Test: micW, iSerie, iPhone- iPad-Mikrofon

12. November 2012

Mic fürs iPhone

Mit dem iPhone wurden die Rufe der geneigten Musikerschaft laut, die Handheld-Recorder einfach in eine App ins Telefon mit dem angebissenen Apfel oder einem anderen Smartphone zu verlagern. Die verbauten Mikrofone sind allerdings nicht auf Augenhöhe mit den einschlägigen Handheld-Boliden. Hier setzt die iSerie an. Wir nehmen drei der Mikrofone aus dem Hause micW unter die Lupe: das Richtrohr iShotgun, das Kugelmikrofon i436 und das Lavaliermikrofon i825.

Alle drei

Alle drei

Hintergrund

Wenn es einen Trend auf der Musikmesse 2012 gab, dann waren es Lösungen und Anwendungen für iPad, iPhone und iPod. Alles, was vorstellbar war – oder eben auch nicht –  wurde umgesetzt, das Musikmachen wandert in den Mobile-Markt ab und kommt dort verstärkt an, selbst mehrspurige Musikproduktionen sind kein Problem mehr und im Bereich des Machbaren. Über Sinn und Unsinn streiten sich die Geister ja bekanntlich, aber das wäre ein anderer Artikel.

Für Radio-Leute, Filmer, Sounddesigner und Klangtüflter haben die Hand-Held-Recorder, wie sie aus dem Hause Edirol oder Zoom oder auch Nagra und Kollegen bekannt sind, eine wichtige und zentrale Aufgabe: das Holen von O-Tönen und das Recorden von Atmo. Warum diese Anwendung nicht ins Smartphone verlegen? Weil die Wandler nicht gut sind, weil die Mikrofone schlecht sind und überhaupt… Und damit sind wir mitten bei der Lösung, die micW mit der iSerie anbietet: professionelle(re) Mikrofone für Smartphones.

iPhone mit i436

iPhone mit i436

Der erste Eindruck

Die Kits, in denen die drei Mikrofone geliefert werden, sehen sehr stabil und gut aus, genau das Richtige für den „rauen Alltag“, außerdem ist gleich alles im Gepäck, was der stolze Smartphone-Besitzer braucht, um mit dem Kleinen ganz groß aufzunehmen.

i436Kit

i436Kit

Das i436 wird mit „Falthandbuch“, einem Verlängerungskabel, einem Windschutz und einer Klemme zur Fixierung geliefert. Diese Klemme macht aus dem kleinen silbernen Mikrofon ein großes „Lavaliermikrofon“. Außerdem liegt noch ein kleiner Adapter bzw. Splitter bei, der das Kopfhörersignal vom Mikrofonsignal splittet. Somit ist an Smartphones wie dem iPhone problemlos das Mikrofon nebst Kopfhörer betreibbar, so muss das sein. Damit das gute Stück auch sicher transportiert werden kann, ist das Mikrofon noch mal in einer kleinen Metallröhre verpackt. Diese hat eine Öse am oberen Ende und lässt sich aufschrauben. Somit kann das Mikro bequem und vor allem sicher am Schlüsselbund getragen werden und ist in kürzester Zeit einsatzbereit. Ein solches „Etui“ wünsche ich mir für meine Neumänner auch, dann der Transport kann manchmal haarig werden. Außerdem ist diese Röhre auch als Shockmount über den Gummiring in der Öse und als Stativhalter (mit dem Gewinde am Boden) zu benutzen.

Das hier getestete Mikrofon ist mit einer Kugelcharakteristik ausgestattet. Es eignet sich sehr gut als Messmikrofon für Mess-Apps auf dem Smartphone.  Das Kit ist auch mit Niere (i456) oder mit „high sens“ Niere (i266) lieferbar.

i436 aus der Nähe

i436 aus der Nähe

Technische Daten:

  • Elektret-Kondensator-Mikrofon
  • -44dB Empfindlichkeit (0 dB = 1V/Pa bei 1 kHz)
  • Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz
  • Rauschabstand >62 dB
  • Impedanz < 2,2 KOhm
  • Gewicht: 8 g
  • zertifiziertes Messmikrofon nach Class II

 

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