Test: Native Instrument Komplete 12 Ultimate Collector’s Edition

31. Oktober 2018

Pure Sammelleidenschaft

Native Instrument Komplete 12

Native Instrument Komplete 12

Native Instruments feiert das 15jähriges Jubiläum der KOMPLETE Serie mit einem der wohl größten Updates ihrer 22jährigen Firmen-Geschichte. Wer bis jetzt gewartet hat, für den ist die Zeit gekommen zuzuschlagen, denn Native Instruments bietet mit ihren Paketen gerade ein Preis/Leistungsverhältnis, das auf dem Markt seines gleichen sucht. Von realistischen Samples Sounds bis mega Software Synthies und Effekte, mehr Sound fürs Geld gibt es im Augenblick nirgends.

Mit dieser neuen Veröffentlichung werden sich viele Keyboard die Frage stellen, ob sie sich dieses Jahr ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gönnen sollen. Die nächste Frage ist dann sicherlich, welches der Pakete das Richtige ist, denn Native Instruments bietet ihre Klangbibliothek in vier Ausbaustufen an:

  • Komplete 12 Select für 199€ (gratis für Käufer eines der S-Series-Keyboards)
  • Komplete 12 für 599€
  • Komplete 12 Ultimate für 1.199€
  • Komplete 12 Ultimate Collector’s Edition für 1.599€

Native Instrument Komplete 12
Eine Übersicht aller Pakete und deren Preise findet man auf der Native Instruments Webseite

In der Native Instrument Komplete 12 Ultimate Collector’s Edition finden sich über 90.000 Sounds und alleine die Sample-Library benötigt über 900 GB. Viel Holz. Und ganz klar, wer nicht einen leistungsfähigen Rechner mit viel RAM sein Eigen nennt, der wird dies nur eingeschränkt nutzen können. Aber lässt man mal den Kostenfaktor Computer außen vor, dann ist das Preisschild von 1600€ ohne Frage ein Angebot, was man nicht ausschlagen kann. Und alle Musiker die professionell mit Musik Geld verdienen, werden hier wahrscheinlich nicht lange zögern. Insbesondere Filmkomponisten kommen mit einer sagenhaften Orchester- und Spezialeffekt-Library voll auf ihre Kosten.

Die verschiedenen Komponentenvon NI Komplete 12

Wer schon ein früher ein Paket von Native Instruments gekauft hat, kann diesen Teil überspringen. Aber für all diejenigen, die gerade vor der Kaufentscheidung stehen, hier eine Übersicht, aus welchen Komponenten sich alles zusammensetzt. Nach dem Runterladen der Software, findet man in seiner Digital Audio Workstation folgende Plugins:

  • Absynth 5 (Software Synth)
  • Battery 4 (Drumsamples/computer)
  • FM8 (FM Software Synth)
  • Komplete Kontrol (Erweiterung für die Masterkeyboards)
  • Kontakt (Software Sampler als Version 6)
  • Massive (Softwaresynth. Massive X wird im Februar 2019 als Update nachgeliefert)
  • Reaktor 6  (Softwaresynth + Effekt- und Soundengine)

Nach der Installation können die verschiedenen Synthies und Sampler in der DAW als Plugin geladen werden.

Auf die Komplete Kontrol Software gehen wir noch in unserem Bericht über das Native Instruments Komplete Kontrol S88 Masterkeyboard ein. Um das Native Instruments Ökosystem zu verstehen muss man eigentlich nur wissen, dass man in Kontakt alle digitalisierten Klänge findet und in Reaktor eine Vielzahl von Softwaresynths und Effekten. Mit Effekten sind damit nicht Audio-Effekte gemeint, sondern diverse exotische Module, mit denen sich Midi- oder Audio-Eingänge manipulieren lassen. Reaktor bietet also viel experimentelle und innovative Komponenten.

Da die Native Instruments Komplete 12 Select quasi das Standardpaket ist, das mit allen Keyboards von NI ausgeliefert wird, gehen wir nicht expliziert auf dieses Bundle ein. Für uns stellt sich die Frage, für welche Zielgruppe die Komplete 12, Komplete 12 Ultimate und Komplete 12 Ultimate Collector’s Edition gedacht sind (Den Test der Komplete 11 Version könnt ihr hier nachlesen). Hier lässt sich wohl grob folgende Sache sagen: die Komplete 12 ist für Keyboarder ausgelegt, die Popmusik oder sonstige elektronische Musik produzieren. Zwar sind einige der Sample Libraries enthalten, aber der Fokus liegt auf den Synthesizern. Bei den Sample Libraries sind daher überwiegend nur die akustischen Pianos, E-Pianos und Orgeln vorhanden, also die keyboardlastigen Instrumente; von den Orchesterinstrumenten sind wiederum nur die Streicher und Bläser Bestandteil des Paketes. Also sprich: das Native Instruments Komplete 12 enthält (fast) alles, was ein Keyboarder so gebrauchen kann, der überwiegend die zeitgenössische Popkultur bereichert.

Das ultimative Komplete 12 Paket?

Wer allerdings im Bereich der klassischen Musik unterwegs ist bzw Filmmusiken schreibt, für den ist Native Instruments Komplete 12 Ultimate das absolute Muss. Hier erhält man die kompletten Orchesterklänge (Holz- und Blechbläser sowie Schlagwerk) aber auch alle cineastischen Instrumente. Insbesondere Thrill ist hier ein Library, die für Horrorfilme spannungsgeladene Geräuschteppiche generiert. Diese Library alleine kostet schon knapp 300€, woher sich der preisliche Unterschied von 600€ von Ultimate Paket zum kleinen Bruder relativiert. Daher kann ich mir ernsthaft nicht vorstellen, dass ein Filmmusiker groß überlegt: an der Komplete 12 Ultimate geht einfach kein Weg vorbei.

Skanner XT, Razor und Flesh sind zwei Synthies und ein Kreativsampler, die beim Komplete 12 Paket fehlen und erst beim Ultimate Paket enthalten sind.

Für Soundbastler dürfte die Frage mehr sein, ob sie auf die beiden Softwaresynths Skanner XT (Siehe Amazona Testbericht hier) und Razor (Amazona Test hier ) verzichten können. Diese beiden fehlen nämlich in der günstigeren Komplete 12 Version. Auch wenn diese Synths schon seit vielen Jahren auf dem Markt sind, vermindert dies nichts von deren Attraktivität. Beide Produkte habe von uns drei Sterne in der Bewertung bekommen.

RAZOR ist ein additiver Synthesizer, der sehr dynamische und atmosphärische Klänge zaubern kann. Von Bässen bis Leads, dieser Synthie ist für Filmmusik-Flächen wie geschaffen. Aber auch SKANNER XT ist für sich ständig verändernde Klanglandschaften einfach genial. Zum einen liegt es an seiner Architektur, bei der ein Sampler und Synthesizer gemischt wird, zum anderen durch einen Morph-Controller-Regler mit dem man zwischen acht verschiedenen Snapshots überblenden kann. Der Effekt ist ein Sound, der sich ständig ändert.

Bereits erwähnt: Im Komplete 12 fehlt der Kreativsampler FLESH. Wollen wir es mal „Begleitautomatik für zeitgenössische Musik“ nennen.

Und noch ein Produkt fehlt bei dem Komplete 12 Paket: der Kreativ-Sampler Flesh (Amazona Test hier). Dies ist ein performatives Instrument für Reaktor 6, das Sequenzen aus Drum-Samples, Bässen, Melodien und Akkorde generiert. Ein absolut cooles Produkt, was mit nur einigen wenigen Klicks und einem Tastendruck komplette rhythmische Hintergrundteppiche legt.

Bei den Sample Instrumenten fehlen bei den akustischen Pianos „Alicia Keys“. Und wer jetzt sofort den Klang eines voluminösen und trotzdem sehr warmen Poppianos im Ohr hat, der liegt hier richtig. Wer also Popmusik produziert, wird ungern darauf verzichten möchten. Genauso wenig wahrscheinlich auf die verschiedenen Drumsounds:

  • ABBEY ROAD VINTAGE DRUMMER
  • ABBEY ROAD 50S DRUMMER
  • ABBEY ROAD 70S DRUMMER
  • ABBEY ROAD 80S DRUMMER
  • ABBEY ROAD MODERN DRUMMER
  • MASCHINE DRUM SELECTION

Bei der Drumsound Library sind auch Drumpatterns enthalten. Diese sind fast ebenso wichtig die wie Library selber, denn hier finden sich passend zu den Jahrzenten die entsprechenden Stile. Da sich diese Loops als Midi Ereignisse auf eine Midi Spur ziehen lassen, kann man diese gut editieren. Auch wenn dies wirklich eine gelungen Zeitreise ist, so werden nicht viele wirklich hierfür Bedarf haben, weswegen dies nicht unbedingt den Ausschlag für die Ultimate Version geben wird.

Buena Vista Social Club out of the box

Das komplette Arrangement wird mit nur einer einzigen Keyboardtaste gestartet

Für die Multikulti-Worldmusic Fans ist sicherlich die DISCOVERY SERIES: CUBA ein wichtiger Pluspunkt. Hier kann mit einem einzigen Tastendruck ein komplettes Salsa Arrangement abgespielt werden. Darüber noch eine Trompete und das Buena Vista Social Club Cover ist fertig.
Wer diese Art von Musik mag, der erhält mit der Cuba Library wirklich eine kleine Perle.
Auf die DISCOVERY SERIES: BALINESE GAMELAN dagegen können sicherlich viele verzichten, denn dies ist schon eine sehr spezielle Bibliothek. Gamelans sind eine Art Glocke und das Besondere hier ist, dass die Samples einmal als gestimmte Version vorliegen und einmal mit Originalstimmung. Was etwas enttäuschend ist: es gibt hier keine fertigen Spielmuster wie bei den anderen. Ein richtiges Defizit, wenn man mich fragt, denn ganz ehrlich, wann braucht man diese Library? Beispielsweise wenn man eine Dokumentation vertont oder … mir fällt ehrlich gesagt kein anderer Anwendungsfall ein.

Funk Guitarist und Strummed Accoustic sind hervoragende Klangbibliotheken

Was aber wirklich ein absolutes Highlight ist, sind die Gitarren. Hier hat Native Instruments mit STRUMMED ACOUSTIC (1+2) eine geniale Soundlibrary entwickelt bei der man zwischen verschiedenen Schlagmustern und Stilrichtungen wechseln kann. Die Bandbreite reicht dabei von Rock, Folk, Country, Bluegrass, Latin bis zu Pop und mehr. Der Clou liegt in den verschiedenen Variationen, die sich über die Tastatur aufrufen lassen. Im Bass Bereich sind hier mehrere Tasten des Keyboards reserviert und wenn man das Komplete Kontrol Keyboard besitzt, dann leuchten die LEDs an der Tastatur entsprechend auf. Mit der rechten Hand einfach einen Akkord gedrückt und man hört förmlich das Plektrum, wie es über die Saiten schrubbt.

Dieses Soundbeispiel ist von der Strummed Accoustics

In dem Bereich Klassik Instrumente enthält das Ultimate Paket die komplette SYMPHONY ESSENTIALS Serie, die für Filmmusiker relevant ist. Aber zusätzlich gibt es auch noch die cineastischen Instrumente. Hierzu gehört zum Beispiel KINETIC TOYS, eine Sammlung von alten mechanischen Spielsachen, die mit atmosphärischen und synthetischen Klängen kombiniert wurden. Diese Library ist wirklich etwas Spezielles und wer demnächst einen Horrorfilm vertonen muss, in dem eine Puppe Menschen meuchelt, der ist mit dieser gut bedient. Für die Science-Fiction oder Action Movie Vertoner gibt es die EVOLVE Serie mit Klängen, die von sich langsam entwickelnden Pads bis Regenwetter reichen. Das Spektrum lässt sich schlecht in zwei Sätze zusammenfassen, aber alle Klänge passen sehr gut für diese beiden Genres. Und THRILL, dass bereits eingangs erwähnt wurde, ist der absolute Hammer. Hier hat man mit einem 80-köpfigen Symphonie Orchester verschiedene dissonante Klangteppiche produziert und eine Colage erstellt, die sich live mischen lässt. Auf einem Trackpad mit seinen zwei X/Y-Koordinaten kann man beim Spielen die vier Klangkomponenten überblenden. Quasi mit zwei Fingern, einen für den Tastendruck am Keyboard und einem für das Pad, lassen sich komplette Hitchcock Filme untermalen. Ich glaube man kann den Wert dieser Library nicht überbetonen. Natürlich ist dies alles relativ: wer eben nicht das „Glück“ hat einen Horrorfilm zu untermalen, der wird musikalisch mit THRILL nichts anfangen können.

Thrill ist ein klanggewordener Albtraum. Für Horrorfilmvertoner ist dies aber ein absolutes Muß.

Die Collector’s Edition

Bleibt nur noch die neue Native Instruments Komplete 12 Ultimate Collector’s Edition. Was hat es nun damit auf sich? Nun, über die Jahre hat NI viele Expansion Packs auf den Markt gebracht. Diese Expansion Packs bestehen aus einer Vielzahl von Elementen: Samples und Loops sowie Drum-Kits die sich alle in die DAW nutzen lassen. Dazu noch eine Fülle von Synth-Presets und Midi-Patterns. Native Instruments bietet mit der Machine auch noch eine Performance & Production Hardware. Diese besteht aus Pads zum Steuern von Drum Beats und Sample. Hierfür sind viele der der Expansion Packs auch wirklich gedacht, denn selbst wenn man die Samples natürlich einzeln in eine DAW laden und arrangieren kann, so besteht der eigentliche Spaß darin, die live zu triggern. Viele dieser Samples sind als Projekte für die Maschine angelegt und wer nicht eine der verschiedenen Machine Varianten sein Eigen nennt, wird wohl genau überlegen ob die Anschaffung der Ultimate Collector’s Edition für ihn Sinn macht.
In der Native Instruments Komplete 12 Ultimate sind bereits 20 Expansion Packs enthalten. Die Collectors’s Edition packt aber noch einmal 30 Pakete dazu, die rechnerisch einen Gesamtwert von von 1500€ haben. Es läuft wohl auf eine einfache Kosten/Nutzen-Kalkulation hinaus: gibt es mehr als acht Pakete, die es in diesem Pool gibt, die ich gerne haben würde wollen? Die Qualität der Elemente steht außer Frage, daher bleibt einem nichts anderes übrig als sich durch alle Expansions der Collector’s Edition durchzuklicken und die musikalischen Beispiele durchzuhören. Eine Übersicht der Expansion Pakete findet ihr hier.

Hauptkritikpunkte an NI Komplete 12

Die Native Instruments Pakete sind ein Sammelsurium von verschiedenen Produkten die über die Zeit organisch gewachsen sind. Hier sind Produkte anderer Anbieter gekauft und dem Portfolio einverleibt worden oder eine bestehende Reihe wurde immer wieder erweitert und zusätzlich mit neuen Funktionen versehen. Auch wenn die Produkte im Wesentlichen ein einheitliches Bedienkonzept haben, so ist doch deutlich zu merken, dass nicht alles aus einem Guß ist. Als Neuling wird man sich schwertun, hier Zugang zu finden. Häufig kommt man ohne das Handbuch nicht weiter, und selbst mit dem oftmals nicht. Im Webdesign Bereich nennt man die Einfachheit der Bedienung auch User Experience Design, oder kurz UX. Dabei wird analysiert, bis zu welchem Grad ein Benutzer mit einer Software (oder Webseite) intuitiv umgehen und seine Ziele erreichen kann. Bei den Produkten von Native Instruments gibt es ganz klar Defizite die einem langjährigen Benutzer sicherlich nicht mehr auffallen, aber für Neukunden eine erhebliche Lernkurve bedeuten. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass sich die Benutzeroberfläche nicht skalieren lässt. Viele der Programme sind auch schon einige Jahre alt und für deutlich geringere Bildschirmauflösungen konzipiert. Inzwischen sind aber 4K-und 5K-Displays keine Seltenheit mehr. Auf diesen Monitoren ist das Interface einfach zu klein. Die Lösung wäre, wenn sich die Oberflächen proportional skalieren ließen, was zumindest vom OSX Betriebssystem unterstützt wird. Aber dies ist nicht der Fall und es macht die Arbeit deutlich umständlicher und anstrengender. Dies relativiert sich natürlich, wenn jemand nur die Werksklänge nutzen will. Und hier muss man Native Instruments auch zugutehalten, dass sie mit ihrer Masterkeyboard-Serie eine wirklich tolle Integration entwickelt haben. Diese Kritikpunkte soll und wird sicherlich niemanden vom Kauf abhalten, aber sollte die Erwartungshaltung etwas dämpfen, falls jemand plant sehr viel eigene Sounds zu basteln.

Fazit

Native Instruments wühlt mit ihrem aktuellen Angebot gerade den Markt auf. Keine Frage: es gibt unglaublich viel Leistung fürs Geld. Gegenüber den Kaufpreisen der einzelnen Produkte, kann man über die Bundles bis zu 85% einsparen, allerdings ist nicht jedes Bundle für jeden Musiker attraktiv. Wie Eingangs schon erwähnt: wer mit Musik sein Geld verdient, für den dürfte die Ultimate Collector’s Edition sinnvoll sein. Sie bietet alles, was Native Instruments im Augenblick auf ihrem Server hat: tolle Software Synths, eine herausragende Sample Library und alle ihre Expansions Packs. Sieht man mal von dem Umstand ab, dass NI beim Update des Kontakt Samplers die Datenbank Funktion eliminiert hat (siehe Testbericht hier), dann bekommt man für knapp 1600€ wirklich eine immense Fülle an musikalischen Elementen, von Synthiesounds bis hin zu realistischen Orchester Samples und die komplette Expansion Pack Serie. Aber diese Expansion Packs sind sehr für DJs, Trance, Synthy Pop, Club Music, Hip Hop etc ausgelegt und vor allem für Besitzer einer Native Instruments Machine. Wer nicht in diesem Bereich Musik macht oder auch keine Machine besitzt, für den ist die Collector’s Edition nur begrenzt sinnvoll. Die aus unserer Sicht beste Option ist daher die Ultimate Collection, die alle Sample Libraries enthält, alle (!) Software Synths und dazu noch eine Vielzahl der Expansion Packs. Bei einem Preis von knapp 1200€ erhält man alles, was man für die größte Bandbreite an Musik benötigt (und was NI im Angebot hat). Wer allerdings mit digitalisierten Naturinstrumente so überhaupt nichts anfangen kann, für den ist auch hier die Kaufentscheidung relativ klar: das Komplete 12 bietet hier für nur 599€ fast alle Software Synths und eine gute Auswahl einiger der Sample Libraries

Plus

  • Preis/Leistungsverhältnis
  • Auswahl und Umfang der Klangbibliothek

Minus

  • Benutzeroberfläche zu klein und skaliert nicht
  • Die Benutzerführung nicht einheitlich

Preis

  • Komplete 12 Select 199€ (gratis für Käufer eines der S-Series-Keyboards)
  • Komplete 12 für 599€ (Update: 199,00 € für Besitzer von KOMPLETE 2-11)
  • Komplete 12 Ultimate für 1.199€ (Update: 399,00 € für Besitzer von KOMPLETE ULTIMATE 8-11)
  • Komplete 12 Ultimate Collector's Edition für 1.599€
Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Mick  AHU

    Komplete 12 Ultimate für 1.199€ (Update: 399,00 € für Besitzer von KOMPLETE ULTIMATE 8-11)
    Und genau da war mein Fehler als ich die Ultimate Version gekauft habe!!!
    399,-€! Updatepreis in meinem Fall von U11 auf U12….für waaaas!?
    …und den Massive X liefern sie nach!?…NI wird berechtigterweise in diversen Foren nicht mehr hoch gehandelt, auch wegen deren Preispolitik bei Einzelkauf, keine Skalierung, kein VST3, 15 Jahre alten und „veralteten“PlugIns ala Absynth, FM8, Massive und Battery! Deren Finanzspritze von 50 Mio. Euro war jetzt wofür!?

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      The-Sarge  

      hallo ND, war so klar, daß wir das hier wieder von Dir lesen werden müssen…Du wolltest doch ruhiger werden & Dich weniger aufregen, hast zumindest beim R geschrieben ;)

      und wieder die gleiche Empfehlung: Du musst es NICHT kaufen, wenn es Dich stört!

      und nochwas:
      wäre der MassiveX jetzt dabei gewesen, aber hätte noch Bugs, dann wären viele (und Du als ERSTER) auch wieder am schreien!
      Echt, egal wie es NI & Steinberg bei Dir machen, ist es falsch – mach es ENDLICH mal besser!

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    The-Sarge  

    tolle Übersicht, besonders dank der Links

    aber Falschinformationen sind auch ein paar drin:
    -K12U enthält nur die Symphony Essentials
    -K12UCE nethält hingegen die kompletten Symphony-Series, also die, die damals bei der Einführung beworben wurden, daß sie nicht KOMPLETE beigefügt würden…
    -es sind selbst in der K12UCE nicht alle Expansions drin, es fehlen all jene die RAW CUTZ gemacht haben als auch jene von loopmasters und das sind in Summe 10 Stück bzw. 11 wenn man die Massive-Expansion „Spectrum Quake“ hinzuzählt, welche aber eh ein Querschnitt an Massive-Sounds aus diversen Maschine-Expansions ist

    und ein Klugscheisser-Hinweis: es heißt MASCHINE und nich Machine (und nein, da meine ich nicht die Großschrift sonders das fehlende „s“ )

    bei den Klangbeispielen vermisse ich halt die der in K12 hinzugekommenen Produkte

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      SonicMonic  RED

      Hallo The-Sarge,

      vielen Dank für Deine Anmerkungen, allerdings kann ich nicht nachvollziehen was Du meinst mit „K12U enthält nur die Symphony Essentials“. In der Übersichtsseite des Herstellers steht hier ganz klar, dass alle Produkte der „Klassik-Instrumente“ enthalten sind. Aber vielleicht sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht :)

      Leider hast Du Recht: ich habe Maschine einmal mit S geschrieben und einmal ohne. Liegt sicherlich daran, dass ich beim Tippen an das englische Wort Machine gedacht habe. Korrigiere ich noch.

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        MrMeloD  

        „Klassik Instrumente“ beinhalten nicht die vollständigen Symphony Series. Wie The-Sarge schon anmerkte, sind die Symphonic Series nur in der größten Version enthalten. Das ist der Vergleichstabelle zu entnehmen. LG
        Ps.: Danke für die Übersicht.

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        The-Sarge  

        das entscheidende aber sehr wichtige Wort, was Du die ganze Zeit unterschlägst heisst „Essentials“ bei der K12U und das ist nunmal die abgespeckte Version der Symphony-Serie
        einfach mal moment draufschauen, wirken lassen und es dann erkennen ;) passiert mir manchmal auch, daß ich den Fehler nicht sehe ;)

        wie gesagt, daß mit dem „s“ ist ja nicht wirklich schlimm

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        The-Sarge  

        und noch was:
        die „Middle East“ erwähnst Du gar nicht, dafür die „Cuba“ obwohl die in der K10U(!) dazu kam und die von Dir verschmähte Balines Gamelan ist doch schon seit K9U dabei (oder evtl auch schon K8U, bin selbst erst seit der K9 auf Ultimate)

        und bei den Soundbeispielen, aber auch wie bei den enthaltenen Produkten, hätte ich eine „das-ist-neu-inK12“ besser gefunden, als solch ein Durcheinander – sorry, aber stört mich echt

        den Punkt mit den Soundbeispielen hast Du einfach ignoriert, Dir lieber dem „s“ angenommen *rolleyes*

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    Markus Schroeder  RED

    „Naturinstrumente“, sorry, sowas gibt es nicht. Es gibt z.b. akustische, bzw. mechanische Instrumente.

    Grüße,
    Markus :)

    • Profilbild
      SonicMonic  RED

      Hallo Markus,

      ich glaube jeder weiß was mit dem „falschen“ Begriff Naturinstrumente gemeint ist :). Aber ich gebe Dir natürlich Recht, es wäre passender gewesen akustische Instrumente als Bezeichnung zu verwenden. Da war ich wohl schon etwas geistig erschöpft …

          • Profilbild
            Wellenstrom  AHU

            Nee, ehrlich jetzt… da muss man nu wirklich nicht päpstlicher als der Papst sein. Hört man immer wieder mal, ist aber auch nicht schlimm. Was mich beim Thema NI allerdings gerade mehr verwundert, ist, dass gestern in meinem Emilfach tatsächlich Werbung von NI für Arturia Softwarepakete drin war. Konnte meinen Augen nicht so wirklich trauen, war aber sachtätlich der Fall.

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              Markus Schroeder  RED

              Wellenstrom, das hat nichts mit glauben zu tun. Nachher lesen das wieder irgendwelche Frischlinge und denken das wäre ein angebrachter Begriff und das gipfelt dann in exakt solchen Videos wie im Fresh News-Artikel „Musik am Computer machen – viel zu einfach ?!?!“

              Und nebenbei, Dein Kommentar dort ist 180 Grad zu Deinem Kommentar hier.

              Ein bißchen über den Tellrand schauen, mein Freund.
              :)

              • Profilbild
                Wellenstrom  AHU

                @ markus schröder

                Meinste mich?
                Welche 180 Grad Äußerung?
                Finde den Begriff „Naturinstrument“ (den es allerdings wirklich gibt, nur im anderen Kontext) generell drollig. Nicht jede Äußerung, die man da tut, ist ernsthaft gemeint. Man erlaubt sich auch mal Späße. Und so war es auch hier gemeint.

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              Wellenstrom  AHU

              Will aber nochmal dranhängen tun, dass es sachtätlich Naturinstrumente gibt. Blasinstrumente (Naturhorn, Naturtrompete) z.B., die keine Ventile aufweisen und lediglich die Naturtöne (siehe Naturtonreihe) wiedergeben können, werden als Naturinstrument bezeichnet.

              • Profilbild
                Markus Schroeder  RED

                Yo, aber Naturinstrumente heißen aber nicht so weil sie so biologisch natürlich hergestellt sind, sondern weil sie die minimalsten physikalischen Anforderungen zur Erzeugung eines (potentiell unendlich andauernden) Klanges erfüllen. Das allein haben sie mit zufällig in der Natur erzeugt Tönen wie z.B. Wind durch hohlen Baumstamm gemeinsam.

                Unser Briefkasten ist auch ein Naturinstrument. Wenn der Wind geht kann der wunderbar pfeifen. :)

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                  Wellenstrom  AHU

                  Ja, klar. Die Aussage, dass es „Naturinstrumente“ NICHT gibt, sollte man aber nicht so stehen lassen. Wird nur in 99,9 % alller Fälle falsch interpretiert oder falsch kommuniziert.
                  Nimm mal das Alphorn, auch ein Naturinstrument. Die Bezeichnung akustisches Instrument träfe den Charakter des Instruments nicht komplett. Versehe ich das Alphorn allerdings mit der Bezeichnung Naturinstrument, dann sind wir näher dran. Denn (komplett) chromatisches Spiel ist mit diesem Instrument ja nicht möglich. Das EINE, wenn auch schnell fehlinterpretierbare Wort, macht schon Sinn. Nicht wenige sprechen dann lieber von „Naturtoninstrumenten“, was weniger (Fehl)Interpretationen zulässt.

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                    Markus Schroeder  RED

                    ähm, ja genau, da hast Du völlig recht!

                    Das wollte ich auch nachschieben:

                    1. meine initiale Aussage ist hinfällig.

                    2. der Begriff – da es eine Defintione einer bestimmtengruppe ist – wird fast immer falsch verwendet.

                    in diesem Sinne, schön das wir das geklärt haben. :)

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    Sudad G  

    Tolle Übersicht!
    Ich kann Michael nur beipflichten. Obwohl ich schon über 10 Jahre mit Komplete arbeite und einige Produkte sehr gut finde, regen mich bestimmte Dinge immer wieder auf. Und das ist, wie erwähnt, die Inkonsequenz bereits etablierter Produktserien. Das erhöht die Lernkurve selbst für erfahrene Anwender ständig.
    Wenn man z.B. mit „West Africa“ und „Cuba“ arbeitet und dann zu „Oriental“ oder „India“ wechselt, die einen ganz ähnlichen Ansatz nur mit anderen Sounds verfolgen, warum muss dann die komplette Bedienung und Anordnung der Bedienelemente anders sein???
    Oder bei „Grandeur“ und „Maverick“ kann man nicht dieselben Einstellungen für bestimmte Effekte oder Parameter vornehmen. Auch ist die Anordnung der Bedienelemente beider Pianos wieder total anders. Super nervig.
    Oder warum arbeitet die Begleitautomatik von „Funk Guitarist“ nicht genauso wie bei „Strummed Acoustic“ 1+2?
    NI bietet sehr viel Sound für das Geld, aber die oftmals chaotische Darbietung dämpft das tolle Produkt. Auch gibt es in Teildisziplinen oft spezialisiertere Produkte, die dann auch besser klingen.
    Ich sehe daher NI Komplete eher als Tool beim Produzieren, wie z.B. Sampler (Kontakt), Drummaschine (Battery) und brauchbare Synthesizer etc.
    Für Vieles gibt es halt inzwischen bessere Einzelinstrumente (wie z.B. Diva, Dune 2, Omnisphere oder Keyscape.)

  5. Profilbild
    Armin Bauer  RED

    Nicht vergessen sollte man die Abteilung EQ, Comp, FX. Damit kann man schon sehr anständig arbeiten.
    Auch Guitar Rig ist durchaus eine Erwähnung wert.

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    JohnDrum  

    Ich denke, NI hat folgendes Problem:
    Komplete ist zum Teil ein wild zusammengeworfener Haufen an (z.T. dazugekauften) Produkten aus verschiedenen Zeiten. Die Leute, die heute bei NI beschäftigt sind, können wahrscheinlich mit einem Teil der Programme gar nicht mehr viel anfangen, weil sie die Programmcodes nicht mehr beherrschen, da heute andere Programmiersprachen verwendet werden. Man muss also Mitarbeiter haben, die alte Programmiersprachen können. Der Aufwand, altes zu erneuern, ist teilweise unmöglich oder finanziell/ zeitlich sehr aufwändig.
    Rausschmeißen kann man auch nichts, weil sonst wenig vorhanden wäre, was man verkaufen kann. Also ein ziemliches Dilemma.

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      The-Sarge  

      aber sie schmeissen doch immer wieder still und leise die ein oder andere Sache einfach raus, Bsp.: wo sind denn Berlin, New York und Vienna und das Upright-Piano?

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      Sudad G  

      Ja schon, aber bei den Flügeln Maverick und Grandeur sind deren Bedienung und Anordnung von Parametern oder nicht verfügbaren Parametern total verschieden, obwohl sie beide zur selben Zeit in einer aktuellen Komplete Version erschienen sind. Das sollte nicht sein.

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    Emmbot  

    N Update für 399,- ist schon ganz schön fett. Ich dachte schon das Update von Ableton Live wäre teuer ;).

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      The-Sarge  

      dann überspringe eine Version oder kauf Dir die Sachen einzeln, die Du wirklich(!) brauchst.
      Immer dieses Gejammer von wegen zu teuer! hier ist es nicht zu teuer, weil immer noch günstiger als die neuen Produkte einzeln zu kaufen! Fakten sind Fakten und Mathe ist Mathe :P

      bei manch anderen Herstellern, bin ich bei Dir, da stimmt manchmal der Update-Preis nicht im Verhältnis zu den Neuerungen (nenne jetzt mal keine Namen, sonst geht der Sturm wieder los…)

    • Profilbild
      Sudad G  

      Also ich finde die Update-Preise von NI relativ moderat. Wenn man 2-3 Versionen aussitzt bekommt man ein richtig fettes Paket für 199,00 EUR. Da kann man nicht meckern. Selbst User mit ältesten Versionen können für den Preis immer noch updaten. Das ist mehr als fair.

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