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Test: M-Audio ProjectMix I/O

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M-Audio ProjectMix I/O

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Praxis
Während unseres Tests lief das ProjectMix wie am Schnürchen. Vor allem die Motorfader erweisen sich als sehr geräuscharm und präzise. Die Laufwerksfunktionen fassen sich eben so gut an wie die restlichen Knöpfe, jedoch ist die Haptik der Encoder lediglich zufriedenstellend. Auch das Jog-Dial ist nicht gut gelungen, denn es eiert und lässt sich schlecht drehen, zumal man auf dem blanken Plastik leicht abrutschen kann. Schade, dass man hier –wohl aus Preisgründen- auf eine Gummierung und/oder eine bessere Lagerung verzichtet hat.
Besonderes Lob gilt dem Vorhandensein zweier Kopfhörerausgänge für z.B. Musiker und Toningenieure. Auch der Gitarrero-Eingang dürfte für User von Guitar-Rig oder Amplitube von großem Nutzen sein.

Die Unterstützung der verschiedenen Host Programme ist recht unterschiedlich. Je nach Software-Version des Project-Mixes oder des Hosts kann es zu mehr oder weniger Funktionalität kommen. Ist man beispielsweise eine Mackie-Control mit Logic gewöhnt, wird man zunächst die Push-Funktion der Encoder vermissen. Manche Parameter sind somit zur Zeit gar nicht erreichbar. Unter Cubase könnte die Einbindung ebenfalls etwas ausgereifter sein, um flüssig arbeiten zu können. Hier stimmen die Beschriftungen nicht und man muss relativ viel im Display schalten, bis man bei der gewünschten Funktion angelangt ist. Wenig verwunderlich ist die Tatsache, dass ProjectMix zur Zeit mit Ableton Live und ProTools LE besser funktioniert, da beide Firmen ein engeres Verhältnis zu M-Audio haben. Jedoch ist von allen Seiten noch etwas FineTuning nötig, um alles wirklich rund laufen zu lassen.

Die Audioqualität ist durchweg professionell und auch die Mikrofonvorverstärker können voll überzeugen: gut gemacht!

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Messungen ergeben hervorragende Werte, wer mehr braucht, muss auf teure RME oder Apogee Hardware zurückgreifen und den ADAT-Port bemühen.

Mitbewerber
Obwohl im Laufe der Jahre ein Hersteller nach dem anderen einen Erfolg dieser Gerätegattung in Frage gestellt hat, sind nun alle Wichtigen auf den Zug aufgesprungen. Neben der Mackie-Control folgten Raditec SACII, Behringer BCF-2000, Digidesign Command 8 und 002, Tascam und man sollte an dieser Stelle nicht die ausgelaufene Vorreiterstellung des StudioMix von Cakewalk verschweigen, der für ca. 100 Euro bei eBay zu haben ist. So wie der billige Behringer und die Tascams verfügen diese aber über kein Display, was die Bedienung erschweren kann, sofern man nicht das On-Screen Display nutzt.
Neben allen Mitbewerbern kann das ProjectMix jedoch durch seinen günstigen Einführungspreis von nur 1000 Euro punkten. Leider hat M-Audio eine Preiserhöhung auf UVP 1399 Euro angekündigt, was diese Stellung etwas schmälert.

Fazit
Ein durch und durch gelungenes Konzept mit gleichzeitig hervorragender Qualität! Für ambitionierte Anwender dürfte das Project-Mix ein Rundum-Wohlfühl-Paket darstellen. Die Fader sind genau wie die PreAmps hochwertig. Das Gerät ist höchst praktikabel und gut verarbeitet. Leider gibt es auch einige Punkte, die aber wohl preisbedingt nicht ganz so hochwertig ausgeführt werden konnten. Darunter fallen das Jog-Dial, das Display und die fehlende Verschraubung und plastikmäßige Anmutung der Encoder, sowie die noch softwareseitig zu erfüllenden Mankos.

PLUS
++++   Preis/Leistung
++++   Berührungsempfindliche Motorfader
+++     ADAT I/O
+++     Wordclock I/O
+++     zwei Kopfhörer-Ausgänge
+++     ordentliche Verarbeitung
++       acht Mikrofon/Line-Eingänge
+          Hi-Z Eingang

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MINUS
—–      Preiserhöhung um 30% !!
—-       Nur vier analoge Ausgänge
—        kein Mute-Schalter
        Umschaltung der Display-Seiten nur über Tasten-Kombination
—         Encoder und Potis nicht verschraubt
—         Encoder als C/R-Volume (Poti wäre schöner)
           keine Push-Encoder
–           Jog-Wheel haptisch unvorteilhaft
–           Aussteuerungs-Anzeigen nur über Display

Preise
UVP:                          1399 Euro
Straßenpreis:            1250 Euro

Hersteller / Vertrieb

 

 

 

 

 

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