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Test: MFB Urzwerg, Stepsequencer

Praxis

Jetzt werden aber endlich die nächstgreifbaren Analogsynthesizer mit den lobenswerterweise mitgelieferten Kabeln an den Urzwerg angeschlossen. Bevor sie jedoch wie erwartet fröhlich vor sich hindudeln, scheinen der MFB Nanozwerg und der Doepfer Dark Energy zunächst an einer Art Schluckauf zu leiden. Schuld ist der Dip-Schalter Nummer 1, der erst auf die – glücklicherweise für beide identische – passende Gate-Polarität gesetzt werden muss. Vom Hersteller so vermutlich nicht vorgesehen, kann das verpolte Gate wie im folgenden Klangbeispiel aber durchaus für interessante rhythmische Effekte sorgen.

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Für die gezielte Auswahl bestimmter Tonhöhen verfügt der Urzwerg über einen Quantize-Schalter, der den Regelbereich der Potis in Halbtonschritte unterteilt, solange der Range-Regler unterhalb seiner Mittelstellung steht. Mit den beiden Step/Reset-Tasten steppt man bei gestopptem Sequenzer durch die einzelnen Schritte von Reihe 1+2 beziehungsweise 3+4. Wird der Taster festgehalten, gibt der Urzwerg ein dauerhaftes Gate/CV-Signal aus, sodass sich der gewünschte Spannungswert recht bequem vorhören und einstellen lässt.

Mit Step/Reset lässt sich jeder Schritt einzelnen antriggern

Mit Step/Reset lässt sich jeder Schritt einzelnen antriggern

 

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Grundsätzlich ließen sich während des Tests alle verfügbaren CV-Eingänge problemlos beschicken. Bei aktivierter Quantisierung ergeben sich jedoch unter Umständen hörbare Nebengeräusche, die um so deutlicher werden je kleiner der Glide-Wert eingestellt ist. Leider ist ausgerechnet die groovetechnisch sehr dankbare VCA-Modulation besonders davon betroffen.

Bei laufendem Sequenzer werden Gate-Signale nur ausgegeben, wenn der entsprechende Skip-Taster gedrückt ist. Anderenfalls wird der angeschlossene Synthesizer an dieser Stelle nicht getriggert. Ob das entsprechende CV-Signal dann trotzdem ausgegeben wird, darüber entscheiden zwei Dip-Schalter. Da diese Funktion einen wichtigen Einfluss auf das musikalische Geschehen hat, wäre die Ausführung als Kippschalter sinnvoller gewesen.

Der Status der grauen Skip-Druckschalter ist leider nur schwer zu erkennen, was die Arbeit mit dem Urzwerg manchmal etwas bremst. Außerdem liegen sie gefährlich nah an den empfindlichen Step-Potis. Wenn man live einzelne Schritte an- und ausschalten will, sollte man Range sicherheitshalber so klein wie möglich wählen, damit eine winzige Veränderung der Step-Potis nicht gleich die mühsam zusammengeschraubte Sequenz ruiniert.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    sehr guter Ansatz, aber leider mit ein paar gravierenden Mankos. Als der Urzwerg angekündigt wurde dachte ich, dass ist es jetzt. Endlich ein kleiner, kompromißloser Stepper, der meinen Step64 ersetzen kann. Leider sind die fehlenden LED`s pro Step, die nicht vorhandene Random-Betriebsart ein No Go für mich. Die zusätzliche, am Besten parallele, Ausgabe über Midi wäre auch sehr sinnvoll gewesen. Schade!

    • Avatar
      AMAZONA Archiv

      Kleiner Tipp stellt man den Urzwerg vor oder Hinter ein Gerät mit Lauflicht hat man seine LEDs pro Step

  2. Profilbild
    Chromengel   1

    Ich hatte ja auf eine erweiterte Version des Step64 gehofft, also einen „aufgebohrten“, bei dem die Funktionen auf der Oberfläche liegen.
    Vielleicht nimmt sich der Sache ja mal irgendwann jemand an.
    Ansonsten, bis auf die schon von m.ettlich erwähnten Mängel, ein schönes Konzept, leider ohne Midi-Notenausgabe – Schade, kann ich so nicht gebrauchen…

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