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Test: MOTU The Masterworks Collection

15. Februar 2011

The Masterworks

The Masterworks Package

The Masterworks Package

Bei MOTU „The Masterworks Collection“ handelt es sich um ein Plug-in Bundle für alle gängigen DAWs. Enthalten sind drei Einzel-Plug-ins: der MasterWorks EQ, ein 5 Band Equalizer der britischen Konsolen EQs nachempfunden wurde, der MasterWorks Leveler, ein Modeling des Klassikers LA-2A, sowie das MasterWorks ProVerb, ein Echtzeitfaltungshall. Die Masterworks Collection könnte für jeden Toningenieur oder versierten Musiker interessant sein, der auf der Suche nach den Komponenten eines hochwertigen Channelstrips ist, dessen Soundqualität die der DAW eigenen Plug-ins übertrifft.

Durch die geschickte Kombination von Equalizer, Compressor/Limiter und Hall, die drei am meisten verwendeten Werkzeuge im Mixdown, kann die Masterworks Collection sowohl als Grundbaustein oder „Arbeitstier“ in einer bestehenden Plug-in Sammlung genutzt werden. Das Modeling von Studioklassikern sowie die Authentizität eines Faltungshalls spricht aber ebenso Soundenthusiasten an, die auf der Suche nach einem speziellen Klangideal sind, um ihre bestehende Plug-in Sammlung zu ergänzen.

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Installation und die Autorisierung

Die Autorisierung der Masterworks Collection erfolgt gebräuchlich über iLok. Dieser liegt dem Bundle bei und muss nicht separat erworben werden. Auch iLok Neulingen wird mit Hilfe der gut strukturierten Bedienungsanleitung die Autorisierung und Installation innerhalb von wenigen Minuten gelingen. Die Masterworks Plug-ins werden automatisch in die entsprechenden Plug-in Ordner installiert (AU, VST3 und RTAS), so dass sie beim Start der jeweiligen DAWs problemlos erkannt werden.

Wie startet man das Produkt?

Nach dem Start von Logic, Cubase und Co können die Plug-ins wie gewohnt an den Inserts eines Audio-Channels angewählt und geöffnet werden.

The Masterworks Collection

The Masterworks Collection

Bedienung von Presets

Der MasterWorks EQ verfügt werksseitig leider nur über 5 Presets, die fast ausschließlich den Kesselsatz eines Drumkits abdecken. Hierfür erfüllen sie allerdings ihren Zweck souverän und bilden eine sehr gute Grundlage, die schnell zu schlüssigen Ergebnissen führt. Anders als viele Presets von DAW-Plug-ins sind die Einstellung eher dezent gehalten und nicht übertrieben auf massiven Boost von Höhen und Bässen ausgelegt, was sehr angenehm und professionell wirkt. Der MasterWorks Leveler ist nur mit wenigen Presets mehr ausgestattet, diese geben zwar eine grobe Übersicht über die Möglichkeiten des LA-2A Modells, sind aber uneditiert nicht so überzeugend wie die des EQs.
Das Masterworks ProVerb bietet im Vergleich zu den ersten beiden Komponenten eine Fülle an unterschiedlichsten Presets, wobei jedes für eine Impulsantwort steht. Durch die große Auswahl benötigt man allerdings einige Zeit, um die passende Impulsantwort auszuwählen. Die Gliederung der Presets könnte teilweise etwas klarer geordnet sein.

Aufwand und Möglichkeit bezüglich eigener Editierung von Effekten

Die Plug-ins sind durchwegs grafisch ansprechend gestaltet und klar strukturiert. Alle Bedienelemente sind ausreichend beschriftet, wodurch die Editierung sehr einfach und auch ohne Blick ins Handbuch gelingt.

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The Masterworks EQ

The Masterworks EQ

Der MasterWorks EQ verfügt über 5 vollparametrische Bänder sowie Low- und Hipassfilter, wodurch man für alle Situationen gerüstet ist. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten, seien es die 4 verschiedenen Charakteristiken, die sich pro Band schalten lassen, separate Ab- und Zuschaltung jedes Bands oder die 6 verschiedene Flankensteilheiten der Filter. Weitere Features wie die skalierbare grafische Anzeige des Frequenzverlaufs, FFT-Analyse sowie zuschaltbares Rauschen sind gut durchdachte Hilfen beim Einstellen des EQs.

The Masterworks Leveler

The Masterworks Leveler

Der MasterWorks Leveler ist gegenüber seinem Vorbild, dem Teletronix LA-2A, mit ein paar Features mehr ausgestattet. So gibt es neben der Comp/Limiter-Umschaltung auch einen Standby, der das Durchlaufen des Signals durch die Schaltkreise emuliert, ohne komprimiert zu werden. Anders als beim LA-2A, der mit zwei Reglern (Peak Reduktion und Gain) auskommt, hat Motu dem Masterworks Leveler noch ein Response Poti spendiert, das eine subtile Einstellung der Attack-Zeit ermöglicht.

Im Vergleich zum Original oder anderen Emulation fällt die rechte grobe Einteilung von Gainreduction und Make-up Gain auf. Hier wären feinere Abstufungen besser gewesen. Zur Wahl steht weiterhin eine von 4 Charakteristiken von LA-2A Modellen unterschiedlicher Generationen aus, was teils erheblichen Einfluss in die Klangbearbeitung hat. Selbstverständlich fehlt auch nicht die obligatorische
Anzeigesteuerung des VU-Meters, wie üblich kann man zwischen Input, Output und Gainreduction wählen.

The Masterworks ProVerb

The Masterworks ProVerb

Das MasterWorks ProVerb ist ein futuristisch anmutender Faltungshall, der aber sehr aufgeräumt erscheint und keine Editierungsmöglichkeit vermissen lässt. Neben der üblichen Aussteuerung sowie dem Mischverhältnis des Hallanteils, verfügt das ProVerb über ein Predelay, einstellbar von -99 bis +99 Millisekunden und eine sehr gut greifendes Dumping, ein Hi-Cut-Filter, das die Absorption hohen Frequenzen durch Dämmmaterialien in einem Raum simuliert. Ist das passende Preset geladen, wird die Wellenform in einem großen Display sichtbar gebacht. Mit Hilfe eines großen Drehreglers kann die Länge der Impulsantwort durch Resampling sehr präzise verändert werden. Die Möglichkeiten reichen hierbei zwischen 1/4 und dem 4-fachen der Originallänge.

Eine stufenlose Width Control regelt die Beschickung des Input Signals auf beide Stereo-Seiten. So kann auch linke Seite auf rechts und umgekehrt beschickt werden. Im Mono-to-stereo-Modus fungiert diese als Panorama. So kann beispielsweise das Originalsignal auf die linke Seite geschickt werden, während der Hallanteil nur rechts ausgegeben wird. Ein 4-Band EQ mit Hi- und Low-Shelving sowie zwei vollparametrischen Mitten steht ebenfalls zur Verfügung. Er ist mehr als ausreichend, um den Hall genau auf seine Bedürfnisse einstellen zu können. Als besonderes Feature steht außerdem ein Compressor zur Verfügung, der den Hallanteil abhängig vom Originalsignal steuert. Sehr praktisch, denn so wird bei lauten Stellen der Hall etwas zurückgefahren und tritt nicht unangenehm übertrieben in Erscheinung. Trotz all dieser Features bleibt das ProVerb wirklich sehr einfach und intuitiv zu bedienen.

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