Günstiges Lehrbuch für Schlagzeug-Einsteiger
Mit dem Legendary Drumbook bringt die Musikhaus Thomann Hausmarke Millenium ihr erstes Lehrwerk auf den Markt. Das von Peter Söltl verfasste Schlagzeugbuch richtet sich grundlegend an Einsteiger, aber auch Fortgeschrittene sollen hier den einen oder anderen Tipp mitnehmen können. Neben grundlegenden Übungen erwarten die Leser zahlreiche Playalongs und Grooves in moderner Aufmachung. Wir haben uns das in deutscher und englischer Sprache erhältliche Millenium Legendary Drumbook einmal für euch angeschaut.
Kurz & knapp
-
- Zielgruppe: Ideal für Einsteiger, auch Kinder profitieren vom spielerischen Einstieg.
- Ausstattung: Gute Gestaltung mit Spiralbindung, klarer Notation und anschaulichen Bildern.
- Begleitmaterial: Rund 300 QR-Codes führen zu modernen Videos und Audio-Samples.
- Inhalte: Solide Grundlagen, Grooves und Stilistiken – Fill-ins etwas knapp gehalten.
- Fazit: Sehr gelungenes Lehrwerk für den Unterricht, jedoch kein Ersatz für einen Lehrer.
Inhaltsverzeichnis
Ersteindruck & Gestaltung
Das Millenium Legendary Drumbook kommt als Softcover mit Ringbindung und umfasst 120 Seiten. Das DIN-A4-Format ist angenehm groß. Dank der Spiralbindung bleibt es auch zuverlässig auf dem Notenständer liegen, ohne ständig wieder zuzuklappen – ein praktischer Vorteil gegenüber klassischen Buchbindungen.
Die Gestaltung des Millenium Legendary Drumbook ist schlicht, aber modern. Der Druck und die Bilder sind hochauflösend, die Seiten dick und mit „Softtouch“-Oberfläche. Alles in allem wirkt das Buch schon beim ersten Anfassen sehr hochwertig.
Die Seiten sind übersichtlich strukturiert, mit klarer Notation und einem gleichbleibenden Aufbau. Kleine Infoboxen geben immer wieder Tipps zur Technik oder zum musikalischen Ausdruck. Farbige Fotos lockern die Seiten auf, ohne abzulenken.
Zusätzlich verfügt das Buch über knapp 300 QR-Codes, die zu den jeweiligen kapitelbezogenen Video-Sessions oder zu den 240 Audio-Samples führen.
Inhalt & Struktur des Millenium Legendary Drumbook
Das Drumbook ist in die folgenden acht großen Bereiche gegliedert:
- Grundlagen // LINKS
- First Steps
- Warm-Ups
- Basic-Grooves
- Advanced-Grooves
- Fill-Ins
- Stilistiken
- Koordination
Grundlagen
Hier werden die Basics des Schlagzeugspielens vermittelt. Worin unterscheiden sich E-Drums und akustische Drums? Wie baut man ein Drum-Set auf, stimmt es gegebenenfalls und welches Zubehör braucht man? Neben Gehörschutz und Sticks wird auch auf Kopfhörer, Metronom und das Practice-Pad eingegangen.
Weiter geht es mit der Stickhaltung, der Spielhaltung, verschiedenen Fußtechniken sowie einigen Tipps und Tricks zum effizienten Üben.
First Steps
Wie schon in unserem Interview mit dem Autor Peter Söltl deutlich wurde, soll das Millenium Legendary Drumbook kein weiteres trockenes Schulbuch sein. Deshalb war es Peter Söltl wichtig, Kinder gezielt anzusprechen und einen spielerischeren Einstieg zu ermöglichen. Das Kapitel „First Steps“ ist daher in zwei Teile gegliedert – einen für Kinder von 6 bis 12 Jahren und einen für Schlagzeuglernende ab 13 Jahren.
Der Teil für Kinder ist optisch ebenso aufgeräumt, didaktisch jedoch spielerischer gestaltet und setzt statt auf Noten auf Symbole. Diese könnten sogar direkt am Schlagzeug angebracht werden, was die Orientierung erleichtert. Gleichzeitig werden die Symbole früh in ein Notensystem eingebunden, sodass der Übergang zu echten Noten fließend erfolgt.

Ein aufgeräumter, aber spielerischer Teil für Kinder im Lehrbuch kann den Unterschied ausmachen, ob ein Kind beim Instrument bleibt oder das Interesse verliert.
Auch der Teil für ältere Lernende ist ansprechend gestaltet. Hier werden im Millenium Legendary Drumbook erste Beginner-Grooves eingeübt, während der Schüler direkt zu einem Track bzw. Song mitspielen kann.
Warm-ups
Die Doppelseite zu den Warm-ups ist recht knapp gehalten: Einzelschläge, Doppelschläge, Paradiddle, vier rechts, vier links sowie einige Ideen zur praktischen Umsetzung mit konkreter Zielsetzung – das war’s. Für ein Anfängerlehrwerk, wie es das Millenium Legendary Drumbook ist, ist das jedoch insgesamt mehr als ausreichend.
Basic-Grooves
Hier geht es ans Eingemachte. Das Millenium Legendary Drumbook behandelt eine ganze Reihe von Viertel-Grooves, Achtel-Grooves, Sechzehntel-Grooves, Tom-Grooves sowie Sechzehntel-Hand-to-Hand-Grooves. Nach jedem Abschnitt werden die erlernten Grooves auf einer Doppelseite miteinander kombiniert.
Advanced-Grooves
Genau wie bei den Basic-Grooves geht es bei den Advanced-Grooves weiter – nur eben komplexer. Offbeat-Hat-Grooves, Open-Hat-Grooves, Ghostnotes sowie Achtel-Grooves mit Sechzehntel-Kick-Drum werden im Millenium Legendary Drumbook behandelt. Der technische Anspruch steigt hier merklich, entspricht jedoch weiterhin der Lernkurve, die das Schlagzeugbuch bis dato aufweist.
Fill-ins
Auf insgesamt vier Seiten werden im Millenium Legendary Drumbook anschließend absolute Basic-Fills abgearbeitet. Im Vergleich zum bereits erreichten Niveau des Lesers hätte ich an dieser Stelle ein wenig mehr erwartet und zumindest die Einführung von triolischen Fills begrüßt. Die enthaltenen Fill-ins sind jedoch trotzdem absolut sinnvoll und praxisnah.

Auch die Fill-ins beginnen bei den absoluten Basics, viel weiter führt das Buch in diesem Bereich jedoch nicht
Stilistiken
Nachdem die Grundlagen von Rock und Pop behandelt wurden, geht es im Millenium Legendary Drumbook mit weiteren Stilistiken weiter. Mit dabei sind Bluesrock, Shuffle, Reggae, Swing, Bossa Nova und Samba. Auch hier werden nur die Grundlagen vermittelt. Für einen ersten Überblick ist das völlig ausreichend. Wer danach ein größeres Interesse an einem bestimmten Stil entwickelt, muss sich aber gezielt ein gesondertes Lehrwerk dazu anschaffen.
Koordination
Im Kapitel „Koordination“ findet man einen Mischmasch aus Orchestrierung, Rhythmuspyramide, Rhythmusalphabet und Notenlesen. Das sind alles sehr praktische Themen, dennoch hatte ich mit mehr konkreten Übungen zur Limb Independence gerechnet.
Lernen mit dem Legendary Drumbook
Nun ja, ein blutiger Anfänger bin ich zum Glück nicht mehr. Deshalb konnte ich das Buch nicht ganz aus dieser Perspektive bewerten. Dennoch kann ich es gut mit dem vergleichen, was mir als Kind zur Verfügung stand. Und hier hat sich eindeutig etwas getan.
Allein die QR-Codes sind im Vergleich zu den damals üblichen Begleit-CDs ein großer Mehrwert. Sie motivieren dazu, tatsächlich mit ihnen zu arbeiten – und immerhin kann man sie nicht verlieren. Auch der Einstieg für Kinder ist sinnvoll. Bei Erfolg sollte er vielleicht sogar in einem eigenen Kids-Band ausgearbeitet werden.
Für die Nutzung der Begleitsongs, Videolektionen und Audio-Samples muss man mit einem Handy oder einem ähnlichen Gerät einen der QR-Codes scannen. Anschließend wird man entweder auf ein YouTube-Video oder auf einen Audioplayer auf der Millenium-Drum-Website weitergeleitet.
Sowohl die Videos als auch die Audiobeispiele und Songs sind hochwertig und modern produziert. Das Einzige, was ich hier vermisse, ist eine nahtlose Loop-Möglichkeit. So könnten Grooves direkt zusammen mit dem Audiobeispiel geübt werden.
Die Lernkurve bleibt mit diesem Lehrwerk durchgehend steil und die hinzukommenden Anforderungen steigen nicht sprunghaft an. So wird ein stetiges und motivierendes Lernen gefördert. Die hochwertigen Materialien und die Ringbindung sind ein zusätzlicher, wenn auch subtilerer Faktor.
Dass das Buch einen motivierten und annähernd talentierten Schlagzeugschüler über ganze drei Jahre vollumfänglich begleiten kann, bezweifle ich jedoch. Dennoch ist es ein wunderbares Lehrwerk, das einen hervorragenden Einstieg in die Schlagzeugwelt ermöglicht. Es ist jedoch, wie auch Peter Söltl sagt, kein Ersatz für einen Schlagzeuglehrer, sondern ein Lehrmittel für den Unterricht. Und diesen Job erfüllt das Legendary Drumbook meiner Meinung nach sehr gut.
Alternativen zum Millenium Legendary Drumbook
Lehrwerke für Schlagzeug gibt es wie Sand am Meer. Umso schwieriger ist es, das richtige auszuwählen. Ganz ehrlich: Es kommt ebenso auf die Ziele und den Lerntyp an.
Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich zusammen mit meinem Bruder schon in recht jungen Jahren Klavier lernen durfte. Wir haben beide mit demselben Lehrwerk begonnen. Ich kam super damit zurecht, er hingegen nicht. Kurz darauf wechselte er das Lehrwerk auf Empfehlung unseres Klavierlehrers – und siehe da, auf einmal funktionierte es deutlich besser.
Gerade bei Kindern sollte man in der Regel von stumpfen „Schulbüchern“ wie Stick Control oder ähnlichen absehen. Zwar bietet dieses Werk eine ganze Reihe toller Übungen, doch sollten diese eher von Zeit zu Zeit eingestreut werden – nicht jedoch als Grundlage für den Unterricht oder das eigenständige Lernen dienen.
Stattdessen empfiehlt es sich, auf Lehrwerke zu setzen, die spielerisch an das Instrument heranführen und Abwechslung bieten. Bücher mit integrierten Songs, Playalongs oder anschaulichen Illustrationen halten die Motivation hoch und helfen, technische Inhalte in einen musikalischen Kontext einzubetten.
Die Schlagzeugschule von Gert Bomhof, „Schule für Drum Set – Band 1“, eignet sich beispielsweise gut für Kinder und bietet mit einem zweiten Band auch genügend Zukunftsperspektive.
Auch für Erwachsene muss ein Drumbook nicht nur aus reiner Theorie und freudlosem Üben am Pad bestehen. Neben Millenium gibt es besonders auf dem englischsprachigen Markt viele weitere ausführliche Einsteiger-Drumbooks, etwa „Drumeo – The Best Beginner Drum Book“ oder „Hal Leonard – Drumset Method“.
Danach muss jeder selbst entscheiden, in welche Stilistik und mit welchem Schwerpunkt er sich mit den erlernten Grundlagen entwickeln möchte und an welchen Stellen noch Übungsbedarf besteht.






































Schwerste Empfehlung zu diesem Drum Kurs:
https://www.christiangrobauer.com/ueber/
@tenderboy super. den hab ich auf YouTube entdeckt 😉
@Numitron Ich hatte das große Vergnügen, mit ihm einmal die Bühne teilen zu dürfen und er zu meinem HipHop Duo, wo ich die Musik produziert habe, die Drums gespielt hat (zusammen mit anderen Musiker einer Band in der er ist)
Mein Kinn war durchgehend am Boden. Unfassbar tight und groovig.
@tenderboy nice. 😮
bist du eigentlich der österreichische tenderboy? 😎
@Numitron Erwischt! :)
(GIbts andere auch?)
@tenderboy haha. lustig😉
glaub nicht .
kenne nur einen. 😂🤘
bin auch aus Wien.
machst du noch Auftritte hier?
@Numitron Hallo Nachbar! :)
Das „mieze medusa & Tenderboy“ Projekt gibt es nicht mehr.
Nach 15 Jahren war dann schon ein bissl die Luft heraussen aus uns. Und bevor wir was erzwingen und dann vielleicht unsere Freundschaft drunter leidet, haben wir das Projekt beendet.
Ich bin dafür aber etwas fleißiger mit meiner Doom/Sludge Band „Little Hole Filled“.
Da haben wir 2020 nach 24 Jahren unser erstes Album rausgebracht und wenn alles gut geht, kommt nächstes Jahr zum 30jährigen Jubiläum das zweite Album raus (und dann mit neuem Bandnamen).
Und mit dieser Band spielen wir gelegentlich live.
Am 17.10 im Arena Beisl zusammen mit Sloow und am 6.12 im Escape mit Dopelord.
Also falls du mit Metal was anfangeb kannst…würd mich freuen falls du da wo vorbei schaust!
Machst du was aktiv musikalisch?
@tenderboy genau! mit Mieze Medusa!
kann mich erinnern!
ja, mag eh gerne Metal!
mein Logo ist von Metallica beeinflusst. 😄🤘
cool, Arena beisl peile ich an!
ich hab momenten (noch) keine aufritte.
hab zu Weihnachten nach Längerer Pause wieder angefangen und in der neuen Wohnung das halbe Schlafzimmer mit synths, drummachines, Samplern,… zugebaut! 😂
schau Mal auf insta und YouTube „MartY ATARI“ bei Interesse. 😎🤘
@Numitron Yeah!!
Das wäre leiwand!
Danke, hab dich grad gefollowed
@tenderboy nice!
stimmt! 😃