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Test: Mooer Reverie Chorus, Gitarrenpedal

Wer sich erst einmal seine benötigten Sounds zusammengebastelt hat, kann diese auf einem der insgesamt fünf Speicherplätzen speichern. Das geschieht durch langes Drücken des mittigen Plastikknopfs „Store“, der in der Produktion offenbar nicht genügend Aufmerksamkeit bekam. Nicht nur, dass er sehr lose wackelt, auch wurde er schief in das Gehäuse eingesetzt, wodurch einige Druckpunkte entstanden sind, die einfach nicht reagieren wollen.

Durch den Preis von 129,- Euro fällt der Mooer Reverie Chorus zwar in den unteren Preisbereich der Effektpedale und sollte daher nicht mit Boutiquepedalen oder ähnlichem verglichen werden. Allerdings wäre es durchaus möglich gewesen, zu einem kleinen Aufpreis beispielsweise Hartgummiknöpfe zu verwenden oder einen Netzschalter einzubauen. Doch schauen wir einfach mal, wie sich der Mooer Reverie Chorus im Praxiseinsatz schlägt!

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Sound & Praxis mit dem Mooer Reverie Chorus

Die Hoffnung stirbt zwar bekanntlich zuletzt, allerdings hat sie es bei uns gerade so bis zu den ersten angeschlagenen Akkorden geschafft. Im Effektweg des Amps wie auch in Stereo über den Mixer gibt der Mooer Reverie Chorus leider ein gleichermaßen ermüdendes und enttäuschendes Bild ab. Alle vorgefertigten Presets sind sehr verwaschen und ziehen den Klang, anstatt ihn zu beflügeln und luftig im Raum zu verteilen eher zu Boden. Der DSP scheint das Signal außerdem mit einer leichten, doch bereits wahrzunehmenden Latenz zu verarbeiten, was sich gerade bei schnellen Pickingpassagen bemerkbar macht. Doch betrachten wir einmal die einzelnen Klänge und Klangmöglichkeiten noch etwas genauer.

Da es sich über Geschmäcker bekanntlich streiten lässt, wäre der Chorus als solcher wahrscheinlich noch am ehesten zu gebrauchen. Die Rate, Depth und Mix Regler tun ihre Arbeit und mit ein wenig Erfahrung und Experimentierfreude sind hier auch durchaus inspirierende Klänge herauszuholen. Im Rotary Modus ändert sich daran noch nicht viel, denn durch das hin und her Panning im Stereopanorama entsteht nur ein dreidimensionaler Effekt, der den Chorus im Raum wandern lässt. Ebenso verändert der Ambiance Preset nicht viel am Grundcharakter des Klangs; er erzeugt ein sehr breites Stereopanorama, wodurch der Klang allerdings noch eine Spur etwas undifferenzierter klingt.

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