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Test: MACKIE HR624

MACKIE HR624

24. Januar 2003

Mackie stellt mit dem HR624 einen kleinen aktiven Studio-Monitor vor, der durch guten Klang und THX-Zertifikation überzeugen kann.

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Das kleinere Schwestermodell der HR824 (siehe Test HR824) ist als Nah-/Mittelfeld-Monitor ausgelegt und kann somit direkt neben oder hinter einem Mischpult aufgestellt werden. Durch die kompakte Größe lassen sie sich auch hervorragend in kleineren Studios oder in der Postproduktion einsetzten. Ein Vorteil von Nahfeldmonitoren ist der geringe Abstand vom Ohr zum Lautsprecher, sodass sich negative Raumeigenschaften eines akustisch schlecht ausstaffierten Raumes geringer als bei einer größeren Abhöre bemerkbar machen, da die Reflektionen des Raumes Verhältnismäßig zum Signal der Monitore weniger Pegel haben. Durch die THX-Zertifikation sind sie zudem für Sourround-Anwendungen prädestiniert. Mit mehreren HR624 und in Kombination mit dem Subwoofer HRS120 kann somit eine komplette Sourround Abhöranlage aufgebaut werden. Die Ausstattung wird durch zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten auf der Rückseite der Box komplettiert.

Prinzip

Die HR624 sind aktiv aufgebaut, d.h. sie haben integrierte Endstufen. Der Vorteil einer aktiven Box liegt darin begründet, dass die Verstärker und Frequenzweichen direkt auf die verwendeten Chassis angepasst werden können. Im Falle der HR624 werden der Hochtöner und das Mittel-Tiefton-Chassis durch getrennte Endstufen angesteuert. Der 6,7“-Woofer wird mit einer 100 Watt Endstufe betrieben während sich der Hochton-Tweeter mit 40 Watt begnügt. Die Trennfrequenz liegt hier bei 3 kHz, wobei diese hier für den Woofer schon recht hoch gewählt ist. Die Endstufen sind auf der Rückseite der Box in einem Metallkäfig untergebracht und können somit gut Ihre Abwärme an die Umgebung abgeben.

Eine Besonderheit der HR624 liegt in der 6“ x 9“ großen Passiv-Membran, die auf der Rückseite der Box, von den Endstufen verdeckt, zu finden ist. Die Passiv-Membran wird zur Erweiterung der Tiebasswiedergabe genutzt. Eine Passivmembran bietet gegenüber einer Baßreflexbox einen Vorteil, indem „Luftflattern“ aufgrund großer Strömungsgeschwindigkeit im Bassreflex-Rohr vermieden werden kann.

Die 1“-Hochton-Aluminium-Kalotte befindet sich in einem Schalltrichter, der den „Sweet-Spot“ der Box in der Horizontalen vergrößert. In der Vertikalen hängt der Sweet-Spot dagegen stark von der Frequenzweiche ab. Der Sweet-Spot bezeichnet den räumlichen Bereich vor dem Monitor in dem die Box nahezu gleich klingt. Verlässt man den „Sweet-Spot“, so klingt die Box anders, da das Abstrahlverhalten der Chassis in Kombination mit dem Gehäuse, hier vom Optimum abweicht.

Die vorhandene magnetische Abschirmung zum Betrieb neben CRT-Monitoren ist heutzutage genereller Standart.Verarbeitung

Die Verarbeitung lässt nichts zu Wünschen übrig. In der Front findet man ein Metall-Druckguss Element, das die beiden Chassis beherbergt. In das Metallteil sind zudem der Power-Schalter, die Power-LED und die Overload-LED integriert, die bei Überlastung der Box aufleuchtet. Das Gehäuse ist mit schwarzem Furnier beschichtet. Die Anschlüsse und der Netzschalter sind in den Metallkäfig auf der Rückseite eingelassen. Ein nettes Gimmick stellt das Mackie-Symbol dar. Nutzt man die Boxen vertikal, so kann man das Mackie-Symbol in die entsprechende Richtung mitdrehen ;o) .

Raumanpassung

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Die HR624 bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Anpassung an den Aufstellort. Prinzipiell sind solche Anpassungen, die in den meisten aktiven Monitoren zu finden sind, sinvoll. Die besten Ergebnisse erzielt man aber mit einem akustisch angepassten Raum. Denn auch im Nahfeld kann es schon bei mittleren Lautstärken zu störender Einflussnahme des Raumes kommen, seien es stehende Wellen oder zu stark reflektierende Wände. Insbesondere schallharte Decken wirken sich meist störend aus. Aber auch zu stark schluckende Räume mit zu vielen Absorbern können sich nicht durch diese Einstellmöglichkeiten anpassen lassen.

Der Input-Sensitivity-Regler kann den Studio-Ausgang des Mischpultes auf den Eingang der Box anpassen. Hier gibt es eine Mittenrasterung des Potis bei ca. –10 dB. Diese Einstellung hat sich im Test auch gut bewährt denn in der „Normal“ Stellung war die Box schon bei Mittelstellung des Control-Room-Output viel zu laut.

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Mit dem „Acoustic Space“ Schalter lässt sich die Bassanhebung durch zu geringen Abstand zur Wand kompensieren. In der Praxis kann man allerdings sagen, dass eine Box besser klingt, wenn man sie von vorneherein weiter weg von der Wand betreibt.

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Nach THX-Spezifikationen lässt sich mit dem Low-Cut-Filter die untere Grenzfrequenz von 49 Hz auf 80 Hz heraufsetzen, um die Anpassung an einen Subwoofer vornehmen zu können.

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Mit dem High-Filter können je nach Geschmack des Hörers die Hohen Frequenzen angehoben oder abgesenkt werden. Im Test verblieb dieser Regler aber meist in der Normalstellung, da +2 dB schon zu hoch gegriffen waren.

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Forum
  1. Profilbild
    Klangapparat

    Das ist jetzt schon ’ne ganze Weile her, aber ich habe meine HR624 immernoch auf meiner Brücke stehen und bin nach wie vor mit dem Sound sehr zufrieden. Technisch auch noch nie Probleme gehabt. Inzwischen habe ich noch einen Subwoofer dazugestellt. Genial…

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