Test: Mooer Micro-Preamp 014 und 015, Gitarrenpreamps

12. Juni 2018

Zwei Neue im Bunde

 

Mooer Micro-Preamp title

Wir in der G&B-Redaktion wundern uns immer wieder aufs Neue, welch enorm hohen Output die chinesische Firma Mooer doch fährt. O.k., ginge es nur um das Kerngeschäft der Firma, die Effektpedale und dort vornehmlich die allseits bekannte Micro-Serie, dann wäre das ja noch irgendwie zu verstehen. Doch die kleinen Kistchen für den Fußraum werden mehr und mehr nur noch zu einem Teil des riesigen Sortiments von Mooer, nun vermehrt ergänzt durch Gitarren-Amps, Drumcomputer, Looper und natürlich die Micro-Preamp Baureihe, von denen bislang 13 Stück entwickelt wurden und die wir auch alle bereits im Test bei uns vorgestellt haben. Nun legt Mooer erneut nach und stellt die Modelle 014 Taxidea Taxus und 015 Brown Sound vor. Und die sind nun bereit für einen Test bei uns!

Mooer Micro-Preamp 014 und 015 – Facts & Features

Klar, dass auch die beiden neuen Preamps im gleichen handlichen und zugleich robusten Format wie die Brüder und Schwestern Nummer 001 bis Nummer 013 erscheinen. Die Maße der beiden kleinen Kistchen betragen also auch hier schlanke 94 x 42 x 52 mm bei einem Gewicht von 160 g, somit sind auch Nummer 014 und 015 schnell mal in den Gigbag gesteckt oder gar in der Hosentasche verschwunden. Batteriebetrieb gibt es immer noch nicht und auch ein passender Netzadapter wird nicht mitgeliefert, dafür aber stehen beide Pedale rutschsicher auf ihrer unterseitig aufgeklebten Gummimatte. Rechts geht es per Klinkenbuchse rein in das Pedal, links wieder raus, der Netzanschluss befindet sich an der Stirnseite – also alles, wie gehabt und nicht unbedingt praktisch, eben wegen der Buchsen an der Gehäuseseite. Wenn die Beiden auf dem Schreibtisch im Studio stehen sollten: geschenkt! Auf dem Pedalboard aber kann jeder Zentimeter links und rechts nun mal wertvoll sein.

Micro-Preamp 014 und 015 – weitere Gemeinsamkeiten

Da wären zunächst einmal die Anzahl und die Art der Bedienelemente. Beide besitzen ein identisches Layout, bestehend aus drei Potis für die Klangregelung (Bass, Middle und Treble), einem Gain-Regler sowie einem Mastervolume. Der je nach gewähltem Kanal blau oder rot beleuchtete Schalter aktiviert bei einem Drücken von mehr als zwei Sekunden die integrierte Speaker-Simulation, um die Preamps direkt in einen Mixer oder ein Interface einklinken zu können. Der große Metallschalter ist ein Softklicktyp, der ohne ein lautes Krachen das Pedal an- oder ausschaltet. Zum Glück überragt der Schalter die übrigen Regler deutlich, sodass diese nicht in Gefahr geraten, unter die Räder bzw. die Füße zu gelangen. Das würde vermutlich nicht gut ausgehen, denn die Potis sitzen allesamt auf der Platine des Gerätes und wackeln entsprechend in ihrem Sitz. Dafür aber sind sie weit genug auseinander platziert und lassen sie sich immerhin mit zwei Fingern fast komplett umgreifen.

Ein Problem, das auch alle bisherigen Kandidaten der Baureihe betrifft, haben die Mooer-Preamps 014 und 015 allerdings wieder mit an Bord, denn der Regelweg des Volume-Potis ist speziell auf den ersten Millimetern seines Regelwegs sehr sprunghaft, was das Einpegeln im niedrigen Lautstärkebereich sehr schwierig macht. Beim Benutzen der Preamps mit einer leistungsstarken Endstufe samt entsprechender Box kann das also schnell aufs Gehör gehen bzw. für Ärger mit der Nachbarschaft und/oder den Mitmusikern sorgen. Hier sollte man also vorsichtshalber die Lautstärke des angeschlossenen Verstärkers bzw. der angeschlossenen Endstufe entsprechend runterregeln.

So, nun aber zu den Pedalen im einzelnen, beginnen wir ab der nächsten Seite mit dem Mooer Preamp 014, dem Taxidea Taxus.

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