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Test: Mackie DL32R, Digitales Rackmischpult

16. Januar 2015

Virtuelles Mischen V.3

Nachdem Mackie mit dem iPad-Mixer D1608 und der kleineren Version DL806 das Konzept des digitalen Mischens revolutioniert hat, geht der amerikanische Audio-Pionier nun in die Vollen. Mit dem DL32R wird nun die große Lösung angeboten, 32 Eingangskanäle und 18 Ausgänge bietet die Einheit, das Ganze gesteuert allein über das iPad. Ob das gut geht? Der Test wird es zeigen.

Hardware und Software

Hardware und Software

 

Die Hardware

Das DL32R besteht aus einer 19″ Einheit mit 3 Höheneinheiten. Das Chassis besteht aus stabilem Stahlblech. Vorne sind zwei Tragegriffe angebracht, aber natürlich gehört die Einheit in ein passendes Rack. Mit knapp 40 cm Tiefe passt das DL32R in ein handelsübliches Amp-Rack. Mit 8,2 kg Gewicht hat man da nicht zu schwer zu tragen.

Die Front beherbergt die 32 XLR-Eingangsbuchsen, auf den letzten 8 Kanälen sind Kombi-Buchsen verbaut, die sowohl mit XLR als auch mit Klinke besteckt werden können.

DL32R Front

DL32R Front

Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  

    Ich bin mit meiner Band seit ca. 2 Jahren mit dem DL1608 unterwegs, endlich sind die extrem leichtgängigen Gainregler weg, da war das einzige, was mich genervt hat.
    Jetzt nahezu perfekt.

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    Onkel Sigi  RED

    Hallo Armin,

    so schön das alles in der Theorie aussehen mag…… Ich möchte keine Band mit dem iPad abmischen müssen, das lerne ich alter Sack auch nicht mehr. Ich brauche immer dutzende von Hardware-Reglern, um mich wohlzufühlen.

    Software-Kompressoren, Software-Gates, Software-Hall? Uaaah……

    Musikalische Grüße vom Ton-Opa

    „Onkel Sigi“

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      Atarkid  AHU

      *g* Mit „alter Sack“ hat das nix zu tun. Haptisch ist das Mischen mit einem „tragbaren Fernseher“ wirklich nicht schön. Andererseits: Keine kratzenden Potis, keine Fader mehr wechseln. Das hat schon auch was.
      Aber vorstellen kann ich mir das für mich auch nicht. Digitalmixer find ich schon klasse. Ein paar Knöpfe brauchts trotzdem. Für das Geld ist das trotzdem spannend.

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      AMAZONA Archiv

      Moinsen Onkel.
      Armin hatte ja auch schon drauf hingewiesen, dass die Bedienung via Touchpad a) in vielen Situationen langsamer/aufwendiger ist, und außerdem schnell mal was daneben gehen kann.
      Ich persönlich denke auch, dass das Konzept erst mit einem Hardware-Controller aufgeht. Dann hat man die von Atari aufgeführten „kratzenden Potis“ auch nicht mehr, dafür aber eine ergonomische Haptik. Und ohne die geht es m.E gar nicht, Touch-Hype hin oder her….
      Und was die Sache Inboard/Outboard betrifft: Da trifft halt wirklich alte Schule auf das neue Zeitalter. Ich denke für Spzialanwendungen wird es immer dezidierte Hardware geben, für ’nen Hall bei einem Gig auf ’nem Schützenfest braucht aber keine 20 HE Effektprozessoren :)

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        TobyB  RED

        Hallo Andreaz,

        ich, auch älterer Herr finde das Konzept zwar ansprechend, sehe aber nicht ein halbe Geräte zu kaufen. Auch wenn ich das Ipad schon habe, bin dann auf einen Zweck festgenagelt. Hier das Mixer UI. Für das Geld dann doch happig. Und ich habe nicht immer alle Einstellungen im Blick, muss also wieder abstrahieren und alles im Kopf haben. Das nimmt mir für meinen Geschmack Spontanität und erhöht den Dokumentationsaufwand für den Mischermann. Meine persönliche Gedanken dazu :-)

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          AMAZONA Archiv

          Das ist ja nur die halbe Wahrheit.
          Du hast recht, das iPad _soll_ hier das UI sein, ist es aber nicht.

          Zieh mal einen Kanal mit einem 100mm-Fader auf ein Viertel auf und versuch das dann mal auf den geschätzten 30-50mm auf dem iPad, _mit der Fingerspitze_! Und das dann live unter Zeitdruck oder im Studio hunderte Male.
          Wenn es keine alternative Bedienung zum iPad gibt (und damit meine ich kein 30″-Touchpad), ist das Ding kaum zu gebrauchen.

          Dieser Touchpad-Hype ist so unfassbar sinnlos, dass es eigentlich schon schmerzt.
          Sicherlich gibt es _einzelne_ Anwendungen, wo so ein Touchpad sinnvoll ist (z.B. die Logic Remote auf dem iPad), aber für komplexe Aufgaben taugt es einfach nix.
          Für die, die das nicht glauben wollen: Einfach mal ’nen mittleren Text auf der Touchpadtastatur mit zwei Fingern reinsemmeln (ohne Autokorrektur!), und den gleichen Text an einer handelsüblichen Computertastatur mit 4-10 reindengeln. Da merkt man dann schnell, dass beim Zeitfaktor 10 dieselbe doch nicht immer relativ ist…. Und da rede ich nicht von dicken ungelenken Fingern, das ist ein systembedingtes Prinzip.

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            TobyB  RED

            Hallo Gevatter,

            ich muss dir da recht geben, ich benutze seit dem mein Recording Setup steht das Ipad wieder als Synth, Logic Remote ist ok, aber ich brauche es nicht mehr. Ich mag 100mm Fader anfassen. Hier bei einer Livetauglichen Lösung sehe ich definitiv nicht den Mehrwert oder den Vorteil, sprich, mir stellen sich akut Fragen, können Bewegungen aufgezeichnet werden?, kann ich Szenen speichern und abrufen?

            Zu den Systembedingten IOS Fragen, die sich mir als IOS User aufdrängeln, wie systemnah ist die App gestrickt und wie übersteht sie Apple Aktualisierungen? Wenn ich den Bericht richte verstehe wird WIFI zu Steuerung benutzt?

            Ich hab hier noch ein Magnetron in Form einer ollen Mikrowelle, damit formatiere ich immer Lowlevel meine CDs und DVDs, wenn ich das anmache geht im Umkreis von 50 Metern kein WIFI mehr.

            Wurde die Kommikation zwischen Client und Box gehärtet oder ist mit Zertifikaten kryptografisch abgesichtert.

            Was macht die App wenn Apple I Cloud zickt und die Apps aus unerfindlichen Gründen „träge“ sind.

            Wurde die App so programmiert, das sie immer Focus hat wenn die im Vordergrund arbeitet.

            All diese Problemstellungen kann man lösen in dem ich Apple Mobile Device Management benutze und entsprechend konfiguriere, danach habe ich ein Original verdongeltes MackieIpad mit dem nichts mehr geht.

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    ctrotzkowski  

    zum Thema „Da fällt mir spontan kein Interface ein, das da mithalten kann.“:

    Mich würden hierzu folgende Vergleiche interessieren:

    „Behringer X32 Rack“: liegt zusammen mit einer S16-Box bei gleich vielen Eingangskanälen, Preis fast gleich

    „SM Pro Audio uMIX 25“, halbe Kanalanzahl, halber Preis

    Auf den ersten Blick haben alle drei Alternativen das gleiche Konzept, ähnliche Features, und ähnliches Preis/Leistungsverhältnis. Was macht das Mackie hier konkurrenzlos?

    Gruß Carsten

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      Armin Bauer  RED

      Beim SM Pro Audio ist die Sache recht einfach, soweit ich weiss ist es noch nicht verfügbar, also lässt sich da auch keine Aussage treffen. Und wie du schon selbst schreibst, kann nur die Hälfte, ist aber billiger.

      Beim Behringer ist es schon schwieriger, du brauchst schon mal 2 Geräte um auf die Kanalzahl zu kommen. Die Preamps sind zwar „Midas-designed“, unterscheiden sich aber wohl nach Aussage von Kollegen schon deutlich von dem, was Midas in ihren Pulten verbaut. Ich hab´s aber nicht selbst ausprobiert, von daher, bitte nicht darauf festnageln.
      Die Mackie Preamps sind jedenfalls wirklich gut.

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          Armin Bauer  RED

          Presonus gerät mir immer etwas aus dem Blickwinkel, weil ich mit dem Konzept Digitalpult mit ohne Motorfader nix anfangen kann. Oder haben die das inzwischen geändert?
          Ich hatte das Mackie in dem Zusammenhang auch eher als Audiointerface gesehen, Mischpulte gibt es da natürlich, auch von Mackie selbst, brauchen aber Platz.

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        ctrotzkowski  

        …zu „du brauchst schon mal 2 Geräte um auf die Kanalzahl zu kommen“:
        Man braucht soweit ich weiß keine zwei X“-32 Rack“, sondern nur 1, plus eine S16 Erweiterungsbox für nochmal 16 Kanäle.
        Die Qualität der Vorverstärker sollte ja prinzipiell mit jener der „großen“ X-32 Ausgaben identisch sein, aber wer weiß… ?
        Ich hab des X-32 jedenfalls schon auf diversen Shows erlebt, die Preamps erschienen mir jedenfalls mind. als praxistauglich.
        Ich bin ja sicherlich kein Behringer-Verfechter, sondern (wenn ich das hier so sagen darf) wundere mich hier hin und wieder über Superlative á la „konkurrenzlos“ ;-)

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          Armin Bauer  RED

          Hi ctrotzkowski,

          bitte nicht zitieren und dann daraus die falschen Schlüsse ziehen. Ich sprach, wie du ja auch anfügst, von zwei Geräten (also X32rack und S16) nicht von 2x X32.
          Dass in allen X32-Derivaten die gleichen Preamps werkeln glaube ich wohl, meine Aussage war aber, dass die Preamps des X32 und der Midas-Version M32 nicht identisch sind. Diese Erkenntnis habe ich dem kürzlich erschienenen Test des geschätzten Kollegen Dammeier entnommen, schau und hör mal rein:
          http://www.....mischpult/
          Zu deinem Endsatz: das „konkurrenzlos“ kam von dir, ist bei mir nie gefallen :-)

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            vssmnn  

            bei jedem X32 Benutzer, den ich kenne, ging schon relativ schnell etwas defekt.
            Das ist nicht unbedingt normal.

  4. Profilbild
    cher  

    Ich war ja sicherlich kein Behringer-Verfechter, aber mit dem X32 hat sich das geändert. Man muß ja fair sein… Ich würde mein Geld sicher nicht nach Amerika schicken, wenn es in D ein besseres Produkt gibt. Mit einer bissigen Bemerkung, X32 hat KEINE deutsche Anleitung. Immer noch nicht… :O(

    • Profilbild
      Armin Bauer  RED

      Das Argument zieht nicht, du kannst hier wählen zwischen einer amerikanischen Company, die in China fertigt und einer deutschen Firma, die sich ein englisches Produkt, dass in China gefertigt wird sehr genau angeschaut hat und ihr Surrogat in China bauen lässt.
      Die einzige sinnvolle Argumentation wäre, wo wird das Geld, dass du investierst, versteuert.

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    LOSCHI von Querschlach

    Tach erst mal!

    Wenn es das Teil mit den Ein- & Ausgängen des DL 806 gäbe, zusätzlich 2-4 Kabellose Eingänge hätte (WiFi o. Bluetooth o. Funk) für Headset, Mic, Gtr., für Stage oder Rack ausgelegt wäre, evtl. sogar noch mit Akku – Dann wäre es das geniale Teil für den Solokünstler, der einmal alleine auftritt und ein anderes mal Einen fähigen Helfer mit dem Tablett ins Publikum jagt.

    mlG
    Uwe Lohschelder

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    vssmnn  

    Ich berichte aus der Praxis
    Das Teil ist ideal für Bands, die mal im Pub, kleinen Locations o.privaten Festivitäten aufspielen.
    Oft haben Bands keinen eigenen Techniker u. führen einen Soundcheck durch, den meist Musiker (z.B. mit Gitarrensender) von unten bewerten.
    Früher wurde mit Funkmic an Bühnenmusiker enstprechende Anweisungen durchgegeben, daß dies und das zu verändern sei.
    Heute nehm ich das ipad mit in den Saal, stelle Drums, Bass, Gitarre, Sax und Vocals ein.
    Dann Stellt sich der Sänger mit dem Ipad hin und pegelt noch meine Keyboards ein.
    Zum Abschluss spielen wir noch einen Standard ein, welchen wir gleich aufnehmen und uns dann gemeinsam vor der PA anhören.
    Jeder in der Band hat ein iPhone oder Ipad und kann sich während der Mugge selbst seinen Monitorsound einstellen.
    Das ist schon eine Super Sache.
    Was das Touch-Feeling betrifft, so ist das eine Gewöhnungsfrage, alles kein Problem.
    Da wir das Mischpult auch jhöchst selten mit anderen Bands zteilen, haben wir auch bereits große Bühnen zu Stadtfesten etc. mit der Lösung bestritten.. ich sags mal so.. ein fremder Techniker, der uns nicht kennt, machts auch nicht unbedingt besser von vorn.
    Das A&O beim Sound sind die Pegelverhältnisse, bei einer Band in immer gleicher Besetzung ändert sich da von Gig zu Gig nicht viel. Die Anpassungen an den Raum erfolgen meist mit Summen-EQ und am Hall.

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    Markus Galla  RED

    Das Mischen mit dem iPad ist zweifelsohne in Mode gekommen. Mackie geht nun auch den Weg, den Behringer und PreSonus auch bereits beschritten haben.

    Nach einigen Jahren mit PreSonus und nun mit dem X32 Producer kann ich sagen, dass ich beide Seiten mag: das iPad ist toll, um damit im Saal herum zu laufen oder mal eben auf der Bühne den Monitor-Mix zu machen. Die vielen Knöpfe am Pult sind toll, wenn man davor steht. Richtig Spaß macht alles zusammen: Pult, angeschlossener Rechner mit Remote-Software und großem Monitor, iPad.

    Wäre mein Haupteinsatzgebiet als Techniker der Live-Bereich, würde ich unter den oben angegebenen Bedingungen nicht arbeiten wollen. Nur iPad: auf die Dauer zu friemelig. Nur Digitalpult: oh weh, in welchem Menü war noch mal das Feature xyz? Mit analogen Pulten und analogem Outboard ist man als Kind der analogen Welt einfach schneller. Aber das ist eine reine Gewohnheitssache. Wer heute seine Ausbildung absolviert und jeden Tag nur noch an digitalen Konsolen arbeitet, wird den alten analogen Hasen schnell den Rang ablaufen oder zumindest gleich schnell sein. Unterm Strich finde ich die Entwicklung allerdings schon begrüßenswert, da sich das iPad immer mehr von einem Spielzeug in ein ernstzunehmendes Arbeitsgerät verwandelt hat und tatsächlich eine große Stütze bei der Arbeit sein kann.

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    Markus Galla  RED

    Noch ein Nachtrag für die Recording-Leute unter uns:

    Sowohl das Mackie DL32 als auch das X32 Rack/Producer/Compact unterstützen Core Audio und sind somit komplett ohne Treiber auch am iPad mit Camera Connection Kit zu betreiben. Somit eignen sich die Produkte beider Hersteller auch perfekt, um damit Live Recording zu betreiben – ohne Computer, aber dennoch mit übersichtlichem Display. Somit hat man auch eine gute Alternative zu den Interfaces von RME, die bisher am iPad als einzige gute Multitrack-Lösung galten. Natürlich kann man auch einfach „nur“ eine Festplatte anschließen, aber mit den Apps ist es einfach komfortabler und übersichtlicher. Zuhause lädt man dann einfach z. B. die Cubasis Files in sein Cubase auf den Studio-Rechner und kann sofort weiter arbeiten (oder von GarageBand in Logic oder von Capture Pro in Studio One – da geht das in diesem Fall sogar wireless).

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        Markus Galla  RED

        Die Hersteller weisen in der Regel auch nicht darauf hin. In der Mackie FAQ liest man z. B. nur: Das Mischpult ist Core Audio kompatibel und kann am Mac ohne Treiberinstallation betrieben werden. Ähnlich ist es bei Behringer. Der kundige Nutzer weiß dann, dass das gleichzeitig die Kompatibilität zum iPad bedeutet. Der Rest liest das dann durch Zufall irgendwo in einem Forum, wenn er Glück hat. Ich weiß ja nicht, ob Apple etwas dafür verlangt, wenn man das MFi-Logo verwenden will, aber es ist doch auffällig, dass viele Hersteller nicht darauf hinweisen. Ich habe hier gerade z. B. einen ARX Installationsmischer auf dem Test-Schreibtisch, der ebenfalls am iPad funktioniert, der Hersteller aber nicht darauf hin weist. Oder man möchte keinen Support leisten müssen. Kann natürlich auch sein.

  9. Profilbild
    LittleGizzmo  

    Wie bereits erwähnt ist eine Kombi aus X32 Rack und S16 dem hier vorgestellten Produkt sicherlich ebenbürtig. Dazu gesellen sich im direkten Vergleich weitere Vorteile für eine Behringer Kombi:

    Ich habe am X32 Rack zumindest rudimentäre Möglichkeiten des „Mixens und Mutens“, wenn mir das Controlling abschmiert.

    Controlling: nicht iOS only, ich kann eine X32 Umgebung mit verschiedensten Möglichkeiten steuern, sogar Hardwarecontroller mit „richtigen“ Fadern gibts ja bereits.

    Ob Android, iOS, Windows. Je nach „Geschmack“ und Anforderung durch den FOHler kann man dem Mischplatz ausstatten.

    Im Studio disqualifiziert sich der Mackie durch die Lüfter schon von vornherein, „punkt“ :-)

    Wem die „preiswerten“ MIDAS designed Preamps klanglich ggfs. nicht zusagen, nimmt im Studiobetrieb halt eine MIDAS Stagebox, kostet halt etwas mehr.

    Es gibt bei 32Kanälen ja auch noch einen
    Presonus RM32AI, kostet das „gleiche“ und ist nicht nur iOS only steuerbar

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    Mackoid

    Hallo,
    Ich freu mich als Mackie-Mann über den Test (wobei ich mich über einen echten Live-Test gefreut hätte) und die lebhafte Diskussion und wollte gerne noch ein paar Dinge erläutern, da hier einige Punkte, Kritiken, und Fragen aufgetaucht sind. Ich hoffe, es wird nicht zu ausführlich!

    Vor knapp 3 Jahren hat Mackie mit dem DL1608 das erste Mischpult aus der DL-Reihe vorgestellt und war somit die erste Firma, die konsequent auf das iPad bei einem professionellen Digitalmischpult gesetzt hat. Die Software ist seit dem DL32 als Version 3.0 kostenlos im App-Store erhältlich und funktioniert auch offline. Ich kann also jedem Interessierten nur ans Herz legen, die Software einfach mal auszuprobieren. Wenn man über einem iPad arbeitet, ist natürlich eine intuitive und fehlerfreie Bedienung das A&O, das ist für Mackie das wichtigste Kriterium und mit ein Grund, nur die iOS Version anzubieten (gerne die Software mit den Konkurrenzprodukten vergleichen):

    https://itunes.apple.com/de/app/mackie-master-fader/id511500747?mt=8

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      Mackoid

      Einer der Vorteile gegenüber „klassischen“ Digitalpulten, ist das problemlose Hinzufügen neuer Funktionen/Features über die Software (seit Version 1 von der Master Fader App sind viele neue Funktionen hinzugekommen. Mackie nimmt hier auch speziell Rücksicht auf User Feedback).

      Genauigkeit der Fader Einstellungen: bitte gerne in der Software ausprobieren ;-) Sollte die Genauigkeit wirklich mal nicht reichen, kann man jeden Wert auch numerisch eingeben.

      Die Frage was passiert, wenn das iPad „abschmieren“ sollte taucht immer wieder auf – aber nach vielen verkauften DL1608, DL806 und jetzt auch DL32 kann ich sagen, dass sich diese Frage aus der Praxis nicht ergeben hat – und im Fall der Fälle ist es günstiger, ein Ersatz-iPad zu benutzen als ein zweites Mischpult, falls ein Fader kaputt geht oder die Mischpult-Software Probleme macht.

      Das DL32 ist in erster Linie ein Live-Mischpult, kann aber sehr wohl auch im Studio eingesetzt werden. Die Lüfter gehen nach hinten raus und sind bei absoluter Stille kaum wahrnehmbar, sobald es im Rack eingeschraubt ist (Das kann ich von meinem Bass-Röhrenamp nicht behaupten ;-) )

      • Profilbild
        Mackoid

        Zum Thema Audioqualität verbietet es sich mir als Mackie Mann, Vergleiche anzustellen – und es wurde hier auch schon einiges dazu gesagt. Da kann ich als Tontechniker nur sagen: vertraut euren Ohren!

        Live Recording geht über eine angeschlossene Festplatte (24 Spuren, in Kürze 32), in der App steuerbar (man nimmt also nicht auf dem iPad auf, wie beim DL806/1608). Oder auch über USB an Mac/PC.

        Zu der Frage, was das Mackie Produkt konkurrenzlos macht (ich versuche, nicht in Marketing-Sprech zu kippen ;-) ) – oder zumindest einige der herausstechenden Features (sofern im Test nicht schon erwähnt):

        – 36 Eingangs- und 28 Ausgangsbusse, alle in der Software völlig frei patchbar (auch Mehrfachbelegungen möglich)
        – Unlimitierte DSP Leistung auf allen Eingangs- und Ausgangsbussen (mit Par.EQ, Graph.EQ, Komp/LIM, Gate, Delay Lines)
        – Aufnahme/Wiedergabe von bis zu 24 (in Kürze 32) Spuren direkt von einer angeschlossenen Festplatte (Bedienung auch komplett über Master Fader App)
        – 32-Kanal Audio Interface über USB
        – Mackie Onyx+ PreAmps, digital abrufbar, lautlos bei Gain-Wechsel
        – Dedizierte, intuitive und absolut zuverlässige Software-App (seit 3 Jahren im Live Einsatz). Jede Funktion ist höchtens 2 Schritte entfernt.

        So, ich hoffe, ich konnte alle Fragen beantworten und Unklarheiten aufklären!

  11. Profilbild
    Ullrich Rassek

    Hallo Leute, jetzt noch ein Userkommentar:
    ich nutze seit gut einem Jahr nur noch meinen DL 1608 und mische damit als PA-Verleih 3 Bands, die größe hat 13 Mann/Frau. Für mich ist das die genialste Erfindung seit es Mischpulte gibt. ich habe kompat in einer Kiste ein 16 Kanalpult und ein mindestens 40HE siderack mit allem was man braucht. Die Bediennung geht absolut Problemlos und schnell, auch im hektischen Livebetrieb. Besonders gut ist das Abspeichern der Band, da ich dann nicht immer von vorne mit dem Soundcheck anfangen muss. Bandsound reinladen, kurz den Gegebenheiten anpassen, fertig. Ich spare pro Auftritt bestimmt eine Stunde nervigen Soundcheck. Einzig: die Aufnahme auf dem IPad finde ich nicht so glücklich und werde deshalb (und auch weger der Kanäle) auf das DL 32R wechseln.
    Hab aktuell viele andere Pult, bzw. deren Apps angesehen und muss sagen, die Mackie App ist die Beste auf dem Markt.
    Viele Grüße Ulli
    P.S.: übrigens habe ich auf einem 2. IPad noch die Ehrgeiz Lichtsteuerung parallel laufen: funktioniert einwandfrei, auch bei 800 Leuten im Saal.
    P.S.S.: ich bin 53 Jahre alt und mache seit knapp 40 Jahren Musik. Hat also nix mit dem Alter zu tun.

  12. Profilbild
    DJ Thomas Hörmann

    Auch wenn jetzt schon einige Zeit vergangen ist, so möchte ich doch meine Erfahrung mit dem Mackie DL32R hier kommentieren:

    Ich setze diese Lösung mit einem Blasorchester ein. 29 Kanäle sind belegt von Flöte über Klarinetten, Trompeten, Posaunen, Saxophonen, Gesang, Keyboard, Drums und E-Bass ist alles vorhanden.

    Wir haben lange Jahre für unsere Gigs einen traditionallen FOH aufgebaut mit einem Allen&Heath 32-Kanal Mischer. Das würde ich um nichts in der Welt je wieder machen wollen.

    Das Mischen über das iPad ist schlicht genial. Ich kann überall zu jeder Zeit den Sound kontrollieren und beeinflussen.

    Ihr könnt Euch vorstellen, dass bei so vielen Instrumenten und Klangfarben der Tontechniker einiges zu tun hat. Trotzdem behält man über das iPad jederzeit den Überblick und der Zugriff auf alle notwendigen Funktionen ist schnell.

    Sicherlich bedarf es einer gewissen Gewöhnung – und man muss bereit sein, sich auf neue Wege zu gehen.

    Was mir am Mackie besonders gefällt:

    Nach meinem Geschmack ist die Umsetzung auf dem iPad mit Abstand die beste – jetzt mit der Version 4.5 umso mehr.

    Alle anderen Hersteller haben bis heute bei ihren Apps nur versucht, ein physisches Digitalpult im iPad darzustellen.

    Mackie hat hier wirklich die Funktionalität des iPad voll auszunutzen. Das macht die App so extrem intuitiv und übersichtlich.

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