Test: MFB Urzwerg, Stepsequencer

Am oberen Rand des Gehäuses befinden sich außer den Gate- und CV-Ausgängen Buchsen für analoge Start- und Clock-Signale, die je nach Sync Mode als Ein- oder Ausgänge fungieren. Ein zusätzlicher CV-Clock-Eingang ermöglicht die Änderung der internen Geschwindigkeit durch eine analoge Spannung, die gerne auch aus den eigenen Reihen stammen darf – jeder Schritt kann also seine eigene Geschwindigkeit steuern. Ganz links haben zwei CV-Eingänge Platz gefunden, über die die Reihen 1+2 und 3+4 in der Basis-Tonhöhe verändert, also transponiert werden können.

Dip-Schalter für Gate- und CV-Verhalten und MIDI-Kanal

Dip-Schalter für Gate- und CV-Verhalten und MIDI-Kanal

Rechts unten hat Manfred Fricke einen achtfachen Dip-Schalter eingelassen, der der Einstellung von MIDI-Kanal, Gate-Polarität und -Spannung sowie dem Verhalten bei deaktivierten Steps dient. Auf der Rückseite befindet sich außer dem erwähnten MIDI-Trio nur noch die Buchse für das externe Netzteil und ein großer roter Power-Schalter, der als Start/Stop-Taster optisch mehr hergemacht hätte als das graue Pünktchen auf der Vorderseite.

Trotz MIDI-Trio gibt der Urzwerg keine Noteninformationen aus

Trotz MIDI-Trio gibt der Urzwerg keine Noteninformationen aus

Im Gegensatz zu den meisten anderen Analogsequenzern fehlt dem Urzwerg eine eigene LED pro Step, die die gegenwärtige Position in der Sequenz anzeigt. Stattdessen befindet sich am Ende jeder Reihe eine einzelne LED, die für den ersten Schritt rot, für die restlichen sieben grün aufleuchtet. Das mag auf den ersten Blick wie eine fahrlässige Unterlassung aussehen, in der Praxis lässt sich damit aber erstaunlich gut arbeiten, und irgendwie muss MFB seine Kampfpreise ja realisieren.

Klangbeispiele
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    AMAZONA Archiv

    sehr guter Ansatz, aber leider mit ein paar gravierenden Mankos. Als der Urzwerg angekündigt wurde dachte ich, dass ist es jetzt. Endlich ein kleiner, kompromißloser Stepper, der meinen Step64 ersetzen kann. Leider sind die fehlenden LED`s pro Step, die nicht vorhandene Random-Betriebsart ein No Go für mich. Die zusätzliche, am Besten parallele, Ausgabe über Midi wäre auch sehr sinnvoll gewesen. Schade!

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      AMAZONA Archiv

      Kleiner Tipp stellt man den Urzwerg vor oder Hinter ein Gerät mit Lauflicht hat man seine LEDs pro Step

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    Chromengel  

    Ich hatte ja auf eine erweiterte Version des Step64 gehofft, also einen „aufgebohrten“, bei dem die Funktionen auf der Oberfläche liegen.
    Vielleicht nimmt sich der Sache ja mal irgendwann jemand an.
    Ansonsten, bis auf die schon von m.ettlich erwähnten Mängel, ein schönes Konzept, leider ohne Midi-Notenausgabe – Schade, kann ich so nicht gebrauchen…

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