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Test: Monoplugs B-Step, Kompositionshilfe

LOGIC WORKAROUND

Bleibt also bislang nichts anderes übrig, als sich die tollen Akkordfolgen und Sequenzen in Audio-Spuren umzuwandeln und diese dann an beliebigen Stellen in den Song zu integrieren. Das ist zwar nur der halbe Spaß – aber es geht – oder doch nicht?

Steuert man externe Klangerzeuger an, ist das alles kein Problem. Der Sound meines Poly-Evolvers kommt straight zurück über den Audioeingang meines SPL Crimson und wird sogleich eine Audiospur.

Aber: Was tun, wenn man damit ein internes Plug-in anspielen und umwandeln möchte. Da die DAW ja keine MIDI-Noten erkennt, kann sich auch keine Audiodatei erzeugen, wie das normalerweise üblich ist, wenn man MIDI-Noten direkt aus der Spur eines Plug-ins in Audiofiles umwandelt.

Hier die Lösung für LOGIC-User:

monoplug-b-step-7

Zum Vergrössern bitte anklicken

Ganz links unsere Plug-in-Spur mit dem ES-2 Synthesizer. Fader auf Null und dafür das Audiosignal des Plug-ins (wird ja von B-Step angetrigert) über BUS 1 (stereo) schicken.

WICHTIG: Damit bei Fader auf zero trotzdem Signal über den Bus rausgeht, den BUS auf Pre-Fader setzen. Macht man direkt über den blauen BUS 1 Button im Kanal.

Nun Augen ganz nach rechts zu BUS 1, dort wird gepegelt und auf den Master geschickt – notfalls hier das Signal mit Effekten versehen.

Augen nach links zur zweiten Spur, dem ersten Audio-Track. Auch hier den Fader ganz nach unten ziehen, denn wir hören das Signal ja bereits als Ausgang des BUS 1 Ausgangs. Den Input des Audio-Tracks nun ebenfalls auf BUS 1 stellen. Record drücken – fertig.

Fazit

Monoplug B-Step ist ein geniales Kompositionswerkzeug, war aber ursprüngliches als Fun-Tool für Tablets gedacht. Entsprechend fehlen nun einige wichtige Features für die Arbeit in einer DAW. Hier wollen die Entwickler aber bald nachlegen.

Ist das mal getan und die Intergation als AU- oder VST-Plug-in perfekt, wird dieses Plug-in durch die Decke gehen. Maschinisten wie ich werden es lieben.

Plus

  • umwerfende Ergebnisse bei der Erstellung harmonischer Sequenzen
  • spielerischer Zugang
  • günstiger Preis

Minus

  • kein Export der MIDI-Spuren
  • keine sinnvolle Interaktion mit einer DAW-Sequenz
  • stumme Tutorials nur mit englischem Text
  • Handbuch nur auf Englisch
  • Tablet-Look auch in der DAW

Preis

  • 39,- Euro das Gesamtpaket aus VST, AU und Standalone
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Hallo Peter,
    cooler Test und auch Tipp. Ich hab in der Vergangenheit öfter mal den Harmony-Improvisator als Inspirationsquelle genommen. Solche Tools sind immer wieder gut, wenn man tatsächlich grad mal auf Ideensuche ist. Frage zu dem Midi-Problem: Wenn Du den Evolver ansteuern kannst, dann schickt er doch Midi raus, aber nur halt nicht in der DAW, richtig? Dann könnte man doch theoretisch Midi über Out rausschicken und über einen 2. Midi-Port wieder rein und dort aufzeichnen, oder nicht?

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      swellkoerper  AHU

      Ich nehme CopperLAN für solche und viele andere Gelegenheiten. Gibt nichts, was man damit nicht MIDI-mässig routen kann. Gruss

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        AMAZONA Archiv

        Ah, danke für den Tipp! CopperLAN kannte ich bisher noch nicht :)

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          swellkoerper  AHU

          Das Szenario mit den virtuellen MIDI-Ports zur Problemlösung ist ja nur „Beigabe“. Der Hammer sind die Netzwerkfunktionen, nahezu latenzfrei, auf allen wichtigen Betriebssystemen, für lau. Man kann, ähnlich wie AVB für Audio, auch alle im Studio verstreuten MIDI-Interfaces einbinden und ein grosses virtuelles Patchpanel bilden. Viel Spass beim Ausprobieren!

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            TobyB  RED

            Hallo swellkoerper,

            wobei du das alles auch mit Mac OS Bordmitteln und in Logic lösen kannst. Nur ist IAC nicht eben einfach. Und LUE und MIDI Scripter auch nicht.Für die Aktivierung von AVB an der BASH musste man sich gut im O’Reilly Tierpark auskennen. Mittlerweile ist alles in der IAC vereint, nur die Dokumentation ist schlampig. Ich hab schon Leute fluchen hören, weil AVB inkompatible Router angeschafft wurden.

  2. Profilbild
    Marcel Halbeisen  

    Etwas ganz wesentliches – natürlich nach meiner Meinung – ist im Test vergessen gegangen. Nämlich die Möglichkein ein oder zwei Lauchpads anzuschliessen. Damit kann man dann voll interaktiv, ohne Maus die Sequencen bei laufendem Betrieb ändern und erhält so einen sensationellen „Halb-Hardware-Sequencer“. Zur Zeit nutze ich B-Step mit meinem Blofeld und kann so im Multi-Modus des Blofelds vier verschiedene Sounds mit eben auch vier verschiedenen Sequencen nutzen. Der Wechsel von Sound zu Sound geht einfach über die Tastatur mit Pfeil links oder rechts, die Lauchpads zeigen sofort die entspechende Sequenz des gewählten Sounds und ich kann die Sequencen sofort anpassen. Muss man unbedingt mal gesehen haben:
    https://youtu.be/NanpC1VpuCQ

    Wenn man bedenkt wie günstig ein Blofeld ist, die Software B-Step erst recht und auch zwei Lauchpad Mini nicht die Welt kosten und was man dann für eine Sequencer-Maschine nutzen kann, der flippt wie ich sicher fast aus. B-Step ist wirklich der absolute Hammer und die Hilfe die wirklich am richtige Ort aufgerufen werden kann und sehr gut alles erklärt, man muss dazu wirklich nicht perfektes Englisch können, der kommt an dieser Software nicht vorbei! Schaut Euch B-Step unbedingt mal an, für Freunde der Sequenzen das Beste was ich zur Zeit kenne.

    • Profilbild
      Tyrell  RED 3

      Klasse Ergänzung. Bin selbst kein Ableton-User (und werde es wahrscheinlich nciht mehr werden, weil ich einfach zu bequem für einen Umstieg bin), daher habe ich das wohl übersehen :-)

    • Profilbild
      vaikl  

      Dann hat’s ja Sinn gehabt, dass ich vor 2 Jahren mal Bugfinder/-tester für die Launchpad-Sachen mit monoplugs war und Thomas helfen konnte;-) Schön! Die Möglichkeiten z.B. mit den MK1-Launchpads, die ansonsten zu nicht mehr allzuviel Einsatzmöglichkeiten taugen, hatten mich schon damals fasziniert.

  3. Profilbild
    maulwurf

    DAW use Cubase? Vielleicht so: Instrument Spur mit B-Step, dann Midi Spur mit B-Step Instumentspur als Input, dann Instrumentspur mit einem schönen VST wie Diva und Midi Spur als In?
    (hier unten ist es so dunkel)

    • Profilbild
      Tyrell  RED 3

      Eben leider nicht, weil B-Step in der DAW den Midi-Datenfluss nciht greifbar macht. Aber wie gesagt, das soll ja kommen.

      • Profilbild
        TobyB  RED

        Hallo Peter,

        ich hab da mal nachgeguckt, das ist ein generelles Thema von Midi AU in Logic. Es lässt über IAC und die MIDI Enviroments lösen. Ich hab den Ansatz nur in Englisch gefunden.
        http://bit.ly/2iVsLjC . Mit Copper LAN kann man es auch lösen, besser wäre aber wenn Apple das Thema mal angehen würde. So das man nicht programmieren muss.

  4. Profilbild
    barthjen

    Auch wenn es schon etwas länger her ist: Ein sehr guter Test, der auch die Mängel deutlich macht. Ich bin mit B-Step nicht klargekommen, auch das Manual war keine Hilfe. Trotz toller youtube – videos habe ich nicht mal ansatzweise ähnlich Sachen hinbekommen. Irgendwann habe ich dann aufgegeben.

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