-Audio hat hierzu keine Angaben im Datenblatt vorgesehen. Die Vorteile von digitalen Filtern überwiegen jedoch derart, dass man dies gerne für einen besseren Klang des Lautsprechers in Kauf nimmt. Es sollte jedoch klar sein, dass beim analogen Betrieb das Signal nochmals A/D-D/A gewandelt wird, mit welcher Frequenz wird im Datenblatt leider auch nicht erwähnt. Sehr schön ist hingegen die Angabe, dass ein rosa Rauschen mit -10dBu am analogen Eingang einen Schallpegel von 90 dB(c) in einem Meter Abstand erzeugt wenn der Pegelsteller in der 0-Position ist.
An Raumanpassung gibt es die üblichen verdächtigen Schalter wie Höhenanpassung und Bassabsenkung. Zusätzlich bietet der EX66 jedoch noch einen Mittenboost und ein schaltbares Hochpassfilter für die Verwendung mit Subwoofern an. Aus fünf EX66 und einem potenten Subwoofer lässt sich ein wirklich brachiales 5.1 Surroundsystem mit hervorragendem Klang zusammenstellen, vorausgesetzt man verfügt über einen geeigneten Surround-Monitor-Controller.
Der EX66 ist Rückseitig mit einem AES/SPDIF-Eingang und einem SPDIF-Ausgang ausgestattet. Zudem erlaubt ein Wahlschalter, ob man den analogen oder den linken, bzw. rechten digitalen Kanal benutzen möchte. Durch den digitalen SPDIF-Durchschliff kann eine zweite Box den jeweils anderen Kanal wiedergeben.

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Forum
  1. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Vielen Dank für den Test. Die Genelec 8050 spielen aber schon in einer ganz anderen Liga und auch die 8040 ist noch eine ganze Ecke teurer als die EX66. Aus meiner sicht hat M-Audio einen tollen Speaker gebaut, der leider noch viel zu wenig bekannt ist. Gut fand ich bei diesem Test den Vergleich mit den aus der Sicht des Autors direkten Wettbewerbern. Vermisst habe ich jedoch Hinweise, die ich in anderen Tests gelesen habe, wie z.B das sich der Monitor mittels des rosa Rauschens einspielen sollte (Titanhochtöner). Wem der Bass zu sehr wummert, kann den Pegel mittels des entsprechenden Schalters absenken, die Anleitung gibt entsprechende Tipps dazu, je nach dem wie die Aufstellung erfolgt. Ich werde das Ding jedenfalls bald selbst mal antesten und mit anderen Modellen vergleichen. Es wäre ja auch nett wenn andere mal was aus Ihrer Erfahrung mit diesem Modell einen Kommentar schreiben könnten.

  2. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Nach diesem Test hab ich mir die Boxen gekauft.
    Was mir nach 10min reinhören auffiel, war nicht nur das bemängelte Rauschen (das wäre ja noch zu verkraften), sondern noch ein Problem mit dem DSP oder dem PWM Verstärker oder wie auch immer. Es kam bei leisen tiefen Tönen zu Tage (man hat z.B. keine Musik an sondern etwas gesprochenes oder den Abspann von einem Lied oder klassische Musik mit viel Dynamik (also auch leise Passagen)
    dort hört man deutlich eine art Oberton zu den tiefen Tönen dazu – hört sich an wie Windgeräusche und ist abhängig vom Tonmaterial
    Ich kann hierbei ausschließen das es sich um einen Fehler in meinem Equippment handelt (motu mk3 SPDIF ausgang und XLR und AES über ein yammi 03D probiert)
    Das Problem hat mich letztendlich gewzungen, die Boxen zurückgehen zu lassen.

  3. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Sind das vielleicht Luftgeräusche vom Rückwertigen Bassreflex Kanal?

  4. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Nein, definitiv nicht.
    Man kann das Ohr direkt an die Lautsprecherfront legen und mit Flüsterleister Musik das ganze hörbar machen. Wenn dann der Abspann kommt, hört man, wie sich die Frequenz der „Windgeräusche“, gekoppelt mit den Tönen der Musik verhält.
    Also ich hab auch am Luftloch hinten gehorcht und da hört man das nicht. Es ist definitiv ein Problem, das mit irgendeinem Rundungsfehler oder sonstigen AD/DA Wandlungen oder Filtern zu tun haben muss.
    Übrigends sind beide Boxen betroffen – daher schließe ich ein Defekt aus.
    Falls sich hier jemand findet, der die Boxen auch (noch) hat, darf sich da mal dran machen und das nachprüfen :)
    Nochmal ein Erklärungsversuch, wie sich das anhört:
    Ein Synth Bass eines Liedes fadet langsam am ende vom Lied aus. Es ist das einzige Instrument was man hört und der Ton bleibt auf gleicher Frequenz. Nun kommen von der Box die Geräusche dazu und werden in der Tonhöhe immer höher, umso leiser der Bass der Musik wird (bis er schließlich weg ist)
    Dann hört man nur noch das Grundrauschen der Box.
    Bei Sprache (Basslastige Stimmen besonderst) hört sich das fast an, alsob da im hintergrund einer nachplappert.

  5. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Das ist uns beim Test jetzt gar nicht aufgefallen. Wir haben die Monitore allerdings auch eher als Midfield-Monitore betrachtet, wo das Ohr die Membran nicht berührt ;-) Ist auch für die Directivity besser wenn die Box weiter weg steht. Das von Dir beschriebene Phänomen deutet wirklich auf ein Nullpunkt-Problem der PWM hin. Wie schon im Test beschrieben: M-Audio ist nicht „die Firma“, die ich sofort mit Studiomonitoren in Verbindung bringe, eher mit Soundkarten, und Letzteres können die zu günstigen Preisen wirklich gut.

  6. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hallo! Danke für die interssanten Infos. Hat mal jemand bei M-Audio nachgefragt was das genau für ein Problem ist? Ich finde, die sollten sich mal dazu äußern. Vielleicht kann Amazona ja mal einen Vorstoß wagen? Wäre schön.

  7. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hallo! Ich habe mich mal schlau gemacht: In den Testberichten anderer Fachmagazine fanden sich keine Anmerkungen zu diesen Geistergeräuschen, zumindest nicht derart, dass sie störend sein sollten. Es wird lediglich eine Art Grundrauschen beschrieben. Wer nach Alternativen sucht, könnte beispielsweise bei der JBL LSR4328P fündig werden. Ich hoffe, Amazona kann dieses Modell einmal testen. Interessant ist an der LSR4300 Serie ist vor allem die Möglichkeit, die die Elektronik dieser Box bietet (Raumeinmessung) und das nur unwesentlich teurer als die EX66. Es muss also nich unbeding Genelec sein. Also ran und bitte TESTEN !!!

  8. Avatar
    AMAZONA Archiv

    Hallo, ich habe auch genau diese Erscheinung an meinem Paar Ex66. Scheint dann wohl kein Fehler von einzelnen Boxen zu sein, sondern eher ein Produktionsfehler. Ich hab mal ins M-Audio Forum geschrieben, hab aber noch keine Antwort. Sonst sind die Lautsprecher aber der absolute Hammer, habe sie bei mir zuhause gegen die Adam P11a getestet, und fand sie um längen besser.
    Gruß
    Franz

  9. Profilbild
    taztaztaz

    Habe gerade die ex66 da, und bestätige das Geräuschproblem.
    Aufgefallen ist es mir beim sinus sweep testton auf der beiliegenden CD. Beim hineinfahren in die Höhen entwickelten
    sich munter bewegte Cluster wie gefilterte Aliasing-Geräusche.
    Eine hohe hihat/shaker loop die ich langsam einfade
    entwickelt blubbernd rauschende Störgeräusche wie ein falsch eingestellter pumpender Kompressor,
    der Charakter ist abhängig vom Pegel und blubbert immer tieffrequenter je höher das Eingangssignal ist.
    Ich höre es auch in 1.5m Entfernung seitlich.

    Ich könnte damit leben wenn es ein konstanter Klang wäre, aber beim faden von -10db bis *aus* verändert sich das Geräusch.
    Ich könnte heulen. Die Lautsprecher sind so spitzenklasse im Klang, aber mit eingebauter Digitalmüllfunktion?
    Und ich bin doch trainiert auf Störungen zu achten. Heul….

    Bei leiser klassischer Musik mit starken Pegelsprüngen gurgeln und blubbern die Boxen munter vor sich hin.
    Bei klanglich ausgewogenem Pop-Material höre ich die Störungen jedoch nicht mehr.
    (bevor Kommentare kommen wie „kaputtes Kabel etc.“, bin seit 20 Jahre Profitontechniker in der Klassik-Branche.)

  10. Profilbild
    ephi88

    So, hab mich jetzt auch mal registriert, um mich an der Diskussion zu beteiligen :-)
    Ich habe die EX66 seit gestern und war zunächst total begeistert von dem wirklich – Verzeihung – saugeilen Klang. Dann hat sich aber auch bei mir schnell das Störgeräusch bemerkbar gemacht, v. a. beim Ausfaden der Songs ist es sehr deutlich zu hören gewesen. GEWESEN! Ich habe anschließend – wie das ja auf vielen Seiten empfohlen wird – eine Weile das „rosa Rauschen“ von der mitgelieferten CD laufen lassen und anschließend mal mit dem Low Cutoff-Schalter experimientiert. Jetzt höre ich zwar noch das gleichmäßige Windgeräusch, das stört mich allerdings überhaupt nicht, schließlich rauscht hier im Studio noch mehr ;-) und da braucht man sowieso – auch bei den leisen Passagen – eine gewisse Lautstärke für die Musik, wo dann das leise Rauschen der EX66 nicht mehr zu hören ist.
    Ich muss gestehen, ich war noch vor einer Stunde so weit, dass ich die Teile wieder zurückschicken wollte, aber allein bei dem Gedanken hat mir das Herz geblutet, weil sie wirklich einen Spitzen-Klang haben.
    Also – wer das Problem zu Beginn auch haben sollte: Mindestens 2h das rosa Rauschen laufen lassen und – so hab ich das gemacht – den LoCut auf 80 Hz stellen – das reicht für meine Begriffe allemal. Wer sogar noch einen externen Sub hat – noch besser :-)

    Also – ich bin nach wie vor platt, ich sitz hier gerade vor den Dingern und höre – auch bei leiser Musik – keinen Mucks mehr.
    Mein Rat: O. g. Tipps unbedingt ausprobieren, bevor man Gedanken von wegen „Zurück schicken“ überhaupt aufkommen lässt!!

    Gruß,
    Ephraim

  11. Profilbild
    ephi88

    OK, noch ein Tipp, um die Geräusche komplett zu beseitigen (ich hör jetzt ungelogen kein bisschen mehr): Dreht eine Weile an den Gain-Reglern. Beim Drehen hört ihr genau die Geräusche, von denen hier die Rede ist. Mit der Zeit werden sie weniger und jetzt ist rein gar nichts mehr zu hören – JIPPIE!!!
    Hab den Gain-Regler jetzt auf -6 stehen.

    LG

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