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Test: Manikin Memotron V 1.3 & Update: Berlin School Collection


Memotron

Vorwort der Redaktion:

Im Anschluss an diesen Artikel finden Sie ausführliche Informationen zu den aktuellen Up-Dates und optionalen Sound-Collections.

Neu: Vintage Collection 4 vom 09.03.2011

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Das Memotron…

 

…habe ich vor zwei Jahren zum ersten Mal gesehen, und zwar aus dem Augenwinkel. Es war auf der Frankfurter Musikmesse, mitten in der Superbooth, die, wie immer, voll gepackt war mit feinstem analogen Equipment. Trotzdem reagierte mein Gehirn unbewusst auf eine wohlbekannte Form und Farbe, ein bewusster Blick später war klar, auf was meine reizüberfluteten Sinne so reagiert hatten: Da lag das Oberteil eines Mellotrons vom Typ M400, später auch als Novatron bekannt. Erst sah es aus wie unter die Guilloutine geraten, aber nach Abtasten und näherem Betrachten erwies es sich als Prototyp eines spezialisierten Sample Players mit einem äußerst puristischen Design. Heute steht es vor mir, das Ergebnis mehrjähriger Entwicklungsarbeit, und ich muss sagen, das Wiedersehen mit einem alten Freund könnte kaum sensibler ausfallen. Der oder besser gesagt die Klänge eines Mellotrons finden auch in der heutigen Zeit, ungeachtet der unterschiedlichsten Musikstile, ihre Verwendung und sind gar aus einigen Bereichen wie der klassischen EM oder des Progressive Rocks, der gerade seinen x-ten Frühling anstrebt, überhaupt nicht wegzudenken.

Nun werden aber aus diversen Ecken gut gemachte Samples aus einer Vielzahl damals verwendeter Bandrahmen angeboten, die als Futter diverser Hard- und Software Sampler bzw. Sample Player dienen.

Was also können Thorsten Feuerherdt und Markus Horn, ihres Zeichens Betreiber und Entwickler von Manikin Electronic, in die Waagschale werfen, um ihr neues Produkt, das Memotron, an den Mann und vielleicht sogar an die ein oder andere Frau zu bringen?

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Klangbeispiele

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    Dieter Herten

    Das ist ein sehr mutiges Produkt und sticht aus der Masse der Neuerscheinungen klar raus. Doch frage ich mich, wer so etwas wirklich braucht. Kriegt man die hier hörbaren Sounds nicht auch mit üblichem Equipment oder Multi-Sampling CD´s hin?

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    Till Kopper

    Natürlich bekommt man die Sounds theoretisch auch aus einer guten Sample Bibliothek auf einem Sampler so hin. Aber darum geht es nicht nur. Es geht auch um das Instrument an sich. Um die Bedienungselemente wie beim Original. Um den richtigen Noten Umfang. Sogar Details wie Wasserfall-Tasten.
    Für mich ist das memotron einfach ein echtes mellotron. Nur eben ohne die Problematik mit den Bändern und der ewig zu pflegenden Mechanik.
    Ich bin begeistert von meinem Memotron.

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    Sigmuntowski

    Ich schließe mich meinem Vorredner Till an: es stimmt – wenn es um den reinen Klang geht, reichen Sampling-CDs und Software plus Rechner aus. "Mellotron" ist aber mehr als sein Sound, da spielt nämlich Haptik und Optik eine zusätzliche (und subjektiv betrachtet auch eine wichtige) Rolle. Genau diese Lücke dürfte das Memotron nun füllen.

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    nudel2000

    Vielleicht sollte die auch mal Erweiterungen in Richtung String Machine rausbringen.
    Würde gut zu dem Teil passen, die arbeiten doch teilweise mit Gmedia zusammen, oder?

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      a.jungkunst AHU

      Die Zusammenarbeit mit GMedia beschränkte sich bei Veröffentlichung des Memotrons darauf, die Klänge des M-Tron (nicht des neuen M-Tron Pro!!!) abspielen zu können. Die Palette des Memotron ist jetzt aber ausreichend und qualitativ hochwertig genug, um nicht mehr auf Drittanbieter zurückgreifen zu müssen. Das Gerät soll ja nicht zum Sample Player mutieren. Eminent 310 und Elka Rhapsody 610 sind ja schon verfügbar!

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    nudel2000

    Warum kein Vintage Sampleplayer?Hat da die Kundschaft etwas dagegen?

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      a.jungkunst AHU

      Das entspricht nicht dem Grundgedanken, der zum Entstehen des Memotrons geführt hat. Man kann in einem Digitalpiano auch Gitarrensamples zur Verfügung stellen, nur wird es in den meisten Fällen nicht gemacht, weil es eben ein Piano bleiben soll. Vielleicht wäre es eine Idee, für Liebhaber der alten String Ensembles ein digitales Hardware-Instrument mit der entsprechenden Ausstattung an Klängen und einer dem Zweck angeglichenen Bedienungsoberfläche zu gestalten, wie es GMedia in der Softwarevariante anbieten. Da kann ich allerdings nur auf den Clavia Nord Wave verweisen, der auch für solche Zwecke bestens geeignet ist!

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        nudel2000

        Wenn aber meinetwegen jetzt 50% der Kunden sagen, wir wollen sowas gerne haben, es geht ja, und wertet unser Gerät auf, bzw macht es vielseitiger, und mit String Machine ist man ja nicht soweit vom Mellotron Gedanken weg?
        Was dann?
        Gruß

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          a.jungkunst AHU

          Ja, was dann? Ab dieser Stelle ist der Hersteller gefragt.
          Meine persönliche Meinung hierzu ist allerdings, das Instrument Memotron als digitales Mellotron zu betrachten und es so zu lassen bzw. in genau diesem Rahmen weiterhin mit Klängen zu bestücken. Kommt jetzt der Ruf nach String Ensembles in einem Maße, wie wir es von GMedia kennen, folgt auch gleich der Schrei nach einer 4- bis 5-Oktaven-Tastatur, um diese auch entsprechend verwenden zu können. Wo soll es dann enden und was bleibt vom Grundgedanken übrig? Glaube mir, die Memotron-Anwender wollen zu einem großen Teil das Instrument so wie es sich im Moment darstellt. Für alles Andere gibt es schon genug Werkzeuge am Markt.

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    K. Hoffmann-H.

    Danke für die Anregung, auch noch mehr Stringmachines in die von mir erstellte Memotronlibrary aufzunehmen. Natürlich soll vorrangig die Mellotronlibrary im Zentrum der Memotronklänge stehen, obwohl ich dort auch eine Berechtigung für andere interessante Vintagesounds sehe und immer gesehen habe. Wann immer mir ein Stringmachineklang unterkommt, der sich deutlich von den anderen, bereits veröffentlichten Stringsounds unterscheidet, werde ich ihn gerne in eine zukünftge Collection integrieren, denn das Memotron soll ein ungewöhnliches und interessantes Musikinstrument für den Kenner sein und bleiben.Mit musikalischem Gruß

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      a.jungkunst AHU

      Hallo Klaus,
      da bin ich ganz bei Dir, schließlich sind nicht wenige Bandrahmen damals auf Wunsch von Musikern mit „Extrawürsten“ (Edgar Froese hatte dadurch polyphone ARP Pro Soloist-Klänge, Roxy Music ganze Stringpassagen auf einer Taste etc.) bespielt worden. Nur sollte der entsprechende Klang zur Philosophie des Memotrons/Mellotrons passen, damit es das eigenständige Instrument bleibt, das es jetzt ist/darstellt. Der Grundgedanke ist nicht der eines beliebigen Sample-Players, das Klangangebot muss einfach zum Memotron passen.
      Viele Grüße und gutes Gelingen bei der nächsten Kollektion
      Axel

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Test: Manikin Memotron V 1.3 & Update: Berlin School Collection

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