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Test: Native Instruments Action Strikes, Cinematic Orchestral Percussion Library

Extreme Spielbarkeit und Kreatives

Die Unmenge an Rhythmen lässt sich über das Keyboard wunderbar bändigen. Die Zuordnung aka Mapping ist absolut logisch: Mit der linken Hand werden die fünf Grundrhythmen mit ihren unterschiedlichen Akzenten ausgewählt, mit der rechten dann die Variationen bzw. die über die Oktaven verteilten Low-, Mid- und High-Ensembleparts gespielt. Dabei lässt sich einstellen, ob die nächste Taste dann taktgenau beginnen darf oder ob frei kombiniert werden kann (Phrase Sync / Free Trigger). Der „Swing-Faktor“ ist von 50 bis 70 Prozent frei wählbar, um etwas Human Touch reinzubringen.

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Die Einstellungen für Trigger Mode, Feel und Tempo

Die Einstellungen für Trigger Mode, Feel und Tempo

Über das Mod-Wheel kann überdies noch die Dynamik gesteuert werden, mit dem Pitch-Wheel die Akzent-Stärke; so wird noch mehr Leben in die Geschichte gebracht. Das Tempo schließlich kann (per Maus) auch halbiert oder verdoppelt werden; damit lassen sich dann ziemlich wahnwitzige Geschichten zaubern.

Hier einige Wheel-Spielereien:

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Die oben angesprochenen Rhythmus-Presets mit ihren fünf Grundpattern (Sie erinnern sich vielleicht: vier plus ein Ending) lassen sich übrigens um fünf weitere Pattern ergänzen, die man sich aus der Liste der verfügbaren aussucht. Auch können komplett neue Presets zusammengestellt werden; so lassen sich dann auch etwaige Rhythmus- oder Stimmungswechsel innerhalb eines Tracks wirkungsvoll umsetzen.

Die "Instruments"

Die „Instruments“

Wer glaubt, es besser zu machen zu können oder nur einzelne Instrumente benötigt, kann sich auch statt der „Ensembles“ mit den kompletten Phrasen die einzelnen „Hits“ in den Kontaktplayer rufen. Die sind nach Gruppen wie „Big Cinematic Hits“ oder „All Cymbals“ sortiert und können in Bezug auf Panning, Mikro-Position oder Tuning verändert werden. Etwas verwirrend ist dann vielleicht die Namensgebung der dritten Abteilung, die „Instruments“ – denn hier gibt es keine Einzelinstrumente, sondern die Phrasen der kompletten Schlag-Ensembles wie „Big Boom Ensemble“, „Taiko Full Ensemble“, „Mid Tom Ensemble“ oder dem „Lethal Ethno Ensemble“ und keine Einzelschläge wie in den „Hits“. Anders als in der Hauptabteilung, dem „Ensemble“, dann aber eben nur eine Phrase pro Key ohne Variationen – und auch nicht nach Rhythmen etc. geordnet. Auch das ist aber noch wunderbar geeignet, um bestehende Arrangements zu verfeinern. Was andere Drum-Librarys im Hauptprogramm haben, gibt es hier als Zugabe.

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Fazit

Auf eine Library wie die Native Instruments Action Strikes habe ich lange gewartet: bombastisch im Klang, lebendig, praxisbezogen und trotzdem hervorragend spielbar. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass so viel Schlagwerk-Herrlichkeit dann dem Prozessor auch einiges abverlangt. Die CPU-Anzeige ist öfter schon mal kurz vor dem Anschlag; ohne einen extrem potenten Rechner ist da zusätzlich neben den Action Strikes nicht mehr allzu viel möglich. Aber das ist nun mal der Preis, den man für eine derartig gute Klangperformance bezahlen muss und kein Negativpunkt. Die Action Strikes sind perfekt für alle, die den großen Kinosound in ihre Produktion bringen wollen.

Plus

  • intuitive Oberfläche
  • großartiger Klang
  • Unmengen von Phrasen und Rhythmen…
  • … die sich frei kombinieren lassen
  • hervorragende Spielbarkeit
  • Zusammenstellung eigener Presets
  • optische Anzeige

Minus

  • Oberfläche vielleicht etwas zu verspielt, Platz nicht perfekt genutzt

Preis

  • 299,- Euro
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    vssmnn  AHU

    Gefühlt seit Stormdrum gibt es eine wahre Inflation an cinematischen Drum Libraries, daß es man nur so rumpeln lassen könnte den lieben langen Tag.
    Gibt es überhaupt so viele Filme, die das brauchen oder darf ich das jetzt auch für Omis Geburtstagsvideo einsetzen. Rummmms :-)

  2. Profilbild
    vaikl  

    Ich würd ja ein günstiges Taiko-Sampleset nehmen und die div. Reverb-Fahnen durch ebenso günstige oder kostenlose Plugs kreieren. Warum sollte ich für solch indifferenten Basis-Samples 300 Euronen rausschmeißen?

  3. Profilbild
    m.steinwachs  RED

    Weil Action Strikes – wie im Text beschrieben – deutlich mehr ist als ein „günstiges Taiko-Sampleset“ mit „indifferenten Basis-Samples“. Und auch mehr als nur einfach eine weitere Drum Library.

  4. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ganz ehrlich gesagt erschließt sich mir diese „Gattung“ nicht. Als ich das erstemal Battery 3 von NI ausprobiert habe, habe ich genau soetwas dabei erstellt – und es klang nicht weniger groß und voluminös.

    • Profilbild
      m.steinwachs  RED

      Nun – Battery kostet nun auch 199 Euro. Und ob man dann damit „genau so etwas“ hinbekommt, bezweifle ich dann doch. Der Klang mag ja vielleicht annähernd ähnlich sein, aber ob Pattern nun von einem Orchester eingespielt werden oder mit Battery zusammengebaut – den Unterschied wird man in jedem Fall hören. Und selbst wenn es nahe dran ist, ist es erstens nicht genauso und zweitens mit viel Aufwand verbunden. Den so mancher dann sicher gerne vermeidet und lieber 100 Euro mehr zahlt.

  5. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Na, sagen wir es halt so: ICH bekomme genau das, was ich mit „Action Strikes“ o.ä. täte, damit hin. Battery ist m.E. nach wirklich riesig und niemand hält einen davon ab, die Library beliebig zu vergrößern. Und da es in z.B. Komplete enthalten ist, ist es unter’m Strich so (nicht unbedingt als Einzelkauf, da hast Du recht) doch deutlich günstiger.

    • Profilbild
      studio-kiel  

      Falsch – im normalen Komplete ist es nicht enthalten. Da musst du schon zu den großen Komplete-Versionen greifen. Nur…was soll man damit? Entweder man braucht 80% von den Produkten nicht oder hat daraus schon das, was man braucht.

  6. Profilbild
    AQ  AHU

    Klingt gut und überzeugend. Werd ich mir sicher neben meinem SD2 & 3 auch noch zulegen. Nur, jetzt wo nun also wirklich jeder mit ein paar Tastendrücken ganze Salven von Drumgeschossen loslassen kann, stellt sich die Frage wo der nächste Trend hingehen soll? Denn wenn das Geburtstagsvideo von vssmnn’s OMA auch noch mit Super-/Batman Taiko’s zu gezimmert wird, geht in Zukunft mit Drums kaum mehr was…

  7. Profilbild
    Unpolare Musik

    Man sollte das Wort „ZuZIMMERN“ sehr vorsichtig verwenden, da selbst Hans Zimmers OSTs der letzten 3-4 Jahre nicht von exzessiven Mengen an Drums überflutet sind. Wenn ich an „Inception“ (fantastische Symbiose aus Strings, Brasses und Synths), „The Dark Knight Rises“ (einige tolle Tracks wie „Rise“), „Man Of Steel“ (für mich als langjähriger OST-Hörer eher enttäuschender, überproduzierter Soundtrack) oder zuletzt „Rush“ oder „12 Years A Slave“ (leider auch einige völlig unpassende Passagen) denke, dann fällt dem OST-Liebhaber auf, dass HZ seine Bombasto-Drums nur sehr selektiv einsetzt. Alles absolut relativ …

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