Die moderne DJ-Software im Überblick
Mixvibes CrossDJ 5 – eine DJ-Software, die durch ein umfangreiches Update neben mehr Funktionen für Nutzer nun auch einen komplett überarbeiteten Look verpasst bekommen hat. Da man das Programm auch in einer kostenlosen Version nutzen kann, wollten wir uns den Funktionsumfang mal genauer anschauen. Also starten wir direkt rein in diese nun wirklich zeitgemäß aussehende DJ-Software.
- Modernes Design: Komplett überarbeitete Oberfläche mit klarer Struktur und einblendbaren Bedienelementen.
- Grundfunktionen: Zwei Decks, Mixer, Loops, Hot Cues, Effekte und Sample-Player sind bereits in der kostenlosen Version nutzbar.
- Effekte & Workflow: Solides Delay und guter Reverb, gesteuert über ein intuitives X/Y-Pad.
- Zielgruppe: Ideal für Einsteiger, die ohne Kosten erste DJ-Erfahrungen sammeln möchten.
- Preisgestaltung: Kostenlose Basisversion, Pro-Version als günstiges Jahresabo mit erweitertem Funktionsumfang.
Inhaltsverzeichnis
Mixvibes als Developer ist ja ein alter Hase und seit es die Cross-Versionen gibt, gibt es sie bereits seit 2008. An Erfahrung mangelt es hier also definitiv nicht. Die letzte Version ist ein paar Jahre alt und wir hatten uns in der jüngeren Vergangenheit im Jahr 2024 mal die iPad-App angeguckt. Heute soll es aber um die neueste Version Mixvibes CrossDJ 5 auf dem Mac gehen. Die weiteren Versionen für Smartphone und Tablet werden wir in der nahen Zukunft aber bestimmt auch noch einmal testen.
Die Mixvibes CrossDJ 5 im Überblick
Wer bereits mal mit Mixvibes CrossDJ 5 in Kontakt gekommen ist, wird bestimmt große Augen machen, denn der überarbeitete Look katapultiert die DJ-Software absolut in die Neuzeit. Für alle, die ihre erste Begegnung mit dem Programm haben, bekommen hier eine sehr gut aussehende und übersichtliche DJ-Software geboten. Natürlich muss das Rad nicht neu erfunden werden und das gängige Layout mit zwei Track-Decks, in dessen Mitte eine Mixer-Sektion angesiedelt ist, finden wir natürlich auch wieder.
Die Track-Decks haben einen mit „BPM“ beschrifteten Pitch-Fader, einen digitalen Plattenteller, auf dem eure Songs mit Cover angezeigt werden und die drei Buttons Cue, Play und Sync. Beim Gedrückthalten der digitalen Platten können wir auch manuell den Takt angleichen. Klassisches Beatmatching ist mit Mixvibes CrossDJ 5 also kein Problem.
Oben haben wir die gesamte Waveform sowie Metadaten des jeweiligen Songs und unterhalb der Track-Decks und des Mixers selbstverständlich unsere Library. Hier können wir neben lokalen Dateien auch auf Soundcloud als Streaming-Anbieter zurückgreifen.
Die einzelnen Funktionen der DJ-Software
Oberhalb der Track-Decks finden wir verschiedene Buttons zum Einblenden aller benötigten Elemente. Über das erste Icon können die gängigen Bedienelemente der Mixer-Sektion eingeblendet werden. Neben Volume-Fader, Gain und einem 3-Band-Equalizer, der von -30 dB bis +6 dB reicht, haben wir auch ein bipolares Filter pro Kanal, der den Cutoff in Hz anzeigt. Unterhalb der drei Equalizer-Bänder gibt es auch noch Mute-Buttons, diese können aber nur in der Pro-Version verwendet werden.
Zudem sehen wir so noch eine Loop-Sektion. Hierbei verzichtet man auf individuell gesetzte In- und Out-Points, sondern beschränkt sich auf die Standardgrößen, die per Klick verdoppelt oder halbiert werden können.
Gehen wir einen Reiter weiter, kommen wir zum FX-Tab. In der kostenlosen Version haben wir die Auswahl zwischen Delay, Reverb und X-Phaser. Delay und Reverb in Verbindung des pro Kanal verfügbaren Filters sind wahrscheinlich sowieso mit die besten Freunde des DJs und diese reichen für den Anfang. Gesteuert werden die Effekte in einem X/Y-Pad pro Kanal, bei dem Intensität oder weitere Parameter, wie beispielsweise das Feedback, beim Delay auf den Achsen liegen. Über ein kleines Schloss-Symbol kann die Position im Grid auch fixiert werden. Praktisch, wenn man beispielsweise einen Reverb durchgängig aktiv haben möchte.
Mit dem nächsten Tab haben wir nochmal größer angezeigt die Möglichkeit, Loops zu setzen, hier jetzt auch im Slip-Mode. Hinzu kommen acht Pads pro Track-Deck, mit denen ihr selbstverständlich die Hot-Cues setzen und triggern könnt.
Danach gibt es dann den Sample-Player-Tab, in dem euch in der kostenlosen Version die Packs Electro und Techno zur Verfügung gestellt werden. Pro Pack gibt es acht Sounds, mal als One-Shot, mal als Loop, mit denen ihr den Mix nochmal auffrischen könnt. Was uns dabei gut gefällt, ist, dass die beiden Sample-Player ein eigenes Gain-Poti haben, sodass wir alles nach Wunsch pegeln können.
Der letzte Button zeigt keinen neuen Bereich an, dafür aber detaillierter die Waveforms, was für die Übersicht sicherlich dankbar sein kann.
Wie macht sich Mixvibes CrossDJ in der Praxis?
Die DJ-Software ist schnell gestartet und schon sind die ersten Songs in die Track-Decks gezogen. Kurz auf Play gedrückt und los kann der Spaß gehen. Während der erste Song läuft, möchten wir an dieser Stelle ausdrücklich das neue Design loben. Dieses gefällt uns wirklich sehr gut, gerade im Vergleich zur Vorversion.
Wie eingangs erwähnt, ist Mixvibes lange mit dabei und brachte auch schon sehr früh ein DVS auf den Markt. Auch wenn Serato und Traktor immer beliebter waren, konnte die Software von Mixvibes nachziehen, wirkte jedoch gerade vom Layout her immer etwas vollgepackt. Auch in der Version davor konnten schon Bedienelemente ein- und ausgeblendet werden und auch wenn wir es verstehen können, dass man gerne Zugriff auf Effekte, Equalizer und Co. gleichzeitig haben möchte, so ist die aktuelle Herangehensweise einfach deutlich übersichtlicher.
Der erste Übergang geht einfach von der Hand und ja, zuerst haben wir mal manuell gebeatmatcht, was ohne Probleme geklappt hat, aber bei der Verwendung von Maus und Tastatur bevorzugen wir dann jedoch schon den schnellen Klick auf den Sync-Button. Dass der Equalizer in der kostenlosen Version nur absenkt und kein Full-Kill-EQ ist, finden wir ein wenig schade, aber das soll dem Auflegen nun nicht im Wege stehen.
Was wir uns wohl gewünscht hätten, wäre eine einstellbare Resonanz des Filters. Diese ist für unseren Geschmack doch zu hoch.
Der Einsatz von Effekten über das X/Y-Pad funktioniert gut, wobei wir für etwas Lerneffekt eine Beschriftung der Achsen, je nach Effekt, ganz gut gefunden hätten. Jedoch geben wir zu, dass dies nicht gerade zum minimalistischen Designstil der Software passt, der uns doch so gut gefällt.
Wie eingangs erwähnt, ist die Auswahl der Effekte gegenüber der Pro-Version stark limitiert, jedoch klingt das Delay solide und der Reverb wirklich gut. Wir finden es positiv hervorzuheben, dass man hier in der kostenlosen Version wirklich praktikable Effekte an die Hand bekommt und nicht irgendetwas zu Abgedrehtes, was bestimmt auch cool anwendbar ist, aber nicht gerade das Standardrepertoire an Effekten bedient.
Das Auflegen mit Mixvibes CrossDJ 5 macht Spaß und ist durch das Design an vielen Stellen sehr intuitiv. Zudem finden wir es klasse, dass auch in der kostenlosen Variante die Aufnahmemöglichkeit besteht, das ist unserer Erfahrung nach nicht selbstverständlich.
Was wir ein wenig bedauerlich finden, ist, dass es wirklich gar keine Tastaturbelegung für Funktionen in der DJ-Software gibt. Hier verschenkt man in unseren Augen Potenzial.
Die Zielgruppe der DJ-Software
Für uns ist die Zielgruppe für Mixvibes CrossDJ 5 recht klar. Hier haben wir eine prima DJ-Software für Einsteiger, die sich einfach mal ausprobieren möchten. Dadurch dass zumindest die beschriebenen Funktionen keinerlei Abonnement oder Kauf voraussetzen, lädt das Programm einfach dazu ein, es mal auszuprobieren. Durch das neue Design wird man hier nicht mit zu vielen Elementen auf einmal überfordert, was gerade für Anfänger eine gute Sache ist.
Die Preispolitik: kostenlos vs. jährliches Abo
So, wie wir euch Mixvibes CrossDJ 5 vorgestellt haben, ist die DJ-Software komplett kostenlos. Das finden wir natürlich grandios. Wer mehr möchte, der kann aber auch auf die Pro-Version upgraden. Hier gibt es eine Woche gratis und dann zahlt man im Abonnement. Ein jährlicher Preis von 40,- Euro ist dabei jedoch absolut in Ordnung und wir werden sicherlich die Pro-Version auch nochmal testen. Darüber hinaus wurde uns am ersten Tag der Software auch ein Angebot angezeigt, bei dem der jährliche Preis bei lediglich 15,- Euro lag. In der Pro-Version sind zahlreiche Effekte, Automix, mehr Sample-Packs, MIDI-Control und Stem-Funktionalitäten enthalten. Zudem kann die Lizenz dann auch sowohl für den Rechner als auch für Smartphone oder Tablet verwendet werden.






































