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Test: Mackie MR524, MRS10, Studiomonitore und Subwoofer


Klein, aber oho

mackie mr524 mrs10

Rund vier Jahre nach Einführung der Mackie MR5 MK3 und des Subwoofers MR10S MK3 präsentiert Mackie mit den runderneuerten Mackie MR524 sowie dem Subwoofer MRS10 technisch überholte Nachfolgemodelle. Die kleinsten Nahfeldmonitore der Serie sind nicht nur kompakt, sondern auch in der Preisklasse erstaunlich gut. Spannend wäre ein Vergleich zu den Vorgängern gewesen, diese stehen mir allerdings nicht zur Verfügung und so müssen sie sich gegen meine Mackie XR824 behaupten. Da diese mit ihrem 8″ Woofer größer sind, ist die Kombination aus MR524 und MRS10 im Vergleich durchaus sinnvoll.

Der amerikanische Hersteller Mackie baut unter diesem Namen seit Ende der 80er Jahre erfolgreich PA-Systeme, Mischpulte und auch Studiomonitore. Durch die chinesische Produktion überzeugen viele Produkte mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis, das wird bei den getesteten Mackie MR524 und dem MRS10 auch deutlich. Die MR-Serie wird nach unten durch die Multimedia-Boxen der CR-Serie und nach oben hin durch die XR-Serie abgerundet und richtet sich somit an preis- und qualitätsbewusste Interessenten.

Die MR624 und MR824 sind die größeren Vertreter und haben auch ein Pendant aus der XR-Serie. Hingegen ist die MR524 der beste kleinste Studiomonitor von Mackie und das zu einem Straßenpreis von 149,- Euro pro Stück. Für den Subwoofer MRS10 werden weitere rund 400,- Euro fällig, es dreht sich also um ein Komplettsystem für insgesamt etwa 700,- Euro.

Ausgepackt

mackie mr524

Mackie MR524

Der Lieferumfang der Mackie MR524 ist mit einer Anleitung, Netzkabel und vier großflächigen Klebepads der einfachsten Sorte unauffällig. Zwar schützen die Pads die Oberfläche, entkoppeln aber die Box kaum vom Untergrund. Das komplett schwarze, magnetisch geschirmte und abgerundete MDF-Gehäuse mit Kunststofffurnier wirkt modern und nicht so rustikal wie die XR-Serie mit ihrem gemaserten Holzdekor.

Die Schallwand ist abgerundet und die Treiber stechen somit leicht hervor, das sorgt laut Mackie für eine akustische Optimierung und vermittelt unweigerlich ein bisschen den Eindruck, als habe man den kleinen Brüllwürfel etwas zu heiß gebadet.

Das Design des MRS10 lehnt sich optisch an und verfügt über das gleiche Finish und eine ebenfalls leicht gewölbte Kunststofffront, der Treiber ist durch ein steifes Metallgitter geschützt, während die Membranen der MR524 offen liegen. Entkoppelnde Gummifüße sind bereits montiert, neben einem Netzkabel und Anleitung liegt dem Paket noch ein solider Fußtaster sowie Filzgleiter bei, die sich wahlweise auf die Gummifüße kleben lassen und die Beweglichkeit auf glatten Böden verbessern. Lautsprecher und Subwoofer sind sehr gut verarbeitet, die Anschlüsse sind hinten am Gehäuse verschraubt. Einzig die Schiebeschalter haben etwas Spiel. Angesichts des Preises ist dies aber tolerabel. Störender sind hingegen die hellgrünen LEDs, die über den eingeschalteten Zustand auf der Front informieren.

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Klangbeispiele

  1. Profilbild
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      Stephan M. RED

      Jetzt, wo Du das schreibst, ich hatte in der Tat darüber nachgedacht, diesen Umstand zu bewerten. Allerdings komme ich zur Auffassung, dass beide Varianten ihre Vor- und Nachteile haben. Meine Nautilus 803 hat ihn auch vorne, das sorgt mitunter für unschöne Verwirbelungen und Phasendrehungen. Wenn man das im Nahfeld hat und der Bass mit dem Bassport um die Wette pustet, mag das zwar weniger dröhnen, kann aber doch bei hohen Lautstärken zu Pumpgeräuschen führen und zu Lasten der Präzision gehen. Zu Studiomonitoren kann ich wenig aus Erfahrung schreiben, aber bei Aktivboxen der letzten 25 Jahre habe ich das für mich immer nachteilig empfunden, wenn der Bassport nach Vorne rausgeht. Auch deshalb, weil hier oft der Platz für großflächige Entlüftung fehlt. Ich lasse mich da aber gerne belehren.

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        WackyJacky

        naja du musst sie dann schon in einem Abstand zur Rück-Wand positionieren und darfst sie nicht „zubauen“ oder in ein Regal stellen

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          Stephan M. RED

          Da hast Du prinzipiell schon Recht. Nur wenn man die Boxen so einkeilt, wird auch der Bassport vorne wenig gegen die unerwünschten Eigenschwingungen helfen. Im Optimalfall sollten Lautsprecher schon frei stehen. Auch ist der Schalldruck hinten bei der MR524 nicht so stark, dass Du die Box massig weit von der Wand wegstellen musst. Ist ja auch die Frage, welche maximale Lautstärke gewünscht wird. Bei Zimmerlautstärke ist das in der Regel unkritisch, da reichen auch fünf Zentimeter schon aus. Die brauchst Du eh wegen den rückseitigen Anschlüssen.

          • Profilbild
            WackyJacky

            Naja was heisst der Schalldruck ist hinten nicht so groß? In einem relativ breiten Frequenzbereich um die Resonanzfrequenz des Bassreflex-Systems (oft im Bereich 40-90Hz) erfolgt der Großteil der Energieabgabe durch das Bassreflex-Rohr selbst. Das heisst dass ein möglicher Hohlraum hinter dem Lautsprecher nochmal direkter/stärker zum Dröhnen angeregt wird als durch den kugelförmig abgestrahlten Anteil von vorne.
            Auch kann man die Lautsprecher mit Port hinten nicht in eine oder direkt vor eine gedämmte Schallwand einbauen.

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            Kyotonic AHU

            Ist wohl Abstimmungssache und hängt mit dem Fluss/Sog in der Öffnung ab. Ist der Querschnitt so gewählt, das die Impulse der Öffnung nicht mit der Membran kollidieren ist alles takko. Bin auch kein Techniker aber mit Öffnung hinten hatte ich bisher immer mehr Probleme. Ich könnte mir Vorstellen das die Öffnung vorne wie eine Membranvergrößerung wirkt und die Boxen „größer“ klingen als die Membran vermuten lässt. Oder es lassen sich die Bässe aufteilen, d.h. die Bassreflexöffnung mit z.B. kleinem Querschnitt macht zwischen 80-10Hz und die Membran darunter Dampf. Wer weiss was? :)

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Mackie MR524

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