Playlist-Matcher, USB-Export und neue Management-Features
Wir haben euch in der Vergangenheit schon einmal von Mixo berichtet. Mit dieser DJ-Software soll es Anwendern möglich sein, ihre persönliche Musikbibliothek zwischen jeder Software, Plattform und Hardware zu synchronisieren. Ende Februar veröffentlichte der Hersteller mit Mixo 2.0 ein größeres Update, das wir uns heute für euch anschauen möchten.
Worum geht es? Update der DJ-Bibliothekssoftware Mixo auf Version 2.0 mit neuen Tools für Playlist-Abgleich, Dateiverwaltung und flexiblen Export zwischen DJ-Anwendungen.
- Zentrale Bibliothek: Mixo synchronisiert DJ-Musikbibliotheken zwischen Softwares wie Traktor, Serato DJ, Engine DJ, Virtual DJ und djay Pro.
- Neue Tools: Features wie der Playlist-Matcher, Related Tracks und anpassbare Tags erleichtern Organisation und Song-Auswahl.
- USB-Export: Playlisten lassen sich direkt auf USB-Sticks exportieren, der Export befindet sich derzeit noch in einer Beta-Phase.
- Cloud-Zugriff: Über Dienste wie Google Drive, OneDrive oder Dropbox ist der Zugriff auf die eigene Bibliothek auch mobil möglich.
Inhaltsverzeichnis
Mixo 2.0 im Überblick
Mit Mixo 2.0 könnt ihr eure Musikbibliothek zu einer Vielzahl von gängigen Anwendungen exportieren. Damit stehen euch DJ-Softwares wie beispielsweise Traktor, Serato DJ, Engine DJ, Virtual DJ oder Algoriddim djay Pro zur Verfügung.
Gerade wenn ihr auf Grund des Setups öfter zwischen Anwendungen wechselt, kann eine solche zentrale Verwaltung mit den vielfältigen Exportmöglichkeiten, wie Mixo 2.0 sie anbietet, extrem hilfreich sein.
Denn den Zeitaufwand, den man in das Setzen von Hot-Cues oder das Korrigieren von Beatgrids steckt, sollte man im Idealfall nur einmal erledigen müssen.
Die grundlegende Struktur der Software ist mit den Reitern Library, Settings, Import und Export beibehalten und lediglich um den Reiter „Tools“ erweitert worden. Designtechnisch sieht die Software mit der Version 2.0 etwas moderner und gesetzter aus, das Gleiche können wir auch über die Smartphone-App berichten.
Wer generell mit solchen DJ-Softwares zum Management seiner Dateien gearbeitet hat, wird sich hier schnell zurechtfinden können und hat mit verschiedenen Layout-Modi die Freiheit, die gleiche Anordnung wie beispielsweise bei Serato DJ auszuwählen.
„Playlist-Matcher“ – was steckt dahinter?
Neu ist der Tools-Reiter und hier gibt es einiges an praktischen Features, die das DJ-Leben erleichtern sollen. Beispielsweise gibt es jetzt den sogenannten „Playlist-Matcher“.
Dort könnt ihr Playlist-Links einfügen, die ihr selbst oder andere auf Streaming-Diensten erstellt haben, und Mixo 2.0 prüft eure Bibliothek daraufhin, ob ihr Songs aus diesen Listen bereits besitzt. Diese Titel können dann auch angenehm direkt in einer neuen Playlist zusammengefasst werden.
Sollte also beispielsweise jemand euch für seine Hochzeit buchen und euch eine Playlist mit Songs übermitteln, die unbedingt gespielt werden müssen, könnt ihr hier relativ simpel und vor allem schnell überprüfen, welche Titel ihr bereits habt und welche noch gekauft werden müssen. Denn auch die nicht vorhandenen Titel werden in einer Liste dargestellt.
Das haben wir mit einer kleinen Auswahl an Songs direkt ausprobiert. So haben wir bewusst eine Playlist auf Spotify erstellt, bei der wir wussten, dass wir die Songs in unserer Bibliothek haben. Das Ergebnis war beeindruckend. 19 von 20 Songs aus unserer Spotify-Playlist konnten direkt gefunden werden.
Direkter Export auf USB-Sticks noch wacklig
Neu in Mixo 2.0 hinzugekommen ist jetzt auch die Möglichkeit, Playlisten direkt auf USB-Sticks zu exportieren und das einmal im OneLibrary Format oder passend im Engine DJ Library Format. Somit müsst ihr nicht rekordbox oder Engine DJ verwenden, sondern könnt sämtliche Bearbeitungen, gespeicherte Cue-Points, korrigierte Beatgrids und Playlisten allein in Mixo 2.0 verwalten und trotzdem für jedes Szenario in Sachen Hardware gerüstet sein. Das haben wir selbstverständlich ausprobiert und möchten erwähnen, dass innerhalb der Probeversion nur eine Playlist auf einen USB-Stick exportiert werden kann und dieser Export aktuell noch in der Beta-Phase ist.
Hierzu zwei Beobachtungen, die uns beim Testen aufgefallen sind:
- Beim Export gab es ein kleines Problem. In der Probeversion kann nur eine Playlist exportiert werden. Da jedoch anscheinend systemseitig „Export All“ auch wie eine Playlist gewertet wird, konnten wir unsere eine Liste nicht exportieren. Die schnelle Lösung für uns war, einfach eine zweite Liste anzulegen. Dann konnten wir „nur“ unsere gewünschte Liste auswählen und „Export All“ abwählen. Der Export funktionierte zügig und beim Blick auf den USB-Stick sehen wir hier die Ordnerstruktur, wie wir sie bei rekordbox kennen.
- Beim Anschluss an unsere CDJ-350, die selbstverständlich nicht mehr die Norm sind, haben wir eine Error-Meldung bekommen und der USB-Stick konnte nicht ausgelesen werden. Auch nach einer neuen Formatierung des USB-Sticks am Rechner und erneuter Synchronisation gab es den gleichen Fehler. Leider konnten wir das Ganze nicht an einer anderen Generation von Multimedia testen, möchten euch nur klar darauf hinweisen, dass ihr diese Option erstmal mit einem separaten USB-Stick ausprobiert, bevor ihr eure gesamte Kollektion auf eurem üblichen Stick exportiert.
Der Export von einer Playlist mit Inhalten in andere Softwares via Mixo 2.0 hat problemlos geklappt. So hatten wir zunächst auch einmal unsere Liste in Rekordbox exportiert und von dort unseren Stick synchronisiert. Hier hat alles auf Anhieb ohne Probleme geklappt. Auch das Exportieren in eine Anwendung wie Traktor oder djay Pro lief problemlos und unsere Cue-Points und weitere Meta-Daten wurden direkt geladen.
Darüber hinaus gibt es weitere Quality of Life Updates mit Mixo 2.0. So können jetzt auch anpassbare Tags erstellt und vergeben werden. Falls ihr eure Bibliothek also nach Genres, Stimmung, Anlass oder weiteren Gegebenheiten durchsuchen möchtet, können die neuen, anpassbaren Tags euch eine sehr gute Unterstützung sein, mit der ihr schnell die passenden Songs finden könnt.
„Related Tracks“ – smarter Filter zum Finden des passenden Tracks
Eben so neu in Mixo 2.0 gibt es nun die Option, via Rechtsklick auf einem Titel nach „Related Tracks“ zu suchen. Dahinter versteckt sich ein Filterprozess, der eure Bibliothek nach vorgegebenen, aber zugleich auch anpassbaren Parametern wie BPM-Range, Rating, Tonart und Genre durchsucht und euch eine Auswahl mit passenden Titeln vorschlägt. Dabei lässt sich auch festlegen, ob weitere Tracks desselben Künstlers mitenthalten sein dürfen oder nicht. Zudem gibt es auch abschließend die Option, mit einem Mausklick aus den gefilterten Ergebnissen eine Playlist zu erstellen.
In der Praxis hat das gut funktioniert und wir erhielten hier schnell eine große Auswahl an passenden Tracks, die wir durch die Filter noch weiter zielführend reduzieren konnten.
Wer mit der initialen Analyse seiner Titel nicht zufrieden ist, kann eine beliebige Anzahl an Tracks markieren und per Rechtsklick re-analysieren. Dankbar an diesem Feature finden wir, dass wir in einem Kontextmenü explizit auswählen können, welche Punkte genau erneut unter die Lupe genommen werden sollen. Jedoch hatten wir bei unseren Songs kein Problem. Allerdings hatten wir Abweichungen zwischen der Tonart-Analyse von Mixo 2.0 und unserer vorab angefertigten Analyse in Mixed in Key feststellen können.
Allen, die Mixo 2.0 ausprobieren, empfehlen wir zudem, einen Blick in die Tastatur-Shortcuts zu werfen. Das Abspielen von Cues ist so beispielsweise spielend einfach möglich.
Dokumentationen für fast alle Anwendungsfälle
Was wir auch besonders loben möchten, ist die großflächig angelegte Dokumentation der Software, die man auf der Website unter „Guides“ findet. Hier gibt es eine Vielzahl an spezifischen Anleitungen, damit ihr schnell und zielführend genau die Im- und Exporte von und zu euren favorisierten Anwendungen durchführen könnt.
Cloud-Anbindung und Cues am Smartphone setzen
Wer stets die Gewissheit haben möchte, dass er immer Zugriff auf seine gesamte Musikbibliothek hat, der kann auch weiterhin wie gewohnt in Verbindung mit Google Drive, One Drive oder Dropbox einen Cloud-Speicher mit Mixo 2.0 verbinden.
In Verbindung mit der Mixo 2.0 Desktop-Anwendung oder den Apps fürs Smartphone habt ihr so jederzeit Zugriff auf eure Songs. Dabei könnt ihr überall Playlists bearbeiten, Cue-Points editieren und sogar das Beatgrid anpassen. Zusätzlich könnt ihr selbstverständlich auch einfach nur eure Tracks hören. Für uns in der Tat ein cooles Feature.
Das kabelgebundene Übertragen von Songs auf sein Endgerät, wie es in iPod-Zeiten der Fall war, ist längst vorbei und überwiegend greifen wir auf Streaming-Anbieter zurück. Dass man so aber die Möglichkeit hat, jederzeit auf seine Tracks zuzugreifen, finden wir klasse.
Mal werden Titel bei Beatport gekauft, mal bei Bandcamp und bevor wir so mehrere Apps nutzen müssen, können wir unsere gesamte Kollektion via Mixo verwalten und genießen. Die natürlich sämtlichen Anpassungen via Cloud synchronisiert werden und beim nächsten Verwenden der Desktop-Variante bereitsteht, ist natürlich ein großer Pluspunkt. Wieso also nicht mal im Sommer am See liegen, Musik hören und eventuell zwischendurch noch den einen oder anderen Cue-Point setzen?
Im Übrigen läuft Mixo 2.0 sowohl auf iOS und auch Android und neben Mac und Windows sogar auf Linux und ist also auch in diesem Punkt sehr anwenderfreundlich.
Die Kosten von Mixo 2.0
Preislich können wir euch mitteilen, dass sich hier gegenüber der vorherigen Version, die wir uns 2023 angeguckt haben, keine Veränderung stattgefunden hat.
Es gibt also immer noch Mixo:Desktop, die umsonst ist und Mixo:Gold für 7 Dollar pro Monat. Wer einmal den vollen Funktionsumfang von Mixo:Gold selbst austesten möchte, kann dies auch innerhalb einer siebentägigen Probezeit tun.



































Hallo danke für den Bericht und Test. Ein interessantes und brauchbares Tool ich hatte die erste Version mal ausprobiert, so zum Spaß.