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Test: Mode Machines F-106 Juno-Filter und EDP WASP-Filter, Filterbox

Der Klang und Vergleich zum Original

Mode Machine F-106 klingt sehr gut und färbt auch schön. Die Resonanz setzt gegenüber dem Original etwas früher ein und dünnt den Gesamtklang nicht ganz so stark aus wie das Original.

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Die Selbstoszillation geht weniger moderat als das Filter des Roland Juno-106 zu Werke. Schon bei weniger als 50 Prozent setzt die Oszillation ein und es pfeift ganz ordentlich. Die Selbstoszillation wird bei Noteneingang nicht mit transponiert, da dies eine eigenständige Schaltung innerhalb des F-106 ist (siehe Klangbeispiel Nr. 3 ab Minute 1: 17). Hier müssten dann die rückseitigen CV-Eingänge für VCF, Resonanz und Cuttof Frequenz sinnvollerweise zum Einsatz kommen. Insgesamt klingt das originale Filter etwas sahniger und geschmeidiger, bietet dafür jedoch etwas weniger an Selbstoszillation. Der Nachbau F-106 klingt hingegen etwas nasaler und nimmt dem original Signal etwas an Pegel ab. Schön ist, dass die Selbstoszillation abschaltbar ist, denn ich persönlich mag dieses Gepfeife überhaupt nicht.

Das WASP MW-01 klingt ebenso sehr gut. Es geht wesentlich kräftiger zur Sache als das F-106 und bietet darüber hinaus ein Multimodefilter. Die Resonanz würde ich als sehr bissig bezeichnen. Hier muss man auch hinsichtlich des angelegten Signals ganz schön aufpassen, da es sehr schnell zu Verzerrungen kommt. Sehr gelungen finde ich die LFO-Sektion, die dem MW-01 mehr Originalität verleihen. Beim EDP WASP gehörte dieses Feature auch zur Grundausstattung. Der Einfluss des LFOs ist gut gewählt und er schwingt auch schnell genug. Beim DRIVE hingegen war ich nicht ganz so überzeugt. Es verzerrt und dickt das Signal zwar an, aber einen vernünftigen Eingangspegel konnte ich beim Testgerät irgendwie nicht einstellen. Der VCA-Regler des Roland Juno-106 befand sich dabei in der untersten Stellung. Trotzdem verzerrt das Signal leicht auch ohne aktiven DRIVE. Dies hört man auch leider bei den Audiobeispielen.

wasp-from-behind

 

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Anmerkung zu den Audiobeispielen

Für die Audiobeispiele diente stets ein erzeugter Klang des Roland Juno-106 mit komplett offenem Filter für den Vergleich, eine Gegenüberstellung mit einem originalen EDP WASP war mir in Ermangelung des Synthesizers leider nicht möglich. In den Soundbeispielen „Vergleich“ zum Mode Machines F-106 hört man stets zu Beginn das originale Filter des Roland Juno-106.

Die Soundbeispiele 1 und 2 sind nur das Mode Machines F-106 Filter alleine mit dem direkten Eingangssignal des Roland Juno-106.

Ebenso verhält es sich bei den Beispielen zum Mode Machines MW-01 Wasp. Hier wurde auch nur das direkte Signal des Juno-106 verwendet; hier ein Pad-Sound mit Chorus. Zum jeweiligen Ende hin kommt der an Bord befindliche LFO zum Einsatz.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    chburn

    280 Euro für ein Filter, das noch nicht einmal CV-Eingänge besitzt? Selbst ein Env. Follower wurde nicht integriert. Das finde ich schon unverschämt. Auch das Pultformat ist nicht unbedingt immer optimal; vor allem, wenn die Dinger auch noch rutschen wie im Artikel beschrieben.

    Mein Tipp: Doepfer Mini-Case + Ext. In Modul + Wasp Modul (sogar x2 für Stereo wäre noch machbar) + MIDI / CV Interface. Da ist man preislich knapp darüber, bzw. je nach Konfiguration sogar noch drunter, und hat ein wesentlich flexibleres System.

  2. Profilbild
    Citro Studio

    Bei diesem externen Filtern sollte man immer bedenken, das
    das alles nur für monophone Synthsizersounds brauchbar läuft.
    Polyphone Synthesizer der Vergangenheit, die nur über einen Filter für alle Stimmen verfügten (z.B. Korg Delta, Korg Poly800, aktuell der Parapolyphoniebetrieb des Rockets) hatten immer den Umschalter, der den Filter bei jeder neuen Stimmen neu startet oder
    ihn auf dem alten Wert belässt.
    Die Preise empfinde ich verglichen mit den heutigen Preisen für Desktopsynthesizer gar nicht so günstig.

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