Aufgebaut ist das ganze System so, dass man jedem der fünf Sensoren maximal vier unterschiedliche MIDI-Funktionen zuweisen kann. Auf dem Keypad genannten Feld mit allen Drucktastern findet man für jeden Sensor eine einzelne Reihe. Beispielsweise sind die Taster 2, 8, 14 und 20 für die MIDI-Funktionen des Sensors 2 zuständig. Jedem der 24 Drucktaster kann man nun einen MIDI-Befehl zuweisen und diesen auch einzeln de- bzw. aktivieren. Möchte man mit Sensor 1 beispielsweise nur zwei der vier möglichen MIDI-Funktionen steuern, drückt man Taste 1 und 7 und aktiviert diese damit. Bei Betätigung des Sensors werden die entsprechenden MIDI-Befehle gesendet.
Beispielsweise kann man so ohne Probleme vier Fader gleichzeitig mit einer Handbewegung fernsteuern. Damit man nicht immer jede Taster zwecks Aktivierung der MIDI-Funktion einzeln drücken muss, kann mit den Line-Buttons auch die komplette Reihe aktivieren. Allerdings lässt sich so nur jeweils die Reihe 1-5, 7-11 etc. aktivieren. Eine gleichzeitige Aktivierung alle Funktionen nur für Sensor 1 (also Taster 1, 7, 13, 19) ist nicht möglich.
Speicherplätze
Das komplette Setup der 24 Keypad-Tasten lässt sich in einem von fünf direkt anwählbaren Sets abspeichern. Diese können mit den Set-Tasten am unteren Ende des Keypads aufgerufen werden So kann man recht schnell von einer zur nächsten Konfiguration springen. Jedes dieser Fünfer-Sets wird dann in einer von 24 Bänken abgespeichert, so dass man mit dem Crystall Ball Funktionen in der Höhe von 24 Bänken x 5 Sets x 24 Keypad-Tastern steuern kann. Wer da den Überblick behält, ist wahrscheinlich Gedächtnis-Weltmeister. Tatsächlich wäre es schön, wenn man beim Crystall Ball in irgendeiner Art und Weise eine Möglichkeit vorfinden würde, die programmierten Funktionen sichtbar zu machen. Derzeit bleibt da nur der ständige Blick in den zugehörigen Editor, Notizen machen oder ganz einfach ausprobieren.
Der Crystall Ball verfügt über die Haupt-Arbeitsmodi „Crystall Ball Mode“ und „Pad Mode“ die darüber entscheiden, ob man durch Tastendruck dem Sensor nur ein Befehl zuweist oder aber den Befehl gleich ausgelöst. So kann man also ohne Probleme auch mit den 24 Keypad-Tasten MIDI-Befehle triggern. Sinn macht das beispielsweise, wenn man mit den Keypad-Tasten Sounds per Note On/Off-Message spielt und diese dann per Sensor moduliert. Auch das Aktivieren eines Arpeggiators und nachfolgender Modulation mit Cutoff und Resonance ist so unter anderem denkbar.





























Als seit zig Jahren begeisterter User des Alesis AirFX und AirSynth find ich das Konzept erst einmal sehr interessant, zumal es _sparsam und sinnvoll_ eingesetzt, die Bühnenperformance ordentlich aufwerten kann.
Wahrscheinlich werden aber wieder nur dutzende Experten wild über dem Ding rumfuchteln, um Cutoff und Resonance sinnfrei durchzustrubbeln :)
Die genannten Minuspunkte finde ich persönlich nur in teilen relevant; schlechte Taster sind wirklich nicht gut, aber Anschlagsdynamik bräuchte zumindest ich da auf keinen Fall. Der Rest ist ja mehr oder minder softwarebasiert und könnte via Update irgendwann gefixt werden. Sollte man zumindest bei dem Preis erwarten können, denn den find ich nun wirklich sehr sehr heftig.
Ich frage mich oft auf der ersten Seite eines Reviews, wo denn in etwa der Straßenpreis liegt. Auf Seite 2 murmelte ich in mich hinein „nicht übel, für 99 EUR bestell ich das Ding gleich“, eingedenk der Möglichkeit, dass das Gerät vielleicht doch das Doppelte kosten könnte.
Aber 499 EUR? Da bin ich als spontaner „Keine-Ahnung-ob-ich-das-gebrauchen-kann-aber-ich-kaufs-trotzdem-mal“-Käufer raus.
Das Geld nimmt wirklich nur derjenige in die Hand, der einen konkreten Anwendungszweck im Kopf hat, denn wie ja schon im Test beschrieben, ist kurzes Ausprobieren im Musikgeschäft des Vertrauens ja eher rudimentär möglich.
Ich wünsche Naonext viel Glück mit diesem Produkt, insbesondere, weil sie sich trauen, so ein Gerät auf dem Markt zu bringen, ich bin aber ob der Marktakzeptanz etwas skeptisch….