Test: Native Instruments Absynth

17. August 2001

Native

Es ist bereits bekannt, der Absynth war vorher bereits ein Produkt, das auch über Brian Clevingers (der Programmierer) Site www.absyn.com vertrieben wurde. Doch Native Instruments hat das Mac-Programm nicht einfach so „übernommen“, sondern es gab einige Dinge, wie zB. die VST Implementation, die die $150-Shareware noch nicht kannte.

Ausgepackt

Dann schauen wir mal in die Schachtel: Ein Manual in 4 Sprachen und eine CD mit einem besonderen Kopierschutz: Zwei kleine Bohrungen befinden sich auf der CD und auch der Hinweis, welcher sinngemäss sagt, dass ein Versuch das „bohrkopieren“ nachzumachen und die entsprechenden Löcher bohrt natürlich seinen Absynth somit verwirkt hat. Irgendwie auch nicht ohne Humor. Verglichen zu früheren Unsinnstaten, wie etwa das „100MB Mystery File“ ist das aber ein Riesenschritt. Dafür habe ich jetzt schon die x-te CD die immer mal wieder angefordert wird, was somit die dunkle Kehrseite der CD ist. Das klingt nett und ist sicher eine Lösung. Nur leider nutzen viele Firmen diese Art von Kopierschutz und es ist schlicht obernervig immer wieder die CD einzulegen, zumal es ja schon einige Programme verlangen.. Es macht besonders viel Spass wenn so was live passiert..

1_ABSYNTH.jpg

Kurzum, die Diskettenauthorisation, das Misteryfile und die CD-sei-dein-eigener-DJ sind alle noch nicht der letzte Schluss, aber wer will schon 10 Dongles anschliessen, die Softwarehersteller können das leider nur falsch machen.. ;-))

So haben wir es hier nun mit der DJ-Variante zu tun.. Kein Spass, aber das richtige für Leute mit viel Zeit..
Nun genug des Gemeckers, aber irgendwer muss es mal schreiben..

Kommen wir nun zum Absynthesizer selber.

Es gibt die Möglichkeit den Absynth als Standalone-Programm zu öffnen (dann ist er dem Urprogramm am ähnlichsten, denn nur in der VST-Variante ist er Multitimbral. Man kann 8 Instanzen öffnen).

2_ctrl.jpg

Es gibt 3 Oszillatoren, deren Wellenformen gezeichnet werden können oder als Spektrum der ersten 64 harmonischen in der Obertonreihe gezeichnet werden, inklusive Phase, die durch die Balken nach unten repräsentiert sind. Dieses gezeichnete Spektrum kann verschoben werden. (Kawai) K5000 Besitzer werden das als „Formant-Filter“ wieder kennen, leider ist dies hier nicht modulierbar, aber dafür per Maus in Echtzeit einstellbar. Wenn man die tut kann man abschliessend per „OK“ oder „CANCEL“ dieser statischen Stellung lebewohl sagen oder sie behalten. Da es offenbar in Realtime funktioniert (per Maus) ist es schade das dieses Feature nicht auch als modulierbarer Controller o.ä drin ist (idealerweise auch durch LFOs und ENVs steuerbar). Dennoch: nett das es drin ist, denn das ist ja schon mehr als andere zu bieten haben!
Es gibt eine Fülle von „Preset“ Wellenformen und auch einige Möglichkeiten solche zu generieren. Auch bei diesen, zu denen auch FM gehört, wäre eine Echtzeitmodulation Klasse, denn es resultiert und manifestiert sich in einer einzigen, statischen wenn auch komplexen Wellenform zu der man dann eben „JA und Amen“ oder „nein“ sagen kann. Wieder ein kleines „aber“: wenn man ABER bedenkt, dass Andere dort einfach nur Sägezahn, Puls und Dreieckswellen haben ist mein Wunsch schon weitgehend und möglicherweise ein wenig überzogen.. aber haben würde ich’s gerne, zumal man ja alles ja bereits in Echtzeit hören kann! So, bringet uns Controller, oh Absynthox, Nativus Instrumentos! (hm, nicht witzig, aber ich lass es jetzt stehen und alle Native(Instruments?)-English-Speaker werden Freude am Ergebnis von Babelfish haben).

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