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Test: Mooer GL 200 Groove Loop, Looper und Drumcomputer

Mooers good loops looping good

27. Januar 2026

Mooer GL 200 Aufmacher

Oooookay, die Überschrift ist ein intellektueller Spagat. Aber ein Hersteller mit zwei „O“ im Namen und ein Looper sind ein dankbare Kombi. Der Mooer GL 200 vereint einen Looper mit 800 Minuten Aufnahmezeit und einen Drumcomputer mit 220 Grooves in elf Stilrichtungen. Let’s gooooo …

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Mooer GL 200

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Kurz & knapp
Worum geht es? Der Mooer GL 200 Groove Loop kombiniert einen umfangreichen Stereo-Looper mit integriertem Drumcomputer und cleveren Assistenzfunktionen.
  • Looper: Bis zu 800 Minuten Aufnahmezeit, 99 Speicherplätze und komfortable Organisation per PC.
  • Drums: 220 Grooves in 11 Stilrichtungen plus Import eigener MIDI-Files.
  • DrumMatch: Automatische Tempo- und Groove-Anpassung erleichtert den Einstieg ins Looping.
  • Routing: Voll Stereo, flexibel konfigurierbar für komplexe Live- und Übungs-Setups.
  • Zielgruppe: Ideal für Solo-Performer, Übende und experimentierfreudige Musiker.

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Mooer GL200 Groove Loop
Mooer GL200 Groove Loop
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Mooer GL 200 Groove Loop – Ein erster Überblick

800 Minuten Aufnahmezeit bietet der Mooer GL 200 Looper. Das dürfte für einen abendfüllendes Programm reichen. Dabei sind bis zu 99 Loops speicherbar und per PC organisierbar. Das ergibt eine durchschnittliche Songlänge von etwas über 8 Minuten, wenn man alles ausreizt. Wem die mitgelieferten Grooves des Drumcomputers nicht ausreichen, der kann eigene (MIDI-) Files importieren. Eine Drum-Match-Funktion und das sogenannte „Auto-Recording“ ermöglichen die Timing-sichere Verwendung auch für Ungeübte.

Mooer GL 200 at home

Dank der umfangreichen MIDI-Funktionen kann der Mooer GL 200 problemlos in komplexere Setups eingebunden werden. Alle Befehle, die manuell ausgelöst werden können, können auch per MIDI extern gesteuert werden. Auch der Wechsel zwischen unterschiedlichen Loops kann so eingebunden werden.

Mit 146 x 115,6 x 53,2 mm ist der Mooer GL 200 Groove Loop klein genug für ein Pedalboard, aber groß genug, um die drei wichtigen Fußtaster bequem erreichen zu können. Bis Schuhgröße 44 und mit Chucks an den Füßen war das jedenfalls kein Problem. Die drei Taster übernehmen unterschiedliche Funktionen, da ist für Looper-Fans schnell alles klar.

Taster 1 übernimmt Record, Play und Overdub im Record-Modus, im Playback-Modus steuert er die Undo- und Redo-Funktion. Taster 2 stoppt den Loop und dient als Tempoeingabe-Taster und löscht bei längerem Druck einzelne Loops oder den kompletten Speicher. Der letzte Taster übernimmt das Starten und Stoppen des Drumcomputers. Zwei Potis übernehmen die Lautstärkeregelung der Drums und des Loopers, ein weiteres Poti dient der direkten Regulierung des Tempos.

Poti No. 4 schließlich hat ein wenig mehr zu tun. Hier kommt man per Druck auf den Drehknopf ins Menü und kann hier allerlei Einstellungen vornehmen, zu denen ich später komme. Drei in unterschiedlichen Farben beleuchtete Buttons steuern die Auto-Rec-Funktion, dienen nochmals der Tempoeingabe und versetzen den Drumcomputer in den Standby-Modus.

Mooer GL 200 Front

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Das leuchtende Auge in der Mitte der Geräteoberfläche ist ein vollwertiges Touch-Display, das neben der Auskunft über aktuellen Status, gewählten Loop und Tempo auch Einstellungen in den tieferen Menüs erlaubt. Der ausgewählte Loop wird prominent angezeigt, ein leuchtender Ring gibt optische Rückmeldung über Aufnahmemodus und Zählzeit.

Die Anschlüsse und Routings

Der Mooer GL 200 verfügt über umfangreiche Anschlussmöglichkeiten, die ihr auf den Bildern gut erkennen könnt. Viel wichtiger als die reine Aufzählung der Buchsen erscheint mir hier der Überblick über die Möglichkeiten, die diese Löcher so bieten. Und die sind ziemlich cool: Das Gerät ist komplett in Stereo ausgelegt. Das ist der einfachste Weg, schnell zu hörbaren Ergebnissen zu kommen. Die Eingänge können kanalgetreu genutzt werden, also links rein, links raus und rechts rein, rechts raus. Oder für den Fall eines oder zweier Monosignale im Eingang, im Mixed-Mode. Hier werden die einzelnen Eingänge auf die Stereosumme gemischt.

Der Ausgang des Drumcomputers lässt sich über das Menü ebenfalls entweder auf beide oder auf nur einen Ausgang routen. Das ergibt in der Praxis die Möglichkeit, Gitarre und Gesang gleichzeitig zu loopen, während Gesang und Drums über eine PA wiedergegeben werden und das Gitarrensignal einem Amp zugeführt wird.

Mooer GL 200 mögliche Connection

Ein mögliches Anschlussszenario. Ein Mikrofon könnte z. B. noch über die XLR-Buchse an der Seite angeschlossen werden.

DrumMatch und Auto-Recording

Die Drums können grundsätzlich jederzeit per Fußtaster gestartet werden und auch der Beginn der Aufnahme eines Loops kann dann, ebenfalls per Taster, manuell gestartet werden. Wer aber neu ist im Looping-Business, kann damit direkt die Lust verlieren, denn das Timing richtig in den Griff zu bekommen, kann sehr frustrierend sein. Abhilfe schafft die Auto-Recording-Funktion. Hierbei dient das Eingangssignal als Trigger, die Aufnahme zu starten. Das intelligente, kleine Kerlchen erkennt dann Tempo und Metrum und passt den gewählten Drumloop automatisch an.

Um den DrumMatch zu aktivieren, drückt man den Menu-Regler, dreht ihn, bis Position 6 erreicht ist und wählt dann „On“. Nun wird der Mooer GL 200 in der vorher ausgewählten Stilrichtung aktiv. Richtig komfortabel wird’s dann, wenn die Auto-Recording-Funktion ebenfalls aktiviert wurde. Man spielt eine Phrase und schaut entspannt am Display dabei zu, wie langsam die DrumMatch-Funktion die 100 % erreicht. Beim nächsten Druck auf „Play“ erklingt die Phrase mit passenden Drums. Zauberei – oder?

Nun ja, das klappt bei rhythmisch eindeutig definierten Phrasen ziemlich gut, ein Funky-Lick etwa kann der Mooer GL 200 gut identifizieren. Ansonsten braucht es auch hier ordentlich Übung, bis Mensch und Maschine zusammenarbeiten und sinnvolle Ergebnisse erzielt werden. Aber Spaß macht das schon und die Ergebnisse werden laufend besser. Die DrumMatch-Funktion bezieht ihre „1“ offensichtlich aus dem Trigger, der auch die Aufnahme auslöst. Da das aber oftmals auch vorgezogene und verschleppte Rhythmen beinhaltet, kommt die Technik schnell an die Grenze. Hier also besser die Aufnahme manuell starten, dann wissen sowohl Mensch als auch Maschine, wo die „1“ ist und verzichten auf ungewollte Synkopen.

Weitere Funktionen

Ein cooles, sehr brauchbares Feature ist der wählbare Stop-Mode. Hier gibt es die Einstellungen Immediately, OneShot, FadeOut Short und FadeOut Long. Vor allem die beiden Fades machen Laune, denn so kann eine Looping-Session zu einem sauberen, befriedigenden Ende geführt werden.

Mooer GL 200 Display

Das Touch-Display ist klein, aber funktional und übersichtlich

Der Play-Mode kann zwischen Rec-Play-Dub und Rec-Dub-Play unterscheiden, was deutliche Unterschiede im Handling bedeutet. Manch ein User möchte seinen Overdub direkt auf die erste Aufnahme spielen, andere lassen sich lieber vom ersten Loop inspirieren und möchten erst overdubben, wenn sie so weit sind.

Das Clear-Setting erweist sich in der Praxis als praktisches Helferlein. Hier wählt man aus, ob beim Löschen nur der temporäre Loop, der Loop und die Drums oder der komplette Speicherplatz gelöscht werden sollen. Vor allem im DrumMatch-Betrieb ist es sinnvoll, den Inhalt des Loops komplett zu leeren, denn sonst kann das Gerät nicht erkennen, ob ein neuer Match gesucht werden soll. Andersherum ist es hiermit auch möglich, den Drumloop zu behalten und den eigenen Loop zu erneuern.

Mooer GL 200 rechte Seite

Wer gern mit externen Audios arbeitet, kann sich der Bluetooth-Funktion bedienen. Hier können sowohl Audiofiles als Backing abgespielt – was sich zum Üben anbietet – oder das Bluetooth-Signal mit aufgenommen werden. Richtig fancy ist die Time-Stretch-Funktion, die den fertigen Loop im Tempo verändert, ohne die Tonhöhe zu verändern. In der Aufregung etwas zu schnell gespielt? Kein Problem. Problematisch ist lediglich die Position des Speed-Reglers, den ich während des Tests mehrfach versehentlich mit der Fußspitze bedient habe. Die Ergebnisse sind dann zwar witzig, aber in der Regel unbrauchbar.

Alternativen zum Mooer GL 200

Für 100,- Euro weniger wandert der Flamma FF20 über den Ladentisch. Dieser bietet ähnliche Funktionen, jedoch nicht die ausgeklügelte DrumMatch-Funktion, die den Mooer GL 200 schon interessant macht.

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Flamma FF20 Looper & Drum Machine
Flamma FF20 Looper & Drum Machine
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Packt man 100,- Euro drauf, kommt man in den Besitz der Boss RC-500 Loopstation, die sich in der Praxis schon tausendfach bewährt hat. Auch hier fehlt der DrumMatch-Spaßfaktor, dafür bekommt man aber einen Zweispur-Looper mit umfangreicheren Editiermöglichkeiten der Loops.

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Boss RC-500 Loop Station
Boss RC-500 Loop Station
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(172)

 

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Fazit

Der Mooer GL 200 Groove Loop ist ein erstaunlich leistungsfähiger Looper, der weit über klassische Overdub-Funktionen hinausgeht. Mit 800 Minuten Aufnahmezeit, Stereo-Routing, Drumcomputer, Bluetooth, MIDI und der cleveren DrumMatch- sowie Auto-Recording-Funktion richtet er sich klar an Solo-Musiker, Übende und kreative Soundtüftler. Nicht jede Phrase wird auf Anhieb perfekt erkannt, doch mit etwas Übung entstehen schnell überzeugende Ergebnisse. Wer ein vielseitiges, modernes Looping-Zentrum für Bühne, Proberaum oder Wohnzimmer sucht, findet im GL 200 ein äußerst spannendes Werkzeug mit hohem Spaß- und Nutzwert.

Plus

  • Konzept
  • Bedienbarkeit
  • DrumMatch-Funktion
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

Minus

  • Position des Speed-Reglers

Preis

  • 189,- Euro
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Über den Autor
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Jan Steiger RED

1972 geboren, von der Gitarre Anfang der 80er gefunden worden. Im Team von Amazona seit 2018, immer neugierig auf neues Equipment und froh, so viel neues Zeug ausprobieren zu dürfen. Bekennender Kemper-Fan und InEar-Fanatiker. Save your ears, you crazy fools!

 

Forum
  1. Profilbild
    UAP

    Und jetzt die Headline des Beitrags dreimal ganz schnell hintereinander aussprechen! 😂👍

  2. Profilbild
    Vati

    Hallo Jan,
    von den aufgeführten Möglichkeiten her schon vielversprechend aber für den Bühneneinsatz wären schon folgende Punkte für mich interessant und vielleicht kannst du sie beantworten:
    1. Die Speicherplätze können mit Namen versehen werden oder muss ich wieder mit Bleistift und Papier notieren was ich z. B. auf Platz 37 abgespeichert habe?
    2. Die Speicherplätze können beim Livebetrieb ohne Unterbrechung / Aussetzer über die Fußtaster Up / down geschaltet werden ? ( z. B. 3 zu 4 und wieder zurück)
    3. Ich kann eine Kette programmieren?
    4. Die USB C Buchse kann auch zur Stromversorgung genutzt werden ?
    5. Die maximale Looplänge ist nicht begrenzt pro Speicherplatz?
    Winterliche Grüße aus Berlin von Vati

    • Profilbild
      Jan Steiger RED

      @Vati Mahlzeit.
      Das ist ne wichtige Frage, deshalb hab ich jetzt um 1:00 Uhr nachts den Karton noch mal aufgemacht. Zum Glück war ich heute eingeschneit, deshalb ist der Rückversand noch nicht gestartet.
      1. Nein, das geht nicht, dazu ist das Display auch zu klein. Also sind Zettel und Bleistift ne gute Wahl 😅 Bei den Drumsets geht das, die werden aber auch nicht so prominent im Display dargestellt.
      2. Ja, das ist möglich.
      3. Was meinst du mit Kette? Du kannst die Loops frei in der Reihenfolge verändern. Dann kannst du also auch mehrere Loops direkt in die richtige Reihenfolge bringen. Meinst du das?
      4.Nöp
      5.Nein, du kannst auch einen 800-Minuten-Loop anlegen 😎
      6. Wenn in Berlin Schnee liegt, ist die Lage ernst. Frohes Schippen 😜

      • Profilbild
        Vati

        @Jan Steiger Danke für den selbstlosen Einsatz als Amazona Redakteur um diese Uhrzeit 💪
        Zu 3. Ja, genau das meinte ich 👍
        Zu 6. Es liegt nicht nur Schnee, jetzt ist auch noch Eis dazu gekommen und das im Winter. Berlin wankt ist kurz vorm Knockout

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