Test: Mytek Brooklyn DAC+, High End Digital-Analog-Konverter

1. Oktober 2018

Allrounder der Superlative

Mit dem Brooklyn DAC+ stellen Mytek ihre neuste Version ihres 32-Bit Digial-Analog-Konverters und Digital-Interfaces im High-End-Bereich vor. Mit klassenkompatiblen USB 2.0 Interface mit Sampling-Frequenzen bis 384kHz, native DSD-Fähigkeiten und integriertem MM/MC-Phono-Preamp ist der Brooklyn DAC+ der konsequente Nachfolger des Mytek Stereo192, den wir auch im Test hatten. Wie sich der Brooklyn+ zu seinem Vorgänger und anderen aktuellen DACs schlägt, ist im Test zu lesen.

Geschichte

Die 1992 gegründete Firma Mytek wurde von dem gebürtigen Polen Michal Jurewicz, der 1989 nach New York auswanderte, gegründet. Wie andere Größen der Audiobranche, hat er sich nunmehr seit 30 Jahren mit der Wandlung von Audiosignalen beschäftigt. Unter anderem arbeitete er zusammen mit Sony am SACD/DSD-Format und Sony benutzte lange Zeit auch den Mytek Stereo192-DSD auf Präsentationsveranstaltungen ihrer DSD-Technologie, war der Mytek doch der erste Standalone-DAC, der DSD-fähig war. Michal Jurewicz designt seine Geräte zwar in den USA, die Fertigung erfolgt aber in Polen.

Vom Stereo zum Plus mit dem Mytek Brooklyn DAC+

Zwischen dem Stereo192 und dem Brooklyn DAC+ gab es kurzzeitig noch den Brooklyn DAC – ohne Plus. Diese beiden Produkte sind technisch nicht zu verwechseln, optisch allerdings schon.

Zuerst gab es den Stereo192 mit einem 32 Bit Sabre 9016 DAC, der bis 2015 gebaut wurde. Ab 2016 kam dann der Brooklyn mit einem 32Bit Saber E9018K2M auf den Markt, der gegenüber dem Stereo192 mit verbessertem Dynamikumfang bei weniger Verzerrung und einem gesonderten 100 MHz Quartz als Taktgeber aufwarten konnte. Die Anbindung des Taktgebers an den Chip trägt den Namen „Femtoclock Generator“, der dem Brooklyn eine Jitter-Stabilität von 0,82 Pico-Sekunden erlaubt. Im Gegensatz zu den 20pS der TC Electronics JetPLL-Clock aus dem Stereo192 schon ein immenser Fortschritt. Ebenso ist man seit dem Brooklyn nun nicht mehr vor die Entscheidung gestellt, ob man DSD oder Preamp-Anschlüsse haben will. Der Brooklyn bietet nun beides inklusive MC/MM-Option für den Phone-Preamp und das neue MQA-Format (Master Quality Authenticated) ist auch mit an Bord. Um das MQA-Format gibt es hitzige Diskussionen im (audiophilen) Netz, was es gegenüber DSD bringt und ob es tatsächlich verlustfrei ist. Aber das nur am Rande.

Die Femtoclock wurde zum Brooklyn zum „+“ nicht verändert. Aber der interne Wandler-Chip wurde auf den neusten Sabre 9028PRO Chip aufgerüstet, der aber effektiv lediglich mehr einstellbare digitale Filter als Verbesserung mit sich bringt. Jedoch wurde die analoge Ausgangsstufe des DAC+ in Polen neu designt und verbessert. Neukunden sei deshalb explizit zum Brooklyn DAC+ geraten.

Unterschiede zum Brooklyn:

  • höherer auflösender, rauschärmerer analoger Lautstärkeabschwächer
  • verbesserte analoge Eingangswerte
  • verbesserte Transparenz der Phone-Stufe
  • verbesserter Kopfhörerklang (Details, Definition) – Dual-Mono-Ausgangspfad

Das „+“-Upgrade, das in sehr kurzer Zeit auf den Brooklyn DAC folgte und keine Aufrüstung für das Original vorsah, vergrämte doch einige Mytek-Kunden. Doch laut Netz sind die Unterschiede zwischen den Versionen aber bei Weitem nicht so gravierend, als dass sich ein Umstieg überhaupt lohnen würde. Wenn sich also die Gelegenheit auf einen günstigen Brookyln ohne + bietet, ist das durchaus zwei Blicke Wert.

Anschluss des Mytek Brooklyn DAC+

Das 22 x 22 x 4 cm große Gerät passt perfekt zu meinem Mac mini und ist mit 1,6 kg auch ordentlich schwer. In der Packung liegt noch ein Kaltgerätestecker, ein USB-Kabel und eine Apple Fernbedienung bei.

Mytek-Brooklyn-DAC-Plus-Front

Mytek-Brooklyn-DAC-Plus-Front

Auf der Vorderseite befindet sich ein großer OLED-Display, vier Taster, Dreh-Druck-Poti, der sich deutlich besser anfühlt als bei Stereo192 und zwei Kopfhörerausgänge. Die Kopfhörersektion kann entweder als zwei Stereosignale betrieben werden oder als Dual-Mono für Kopfhörer die symmetrische Signale vertragen.

Die Kopfhörersektion ist gegenüber dem Stereo192 zwar deutlich verbessert worden, da aber die Signalqualitäten der anderen Ausgänge ebenfalls verbessert wurden, hat man quasi wieder das selbe Ergebnis: Eine Kopfhörersektion, die nicht so recht mit den Hauptausgängen mithalten kann.

Mytek-Brooklyn-DAC-Plus-Back

Mytek-Brooklyn-DAC-Plus-Back

Auf der Rückseite des Mytek Brooklyn DAC+ befinden sich die XLR- und Cinch-Ausgänge sowie die digitalen Eingänge für elektrischen und optischen S/PDIF, Tos-Link/ ADAT und AES/ EBU sowie die Wordclock Ein- und Ausgänge, das USB 2.0 Interface und nicht zuletzt die MM-/MC-Phono und Line-Komboeingänge.

Damit sollte man aber nicht meinen, einen vollwertigen AD/DA-Wandler zu bekommen! Nur die digitalen AES/EBU und die coaxialen S/PDIF-Eingänge werden über USB in den Computer weitergegeben, dafür aber beide in stereo und parallel. Es gibt zwar zwei Coax-S/PDIF-Anschlüsse, aber es gibt nur ein S/PDIF-Interface. D.h. der zweite S/PDIF-Anschluss ist dazu da, um über einen Cinch-BNC-Adapter DSD64-Ströme in den Rechner weiterleiten zu können. Die beiden S/PDIFs fungieren dann als SDIF2/3-Schnittstelle. Damit wird der Brooklyn auch zum Digitalinterface, das in jeden Studiokontext eingebunden werden kann. Außerdem ist der Brooklyn für Mehrkanalanwendungen kaskadierbar.

Mytek Brooklyn DAC+ über USB

Mytek Brooklyn DAC+ über USB

Die analogen Eingänge werden dagegen ohne Umwege an die Hauptausgänge weitergeleitet. DSD über PCM, kurz DoP mit nativem DSD256  kann vom Rechner aus nur über USB ausgegeben werden. Bei externen Zuspielern über die anderen Schnittstellen ist DSD259 nur mit SDIF3 möglich.

Schnittstellen im Detail

  • AES/EBU: PCM bis 32 Bit , 44.1 bis 384.0kHz, DSD64 DSD128 (DoP)
  • 2x S/PDIF Coaxial: PCM bis 32 Bit: 44.1 bis 384.0kHz, DSD64 DSD128 (DoP)
  • SPDIF Optisch: PCM bis 32 Bit: 44.1 bis 176.4kHz, DSD64 (DoP)
  • SDIF3 DSD: DSD64, DSD128, DSD256 (native Auflösung)

Der Dynamikumfang wird mit 130 dB angegeben

Das Besondere der Brooklyn Serie ist noch, dass sie anstatt über das interne Netzteil, alternativ auch über ein externes Gleichstromnetzteil (12 V/4 A) versorgt werden kann. Ich hatte leider kein so starkes  Netzteil zur Verfügung und konnte nicht testen ob es klanglich was bringt. Aber wie bekannt ist, fängt mit sauberem Strom alles an.

Das kann hilfreich sein, denn einen echten Netzschalter wie beim Stereo192 gibt es beim Brooklyn DAC+ nicht mehr. Stattdessen gibt es nur einen Standby-Modus.

Die Bedienungsunterschiede

Die Myteks lassen sich über das „Datenrad“ und die Taster, die Fernbedienung oder das Desktop Control-Panel bedienen. Wobei das große Display des Brooklyn das Navigieren durch die Optionen wesentlich einfacher macht als über das LCD des Stereo192. Vor allem, weil die Menüstruktur des Brooklyn flach ist und nicht 3-lagig wie beim Stereo192. Das Control-Panel ist jedoch bei beiden gleichfalls ziemlich lieblos gestaltet. Tendenziell bei Brooklyn schlimmer als beim Stereo192.

Mytek-Brooklyn-DAC-Plus-Controll-Panel

Mytek-Brooklyn-DAC-Plus-Controll-Panel: 2160p x 1080p passt gerade so.

Jumper

Die Myteks sind laut, wirklich laut und nicht alle Endstufen oder aktiven Monitor mögen solch hohen Spannungen und verzerren dann. Deswegen lässt sich sowohl beim Stereo192 als auch beim Brooklyn mit Jumpern die Lautstärke verlustfrei um -6 dB absenken. Dazu muss, so vorgesehen, vom Benutzer bei komplett abgestecktem Gerät der Deckel abgeschraubt und vier Jumper gesetzt werden, die dem Gerät beiliegen.

Bei meinem Stereo192 äußerste sich das gleich mal in einem deutlich verbesserten Stereobild und einem (vordergründig) etwas schmaleren Bass, der aber an Präzision dafür zunahm. Die Pegelabsenkung war der Endstufe offensichtlich zuträglich.

Mytek Brooklyn DAC+ am iPad

Mytek Brooklyn DAC+ am iPad

Beim Brooklyn DAC+ gibt es dagegen keine Jumper mehr. Stattdessen kann nur noch der Headroom des Wandlers per Einstellungsoption angepasst werden. Analog von zwischen +/- 12 dB und Digital zwischen -12 und 0 dBFS. Die Anzeige der Eichung hängt davon ab, ob die Regelung der Hauptlautstärke auf digital im Chip oder analog an der Ausgangsstufe eingestellt wird.

 

Mytek Brooklyn DAC+ Innenleben

Mytek Brooklyn DAC+ Innenleben

Forum
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    psv-ddv  AHU

    Danke für den spannenden Testbericht. Deine audiophile Ecke auf Amazona ist immer lesenswert.
    Es wäre interessant zu wissen, weshalb einige wenige betagte Wandler wie der Lake People in Hörtests immer wieder mal konkurrenzfähig zu aktuellen Hightech Produkten wie dem Mytek abschneiden, obwohl die Messwerte des LP. dem Mytek ordentlich hinterherhinken dürften. Das zeigt mal wieder: Die technischen Daten sind nicht alles.
    Allerdings hat der LP. ein lineares Netzteil, wenn ich mich richtig erinnere. Ein Vergleich mit dem Mytek an einer besseren Stromquelle als der internen wäre vielleicht aufschlussreich.

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      Markus Schroeder  RED

      Danke psv,

      das ist allerdings die Frage. Davon hatten wir es ja schon beim SPL Director Test.
      Wir wollen uns auch wieder treffen und der Stromgeschichte nachgehen, das wäre an dem Tag wirklich zu viel geworden.

      Ich hab jetzt aber auch nicht größer nach der technischen Daten des Lake People recherchiert.
      Einzig der aktuelle RS-06 ( Preis mittlerweile gesunken auf 749€ +ca 249€ USB-Option) war damals auch auf meiner Anschaffungskandidatenliste in direkter Konkurrenz zum Stereo192, aber der war dann damals €200 biliger.
      „Vielleicht“ ein Fehler :D

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    costello  RED

    Transiententreue bei japanischen Lyrics. Das klingt schon etwas esoterisch und ich gebe auch freimütig zu, dass ich nicht jedes Detail wirklich verstanden habe. Trotzdem habe ich mit zunehmender Faszination diesen Test gelesen. Und nerdige Ansprüche in der Multi-K-Euro-Klasse goutiere ich unbedingt :-))

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      AMAZONA Archiv

      „Transiententreue bei japanischen Lyrics.“

      @ costello

      War dir das Problem bisher noch nicht bekannt? Da sind auch rechtsdrehende LFOs von japanischen Stringsynthesizern betroffen von.

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      Llisa  

      Es ist aber durchaus üblich und logisch auch gesprochene Stimme als Referenz zu gebrauchen.
      Von allen Instrumenten ist es das welches man wahrscheinlich am öftesten gehört hat und am besten kennt. Bei Akustikern und auch beim Einmessen von Lautsprechern ist das Standard (selbst im Studio mitgemacht bei Andy Munro und PMC). Und wenn man es mal gemacht hat leuchtet es ein.

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      TobyB  RED

      iGude Costello,

      für klassische, zeitgenössische, Jazz und sonstige audiophile Musik macht das schon Sinn die qualitativ die Transienten zu beurteilen. Wenn auch quantifiziert wird. Du hast ja eine Prozesskette vom Schallerzeuger über die Aufnahme, das Mischen und anschliessende Wiedergabe. Und für den Fall gilt, Shit In Shit Out sowie die Kette ist nur stark wie ihr schwächstes Kettenglied.

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        costello  RED

        Deshalb gehe ich so gerne in die Philharmonie. Keine Wandler, keine Kabel – nur der reine Klang – nur ab und an eine Störquelle mit Hustenreiz ;-)

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          TobyB  RED

          Ich war neulich in der Alten Oper in FFM, da stand rechts auf der Bühne eine Solistin und hat Lauch geschnitten, in der Mitte Martin Grubinger an verschiedener Perkussion, ab und lief ein Jogger durchs Hörbild. Links schrubbte weitere Solistin eine Gurke. Was soll ich sagen, die plastische Hörabildung des Panoramas war phantastisch, insbesondere das Schneiden des Lauches. Oder andersrum, ich habe eine CD von CLASSIC PASSPORT aufgenommen im Münchner Unterfahrt, wenn ich die höre, denke ich immer ich sitze im Unterfahrt. Doldingers Saxophon kommt gut rüber.

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      Markus Schroeder  RED

      Danke Costello,

      ja ich wollte das mal erklären, weil ich wirklich _jedem_ meiner Audiointerface-Tests darauf referieren, aber nie wirklich offengelegt habe was ich damit meine.

      Das ist halt die musikalische Sozialisierung. Für den anderen ist es diese eine Trittfolge oder Gitarrenzupfen in einem Flamengo Stück, oder dieses Anblasen der Trompete von jenem Jazzer, etc. Man schießt sich mit der Zeit halt so sein.
      Bei mir ist es eben das.

      Es freut mich auch ungemein, dass Du das spanned findest, ich hatte schon etwas befürchtet ich wäre zu abgehoben, aber offensichtlich wird das ja verstanden, wie ich es gemeint habe.

      :D

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        costello  RED

        Das liest sich absolut spannend und Du bietest ja genügend Anknüpfungspunkte für all diejenigen, die nicht Experte auf diesem Gebiet sind. Und sei es ein überproduziertes NIN-Album, dessen Chorus so ziemlich jede Wiedergabekette in die Knie zwingt. Ich lese diese Artikel umso interessierter, als ich selbst dringend aus der Synthesizer-Jäger und Sammlerphase mal herauskommen muss und stattdessen die Qualität der Aufnahmekette verbessern. Ein Focusrite Scarlett lässt ja nun reichlich Luft nach oben ;-)

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          TobyB  RED

          Hallo Costello,

          für den Anfang ein gutes Pult und ab MOTU wirds interessant ;-) Und ganz wichtig und mein „geheimer Tipp“, BBE Sonic Maximizer 882i vor der Wandlung in die Kette.

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            costello  RED

            BBE Sonic Maximizer 882i – der, wo laut macht?
            Pult ist ja schon der nächste Punkt. Manche sagen, besser ein Apogee oder UAD oder meinetwegen ein MOTU und dann direkt ab in den Computer damit….(ein SSL kann ich mir nämlich nicht leisten ;-)

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              TobyB  RED

              Der BBE Sonic Maximizer 882i macht nicht lauter, er macht eine Multibandphasenkorrektur und ggf. Multibandkompression. Was zur Klangverbesserung führt. SSL muss es nicht sein, ich hab ZED420 und MOTU 828 MK2. Das passt für mich :-)

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                  TobyB  RED

                  Wenn nicht immer akuter GAS Anfall, die Anschaffung des MK3 verzögern würde. ;)

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                costello  RED

                828 MK2 – das ist ja 12 Jahre alte Technik. Was sagt das Haus Thomann dazu ;-) Ja, die Allen & Heath-Mixer gefallen mir auch. Das gehört für mich übrigens auch zur Esoterik, dass die hervorragende Gainwerte haben, gute Fader, griffige EQ’s und alles. Und dann kosten sie die Hälfte von so ’nem Edel-Channel-Strip a la Neve. Höre ich das? Hörst Du das raus? Klingt das eine undifferenziert und langweilig und öffnet sich beim anderen der Olymp?

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                  TobyB  RED

                  Hallo Costello,

                  das ZED420 war nach dem ZED 14, einer meiner Rackmixer, die logische Schlussfolgerung. Entscheidend ist auch beim MOTU 828 was und wie du es vorne reinkippst, und wie es weitergeht. Ich versuche vor der Wandlung möglich wenig harmonische Verzerrungen zu produzieren, achte auf das Signalrauschverhalten und fahre beim aufnehmen und mixen, die Abhörung nicht zu heiss. Die 828 wandelt und routet hier nur. Signalprozessierung mache ich davor. Nach der Aufnahme erfolgt in der DAW nur noch Downmix, Schnitt. Mastern mache nach Lust und Laune. Meine zweite Single entstand so komplett in Garageband, der Master Ingenieur fands gut :)

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                    swellkoerper  AHU

                    Hallo Toby, ich hab meinen ZED420 jetzt endlich abgestossen und meinen alten geliebten Soundcraft M12 wieder angeschlossen. Was soll man sagen – die Scheidung war wohl längst überfällig. Ich bin mit dem Sound einfach nicht warm geworden, trotz schaltbarem EQ, vielen Bussen, 4 Post-Aux, beleuchteten Mutes, etc. Das waren u.a. die Gründe, warum ich mir den angeschafft habe. Hat alles nichts genützt.

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    TobyB  RED

    Hallo Markus,

    sauber! Zu Kabeln, insbesondere Hifi Kupfer ist folgendes zu sagen. https://bit.ly/2NdRWIo
    Mein Tipp, wenn das Kabel nicht klingt, ist es nicht richtig eingespielt worden.^^

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        TobyB  RED

        Der ist gut, merk ich mir. Steht doch im Internet, also muss es wahr sein,
        https://bit.ly/2xZpzs2
        Ich hab zwei Abschlüsse als Elektrotechniker, Kommunikationselektroniker, die Siemens Techniker Schule überstanden. Diverse Rundfunkstudios abgebaut und aufgebaut, Sendeanlagen eingemessen, etc. Aber seitdem mir mal ein Highend Fuzzi meine gewünschten Mordaunt Short Boxen nicht verkaufen wollte, weil ich Oelbach Kupfer an die Boxen schliessen wollte, mach ich ein großen Bogen um Hifi Profis. Selbiger wollte mir auch verkaufen, das man mit Kopfhörern nicht abmischen kann. Ich hab dann als Referenz Michael B. Tretow, den 5ten ABBA angeführt, der die Endfassungen auch immer mit dem Kopfhörer abmischte und das Mastering machte. Half nix.

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          Markus Schroeder  RED

          Genau Toby,

          deswegen schreibe ich auch für Amazona.de und nicht für „Hifi heute“.
          SInneseindrücke und analytisches Hören sind super, aber es muss auch irgendwo in der Realität ( = Physik) verortet sein.

          :D

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            TobyB  RED

            Hifi Heute :-) Ich sage immer, sehen sie selbst, hören sie selbst, entscheiden sie selbst. Du solltest weiter die Messe für die Menschen mit den Goldohren lesen ;-)

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            psv-ddv  AHU

            Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Messwertfanatiker und Kabelflüsterer. In punkto Vorurteile und Scheuklappen nehmen sich beide Seiten nicht viel. Ich glaube nicht, dass die standardmässig aufgeführten technischen Daten, Audiotechnik genau genug erfassen um deren psychoakustische Wirkung (alias Wohlklang) abschliessend beurteilen zu können. Da gibt es zu viele Umgebungsvariablen, Abhängigkeiten der Parameter untereinander und dynamische Nichtlinearitäten.
            Andererseits habe ich auch schon mehrfach erlebt, wie stark die visuelle Komponente oder die Erwartunghshaltung bei der Beurteilung von Audiotechnik selbst hörgeübte Ohren beeinflussen kann. Es ist so, wie Toby schreibt, jeder muss das für sich selbst beantworten. Eine präzise, wissenschaftliche Antwort auf die Frage nach der Klangqualität ist nicht möglich, da über die Funktionsweise des menschlichen Gehörs auf neuronaler Ebene leider noch zu wenig bekannt ist. Daher: Technische Daten sind eine wichtige Grundlage um Hifi-Vodoo zu entlarven, vernünftig durchgeführte Hörtests bleiben aber das wichtigste Instrument der Beurteilung. Letztendlich macht das ja auch ein stückweit den Reiz des Abenteuers Audiotechnik aus. Dieser Ozean ist noch nicht vollständig kartographiert.

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          wolftarkin  

          Wahrscheinlich wolltest du die Kabel auch einfach auf den Boden legen?
          Das ist ganz schlimm! :-)
          Kennst du das Hifi-Forum, Unterabteilung Voodoo? Da hat man monatelangen Lesespass, und ab und zu eine Kiefersperre.
          http://www.....um-18.html

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            TobyB  RED

            Ne, ich hab nur angeführt das mit dem Oelbach Kabel auch 380 V Drehstrom Motoren betrieben werden :-D Und das die kapazitiven, induktiven Widerstände eines Kupferleiters im Frequenzbereich von 0-20khz vernachlässigt werden können, nicht aber der ohmsche Widerstand. Anschließend hab ich dann noch Sakrileg wider Sauerstoff-freies Kupfer betrieben. Ich musste nur die Worte Affinierie und Elektrolyse sagen.

            Was zum sofortigen Auschluss aus dem Goldohren Club führt.

            Wenn ich dann vielleicht noch aus dem einen oder anderem Rundfunkstudio erzählt hätte, wo Audio Kabel neben Datenkabeln liegen, wäre ich vermutlich unter Androhung von Ohrenbluten aus dem Landen geführt worden.

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    swellkoerper  AHU

    Ich hoffe doch sehr, dass dies nicht der letzte Artikel dieser wunderbaren Serie bleibt. Markus, bitte unbedingt weiter so, wir wollen mehr von dem nerdigen Audiophil-Sch**ss (und den ebenso schönen Diskussionen hinterher). Also, schliess schon mal das Netzkabel an, damit es dann schön eingespielt ist.

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      Markus Schroeder  RED

      Danke auch und es freut mich, dass es gefällt.

      Das dies nicht der letzte Test dieser Art ist, davon gehe ich mal aus und ich möchte an dieser Stell auch nochmal Felix Thoma loben, der diese Sahneteile immer wieder organisiert!

      Danke Felix!
      :)

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    AMAZONA Archiv

    Finde ich gut, dass du hier konkrete Songs angibst und die Textstelle im Speziellen. Will das mal hier für mich nachvollziehen. Bei welcher Spielzeit etwa findet sich dieses Transientenproblem?
    Ah, hat sich erledigt, steht da ja, die ersten zwei Zeilen direkt.
    Muss allerdings da korrigieren, hört sich mehr nach „teretski“ an. das erste U nehme ich hier schon wahr, nur eben eher wie ein kurzes E. Schon fast zum Ö hin.
    Jut, durch den Test ist man vielleicht auch ein bissken übersensibilisert.

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      AMAZONA Archiv

      Ach so, das einschwingende T kommt seeehr weich daher, aber jedoch hörbar, eher wie ein D. Also genauer gesagt insg. wie ein „deretski“)
      Abhöre hier 08/15 Standard, noch die Scarlett 8i6 (das neue, größere Modell steht hier noch eingepackt) und Thomanns Billigschleuder Swissonic ASM 5. File auf Youtube gehört in 480er Quali (soll ja auch auf den Sound schlagen, die niedrige Video-Auflösung).
      Und besonders gute Ohren habe ich jetzt als alter disco, mp3 Player und walkmangeschädigter Sack eigentlich auch nicht mehr so wirklich. Sollte vielleicht jeder mal für sich abchecken, was er da hört. Ist aber, wie gesagt, mehr als das etski

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        Markus Schroeder  RED

        Ja, also die Saffire und Clarett Interface von Focusrite, die ich bisher gehört habe, bekommen eine Andeutung davon hin, wie es sich „richtig“ anhören soll. Man hört das „Konsonantenloch“ zwischen den Vokalen in der Mittelklasse schon, aber eben nicht sauber artikuliert.

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          AMAZONA Archiv

          Übrigens, ein interessanter Track Tippe auch mal auf traditionell japanische Percussioninstrumente zum Teil.. Seit „Monster“ und dem Theme/Abspann der frühen Staffeln mit David Sylvian für den Gesang, weiß ich diese Anime Soundtracks zum Teil wirklich zu schätzen. Wenn man mal von diesem Kinderseriengedöns absieht.

  6. Profilbild
    syntach  

    Nach wie vor dürfte wenig (nach Preis-Leistung-Maßstäben) einen UAD 2192 toppen, der ist dann auch AD/DA, hat noch ein paar nette features on board und den fetten analogen Sound vom Burl Entwickler.

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