Der Software-Mixer ist sehr übersichtlich gestaltet und gut bedienbar. Auf meinem iPad mini sind sechs Kanäle und die Mastersektion sichtbar, da bleibt wenig zu scrollen. Auf der Übersichtsseite ist neben der Pegelanzeige auch die Kompressoreinstellung mit drei Dots vorhanden, das erhöht die Übersicht über das Gesamtsignal.
Auf der Einzelkanal-Übersicht lassen sich zuoberst zwei Kanäle linken. Aber Obacht, diese zwei Kanäle sind immer noch mono, die einzige Möglichkeit zur Stereoeingabe ist der Eingang 7/8 bzw. Bluetooth. Darauf folgt der FX-Level. Hier findet sich auch der Zugang zu den Effekten. Statt der vier direkt an der Hardware Unit sind hier nun 16 aufgeführt. Die Reverbs klingen durch die Bank etwas blechern, aber, wie schon vermerkt, dezent eingesetzt, gehen sie schon klar.
Darunter sitzt der 1-Knob Compressor. Er arbeitet recht gut und unauffällig, zieht aber auch das Rauschen mit hoch. Hier ist es ratsam, maximal bis zur Hälfte zu gehen. Die Preamps rauschen zwar nicht über Maßen, wenn man die Höhen anhebt, ist das aber schon deutlich bemerkbar.
Nun sind wir bei der Klangregelung. Die ist für ein kleines Pult sehr umfangreich ausgestattet. Höhen und Tiefen liegen fest bei 12,5 kHz und 80 Hz und können 12 dB anheben oder absenken. Die Mitten sind durchstimmbar von 100 Hz bis 8 kHz. Zusätzlich ist noch ein LowCut vorhanden, der bei einer Flankensteilheit von 12 dB/Octave von 20 – 400 Hz reicht.
Mit diesen Einstellungen lässt sich schnell ein anständiger Mix abstimmen. Das Schöne ist, 95% der Mixarbeit während einer Show ist Faderschieben, das klappt auch ohne App. Der Mixer behält auch nach Trennen der Bluetooth-Verbindung die Werte, so kann also in den meisten Fällen auch ohne Softwaresteuerung weiter gearbeitet werden.
Die Main-Seite müssen wir uns noch anschauen. Hier kann Main, Aux 1 und Aux 2 mit denselben Features angewählt werden. Neben dem Fader mit Aussteuerungsanzeige steht ein Mute-Button zur Verfügung. Über die Einzelkanal-Taste bietet sich hier noch jeweils ein 7-Band EQ, der von 125 Hz bis 8 kHz reicht.
Klar wären hier ein paar Frequenzen mehr ganz hilfreich, andererseits soll das Pult einfach und intuitiv zu bedienen sein, da sind die gut gewählten Frequenzen schon nützlich.




























Wenn der Sound nicht stimmt (Rauschen, Effektqualität), dann scheinen die Behringer X Air Produkte deutlich mehr zu bieten.
Merkwürdiges Gerät ohne Phantomspeisung, ohne Habenwollen-Faktor.
@smile Dem stimme ich zu.
Bei aller Innovation – Basics wie Phantomspeisung, saubere Gain-Regelung, rauschfreier Sound sind Pflicht.
Auch finde ich es unverständlich, warum der Hersteller den Vorteil eines Digitalmixers nicht auch in Features investiert, die bei anderen Standard sind, z.B schaltbare Stereo-Paare nicht nur auf 7/8 und vollparametrische EQ.
Eine Menge Einschränkungen für eine 3-Sterne Bewertung….
Gruß, Carsten