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Test: Mackie 3204-VLZ3 Premium Mixer mit USB

Gelungenes Design: Mackie 3204-VLZ3

Gelungenes Design: Mackie 3204-VLZ3

Effekte sind häufig Geschmacksache. Die Auswahl bietet alles, was man an Klangveredlern benötigt – und das gleich im Doppelpack. Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit, die Effektsignale intern auf die Stereo-Kanäle zu routen. Wenn dann die Klangregelung eingesetzt wird, gibt es praktisch unbegrenzte Möglichkeiten, den Sound seinen persönlichen Empfindungen anzupassen. Die „Ein-Knopf-Bedienung“ des Kompressors macht die Arbeit mit diesem nützlichen Werkzeug auch für ungeübte Anwender recht einfach. Es lässt sich eine schöne Verdichtung des Signals erzielen. Eine zweite Stufe kann bei Bedarf in den Subgruppen gestartet werden.

Bei den Stereo-Zuspielungen gibt es nichts zu meckern. Egal, ob über die Stereo-Eingänge, die Cinchbuchsen oder die Mono-Kanäle mit hart links/rechts gedrehtem Pan-Poti. Der Anschluss an den Rechner über USB funktioniert ohne Probleme. Das passende Kabel liegt bei. Falls der benötigte ASIO Gerätetreiber noch nicht auf dem Windows Rechner installiert ist, kein Problem, den gibt es kostenlos unter www.mackie.com. Bei einem Mac muss nicht einmal ein Treiber installiert werden. Echtes 4-Spur-Recording auf dem Rechner ermöglicht ein späteres Abmischen.

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Über die Verarbeitung habe ich bisher noch kein Wort verloren. Die ist auch bei diesem Mackie Produkt vorbildlich. Die Regler vermitteln ein angenehmes Drehgefühl, da wackelt nichts. Alle Fader laufen ausgesprochen leichtgängig. Auch die Druckknöpfe lassen sich gut bedienen. Wie bei Mackie üblich, sind sie zweifarbig (im unteren Teil weiß), damit man auf den ersten Blick den Schaltzustand erkennt. Das Design der ganzen Konsole ist reduziert, farblich unaufdringlich und klar strukturiert. Es macht Spaß, damit zu arbeiten.

Flach uns kompakt, die Mackie 3204-VLZ3 Konsole

Flach uns kompakt, die Mackie 3204-VLZ3 Konsole

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Fazit

Mackies neuester Wurf könnte zu einem Renner für den mobilen und stationären Einsatz werden. Die analoge 3204-VLZ3 hat alles, was man zum professionellen Arbeiten braucht, einschließlich USB-Schnittstelle. Die Preamps liefern ein glasklares Signal, das mit der gut funktionierenden Klangregelung in alle möglichen Richtungen gebracht werden kann. Die beiden Effektmodule sind einfach zu bedienen und haben alles parat, was man als Standard heutzutage benötigt. Beim Thema Verarbeitung brauchte ich mir bei Mackie bisher noch nie Sorgen machen. Am Ende des Tages ist es eine Grundsatzentscheidung, die man sich neben der Summe der benötigten Eingangskanäle bei der Anschaffung einer Konsole stellen muss: digital oder analog. Hier entscheidet nicht selten der persönliche Geschmack und vor allem das technische Verständnis. Für mich hat in der Hektik eines Liveauftritts eine analoge Konsole noch immer erhebliche Vorteile. Vor allem dann, wenn das Mischpult von unterschiedlichen Tontechnikern bedient werden soll, was bei einer Festinstallation in Clubs mit Livemusik ja auch nicht selten der Fall ist. Die 3204-VLZ3 von Mackie ist erste Sahne und verdient das Prädikat „Absolut empfehlenswert“.

Plus

  • Preis-Leitungs-Verhältnis
  • Effektsignale können auf Stereo-Eingänge geroutet werden
  • 4x2 USB-Interface
  • gut klingende Preamps mit ordentlich Headroom
  • sechs Aux-sends
  • Klangregelung
  • Verarbeitung und Design
  • geringes Gewicht
  • kompakte Abmessungen

Minus

  • -

Preis

  • UVP: 2021,- Euro
  • Straßenpreis: 1699,- Euro
  • Stand: November 2010
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Forum
  1. Profilbild
    gaffer  AHU

    Ja, ich denke auch, dass es ein schönes Pult ist. Trotzdem erwarte ich bei dem Entschluss einem 2000€ Pult eine Recordingschnittstelle zur Verfügung zu stellen, mehr als ein 4 send 2 return rauskommen muss. Wie soll das aussehen, wenn ich mir Zielgruppe und Ausstattung betrachte? Ich probe im Keller und nehme den Mitschnitt vorgemischt über die Subgruppen auf? Oder beim Recorden der Drums ein Mikesetup: Kik, Snare/HH und 2 Overheads? Sorry ,das ist werder Fisch noch Fleisch. Für die Proben würde ich eher eine dieser Zigarettenschachteln mit eingebautem Kondensatormike nehmen, das würde den Job genausogut erledigen. Gut fände ich zwei Schnittstellen (zumindest die Option) um reichlich Kanäle raus UND wieder wieder rein zu bekommen, dann hätte man auch die Möglichkeit analog zu summieren, wohin ja einige wieder zurückkommen. Die Qualität scheint ja gut genug zu sein. Meine Kritik bezieht sich nur auf die Implementation der Alibischnittstelle, um das nochmal ganz deutlich zu sagen.

    • Profilbild
      sir stony

      Naja, das VLZ ist eigentlich ein klassicher Livemischer der unteren Mittelklasse, kein Recordingpult, was man auch an den fehlenden direct outs sieht. Und mit 2000.- befindet man sich auch noch bei weitem nicht in der richtigen Preisregion um auf vernünftige ADCs für jeden Kanal hoffen zu können. Wenn das Aufnehmen wichtiger ist, dann greife man doch lieber zum A&H Zed R16, da kommen wir der Sache schon näher… es gibt für jeden Zweck das richtige Equioment, aber eine „alles drin und schick zum Budgetpreis“ Lösung, das ist Wunschdenken.

      • Profilbild
        gaffer  AHU

        Sehe ich genauso, sir. Dann würde ich aber gleich auf den USB Anschluss verzichten. Das erzeugt den Eindruck des „wollen aber nicht können“. Dabei können sie’s doch, siehe die FW Onyxe. Wenn ich daran denke wieviele Studiojobs mit den 8-Bus Mackies erledigt wurden, glaube ich, dass es auch damit möglich sein sollte. MMn werden die Fehler beim Aufnahmeprozess selten bei der Wahl des Equipments gemacht :-)

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