Test: MOTU 2408 MK3 with 424 PCIX, Audiointerface

Mehrere ADATs lassen sich sehr einfach ohne zusätzlichen Synchronizer direkt mit der PCI-324 verbinden. Ein ADAT ist dabei der Master und steuert die Software, die auf externen Sync geschaltet ist. Hinzu kommt seit dem MKIII auch die Synchronisation über SMPTE. Aber keine Bange, die Synchronisation in einem digitalen Umfeld ist ein sehr komplexes Thema. Aber zum Glück ist ein großer Teil des Handbuchs diesem Thema gewidmet.

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Nun, wer braucht so etwas?

In erster Linie dient das Set-Up der kompletten digitalen Verkabelung mit Ihren digitalen Mischpulten, die vor allem über ADAT oder S/PDIF mit der Außenwelt kommunizieren. Die Audiowire-Schnittstelle ist dank integrierter PCI X Karte im Rechner entsprechend schnell und unkompliziert zu handhaben.

Alternativ könnten aber auch Studios mit viel Outboard-Produkten und Klangerzeugern Interesse an diesem Setup haben. Wer allerdings 24 analoge Inputs benötigt, um z.B. jede Menge Hardware-Synthesizer anzuschließen, für den gäbe es als Erweiterung das MOTU 24 I/O Interface, mit dem sich weitere 24 analoge Eingänge über Audio-Wire direkt mit der PCIX 424 verbinden lassen würden. Allerdings zu einem Preis von ca. 1.300,- Euro. Alternativ ließe sich aber auch jeder andere Wandler direkt an das 2408 MK3 anbinden mit ADAT, TDIF oder S/PDIF Schnittstelle.

Fazit

Das Motu 2408 MK3 hat mich überzeugt und konnte einen Mixer komplett ersetzen. Alles was sie zusätzlich für mehrspuriges HD-Recording benötigen, ist ein schneller Rechner und eine große Festplatte. Durch die Erweiterbarkeit des Systems ist Ihre Investition für die Zukunft geschützt. Sie fangen einfach mit einem Basissystem an und können später weitere benötigte Komponentern hinzukaufen. Ein komplett ausgebautes System mit 96 I/O lässt dann auch kaum mehr Wünsche offen.

Das System lief bei mir über einen längeren Zeitraum ohne Absturz oder sonstige Probleme.

Plus

  • Erweiterbarkeit auf bis zu 96 Kanäle
  • extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • gut klingende 24Bit/96kHz Wanlder
  • latenzfreies Recording über CuMix-Monitormix
  • Entlastung der Rechner CPU, da das komplette Signalrouting die PCIX-Karte übernimmt.
  • kostenlose Audiosoftware CueMix
  • läuft auf Mac und PC sowie allen bekannten DAWs

Minus

  • Leider nur 8 Analog-Eingänge. Wir hätten uns das 2408 MKIII auch als reine A/D Version gewünscht.

Preis

  • MOTU 2408 MK3 Standalone 666,- Euro
  • MOTU 2408 MK3 und 424 PCIX Karte 948,- Euro
Forum
  1. Profilbild
    Danny Who  AHU

    Kleine Korrektur: Falls es sich um die gleiche Machart wie das 828 handeln sollte (und es wirkt sehr so), dann ist das Gehäuse im Kern metallen, aber außen beschichtet (womöglich mit Lexan, wie bei Ranes DJ-Mixern).

    • Profilbild
      Onkel Sigi  RED

      Es ist eine zweischalige Metallkonstruktion, sehr robust. Alle Interfaces von Motu haben die gleiche Machart.

      Grüße von

      „Onkel Sigi“

  2. Profilbild
    Muckeopa  

    „Wer allerdings 24 analoge Inputs benötigt, um z.B. jede Menge Hardware-Synthesizer anzuschließen, für den gäbe es als Erweiterung das MOTU 24 I/O Interface, mit dem sich weitere 24 analoge Eingänge über Audio-Wire direkt mit der PCIX 424 verbinden lassen würden. Allerdings zu einem happigen Preis von ca. 1.300,- Euro.“

    Happig?

    Wenn ich mir so anschaue was andere in dieser Qualität und Ausstattung für Preise haben, finde ich das nahezu preiswert.

  3. Profilbild
    stronoff

    Ich habe zwei 2408 und ein 24 I/O im Einsatz und bin eigentlich sehr zufrieden damit. Was mich ärgert, ist, dass man diese an den neuen Macs wegen der fehlenden PCIX – Schnittstelle nicht mehr weiterbetreiben kann. Oder nur mit einer sehr teuren Magma Erweiterung. Oder hab ich das falsch verstanden???

  4. Profilbild
    gaffer  AHU

    Die MOTUs mit PCI Karten waren meist eine ungünstige Lösung. Erst machten 324 Karten Probleme, dann waren sie nicht mehr kompatibel, bei 424 lag das Problem ähnlich. Dagegen laufen an Macs nach 2010 noch immer 828s der ersten Generation. Ich denke, dass sogar ein aktueller MacPro noch mit den FW Interfaces läuft, konnte das aber selbst nicht testen. Ganz sicher nicht laufen die PCI Karten gestützten Lösungen.

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