Test: Mackie CR4-X BT, CR8S-X BT, Nahfeldmonitor und Subwoofer

24. Juli 2020

Günstige Multimedia-Monitore mit Bluetooth

test Mackie CR-X-Serie Homestudio

Mackie CR4-X BT, CR8S-X BT, Nahfeldmonitor und Subwoofer

Der amerikanische Hersteller Mackie ist nicht nur für Mischpulte bekannt, sondern seit langer Zeit auch für seine Aktivmonitore für Bühne, Studio und Multimedia-Anwendungen. Dabei sind die Serien gut voneinander abgegrenzt und unterscheiden sich in der Ausstattung. Die „Creative Reference Monitors“ der CR-X-Serie erneuern die Vorgänger, die alternativ als Bluetooth-Version erhältlich waren, darüber hinaus gibt es jetzt auch eine Variante mit acht Zoll und einen Subwoofer. Sie markieren das untere Preissegment und sind die einzigen Teilaktiven, alle anderen Serien kommen mit je zwei Endstufen pro Box und bieten in Teilen weniger Komfort. Zum Test haben sich die Mackie CR4-X BT und der Subwoofer CR8S-X BT eingefunden, die ein gutes Zusammenspiel bilden. Wollen wir doch mal hören und sehen, was die Boxen können.

Serienüberblick

Von 3 bis 8 Zoll gibt es insgesamt acht Modelle: CR3-X, CR3-X BT, CR4-X, CR4-X BT, CR5-X, CR5-X BT und CR8-X BT sowie den Subwoofer CR8S-X BT. Wer Letzteren kauft, kann auf Bluetooth in den Monitoren verzichten, bei den CR4-X macht die Ersparnis rund 30,- Euro aus. Vermutlich ist der Subwoofer überhaupt dafür entscheidend, Modelle ohne Bluetooth anzubieten, die Preisdifferenz dürfte allerdings kaum den technischen Mehraufwand widerspiegeln.

Mackie CR-X-Serie

Alle CR-X-Lautsprecher kommen ohne symmetrische XLR-Anschlüsse, dafür sind allerdings die 6,35 mm Klinkenanschlüsse symmetrisch ausgelegt. Zusätzlich gibt es unsymmetrische Cinch-Buchsen, frontseitige Lautstärkeregler und Kopfhöreranschlüsse. Die größeren Modelle ab CR5-X haben zusätzlich einen 3,5 mm Klinkeneingang auf der Rückseite und bei den Bluetooth-Versionen dient der „Running Man“ nicht nur als Status-LED, sondern auch als Pairing-Taster.

Besonders auffällig ist die hochwertige Frontplatte aus gebürstetem Metall, dadurch wirken sie haptisch und optisch sogar edler als die Vertreter der MR-Serie. Der die Frontplatte umlaufende, hellgrüne Rand lässt sie zeitlich fast zu spät kommen, würden sie doch optisch gut zu den älteren Roland Aira Geräten passen. Die Stereoendstufe befindet sich nur in einer Box, die Frequenzteilung erfolgt also dahinter. Das muss klanglich per se kein Nachteil sein, erleichtert im Gegenzug dafür das Kabelmanagement.

Ein besonderes Augenmerk liefert die ausschließlich englische Anleitung, die ist richtig cool und witzig geschrieben, ein Stück Zielgruppenorientierung. Dabei geht man sehr ausführlich auf Anschluss und Aufstellung ein und richtet sich primär an Einsteiger.

Mackie CR4-X BT Kabel

Neben einem Audiokabel (2x Cinch auf Mini-Klinke) liegt neben der Anleitung ein Boxenkabel mit 1,8 m Länge bei. Den größeren Modellen CR5-X, CR5-X BT und CR8-X BT spendiert Mackie zusätzlich Isolations-Pads und ein Mini-Klinkenkabel. Während sich die Boxen in der Größe des polypropylenbeschichteten Woofers unterscheiden, verfügen alle über denselben 0,75 Zoll kleinen und mit ferrofluidgekühlten Seidenhochtöner. Die Übergangsfrequenz wird mit 3 kHz angegeben, bei den CR8-X BT sind es 2 kHz, hier übernimmt der Hochtöner aufgrund des trägeren Woofers schlauerweise etwas mehr im oberen Frequenzspektrum. Demnach dürften sich besonders die kleineren Monitore, mit Ausnahme des Low-End, klanglich kaum unterscheiden. Alle sind mit Class-D-Verstärkern ausgestattet, während die übrigen Serien analog aufgebaut sind. Hier die wesentlichen Unterschiede in Zahlen, wobei die Modelle ohne Bluetooth technisch identisch sind:

Modell Leistung Frequenzgang (-3 dB) Max. SPL Abmessungen (BxHxT) Gewicht (Paar
CR8-X BT (8″) 160 Watt 47 – 20.000 Hz 108 dB 251 x 376 x 346 mm 16 kg
CR5-X/BT (5″) 80 Watt 65 – 20.000 Hz 105 dB 260 x 175 x 235 mm 6,8 kg
CR4-X/BT (4″) 50 Watt 69 – 20.000 Hz 100 dB 225 x 155 x 210 mm 4,6 kg
CR3-X/BT (3″) 50 Watt 80 – 20.000 Hz 97 dB 206 x 140 x 180 mm 3,5 kg
CR8S-X BT (8″) 200 Watt 40 – 180 Hz 112 dB 356 x 320 x 411 mm 11,1 kg

Mit den paarweise verkauften Boxen erhält man zusätzlich ein interessantes Software-Paket, was allerdings auch für die anderen Produkte von Mackie gilt. Dazu gehört die DAW Avid Pro Tools / First, inklusive einem exklusiven Bundle von 23 Plugins, womit sich schon direkt was anfangen lässt.

Erster Eindruck

Hübsch verpackt erreichen mich der Subwoofer CR8S-XBT und die kleinen Monitore CR4-X BT. Bei der Produktvorstellung hatte ich gedacht, dass man Subwoofer und Lautsprecher direkt per Bluetooth miteinander koppeln und so ein komplettes Drahtlos-System aufbauen könnte, dem ist aber nicht so. Wird der Subwoofer per Bluetooth angesteuert, muss man das Signal an den Ausgängen abnehmen, so dass die kleinen CR-X-Modelle ohne Bluetooth genügen. Bei den CR8-X BT ist der Subwoofer aufgrund des geringen Low-Ends von 40 Hz bei -3 dB nicht wirklich sinnvoll, das erreichen die CR8-X BT bei -10 dB nämlich auch, analog 30 Hz beim CR8S-X BT.

Mackie CR8S-X BT und CR4-X BT

Die Verarbeitung ist absolut erstklassig und spricht mich sogar mehr an als die MR-Serie. Das Metall-Finish ist ein optischer Hingucker, bietet akustisch jedoch keine Vorteile. Die Treiber sitzen leicht versenkt in Waveguides, so dass eine Richtwirkung durchaus gegeben ist.

Die Studiomonitore CR4-X BT

Etwas ungewöhnlich ist die festverdrahtete Euro-Zuleitung auf der Rückseite, darüber hinaus finden wir hier den Power-Schalter, die vier Eingangsbuchsen, die Klemmen für den passiven Lautsprecher und den Schieber zur Ausrichtung der aktiven Box. Dadurch ist es unerheblich, ob diese links oder rechts aufgestellt wird, zumal sich der Schalter zwar auf die Bluetooth-Verbindung auswirkt, nicht aber auf den Kopfhöreranschluss, der die Lautsprecher abschaltet.

Mackie CR4-X BT Rückseite

Die seitlich horizontalen Kanten des vinylbeschichteten MDF-Gehäuses sind gerundet, die übrigen gerade ausgeführt. Bei der aktiven Box befindet sich vorne ein Lautstärkeregler, der ganz nach links gedreht die Box zwar abschaltet, nicht jedoch das Netzteil. Das ist insofern praktisch, weil eine automatische Abschaltung fehlt. Im aktiven Zustand leuchtet ein nicht zu heller, weißer Ring um den „Running Man“, für Bluetooth und beim Pairing nimmt er andere Farbzustände ein und blinkt. Dieses Logo hat auch die passive Box, natürlich unbeleuchtet und nicht als Taste ausgeführt.

Der Subwoofer CR8S-X BT

Optisch passend gibt sich der Subwoofer, der entsprechend dem Produktnamen auch über einen 8-Zoll-Woofer verfügt sowie über den drückbaren „Running Man“ oben links. Die Front glänzt nur im oberen Teil metallisch, ein stabiles Schutzgitter verhindert Beschädigungen der Membran, wenn das Gerät unter einem Tisch platziert wird. Die Standfüße sind bereits angeschraubt, was nicht nur wegen des Bassports im Gehäuseboden wichtig ist.

Im Lieferumfang befindet sich die CRDV, eine puckförmige Fernbedienung mit Saugnapf an der Unterseite und stoffummanteltem Kabel. Dieses ist mit 3 m lang genug, so dass man den Subwoofer auch etwas weiter weg stellen kann.

Mackie CRDV

Betrachten wir zunächst die Rückseite, diese birgt keine Überraschungen. Je zwei Ein- und Ausgangspaare, ebenfalls als 6,35 mm symmetrische Klinke und unsymmetrisch als RCA-Cinch sowie eine weitere große Klinke für die Fernbedienung. Dazwischen gibt es als Bedienelemente drei Drehregler für Crossover-Frequenz, Gain für Subwoofer und das Gesamtsystem sowie einen Schieber für die Phasenumschaltung. Die Übergangsfrequenz lässt sich großzügig von 40 bis 180 Hz stufenlos regeln.

Wie die Monitore schaltet man den CR8S-X BT über den rückseitigen Kippschalter ein und aus, ein Kaltgerätekabel dient zur Stromversorgung. Ist das mitgelieferte Kabel zu kurz, lässt es sich somit einfach gegen ein längeres tauschen. Das Signal wird übrigens nur im eingeschalteten Zustand an die Monitore durchgereicht, ein per Cinch angeschlossenes Signal liegt auch an den Klinkenausgängen an und umgekehrt. So lassen sich die Monitore symmetrisch verkabeln, auch wenn man einen unsymmetrischen Zuspieler per Cinch verbindet.

Mackie CR8S-X BT RückseiteBei angeschlossener CRDV werden die rückseitigen Lautstärkeregler deaktiviert und durch den Puck ersetzt. Die Regler wackeln zwar etwas, haben aber eine gute Haptik mit gut fühlbaren Markierungen. Dreht man etwas schneller, wird man der digitalen Regelung durch leichte Sprünge gewahr, die aber nicht stören. Da ärgert es schon mehr, dass Mackie offenbar vergessen hat, dass man einen Subwoofer auch mal abschalten möchte. Das geht nämlich nur an der Rückseite und erfordert eine schaltbare Netzleiste oder das sportliche unter den Tisch kriechen nach jeder Anwendung. Dem CR8S-X BT fehlt ebenfalls die Abschaltautomatik, so dass wenigstens ein Schalter auf der Frontseite minimal nützlich wäre.

In Verbindung mit den CR4-X BT zeigt sich ein weiteres ergonomisches Problem, denn eigentlich muss man die Lautstärke an den Desktop-Boxen einmal einstellen und so lassen. Hier verleitet der frontseitige Regler jedoch dazu, dass man instinktiv beispielsweise zum Ausschalten daran dreht, stattdessen sollte man ihn einfach halb aufdrehen und die Lautstärke nur noch am oberen Drehregler der CRDV verändern. Bei Mittelstellung an der Box und Maximalstellung des unteren Reglers für den Subwoofer ist das Lautstärkeverhältnis recht ausgeglichen. Die Crossover-Frequenz muss man allerdings am Gerät anpassen. Ebenfalls sollte man bedenken, dass der Subwoofer bei angeschlossenem Kopfhörer nicht deaktiviert wird und munter vor sich hin brummelt. Wer das vergisst und spontan die Lautstärke an der CRDV erhöht, wird das vermutlich dann spüren.

Das Bluetooth-Modul der CR-X-Serie

Die Eigenschaften sind bei allen CR-X-Modellen identisch, wobei der Taster nicht nur zum Pairing dient, sondern auch kurz gedrückt als Pausenfunktion nutzbar ist. Man hätte auch das typische doppelte und dreifache Drücken für Titelsprung einbauen können, hierauf wurde jedoch verzichtet. Zwar wird die Bluetooth-Version 4.2 unterstützt, Mackie macht allerdings keine Angaben über die verwendeten Codecs. Erfahren mit Bluetooth hört man jedoch schnell, dass zumindest kein AAC unterstützt wird, so verbinden sich iPhone und iPad mit dem SBC-Codec, denn aptX gibt es bei iDevices nicht. SBC begrenzt nicht nur den Frequenzgang, sondern macht sich auch negativ in der Tiefenstaffelung bemerkbar, quasi wie ein Foto mit verwaschenem Hintergrund. Wer allerdings sein Smartphone zum schnellen Hören von Streaming oder Podcasts verbinden will, kann dies ohne Weiteres tun. Das Bluetooth-Signal wird mit der Eingangsquelle vermischt und muss in der Lautstärke am Zuspieler geregelt werden. Das Koppeln gelang mit einem tragbaren CD-Player mit Bluetooth sehr schnell, allerdings ist auch hier die Qualität entsprechend begrenzt.

Mackie CR4-X BT mit CD-Player

Für die Musikproduktion ist Bluetooth generell schwierig, von daher wird ein Test der Latenz keine attraktiven Werte bringen. Die Kabelverbindung sorgt auch für ein spürbar besseres Klangbild, das kabellos verbundene iPhone im Vergleich mit dem Korg PlugKey ist ein Unterschied fast wie Tag und Nacht.

Der Klang der CR4-X BT

Eines muss man Mackie lassen, sie verstehen ihr Handwerk. Den CR4-X BT würde ich den recht günstigen Preis im Verhältnis zum Klang nicht unbedingt anmerken, zumal selbst das Bassfundament gut gelingt. Natürlich nicht im Bereich der Subbässe, aber bei normaler Musik in kleinen Räumen ist das Gebotene mehr als ausreichend. Wer tiefer will, greift dann eben zur CR5-X oder CR8-X BT, bei Letzterer dürfte der Subwoofer wie erwähnt fast überflüssig werden. Wie üblich bei solch kleinen Boxen werden die Bässe unterhalb von 80 Hz nicht mehr so scharf konturiert, können sich aber dennoch durch die leichte Anhebung gut durchsetzen.

Im mittleren Frequenzbereich gibt sich die CR4-X BT sehr transparent und stellt eine breite Bühne auf, akustische Instrumente werden authentisch abgebildet und das sogar recht impulsgenau. Lediglich die Tiefenstaffelung ist nicht ganz so optimal, wenn man das Preisniveau vernachlässigt.

Im Hochtonbereich gibt es keine besonderen Auffälligkeiten, die Höhen sind ausreichend transparent und nicht harsch, insgesamt tendiert die Box nur leicht in Richtung HiFi. Das freut mitunter Liebhaber elektronischer Musik, die von etwas mehr Druck profitieren und so würde ich das zielgruppengerechte Grundabstimmung nennen. Zwar wirkt die CR4-X nicht unbedingt größer, aber groß genug zum Musikhören am Schreibtisch. Fürs Mixing und Mastering fehlt ihr schon noch das gewisse Quäntchen an Präzision, die Beurteilung in Randbereichen ist mit günstigeren Lautsprechern erfahrungsgemäß ohnehin schwierig, auch wenn die Qualität für den Einstieg locker genügt.

Der Kopfhöreranschluss in Form einer Mini-Klinke überzeugt mit vernachlässigbarem Eigenrauschen. Ganz leicht hört man die Elektronik bei hohem Pegel sirren, was jedoch kaum ins Gewicht fällt. Der empfindliche Mackie MC-250 geht dabei recht laut, so dass Kopfhörer mit höherer Impedanz genutzt werden können. Während ich bei den MR524 und MR824 das Netzbrummen kritisiert habe, was vermutlich dem analogen Aufbau geschuldet ist, hört man hier lediglich etwas PWM-Rauschen. Das ist noch tolerabel und wird allerhöchstens von extrem leiser Musik nicht verdeckt, hier rauschen selbst deutlich teurere Monitore oft mehr.

Der Klang des CR8S-X BT

Im Gegensatz dazu hört man den CR8S-X BT überhaupt nicht rauschen. Mit 200 Watt Gesamtleistung liefert er ausreichend Druck, beginnt bei hohem Pegel allerdings auch etwas zu komprimieren. Das hört man über die Lautsprecher, wenn man diese etwas zu leise einpegelt und dem Subwoofer mehr Raum lässt. Die typischen Windgeräusche erzeugt er nicht, bei extremer Lautstärke kann die Membran allerdings leicht anschlagen.

Was man tunlichst nicht machen sollte ist, die Grenzfrequenz wesentlich höher als 80 Hz einzustellen. Zwar packt das Filter gut zu, bei sich überlagernden Frequenzen kommt es jedoch gelegentlich zu Harmonischen Verzerrungen. Bei der Minimaleinstellung von 40 Hz verliert er an Druck und wirkt dezenter.

Angeschlossene Lautsprecher durchlaufen ein fest eingestelltes Hochpassfilter von vermutlich 80 Hz. Das erleichtert zwar die Abstimmung, verhindert aber ein Pass-Thru für die Beurteilung ohne Subwoofer. Die CR4-X BT klingen dann deutlich schlanker, so dass alternativ die CR5-X oder CR8-X BT kaum Sinn ergeben dürften. Letztere hätte ich jetzt wahnsinnig gerne im Vergleich, denn ich würde mich vermutlich eher für die CR8-X BT entscheiden. Diese sind jedoch deutlich größer und schwerer, so dass bei beengten Platzverhältnissen selbst die CR3-X am CR8S-X BT eine gute Figur machen würden.

Mackie CR4-X BT im Betrieb

In Verbindung mit den CR4-X BT kann er die Bude schon gut rocken. Ein Vorteil gegenüber den CR8-X BT ist natürlich das Gehäusevolumen und der Umstand, dass man Subwoofer und Monitore getrennt einpegeln kann. Das erlaubt so manchen Spielraum und Anpassungsmöglichkeiten an die eigenen Vorlieben. Einzeln betrachtet ist die Abbildung jedoch nicht ganz so akkurat und flink, gemessen am Preis jedoch allemal ausreichend. Gefühlt erreicht er allerdings die 30 Hz bei -10 dB Abweichung nicht wirklich. Trotzdem ist das Gespann von Mackie insgesamt gut und passt zueinander, mich persönlich würde lediglich das etwas geringe Low-End etwas stören. Allerdings kann man das auch relativ betrachten, so ist schließlich nicht jeder für tiefe Bässe und manch einer vermag diesen Umstand sogar als Vorteil betrachten. Was der Subwoofer jedenfalls gut kann, ist die kompakten Lautsprecher gut zu unterstützen und erreichen mit seiner Hilfe ein deutlich größeres Format.

Mackie CR8S-X BT schräg rechts

Fazit

Die Mackie CR4-X BT sind kompakte Lautsprecher mit Bluetooth für Multimedia-Anwendungen, die sich klanglich gemessen am Preis keine Blöße geben. Der CR8S-X BT greift ihnen sehr gut unter die Arme, auch wenn er nicht zu den Modellen mit absolutem Tiefbass zählt. Wer sich für den Subwoofer entscheidet, kann auf die CR-X-Lautsprecher ohne Bluetooth ausweichen. Während Klang und Design gefallen, ist einzig die fehlende Abschaltautomatik etwas ärgerlich. Während sich die Lautsprecher immerhin über den frontseitigen Lautstärkeregler abschalten lassen, geht dies beim Subwoofer trotz Fernbedienung lediglich auf der Rückseite. Wen das nicht stört, bekommt gute Boxen in vielen Größen zu einem absolut fairen Kurs.

Plus

  • CR4-X BT: Klang vergleichsweise gut und ausgewogen
  • CR8S-X BT: Ergänzt gut die kleinen Monitore
  • Hochwertige Verarbeitung und Optik
  • Lautstärkeregler auf der Front bzw. Fernbedienung

Minus

  • Bluetooth ohne AAC und aptX
  • keine Abschaltautomatik
  • Subwoofer nur an der Rückseite abschaltbar

Preis

  • Mackie CR4-X BT: 171,- Euro
  • Mackie CR8S-X BT: 194,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    4finger  

    Vor ein paar Jahren hat meine Frau ein paar Lautsprecher für ihr Videoprojekt gesucht. Sie hat dann das Vorgängermodel in 4 zoll geordert. Wir beide waren sofort begeistert vom Klang dieser kleinen Dinger, die stehen darum noch heute hier.

  2. Profilbild
    Franz Walsch  AHU

    Multimedia Projekte sind heute neben dem hochauflösenden Videobild auch sehr anspruchsvoll bei der Tonmischung. Meist werden die Filme für Dolby Atmos, Auro3D, DTS oder IMAX Enhanced gemastert. Das erfordert einen sehr hohen Aufwand an die Audiotechnik. Mir ist kein Studio bekannt, das Mackie nutzt. Selbst Genelec wird von vielen Studiobetreibern nur als Zweitabhöre genutzt.
    Aber für einen Hobby-Youtuber wirds vielleicht reichen.
    Wer sich dafür interessiert findet interessante Videos zu dem Thema auf dem YT-Kanal von »Grobi-TV«.

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      TobyB  RED

      Für Dolby Atmos, Auro 3D, DTS und Co. sind sie ja auch nicht gemacht. Es gehört ja noch ein bischen mehr an Hard und Software dazu. Mit MacOS Logic und Compressor fängts an und Apple TV, AVR / AV Decoder, Boxen im entsprechenden Setup gehts weiter. Dann kommt das Thema Verkabelung und Raum einmessen. Bis hierhin haben wir dann schon mal einen Batzen Geld und Zeit investiert. Die Mackies sind für den ambitionierten Einsteiger Produzenten brauchbar und werden hier einen guten Job machen. Dafür sind sie gemacht.

      • Profilbild
        Franz Walsch  AHU

        Natürlich.
        Bei Testberichten wird der Begriff »Multimedia« häufig abwertend gegenüber »Studiomonitoren« verwendet.
        Dabei ist eine gute Kinotonmischung vom Aufwand häufig weit aufwendiger als ein Studioalbum.
        Bei dem Preis der »Mackies« dürfte auch jedem klar sein, das es nicht das „Große Kino“ ist.
        Auch geht bei Film-/Kinoton nichts ohne »ProTools« oder »Steinberg Nuendo« und sehr viel Rechenpower.

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          Stephan Merk  RED

          Ich verstehe unter dem Begriff Multimedia in der Unterhaltungselektronik Produkte, die audiovisuelle Inhalte wiedergeben können. Das sehen vermutlich die Hersteller auch so, weshalb sie günstige Produkte oftmals mit diesem Sammelbegriff versehen.

        • Profilbild
          TobyB  RED

          Hallo Franz,

          das ist richtig. Multimedia heisst ja erst mal nur viele oder verschiedene Medien. Multimedia Produktionen haben zum Teil wesentlich grössere Budgets, als manche Albumproduktion. Der Aufwand ist auch ein anderer. Und richtig interessant wird es bei objektorientem Audio, welches interagiert. Die Mackies hier kann man sicher im SOHO als 2.1 System einsetzen. Mich würde dann aber stören, das ich sie nur über die Line Ins befeuern kann.

          • Profilbild
            Franz Walsch  AHU

            Danke für die Antwort.
            Objektbasiertes Audio (Ambisonic) ist für den Filmton ist schon Standard. Es erfordert nicht nur mehr Lautsprecher, sondern auch einen Trinnov Processor (zur Raum-/Signalkorrektur) der bis zu 32 Lautsprecher gleichzeitig befeuern kann.
            Aber ein Hobbyfilmer kann schon mit einem »Roland CS-10EM« Binaurale (2-Spur) Aufnahmen mit guter Raumlokatisation herstellen. Leider ist zum Genuss ein Kopfhörer erforderlich. Für Konzerte eine sehr praktische Lösung.

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