Test: Mooer GEM Box, E-Gitarren Multieffektgerät

Bedienung & Features

Die Auswahl, die die Mooer GEM Box bietet, ist gemessen an den äußeren Eckdaten recht gewaltig: Sechzig Effekte, unterteilt in acht Effektmodule, werden hier dem geneigten Nutzer zur Verfügung gestellt. Diese lassen sich über den linken Drehschalter an der Bedienoberfläche auswählen und in Ihren Parametern verändern. Fangen wir aber von vorne an, denn die Bedienung der Mooer GEM Box ist nicht ganz so simpel, wie es ein erster Blick auf das Gerät vermuten lässt. Die drei hervorgehobenen Felder an besagtem Drehschalter stellen die Grundfunktionen des Gerätes dar.

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— Viel Auswahl bietet das Wahlrad auf der linken Seite —

Mit der Funktion „Play“ lassen sich die insgesamt achtzig Presetbänke aufrufen. Davon sind vierzig jeweils mit den Nummern 0 bis 9 besetzte Effektbänke mit der Bezeichnung A bis D. Diese sind feste Speicherplätze, die zwar editiert, aber nicht beschrieben und damit nachhaltig verändert werden können. Hat man sich durch diese mittels der beiden Fußtaster durchgeschaltet, folgen vierzig weitere Speicherplätze, die werksseitig schon belegt sind, aber überschrieben werden können.

Das passiert über die ebenfalls hervorgehobene Funktion „Store“. Um die einzelnen Patches zu editieren, kann nun nach der Reihe mit dem Drehschalter im Uhrzeigersinn durch die einzelnen Effekte gegangen werden. Die aufgeführte Reihenfolge entspricht dabei auch dem Effektweg. Zur Auswahl stehen Kompressoren, Wah-Effekte, Verzerrer verschiedenster Art und Equalizer-Einstellungen. Hinzu kommen Boxen-Simulationen, eine Auswahl an beliebten Modulationseffekten, Delay und Reverb. Und das alles mit einem Knopf!

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— Etwas überholt? Mit steigendem Funktionsumfang sind diese kleinen Displays aus den 80ern wohl nicht mehr ganz ausreichend —

Hat man sich für ein Effektmodul entschieden, kann man mit dem zweiten Rädchen und seiner Push-Funktion das Modul öffnen und den gewünschten Effekt auswählen. Welchen Effekt man nun ausgewählt hat, zeigt einem das kleine Display über sehr kryptisch wirkende Zeichen und Buchstabenkombinationen. Wenn man nur zwei Ziffern zur Verfügung hat, kann es bei so vielen Effekten schon schwierig werden. Eine Tabelle in der Bedienungsanleitung hilft dann bei der Übersetzung. Für jeden Effekt lässt sich über das Value-Rädchen jeweils ein Effektparameter einstellen. Bei den Reverb- und Delay-Effekten sind es allerdings zwei, weil es hier jeweils eine Unterauswahl gibt, auf der sich ein weiterer Parameter unabhängig einstellen lässt.

Table

— Signalweg der GEM Box —

Klangbeispiele
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