Der Kultsynth ist zurück
Mit Native Instruments Absynth 6 kehrt ein Software-Synthesizer zurück, den viele Produzenten noch von früher kennen. Die Vorgängerversion Absynth 5 ist inzwischen deutlich in die Jahre gekommen, weshalb zuerst der Leak und dann die Ankündigung des Nachfolgers für viel Aufmerksamkeit gesorgt haben. Umso spannender ist nun die Frage, wie sich die neue Version schlägt. In diesem Test schaue ich mir an, wie Native Instruments Absynth 6 aufgebaut ist und welchen Eindruck das Instrument beim ersten Arbeiten hinterlässt.
- Modernes Interface: Frisch gestaltete Oberfläche mit klarer Struktur und hoher Bedienfreundlichkeit.
- Visueller Preset-Browser: Neue 2D-Karte für schnellere und inspirierende Klangsuche.
- Klanglich extrem vielseitig: Von atmosphärisch bis experimentell – modulare Tiefe inklusive.
- Abwärtskompatibel: Presets aus Absynth 4 und 5 lassen sich nahtlos weiterverwenden.
Inhaltsverzeichnis
Native Instruments Absynth 6
Der Native Instruments Absynth 6 ist insgesamt sehr umfangreich aufgebaut, dank einer klaren Strukturierung behält man aber gut den Überblick über den Software-Synthesizer.
Die einzelnen Bereiche sind im Fenster über sieben Reiter aufrufbar, weswegen wir uns im Folgenden an diesen Reitern orientieren, um uns Native Instruments Absynth 6 im Detail anzuschauen:
Browser
Preset-Explorer
Im ersten Reiter „Browser“ befindet sich der Preset-Explorer, der alle 415 Presets sowohl als Liste als auch als Punkte in einer zweidimensionalen Karte farblich markiert anzeigt, wobei jeder Punkt auf dieser Karte für ein Preset steht. Die Karte reagiert praktischerweise in Echtzeit auf die Filterauswahl von Instrumenten. Beispielsweise werden beim Filtern nach Percussion-Presets nur die Punkte der Percussion-Presets farblich markiert und zudem rechts in einer Liste mit Namen angezeigt.
In der linken Spalte sind 19 Instrumententypen gelistet, darunter beispielsweise Bass, Brass, Guitar und Vocal. Neben dem Sortieren nach Instrumententyp können die Presets auch nach Charakter – wie etwa Akkord, monophoner oder perkussiver Sound – und nach Eigenschaften sortiert werden, beispielsweise Dark, Bright, Soft oder Aggressive. Besonders praktisch für Fans der vorherigen Absynth-Versionen 4 und 5: Die dort verwendeten Presets sind auch in Native Instruments Absynth 6 verfügbar und können unter „Banks“ einzeln angezeigt werden.
Mutationen
Unter der sehr umfangreichen Preset-Auswahl stehen Regler zur Verfügung, mit denen Mutationen eines Presets erzeugt werden können. Dabei lassen sich sowohl der Grad der Veränderung als auch ein zufälliger Anteil einstellen. So klingt es beispielsweise, wenn ein Clavinet-Sound per simplem Knopfdruck mehrfach mutiert wird:
Patch
Im nächsten Reiter „Patch“ sind die drei Hauptkanäle von Native Instruments Absynth 6 sichtbar, mit denen Sounds manuell erstellt oder aus Presets heraus angepasst werden können. Jeder Kanal lässt sich dabei unabhängig von den anderen bearbeiten, und die Signalwege werden durch Linien nachvollziehbar angezeigt.
Oszillatoren
Die Oszillatoren bilden den Ausgangspunkt jedes der drei Kanäle, wobei Native Instruments Absynth 6 hier einige Varianten zur Auswahl anbietet – beispielsweise Single Oszillator, Double Oszillator, Granular Engine, Sample Engine und auch einen Audio-Eingang. Neben einigen Reglern, etwa zum Drehen der Phase oder zum Transponieren, wird in der ersten Instanz der drei Kanäle auch die Wellenform des Klangerzeugers oder des geladenen Samples angezeigt. Zusätzlich zu den Main-Einstellungen gibt es je nach geladener Klangerzeugung noch ein Fenster für Detail-Einstellungen, wie beispielsweise die Stimmenanzahl.
Filter und zusätzliche Module
Die Filterauswahl ist die zweite Instanz der drei Hauptkanäle von Native Instruments Absynth 6 und bietet neben verschiedenen Varianten von Ladder-Filtern auch weitere Module wie Low-Pass-Filter Feedback, Ringmodulation und Cloud für einen eher flächigeren Sound.
Effekte im Patch
Die Effekte lassen sich bereits direkt im Patch-Fenster einbinden und werden unten rechts als letzte Instanz der Signalkette angezeigt – beispielsweise der bekannte Aetherizer, der das Signal in einzelne Elemente zerlegt, die dann in Tonhöhe und Dauer so angepasst werden, dass eine Art Pad-Sound entsteht.
Effect
Effektauswahl
Der Effektbereich von Native Instruments Absynth 6 zeigt als ersten Punkt eine übersichtliche Liste der sechs Effekte, die bereits im Patch-Fenster zur Auswahl stehen, hier allerdings deutlich detaillierter eingestellt werden können. Neben dem bereits erwähnten Aetherizer stehen Multicomb, Resonators, Pipe, Echoes und Multitap zur Verfügung.
Mixer für Eingänge
Im oberen Bereich des Fensters befinden sich Regler für den Effektanteil der Kanäle A, B und C aus dem Patch-Fenster. Außerdem stehen ein Hochpass- und ein Tiefpass-Filter zur Verfügung.
Surround-Steuerung
Native Instruments Absynth 6 unterstützt auch räumliche Einstellungen, die in der Effekt-Sektion anhand von Parametern wie Rotationsgeschwindigkeit und Breite angepasst werden können. Deshalb kann das Plug-in neben der Stereo- und Mono-Variante auch als 5.1-Version geladen werden, damit der Surround-Sound optimal zur Geltung kommt.
Detailansicht der Effekte
Im Zentrum des Effektfensters von Native Instruments Absynth 6 sind die detaillierten Parameter der Effektmodule sichtbar und können hier kleinschrittig angepasst werden. Beim Aetherizer gibt es außerdem eine visuelle Anzeige des Sounds.
Wave
Das Wave-Fenster ist für die Bearbeitung einzelner Wellenformen gedacht, die anhand von Punkten und einem Zeichentool individuell verändert werden können. Über einen Reiter innerhalb des Fensters lässt sich auch das Frequenzspektrum einblenden.
Envelope
Hüllkurven-Anpassungen
Der Envelope-Bereich zeigt grafische Hüllkurven für verschiedene Parameter an. Jede Hüllkurve lässt sich über mehrere Punkte formen, die frei verschoben und vervielfältigt werden können. Der zeitliche Verlauf der Kurven wird dabei übersichtlich in Sekunden angezeigt.
Erweiterte Funktionen
Zusätzliche Optionen wie ein Sustain-Mode, ein Loop-Mode, Sync-Einstellungen oder die Aktivierung eines LFOs für die jeweilige Hüllkurve sind ebenfalls in diesem Fenster möglich. Am unteren Rand befinden sich zudem Makroregler, mit denen sich mehrere Hüllkurven gemeinsam steuern lassen.
LFO
Im LFO-Fenster sind drei voneinander unabhängige LFOs dargestellt. Jeder LFO verfügt über eine eigene grafische Darstellung sowie über Regler für verschiedenste Einstellungen – etwa zum Umschalten zwischen Monophonie und Polyphonie oder zum Aktivieren der „Sample & Hold“-Funktion. Unterhalb der dargestellten Schwingungsform lassen sich Ziele auswählen, die der jeweilige LFO modulieren soll. Zusätzlich stehen weitere Regler zur Feineinstellung der Modulationstiefe und anderer Parameter bereit.
Assign
Der Assign-Bereich stellt eine Liste von zuweisbaren Parametern bereit und ist übersichtlich in zwei Spalten gegliedert: Links befindet sich eine Liste mit möglichen Funktionen wie Filter Cutoff, Grain Feedback oder dem Dry/Wet-Anteil der Effekte. Durch das Anklicken einer dieser Funktionen öffnet sich rechts eine detaillierte Übersicht der zugeordneten Parameter inklusive MIDI-Zuweisung. Weiter oben im Assign-Bereich sind auch die globalen Einstellungen zu finden, wie beispielsweise die Stimmenanzahl sowie das globale Transponieren in Halbtönen und Cents. Native Instruments Absynth 6 bietet im Tuning-Bereich oben rechts außerdem eine Vielzahl an alternativen Stimmungen an.
Absynth 6 im Vergleich zum Vorgänger
Oberfläche und Struktur
Native Instruments Absynth 6 knüpft eng an das Konzept an, das schon von Native Instruments Absynth 5 bekannt ist, wirkt dabei optisch aber deutlich moderner. Die Struktur mit ihren drei Kanälen im Patch-Fenster ist insgesamt gleich geblieben, die Oberfläche jedoch ist optisch klarer und auch für Einsteiger leichter zu erfassen.
Visuelle Preset-Suche
Sehr deutlich wird der Fortschritt im neuen Browser sichtbar: Während Native Instruments Absynth 5 hauptsächlich auf Listen mit Filtereinstellungen setzte, ergänzt Native Instruments Absynth 6 den Browser nun durch die visuelle Karte, auf der die Presets als farbige Punkte angeordnet sind. Das erleichtert das Entdecken von Sounds erheblich, da man Klänge jetzt nicht nur nach Charakter, Name oder Kategorie auswählen kann, sondern auch gezielt zugehörige Presets findet und durch Mutation weiterentwickeln kann.
Neue Inhalte und Kompatibilität
Bei den Inhalten hat Native Instruments ebenfalls nachgelegt: Native Instruments Absynth 6 kommt mit vielen neuen Presets und Samples, bleibt dabei aber vollständig kompatibel mit den früheren Absynth-Versionen. Wer über die letzten Jahre im Vorgängermodell eigene Sounds erstellt und gesammelt hat, kann sie in der neuen Version problemlos weiterverwenden.
Praxisbeispiel
Ausgehend von einem leeren Patch in Native Instruments Absynth 6 entsteht im Folgenden Schritt für Schritt ein druckvoller Bass, der sich durchsetzen soll und dennoch etwas Bewegung besitzt, um nicht zu statisch zu wirken.
Anpassen der Oszillatoren
Der erste Kanal ist der einzige, in dem im Init-Preset bereits etwas geladen ist.
Hier beginne ich mit einem Oszillator, der etwas mehr Struktur liefert als ein reiner Sinus und wähle dafür den FM-Oszillator. Als Schwingungsformlade ich das „Maj triad 2“-Preset in den Kanal. Wird der FM-Index nun minimal aufgedreht, entstehen Obertöne, die den Sound direkt interessanter machen.
In den zweiten Kanal lade ich den Double-Oszillator, der zwei interne Schwingungen miteinander mischt. Auch hier verwende ich das „Maj triad 2“-Preset, da es bereits von sich aus recht voll klingt. Für mehr klangliche Breite transponiere ich den zweiten Kanal leicht nach oben.
Für den dritten Kanal genügt ein Single-Oszillator, der dem Bass-Sound etwas mehr klangliches Fundament hinzufügt. Zum Schluss passe ich die Lautstärken der drei Kanäle ein wenig an.
Filter-Einstellungen
In der Filter-Sektion unterhalb der Oszillatoren wähle ich im ersten Kanal ein Lowpass-Filter, setze es auf knapp 9.000 Hz und drehe die Resonanz etwa zur Hälfte auf. Im zweiten Kanal wähle ich die gleiche Einstellung, wobei das Lowpass-Filter hier bereits ab ungefähr 4.000 Hz eingreift. Im dritten Kanal bleibt das Filter etwas weiter offen, wodurch ein Sound entsteht, der bereits etwas kompakter wirkt.
Modulation
Unten links in Native Instruments Absynth 6 wähle ich den Waveshaper mit dem Preset „Soft trump“ aus, das einer leicht verformten Sinusschwingung ähnelt. Dadurch wird der Sound deutlich rauer und erhält mehr Präsenz.
Hüllkurven
Für einen soliden Bass-Sound ist vor allem die Hüllkurve entscheidend – daher wechsle ich als nächstes ins Envelope-Fenster. Die Attack-Zeit ist bereits überall sehr kurz eingestellt, wodurch der Sound sofort hörbar wird und sich nicht erst langsam aufbaut. Alle drei Kanäle erhalten nun jeweils eine leicht unterschiedliche Decay-Länge, damit klanglich etwas Bewegung entsteht.
Nun folgt ein entscheidender Schritt: Im Assign-Fenster wird der Sound global auf Einstimmigkeit gestellt und anschließend um zwei Oktaven nach unten transponiert.
Dezenter Effekt
Im Effekt-Fenster aktiviere ich den Multicomb-Effekt, der durch sein geringes Feedback und einen sehr kurz eingestellten Sekundenwert einen subtilen Nachklang erzeugt. So bekommt der Bass-Sound zusätzlich etwas mehr Tiefe.

Der Multicomb-Effekt von Native Instruments Absynth 6 ist für den Bass-Sound recht dezent eingestellt
Druck und Bewegung durch LFO
Damit der Bass druckvoller wird und gleichzeitig etwas Bewegung erhält, wähle ich im LFO-Fenster im ersten LFO die Dreieck-Schwingungsform aus und stelle den LFO auf Monophonie. Mit einem minimal angehobenen Sekundenwert und etwa 70 % auf dem Effekt-Regler entsteht eine leichte Schwankung, die den Sound interessanter macht.
Ersteller Bass-Sound im Kontext
Schon in wenigen Schritten ist aus dem fast leeren Start-Preset ein Bass-Sound entstanden, der druckvoll ist und sich dank Effekt und Bewegung optimal im Mix durchsetzen kann.
Klangeindruck von Native Instruments Absynth 6
Natürlich ist Native Instruments Absynth vor allem für die atmosphärischen und sich entwickelnden Sounds bekannt, wie man im folgenden Video gut sehen und hören kann. Allerdings hat der Synthesizer mehr zu bieten als das. In unseren Klangbeispielen präsentieren wir deshalb die Seite von Absynth 6, die man vielleicht nach dem Schauen der Videos weniger erwartet.
Video
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Klangbeispiele
Alternativen zu Native Instruments Absynth 6
Spectrasonics Omnisphere 3
Spectrasonics Omnisphere 3 zählt sicher zu den bekanntesten Software-Synthesizern und bringt eine sehr große Klangbibliothek mit – ist jedoch eine deutlich teurere Alternative. Im Unterschied zu Native Instruments Absynth 6, der stärker auf modulare Klanggestaltung ausgerichtet ist, liefert Omnisphere vor allem sofort einsetzbare Sounds und eignet sich deshalb besonders gut für Produzenten, die nicht am Sound herumbasteln wollen.
Arturia Pigments 6
Arturia Pigments 6 bietet mehrere Synthesearten mit einer übersichtlichen Oberfläche und lädt definitiv zum Experimentieren ein. Im Vergleich zu Native Instruments Absynth 6 wirkt Arturia Pigments 6 zwar etwas zugänglicher, doch Absynth 6 geht klanglich mehr in die Tiefe und eignet sich besonders für komplexere Sounds. Hier geht’s zum Test von Arturia Pigments 6.












































Wenn ihr euch die Demo installiert, dann ist per Voreinstellung in den Settings Allow Usage Data Tracking aktiviert.
@Leuchter Wenn das bei der Vollversion ebenso ist (wovon man wohl ausgehen kann), dann gehört diese Info meines Erachtens in den Test!
@og_penson Hallo,
wir haben eine Vorab-Version erhalten, die im Verlauf des Tests weiter aktualisiert wurde. Da wäre das nicht aussagekräftig, selbst wenn es drin gewesen wäre, da solchen Versionen das Usage Data Tracking normal ist. Ob das in der endgültigen Version dann auch so ist, können wir nicht sagen. Die Frage ist, ob in der Release-Version dann bei der Installation (oder danach) darauf hingewiesen wird.
Das sieht alles ganz gut aus und klingt auch gut. Momentan nutze ich hauptsächlich Serum, Diva und Omnisphere. Ich weiß nicht, ob der Absynth mir da einen Mehrwert liefert, außer viele tolle Presets…
Und 99€ für das Update ist auch nicht wenig, da habe ich früher weniger für die Vollversion von Absynth 5 bezahlt 🙂. Bei U-HE und Serum sind die Updates immer kostenlos. Ich habe gerade am Black Friday 500€ für Effekt-PlugIns ausgegeben, da ist die Kasse leer… 😁
@Radioman Für mich ist Absynth 6 ein Argument für ein Update von Komplete. Da bekomme ich dann auch noch ein paar andere Sachen.
Individuelle Synths, Sampler, Plugins sind bei Native Instruments und auch bei Arturia preislich so eingeordnet, daß sie sich eher im Bundle lohnen.
An Synthesizern bist Du gut unterwegs mit dem, was Du hast. Zudem kommt demnächst U-He Zebra 3.
Absynth hat für meine Ohren einen speziellen Klangcharakter. Im Sommer schaue ich mir deshalb das Komplete Update an.
Bis dahin habe ich genug andere Synths.
@Apfelstern Hat KOMPLETE 12 advanced überhaupt ABSYNTH 6 inne?😱
@CDRowell Das weiß ich nicht. Ich vermute, daß die nächste Komplete Version es haben wird (#13 dann wohl, oder #14, wenn man auf Aberglaube Rücksicht nehmen möchte, evtl. #26, wie es Apple jetzt macht).
Es ist ja doch mehr oder weniger ein Wartungsupdate, obwohl das unfair ist, da man wohl doch vieles oder alles neu schreiben musste. Jedenfalls als Komplete Inhaber würde ich darauf setzen.
@Apfelstern Komplete steht bei Version 15. Da wird man dann auf Version 16 warten müssen, wenn man Absynth 6 erhalten will. Aktuell gibt es jedenfalls keinen Hinweis auf der NI Website, dass Komplete 15 User sich Absynth 6 nachträglich kostenlos herunterladen können.
@Apfelstern Ich werde wohl auch am nächsten Black Friday mein altes Komplete Updaten. Die aktuelle Komplete Version habe ich ausgelassen, da war nichts für mich dabei, aber Absynth 6 macht das ganze auf jeden Fall wieder interessant…🙂
Wie bei Version 5 auch… ein Tool womit sich sehr leicht Lebenszeit verbraten lässt! ;-) Allerdings sicher besser für meine nachlassende Sehschärfe von der Bedienung her. Freue mich schon drauf Hand an zu legen.
Das sind doch mal schöne Neuigkeiten.
Ich hatte die Hoffnung schon beinahe aufgegeben, dass NI dem Absynth endlich das lang erwartete Facelifting verpasst.
Freue mich umso mehr auf das nächste Komplete-Update an Black Friday 2026.
Meine Gebete wurden erhört! Aber nicht nur meine, sondern auch anscheinend von anderen Usern laut diverser Foren, die dieses Teil hart vermisst haben, nach den eher minderwertigen Klangerzeugern (Play-Series) seitens NI der letzten 2-3 Jahre. Da ich den alten Absynth aktiviert habe, reicht mir der Besitz des 6ers im nächsten Herbst 2026, hoffentlich enthalten im neuen Komplete-Bundle. Wenn er dort nicht inbegriffen sein sollte, kann ich ihn immer noch frisch erwerben. Jetzt selbiges Spiel mit dem FM8 und Native Instruments erlebt einen zweiten Frühling. So gefällt mir die berliner Firma schon viel besser! 200€ finde ich viel genug, aber der Updatepreis von 99€ geht klar! Wie erwähnt warte ich bis nächstes Jahr. Gut das auch dieses frickelige GUI geändert wurde. Für alle die vorzeitig eine Brille wollten, war das alte GUI perfekt! Ich bevorzuge Regler anstatt Zahlensalat! Ich freue mich auf Absynth 6. Eines der besseren Softwaresynthesizer und außergewöhnlich im Sound und in den Presets – So geht zeitgenössische elektronische Musik. Yes!
Die Sound-Beispiele klingen wie 90er Jahre Rom Player.
@8 Bit Fighter Ja, der Sound des Absynth war auch jahrelang „ausgelutscht“, ähnlich dem Serum (deshalb erschien vermutlich Serum 2). Aber als ich den alten Absynth aktiviert habe war ich erstaunt über dessen Vielseitigkeit und Klangqualität im Vergleich zu aktuellen Softwaresynthesizern aka NI Play-Series oder Massive X, die in meinen Augen/Ohren weitaus schlechter klingen. Absynthklang etwas effektiert und der Sound erscheint im neuen Licht. Ich hatte kürzlich einen Song und im Hintergrund war eine art „cleane Orgel“ zu hören. Jeder sagte, das dies eine super Sound sei und ja: Es war tatsächlich ein Preset des Absynth (alt) – Ausprobieren angesagt!
@Filterpad in „what is love“ ist eine dirty Organ des Roland u220 zu hören. hab das Mal gekauft, weil die Streicher und anderes der frühen Prodigy damit gemacht wurden. 🤣
@Numitron Die Sounds bei dem Song und „Life“ (Song) sind eh alle extrem geil! Kaum zu glauben das diese auch den Kram für „Wolle“ aka Wolfgang Petry (Hölle, Hölle, Hölle) gemacht haben. 😎 Was auch immer für halluzigene Mittel hier im Spiel waren (nur eine Vermutung meinerseits mit hohem Wahrscheinlichkeitsgrad).
@Filterpad interessant!
wusste ich nicht 🤣
@8 Bit Fighter der kam ja so Anfang der nuller etwa😀
Ich wurde schon mit dem alten Absynth Sound nie so richtig warm – und hatte Hoffnungen in das Update. Leider klingen die Sound-Beispiele sowohl im Video als auch im Test irgendwie unterirdisch. Die erwähnten Omni, Pigments klingen um Welten besser. Direkter Konkurrent wäre vl auch das Korg Wavestate Plugin, auch da klingt einfach von Haus aus alles lebendiger. Also für mich wohl leider nichts, aber Klang ist ja bekanntlich Geschmackssache!
@j.keys Mein Fall ist es auch nicht. Dennoch hatte und hat Absynth viel Fans. Das Produkt wird bestimmt seine Käufer finden, sonst hätte man es nicht wiederbelebt.
Ich würde auch niemals die Sounds ohne Kontext betrachten. Sehr viele Hits sind auf der Basis von Sounds entstanden, die solistisch gespielt fürchterlich klingen, im Mix aber genau richtig sind.
Wenn ich die GUI sehe, genauso wie die neue von Zebralette (Zebra 3) oder Pigments, dann noch das Thema KI…ja dann,…dann habe ich gar keinen Bock mehr Musik zu machen.
Da kann ich genauso via CAD, Produkte entwerfen und damit Kohle machen.
Fotorealistische Soft-Synthesizer geben einem wenigsten das Gefühl davon von mit „echten“ Instrumenten zu arbeiten.
Diese 2-D Vektor Grafiken mag ich auch nicht bei DAWs, es sieht bald alles so aus wie eine App auf dem Handy….furchtbar!
@Mick Da sind nicht alle dieser Meinung. Ich selbst bin heilfroh, wenn der Fotorealismus nach einem Vierteljahrhundert endlich auszieht. Ich mache keine bessere Musik, wenn das Plugin aussieht wie ein alter Synthesizer. Bei einem Plugin ist für mich in erster Linie die Bedienbarkeit wichtig und das ist das Erste, das bei einer fotorealistischen Darstellung zu kurz kommt.
@Mick Als „Old Schooler“ bin ich geneigt dir zu zustimmen.
Mag auch eher die Optik von Hardware Synthesizern vom Zugang her.
Danke für den ersten Test und auch den Vergleich mit Pigments und Omnisphere.
Ich besitze sowohl Absynth 5 (immer noch lauffähig) als auch Pigments und Omnisphere.
Pigments, Omnisphere und jetzt auch Absynth 6 ist ein unsäglich fummeliges und abschreckendes Erscheinungsbild gemeinsam. Sowohl der Nachtmodus mit kontrastarmen ziselierten Bedienelementen, viel zu kleinen Schriften und unverständlichem Preset-Explorer sind verfehlt. Was soll dieser Schnickschnack? Will man mit den bunten Punkten andeuten, in wie vielen Preset-Kategorien bestimmte Klang-bildende Elemente vorkommen?
Zumal Preset-Kategorien wie strings, piano/keys, … am eigentlichen Sinn von Absynth vorbeigehen.
Dafür war Absynth 5 nicht gedacht.
Die Hüllkurven-Darstellungen sind ganz alte Hüte und waren schon vor fünfzehn Jahren bei verschiedenen Reaktor Ensembles und auch Absynth 5 zu sehen.
Die Entscheidung meiner Abkehr von NI seit einigen Jahren wird hier als richtig bestätigt. Die Ideengeber bei NI wurden vegrault und es gibt sie einfach nicht mehr. Die Aufarbeitung mit einer neuen (schlechten) Oberfläche lässt mich kalt.
Man vergeiche mal den Test von Absynth 5 aus dem Jahr 2009!
@herw Ich denke mal, dass man mit den Preset-Kategorien Absynth in einen Rahmen mit den weiteren Produkten von NI stellen wollte, um hier ein einheitliches Browser-System zu haben. Es ist allerdings auch noch ein Unterschied, wofür Absynth gedacht war/ist und was die User daraus machen.
@herw „Will man mit den bunten Punkten andeuten, in wie vielen Preset-Kategorien bestimmte Klang-bildende Elemente vorkommen?“
Das soll einem ähnliche Sounds zeigen, je näher die Punkte beieinander liegen.
Naja, am Ende ist einfach nur eine andere visuelle Darstellung um durch Presets zu hüpfen ohne in eine Liste zuschauen.
Schnick Schnack 🤷🏻♂️
Danke für die Soundpreview. Mich spricht nun gerade kein Sound an bzw bezweifle, dass mein onboard Plugin Fuhrpark diese nicht auch ähnlich reproduzieren kann. Ich finde es aber toll, dass NI bei diesem Plugin weitermacht. Es hat viel Potenzial. Als Rompler sehe ich ihn allerdings auch nicht, hier würde ich mir eher das kostenfreie Halion Sonic Free von Steinberg oder Sample Tank anschauen.
Die 5er Version nutze ich eigentlich immer dann viel, wenn mir andere Synths zu „traditionell“ oder lahm klingen. Sehr viele Solo- und Melodiesounds, bewegte Flächen und schräge Loops für Filmmusik zB. Absynth hat wirklich sehr viele schräge, ausdrucksstarke Sounds, die Klangbeispiele werden dem Teil absolut nicht gerecht finde ich.
Da isser der Absnth 6, das schaue ich mir die Tage noch etwas genauer an.
Was mir nicht zusagt, ist die „Kartenansicht“ der Presets, die Pünktchen sehen ganz nett aus, doch in der Presetwahl würde ich die Tabelle bzw. das Menü stehts vorziehen.
Bei der Entscheidung, ob ich den Absynth 6 oder den Omnisphere 3 nehme muss ich dann doch etwas überlegen, oder doch beide?
P.S. Das Video zur Effektsektion scheint ein Fehler zu haben, da passiert nicht wirklich viel.
@Mixit Danke für das Feedback! Das Video bezieht sich nur auf die optische Darstellung von Surround-Modus. Da ist also alles zu sehen, was ich zeigen wollte. Es wurde aus Versehen nur nicht korrekt gekürzt, deswegen ist der Screen danach noch einige Zeit schwarz…
Ich hab ihn damals geliebt….und nie in Songs genutzt. Zuviel an Informationen im Sound, die dann leider auch nicht wirklich gut klangen.
Kurz: ich bin mit seinem Sound nie warm geworden und hab mir nach einigen Jahren eingestanden, der passt überhaupt nicht zu meinen klanglichen Vorstellungen.
Wenn ich mir jetzt die Sound Demos anhöre hat sich für mich nicht viel geändert. Ich bleibe bei Pigments und habe hier nicht den Hauch von GAS (Hauch von GAS, klingt nach 🫢)
Die Demo crasht auf meinem M1 macbook air
@Schallplan Auf meinem M1 MacBook Air funktioniert die Demo, sowohl Standalone als auch in Logic…
Ein User schrieb in den Kommentaren zum Clevinger-Video, er solle zwei Mal blinzeln wenn er in Schwierigkeiten sei, das fand ich lustig. NI die VST-Mafia. 😎
Alle anderen, nehmt eure Produkte vom Markt und bringt sie 1 Jahr später wieder raus, aufpreispflichtig natürlich.
Dagegen ist jeder Dealer am Hauptbahnhof eine ehrliche Haut.
Warum müssen wir schon wieder zahlen?
Mit dem Update von NI Absynth 6 hätte ich mich eigentlich freuen sollen – schließlich gehört Absynth seit Jahren zu meinen Lieblings-Synths. Aber die Freude ist ehrlich gesagt ziemlich gedämpft, denn Bestandskunden sollen erneut rund 100 Euro für das Update auf den Tisch legen.
Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich frech. Besonders wenn man NI jahrelang mit viel Geld hinterhergerannt ist. Gerade treue User, die NI über Jahre unterstützt haben, fühlen sich dadurch bestraft.
Zwischenzeitlich hat Brian Clevinger den Plasmonic Synths veröffentlicht. Dieser ist klanglich sehr interessant und trägt die DNA von Absynth in sich.
https://rhizomatic.fr/index.php/plasmonic/
@Round Robin Brian Clevinger war auch hier wieder beteiligt.
@mudi2000 Er erhält von NI weiterhin nur eine Lizenzzahlung. Wenn du ihn direkt unterstützen möchtest, dann schau dir seinen Synth Plasmonic genauer an. Direkt Support 😄
Ich wär sehr interessiert an der neuen Version. Nur leider krieg ich nicht mal die Demoversion zum laufen. Total ärgerlich, so werd ich mir das Ding sicher nicht kaufen…..
Den Wavetable und Granularkram gibts heute schöner aus anderen Häusern. 🤷🏻♂️
NI ist schon lange nicht mehr NI, die Leute sind alle weg, darüber kann auch diese damals schon eingekaufte Fremdentwicklung nicht hinwegtäuschen;
hier wird nur noch alter Wein in neuen Schläuchen verkauft. 🤷🏻♂️
Nicht meine Tasse Tee.
„wähle ich den Waveshaper mit dem Preset „Soft trump“ aus, das einer leicht verformten Sinusschwingung ähnelt“
Obacht mit den waveshapern, die muss man sich anhören …
ein blick aufs oscilloscope sagt da nur sehr wenig aus – wenn es nicht gerade Treppenstufen sind (bitcrusher),
Da daß Ding „soft trump“ heißt erwarte ich ein trompetenartiges spectrum wenn man es mit einem Dreieck füttert?