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Test: Mackie OnyxGo, Wireless Clip-on Mikrofon

Kleines Mikro mit großem Klang

14. Februar 2022
mackie onyx go mic test

Mackie OnyxGo, Wireless Clip-on Mikrofon

Externe Mikrofone für Smartphones sind grundsätzlich eine feine und sinnvolle Sache. Displays, Prozessoren, Kameras – all das wird mit jedem Modell der Mobiltelefone verbessert, während die meisten internen Mikros seit Jahr und Tag unverändert gleich bescheiden klingen. Wer da etwas verständlicher rüberkommen möchte oder gar dezent professionelle Ansprüche an die Soundqualität hat, muss auf externe Lösungen zurückgreifen. Eine solche ist das Mackie OnyxGo, ein kleines Ansteckmikrofon, das sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet – und zusammen mit der dazugehörigen App einiges an ganz speziellen Extra-Features mitbringt. Welche das sind und wie das Mackie OnyxGo klingt, das will ich jetzt mal herausfinden. Ich habe das Testmuster übrigens einige Wochen vor der offiziellen Veröffentlichung bekommen, die aktuelle Firmware Version lag noch bei 0.4.40, war also noch nicht final, auch an der App wurde noch gearbeitet.

mackie onyx go test

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Die technischen Daten des Mackie OnyxGo

Das Mikrofon im OnyxGo hat die Richtcharakteristik „Kugel“ und wird von einem Onyx-Preamp befeuert. Die Empfindlichkeit (aka sensivity) wird mit -36 dB bis +3 dB angegeben (Negativwerte da US-amerikanische Zählweise), der Rauschabstand mit 70 dB. Als Energiequelle dient ein Li-ion-Akku mit 3,7 V und 130 mAh, der in weniger als zwei Stunden voll geladen sein soll und dann für fünf bis sechs Stunden den Betrieb garantiert. Sagt der Hersteller, ich würde da angesichts der Werte im Test eher auf vier Stunden Dauerbetrieb tippen, aber auch das ist für einen Einsatz mehr als ausreichend.

Mackie OnyxGo

Das alles ist mit dabei

Das Mackie OnyxGo: Lieferumfang, Verarbeitung, Optik

Das OnyxGo kommt in einer kleinen – etwa Zigarettenschachtel großen – recht aufwendig bedruckten Papp-Box. Mattschwarz, Foliendruck, silberner OnyxGo-Schriftzug und silbernes „Walking-Man“- Mackie Logo, dazu jede Menge Bildchen, Logos und Texte in grün und weiß – das macht schon was her.

Im Inneren das kleine Mikrofon selber, dazu die (flach)kabelgebundenen Mackie CR-Buds inklusive 3×2 Ohrpassstücke mit Steuerungseinheit am Kabel zum Annehmen von Telefonaten. Die liefern einen recht ordentlichen Sound ab, vor allem für eine kostenlose Beigabe, und sind übrigens auch einzeln zu kaufen (z.B. bei Thomann für 17,50 Euro).

Ebenfalls mit dabei ein kurzes Ladekabel (USB-A auf USB-C), ein winziger Windschutz aus Kunstfell (mit dem das OnyxGo ein wenig aussieht wie ein Puppenkopf mit wirren Haaren) und eine viersprachige Quickstart-Anleitung aus der Liliput-Staatsbibliothek in der Schriftgröße Pica 0,5, die jedem „Ich schreibe Ihren Namen auf ein Reiskorn“-Artisten vor Neid erblassen lässt. Zum Glück gibt es auf der Produktseite auch ein ausführliches (englischsprachiges) Manual als PDF in einer auch für Nicht-Raubvögel lesbaren Form.

Mackie OnyxGo

Mit Windschutz erinnert das OnyxGo irgendwie an die Augsburger Puppenkiste

Das Mackie OnyxGo: Details zum Clip-Mikrofon

Ok, so klein ist das OnyxGo nun auch wieder nicht, dass man zur näheren Betrachtung eine Lupe benötigen würde, aber es ist doch deutlich kleiner als es auf den Fotos den Anschein hat. Genauer: 28 x 48 x 15 mm groß (bzw. klein) und gerade einmal 10 Gramm schwer. Befestigt wird es mit einem fast ebenso großen und recht ordentlich zupackenden Clip am Revers, Kragen oder wo auch immer sich eine Gelegenheit in der Nähe des Mundes bietet. Angesichts des überaus geringen Gewichtes ist klar, dass Metall bei der Verarbeitung keine Rolle gespielt hat, das Gehäuse ist komplett aus Hartplastik, macht aber trotzdem einen recht robusten Eindruck. Bei dem geringen Gewicht geht auch bei einem Sturz nicht allzu viel kaputt – nur drauftreten sollte man dann halt besser nicht.

Mackie OnyxGo

Das Mikrofon ist komplett schwarz, lediglich die rote Aufnahmetaste – die je nach Situation auch als Pairing- oder Stopptaste fungiert –  auf der linken Seite ist ein Zugeständnis an die Welt der Farben. Oben befindet sich die 3,5 mm Buchse für die Ear-Buds, unten die USB-C-Buchse zum Laden. Die dazugehörige LED ist praktischerweise dann oben neben der Kopfhörerbuchse angebracht, was – angesichts des ultrakurzen Ladekabels – weniger bei Ladevorgang von Bedeutung ist, sondern vielmehr auch verrät, ob sich das Mackie OnyxGo mit dem Smartphone gekoppelt oder zwischenzeitlich etwa die Verbindung verloren hat. Was ja gerade bei längeren Aufnahmen nicht ganz unwichtig ist. Im Test aber blieb die Verbindung stets stabil, da gab es keine Probleme.

In der oberen linken Ecke der Frontplatte verrät eine Lochrasterung, dass sich dahinter vermutlich das Mikrofon selber befindet. Ebenfalls auf der Frontplatte ganz dezent das Mackie-Logo, auf der Rückseite (auf dem Clip) noch dezenter und kaum lesbar ein „Powered by Sabinetek“. Sabinetek? Das schauen wir uns mal näher an.

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Mackie OnyxGo

Wer ist diese Sabine?

Mackie OnyxGo, Powered by Sabinetek

Sabinetek ist ein 2014 gegründetes Unternehmen aus Asien, das – nach eigener Aussage – „leistungsstarke Audioaufzeichnungs-Engines, akustische Algorithmen und Produktprototypen“ entwickelt und sieht bei sich selber eine „weltweite Führungsrolle in den Bereichen mobile Internetakustik, Audioverarbeitung und Kommunikation“. Seit 2018 hat man immerhin sieben Innovationspreise auf der CES gewonnen.

Im Shop werden derzeit vier Produkte angeboten: „SabineCast“ (eine Bluetooth-Soundkarte mit integriertem Mixer plus Kondensatormikrofon für 138,- Euro), ein „Unidirectional Microphone Add-on“ (Smartphone-Steckmikro für 40,- Euro), einen Drei-Achsen-Gimbal-Stabilisator (89,- Euro) sowie zwei Bluetooth-Ansteck-Mikrofone – das „SmartMike+“ (139,- Euro) und das „AudioWow“ (159,- Euro). Wobei letzteres dann dem Mackie OnyxGo doch verblüffend ähnlich sieht, auch wenn das Gehäuse an den Seiten abgerundet ist und eine etwas andere Farbgebung hat. Auch die Feature-Liste ist so ziemlich identisch, wie auch die große Ähnlichkeiten zur Mackie-App aufweist. Und schließlich decken sich auch die Tech-Specs größtenteils, und das Verzeichnis, das das OnyxGo in meinem Smartphone anlegt, heißt nicht „OnyxGo“, sondern – guess what – „sabineAudioWow“

Trotzdem unterscheidet sich das Mackie OnyxGo dann aber doch deutlich vom AudioWow aus Asien: So erklärten die Entwickler aus den USA auf Nachfrage, dass das OnyxGo ein besseres Mikrofon nutze, der Akku länger hält und einen robusteren Kopfhörereingang verpasst bekommen hat.

Mackie OnyxGo

Oben der Headset-Anschluss und die LED

Das Mackie OnyxGo angeschlossen

Bevor ich das OnyxGo Mic das erste Mal nutzen kann, muss ich es via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln, was problemlos über die Bühne geht. Roten Button im Mikro drücken, die LED blinkt schnell blau, ein „OnyxGo Mic“ erscheint auf der BT-Angebotsliste meines Samsung S10, fertig. Direkt nach der Kopplung starte ich die App, die mich gleich dazu auffordert, eine aktuelle Version der Firmware des OnyxGo zu installieren (zum Zeitpunkt des Tests war das die 0.4.40) – und auch das erledigt sich wie von selbst.

Mackie OnyxGo

Das Buch muss noch zurück nach Liliput

Die OnyxGo App – Praxistest erster Teil

Die dazugehörige App (ohne geht es nicht) gibt es kostenlos für Android und iOS, lag zum Zeitpunkt des Tests in der Version 1.3.1 vor und war letztmalig am 19.11.2021 aktualisiert worden. Die App „is the key to unlocking the full potential of your OnyxGo Mic“, verspricht Mackie. Dann schauen wir mal. Die App startet übrigens nur, wenn die passende Hardware erkannt worden ist, kann also nicht für andere Zwecke eingesetzt werden.

Mit der App kann ich Audios und Videos aufnehmen, Musik vom Smartphone mit dem Mikrofonsignal mischen – und dabei (eher theoretisch) auch die Vocals aus der Musik entfernen, Noise Reduction und Reverb zum Mikrofonsignal zuschalten, Videos live vertonen, Stimmverfremdungen aktivieren, Monitoring per Kopfhörer nutzen, automatisch Anrufe aufzeichnen, auf ein externes Mikrofon umschalten und mit zwei getrennten 5-Band-EQs das Mikrofonsignal und das Musik/Audio-Signal vom Smartphone anpassen. Dass dabei dann beide EQs jeweils mit „Mic-1“ beschriftet sind, ist etwas irritierend, das hätte man besser machen können.

Bei der App muss man bedenken, dass diese – wie auch die Firmware des Clip-Mikrofons – zum Zeitpunkt des Tests noch nicht final war. Insofern ist anzunehmen, dass sich da noch einiges ändern wird und kleinere Bugs und Ungereimtheiten noch ausgeräumt werden. Was mir zum Beispiel noch fehlt, ist die Möglichkeit, aufgenommene Audiofiles wenigstens rudimentär schneiden zu können. Auch die Anzeige einer Hüllkurve habe ich vermisst; die ist zwar während der Aufnahme zu sehen, verschwindet dann aber wieder, genau wie die Pegelanzeige (die übrigens etwas übermotiviert ein wenig zu viel anzeigt), die Spitzen leider nicht speichert. So ist es schwer, am Ende zu überprüfen, ob man da zu laut oder zu leise war.

Die automatischen Aufnahme von Mobilfunkgesprächen und der Aufnahmestart über den Record-Schalter am Gehäuse haben unter Android im Test (noch) nicht funktioniert (das ging nur über die App), unter iOS lief das aber schon perfekt. Wie gesagt: Die Firmware ist aktuell noch weit unter der 1.0. Der Aufnahmestart in der App ist ohnehin zu bevorzugen, da das Mackie OnyxGo – wie alle Aufnahmegeräte, bei denen das Mikrofon fest mit dem Gehäuse verbunden ist – arg empfindlich auf Hand- und Schaltergeräusche reagiert, die dann deutlich vernehmbar mit auf der Aufnahme landen.

Mackie OnyxGo

Der Untertitel-Generator ist meist recht nah dran am Text (siehe Klangbeispiele)

Mit der Generierung von Untertiteln hat das OnyxGo keine größeren Probleme, wobei kleinere Fehler und Unsauberkeiten natürlich immer wieder vorkommen. Um die zu bearbeiten, kann ich in die Subtitles doppelklicken und korrigieren. Allerdings wäre es  schön, wenn das Bearbeitungsfenster da mehr als 30 Zeichen gleichzeitig darstellen könnte, so ist das doch etwas mühselig und unübersichtlich.

Mit der App kann ich Files – die wahlweise als aac, mp3 oder wav gespeichert werden, da aber mit fixen Samplerates – auf dem Smartphone speichern oder in alle möglichen Kanäle exportieren. Was auch mit den Subtitles möglich ist (dann im .srt-Untertiteldatei-Format), die anschließend inklusive Zeitangabe lesbar sind. Aber mindestens genauso wichtig ist es ja, wie die Aufnahmen mit dem Mackie OnyxGo klingen. Und das schauen wir uns jetzt im zweiten Teil des Praxistests an.

Mackie OnyxGo

Die App ist kostenlos und leicht bedienbar

Klang und Aufnahme – Praxistest Teil zwei

Das OnyxGo wird mit dem recht kräftigen Clip möglichst in Mundnähe befestigt, wobei Hemdenträger mit hohem Kragen eindeutig im Vorteil sind. Zudem sollte man das Mikrofon so anbringen, dass möglichst wenig Bewegungsgeräusche übertragen werden können, was gar nicht so leicht ist. Der richtige Platz für das OnyxGo ist maßgeblich entscheidend für die Qualität der Aufnahme, da sollte man sich also etwas Zeit nehmen. Das Überziehen des Windschutzes ist – da das Teil etwas zu sparsam geschnitten ist – mitunter eine kleine Geduldsprobe, überdies verdeckt der Puschel dann trotz Öffnung im Kunstfell für den Headset-Stecker die LED („Ist das Gerät noch an?“),  daran sollte Mackie noch mal arbeiten. Als Headset muss übrigens natürlich nicht das mitgelieferte genutzt werden, jedes andere mit passendem Miniklinkenkabel tut es auch.

Zur Überprüfung der Tonqualität habe ich mir wieder einmal eine unserer News geschnappt und daraus ein paar Sätze gelesen – und das dann mit verschiedenen Einstellungen und Positionen. Erster Test: Das OnyxGo am Kragen der Jacke befestigt (mit der Mikrofonseite zum Hals, um möglichst viel Stimme auf die Aufnahme zu bekommen), das Mikro-Gain im Mixer auf 100% (volle Pulle, man gönnt sich ja sonst nichts) und den Noisefilter erst einmal in der Nullstellung:

Dass dann trotz der 100% nur -16dB auf die Aufnahme gelangen, liegt in der Natur der Sache (oder besser – es liegt an Bauart und Mikrofonposition). Heißt: Da muss man später noch einmal nacharbeiten und den etwas Pegel anheben:

Und tatsächlich: So hört sich das doch schon viel besser an. Ein klein wenig dumpf vielleicht (was daran liegt, dass das OnyxGo eben am Kragen befestigt ist und nicht direkt vor dem Mund), aber mit hoher Sprachverständlichkeit und erstaunlich rauschfrei. Das OnyxGo bietet zwar auch einen dreistufigen Rauschfilter an (Off plus 3 Stufen), doch sollte man den sehr vorsichtig einsetzen, da das Signal – je höher die Filterstufe ist – doch recht deutlich hörbar moduliert. Auf der ersten Stufe ist das noch ok (ab hier alle Audios bereits bearbeitet /verstärkt)…

…doch sind die Noisefilter-Stufen zwei und drei dann zu viel des Guten und zumindest bei Sprachaufnahmen so ziemlich unbrauchbar:

Nun schlägt Mackie im Manual auch die Möglichkeit vor, das OnyxGo als Handmikrofon bei Interviews zu benutzen. Kann man machen, doch sollte man – wie bereits erwähnt – aufgrund der Handgeräusche dabei sehr vorsichtig zu Werke gehen. Vielleicht wäre eine Wäscheklammer mit Polsterung in den Zangen ein geeignetes Behelfsstativ? Ich habe es jedenfalls mal ganz vorsichtig ohne probiert, dieses Mal aber mit dem mitgelieferten Windschutz. Die Einstellungen: Gain 100%, Noisefilter auf 0:

Und siehe da (bzw. höre da), die eben noch vermissten Höhen finden sich hier wieder, das klingt absolut ordentlich und muss sich nicht hinter anderen Handmikrofonen verstecken. Zwar immer noch etwas leise (bei einem Abstand von rund 10 cm zum Mikrofon landen -9dB auf der Aufnahme), aber durchaus schon brauchbar. Und mit etwas Nachbearbeitung sogar dann gut, sehr klar und verständlich, gut aufgelöst, ohne Ausreißer im Frequenzspektrum, und mit angenehm viel Bauch:

Wer mag, kann da auch noch mal einen kleinen Rauschfilter draufsetzen (Stufe 1):

Durch eine etwas andere Platzierung am Körper (an der Kleidung) kann man auch noch etwas an Klarheit im Sound hinzugewinnen. Wie gesagt: Mit der Platzierung sollte man anfangs etwas herumprobieren.

Das OnyxGo hat noch ein paar kleine Spielereien zu bieten. Da ist zum einen ein dreistufiger, nicht schlecht klingender Reverb, den ich hier nach und nach zuschalte:

Außerdem gibt es noch einige Presets für die Stimmverfremdung, die hier durch launige kleine (Tier-) Symbole angezeigt werden: Wal (tiefe Stimme), Katze (hoch), Eichhörnchen (sehr hoch), Blitz (angeblich „sizzle“, also brutzeln oder zischen – ok, das ist kein Tier) und Roboter, die wirklich nette Ergebnisse abliefern:

Sämtliche Effekte aber landen gleich mit auf der Aufnahme. Wer sich später überlegt „das mit dem Eichhörnchen ist vielleicht doch nicht so gut in meinem Video“ kommt aus der Nummer nicht mehr raus.

Die Audiofiles werden mit Datum und dem passenden Symbol (Hüllkurve, Telefon oder Video) in einer Liste gespeichert und können auch direkt recht komfortabel über das OnyxGo abgehört bzw. angeschaut werden. Videoaufnahmen (mp4) werden mit OnyxGo direkt vertont und können anschließend – wie alle anderen Files auch – exportiert oder auf dem Gerät gespeichert werden. Etwas umständlich ist dabei, dass die Files stets nur einzeln verschickt werden können; das kann bei vielen Einzelfiles schon mal in Arbeit ausarten. Was mir ebenfalls nicht so gefällt: Ein vorheriges Einpegeln einer Aufnahme ist nicht möglich, überdies ist die Pegelanzeige während der Aufnahme etwas ungenau und zeigt gerne auch mal zu viel an.

Über den Mixbutton lassen sich Signale vom Mikro und vom Smartphone mischen, der jeweilige Anteil ist über Schieberegler bequem einstellbar. Die Option „Vocal Removal“ (um sich auf die Schnelle so Karaoke-Material zu beschaffen) ist aber nur Spielerei; die so erzeugte Musik klingt (je nach vorhandenem Material) entweder schlecht oder einfach fürchterlich. Was aber auch kein Wunder ist, selbst hochwertige Programme, die Vocals nicht in Echtzeit herausrechnen, bringen fast immer nur halbgare Ergebnisse, das darf man der App nicht zum Vorwurf machen.

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Fazit

Mal eben ein paar Sprachtakes aufnehmen, ein Live-Video vertonen und mit Untertiteln versehen oder einen Anruf aufzeichnen: Das alles bringt das Mackie OnyxGo, und das zu einem vernünftigem Preis und vor allem auch in einer wirklich guten, klaren Klangqualität; da macht sich die langjährige Erfahrung, die Mackie mit guten Mikrofon-Preamps hat, deutlich bemerkbar. Im Zusammenspiel mit der App hat Mackie da ein leistungsstarkes Tool gebaut, das aufgrund seiner geringen Größe vielseitig einsetzbar ist. Zwar hat Mackie dabei wohl eher den Consumer-Markt im Auge – das zeigen die vielen kleinen zusätzlichen Spielereien wie die Effekte oder die Vocal-Remove-Funktion, die mal mehr, mal weniger funktionieren – doch genügt das OnyxGo durchaus auch höheren Ansprüchen. Dass es hier und da noch kleinere Bugs gibt und auch einige Features in der App fehlen, ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass Firmware und App zum Zeitpunkt des Tests noch in Arbeit waren.

Plus

  • sehr gute Klangqualität
  • leicht zu bedienende App
  • Monitorfunktion
  • integrierte Rauschunterdrückung
  • Mixfunktion von Mikrofon- und Smartphone-Sound
  • klein und leicht
  • mit Untertitelgenerator
  • nette Effektspielereien
  • inklusive Mackie CR-Buds

Minus

  • File-Export etwas umständlich, da nur einzeln möglich
  • Pegelanzeige etwas ungenau, kein Vorab-Einpegeln möglich

Preis

  • 119,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Trickle2007

    „…und eine viersprachige Quickstart-Anleitung aus der Liliput-Staatsbibliothek in der Schriftgröße Pica 0,5, die jedem „Ich schreibe Ihren Namen auf ein Reiskorn“-Artisten vor Neid erblassen lässt. Zum Glück gibt es auf der Produktseite auch ein ausführliches (englischsprachiges) Manual als PDF in einer auch für Nicht-Raubvögel lesbaren Form.“

    Das gehört wohl definitiv zum Besten, was ich je in einem Testbericht gelesen habe! Ich muss sooooo lachen…

    Vielen Dank dafür und für den Test. Freu mich auf kommenden Lesestoff von Dir ;-)

  2. Profilbild
    Elektriker

    Sehr schöner Testbericht, der mich neugierig auf zwei Aspekte gemacht hat:
    1. Welche „Nachbearbeitung“ wurde konkret vorgenommen, um das Soundfile „06 onyxgo hand mit windschutz noise 0 Pegelplus“ zu erhalten?
    2. Schneidet das Mic jetzt auch Aufnahmen bei Android-Smartphones mit?

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