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Test: MOTU, Microbook II, Audio-Interface

13. August 2012

MOTU Microbook II

Was vor Jahren mit Einführung der Smartphones begonnen hat, die heute schon den Großteil des Einsatzes eines ausgewachsenen PCs erledigen können, setzt sich nahtlos in so ziemlich allen Bereichen der Elektronik fort. Die Rede ist von der Miniaturisierung der einzelnen Komponenten innerhalb eines Signalweges. Besagte Entwicklung macht auch vor Audio-Interfaces nicht halt, weshalb Klein- und Kleinstinterfaces sich in den letzten Jahren zu einem echten Renner entwickelt haben.

Dies kommt nicht von ungefähr, zumal die Bedeutung des mobilen Recordings selbst in professionellen Gefilden in der letzten Zeit stark zugenommen hat. Mit einem leistungsfähigen Laptop unter dem Arm, einem Mini-Interface in der Westentasche und einem Grundsortiment von Kabeln und Mikrofonen, lässt sich ein Großteil der anfallenden Recordings standesgemäß auf Festplatte oder Stick wandeln. Auch die amerikanische Firma MOTU, die bereits vor geraumer Zeit mit dem Microbook entsprechende Erfolge feiern konnte, verschließt sich der aktuellen Entwicklung nicht und bringt mit dem Microbook 2 den direkten Nachfolger auf den Markt.

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Side

Side

Konstruktion

Aus der Verpackung schält sich ein massives, schwarzes Metallgehäuse, das sich aus einem Boden, einem Deckel und einem Rahmen zusammensetzt, allesamt sehr stabil konzipiert und sauber verarbeitet. Hergestellt wird das handliche 14 cm x 3 cm x 9 cm (Länge x Höhe x Breite) große Produkt in den USA. Mit diesen Abmessungen wird man keinerlei Transportprobleme haben.

Sämtliche Anschlüsse des Microbooks befinden sich auf der Stirn- und Rückseite des Rahmens. Hierzu zählen ein XLR-Mikrofoneingang, wahlweise mit 48V Phantomspeisung, ein hochohmiger Gitarreneingang (beide wahlweise mit -20 dB PAD) und ein Kopfhörerausgang (endlich mal keine Miniklinke) auf der Frontseite. Rückseitig wird USB 2.0 für die Verbindung zum PC, ein S/PDIF Digitalausgang (dupliziert den Main Out), Miniklinke Stereo, 2x Main Out Klinke, 2x Line In Klinke und Miniklinke Stereo Line Out. Intern wird mit 24 Bit gewandelt, als Sample Rates stehen 44,1, 48, 88,2 und 96 kHz zur Verfügung.

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Chassis

Chassis

Als Mindestanforderung für den Betrieb wird PowerPC G4 CPU 1 GHz respektive ein 1 GHz Pentium-based PC gefordert, was heutzutage mit den PC-Standard locker überboten wird. Schön zu wissen, dass man aber auch im Notfall den älteren Zweit-Computer aus dem Proberaum auch noch damit ansteuern kann. Zusätzlich zur Hardware wird das Produkt mit den Programmen CueMix FX (8-fach Digital Bus) und AudioDesk ausgeliefert, das nahezu latenzfreies Mixing und Monitoring ermöglicht. Zudem ist das Microbook über Core Audio, respektive Wave und Asio Treiber mit allen gängigen Recording-Programmen kompatibel. Die verbaute Engine liefert einen 7-bandigen parametrischer Equalizer und Kompressor, ein Stimmgerät und einen Testton-Generator.

Gegenüber seinem Vorgänger, dem Microbook, hat das Microbook II nun auch endlich auf der Eingangsseite entsprechende Regelmöglichkeiten. Auf der Gehäuseoberseite befinden sich zwei Endlosregler, die über zusätzliche Druckfunktionen verfügen. In Sachen LED-Ketten muss man sich aufgrund der geringen Gehäuseabmessungen leider mit 4 (Input Mic und GTR) bzw. 3 Leuchtdioden (Line In, Main Out und Line Out) zufrieden geben. Das Microbook wird ohne Netzteil betrieben und bezieht seinen Strom vom USB-Port. Zum Lieferumfang gehören ein gedrucktes Handbuch (deutsch), eine Software/Treiber-CD, ein USB-Kabel und ein XLR-Klinke-Adapter.

CueMix Screenshot

CueMix Screenshot

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Forum
  1. Profilbild
    microbug  

    Ah, nun ist das Gerät auch wirklich zu haben, danke für den Test.

    Hinweis: AudioDesk ist KEINE Sequenzersoftware, sondern eine reine Audio-DAW, die aber wenigstens MIDI Clock als Master und Slave beherrscht. Es handelt sich dabei um den Audioteil der MOTU-Software Digtal Performer.

    Was ich auch vermißt habe, ist eine Aussage zur USB-Stromversorgng. An dieser Stelle gabs beim Vorgänger Probleme, weil das Gerät offenbar mehr als die maximalen 500mA zog. Ist diese Problematik mit dem IIer Modell Geschichte?

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