Lohnt sich das große Software-Update?
Anfang des Jahres stand die Zukunft von Native Instruments (wieder mal) auf der Kippe, doch seit der Superbooth 26 steht nun fest: Mit InMusic hat einer der großen Player unserer Branche das Unternehmen übernommen und die nächsten Jahre sind dadurch (hoffentlich) gesichert. Dass man zumindest bei der Software-Entwicklung nicht nachgelassen hat, zeigt die Veröffentlichung von Native Instruments Komplete 26, der neuesten Version des allumfassenden Software- und Plug-in-Bundles von Native Instruments. Wir haben uns das neue Bundle einmal näher für euch angeschaut.
Was ist es? Native Instruments Komplete 26 ist ein umfassendes Software- und Plug-in-Bundle für Musikproduktion, Sound-Design, Mixing und Mastering mit Instrumenten, Effekten und Expansions.
- Umfang: Erhältlich in mehreren Versionen von Select bis Collector’s Edition mit über 160 Instrumenten, Effekten und mehr als 150 Expansions.
- Neuheiten: Absynth 6, Claire (Avant), Circular, Electric Ruby Deluxe, Electric Keys, LCO Producer Strings und Odes.
- Mix & Mastering: Erweiterte Ausstattung durch Plug-ins von Brainworx und iZotope, darunter Ozone, Neutron und Nectar Elements.
- Preis-Leistung: Hoher Anschaffungspreis, im Vergleich zu den Einzelpreisen der enthaltenen Software jedoch weiterhin attraktiv.
- Fazit: Komplete 26 bleibt eines der stärksten Software-Bundles am Markt und empfiehlt sich besonders für Nutzer, die bisher nur wenige Native-Instruments- oder iZotope-Produkte besitzen.
Inhaltsverzeichnis
Versionen von Native Instruments Komplete 26
Native Instruments Komplete 26 wird in unterschiedlichen Versionen angeboten, die sich hinsichtlich des Inhalts stark unterscheiden. Vom überschaubaren Einsteiger-Paket bis hin zum allumfassenden Bundle, das zigtausende Sounds, Samples und Loops bietet, hat Native Instruments für seine Kunden allerhand zu bieten.
Den Anfang machen die drei Komplete Select Bundles, stilistisch in die Bereiche Band, Beats und Electronic aufgeteilt, die zum günstigen Einsteiger-Preis von 99,- Euro eine Basis-Ausstattung an Software-Instrumenten und Effekten bieten.
Die nächst größere Version hört auf den Namen Komplete 26 Standard und umfasst bereits über 80 Instrumenten und Effekte sowie über 70 (Sound-) Expansions, darunter Kontakt 8, Massive X, Absynth 6, Guitar Rig 7 Pro oder die iZotope Elements Suite.
Fast doppelt so viel Content bietet Komplete 26 Ultimate, genauer gesagt über 150 Instrumente und Effekte sowie über 100 Expansions. Neben den Tools des Standard-Bundles gehören hier u. a. die LCO Producer Strings oder das Cremona Quartet Ensemble zum Bundle dazu.
Das gesamte Software-Portfolio von Native Instruments enthält die Collector’s Edition von Komplete 26, die sich der Hersteller mit 1.949,- Euro aber auch ordentlich bezahlen lässt. Im Vergleich zu den Einzelpreisen aller Software-Tools lässt sich hiermit aber immer noch viel Geld sparen, vorausgesetzt, man nutzt auch eine Vielzahl der enthaltenen Software-Instrumente und Effekte. Die Komplete 26 Collector’s Edition enthält entsprechend über 160 Instrumente und Effekte sowie über 150 Expansions.
Die komplette Übersicht, welches Bundles welche Instrumente und Effekte enthält, findet ihr hier. Im folgenden Artikel konzentrieren wir uns vor allem auf die Neuheiten des Komplete 26 Bundles.
Komplete 15 vs. Komplete 26
Etwas überrascht waren vermutlich nicht nur wir, als wir den Namen des aktuellen Native Instruments Bundles zum ersten Mal sahen, denn hieß die letzte Version noch Komplete 15, hört die aktuelle Version nun auf den Namen Komplete 26. Wo genau sind die Versionen 16 bis 25 geblieben?
Die Lösung dieses großen Versionssprungs ist einfach: Wie auch viele andere Software-Hersteller nutzt Native Instruments ab sofort die Jahreszahl anstatt eine fortlaufende Nummerierung. Die nächste Version von Komplete wird also vermutlich Komplete 27 oder Komplete 28 heißen.
Ob sich am bisherigen 2-Jahres-Rhythmus etwas ändern wird, also ob Komplete ab sofort nun jährlich anstatt alle zwei Jahre ein Update erhält, ist bisher nicht bekannt. Ausgeschlossen ist es aber sicherlich nicht.
Welche neuen Instrumente enthält Komplete 26?
Eine der meist gestellten Fragen bei solch allumfassenden Software- und Plug-in-Bundles ist stets identisch: Lohnt sich das Update für mich? Diese Frage kann letztlich natürlich nur jeder Nutzer für sich selbst beantworten, aber wir wollen euch natürlich bei der Entscheidung helfen und euch die wichtigsten Neuerungen des Updates präsentieren.
Wie bereits erwähnt, erhaltet ihr je nach Bundle (Select, Standard, Ultimate oder Collector’s Edition) unterschiedliche viele Software-Instrumente, Effekte oder zusätzliche Tools. Während Musikproduktions-Einsteiger mit den o. g. Select-Paketen sicherlich gut bedient sind, ist das Standard-Bundle vor allem für alle Hobby-Musiker interessant, die eine Grundausstattung an Software-Instruments und Effekten benötigen, aber auch nicht zu viel dafür ausgeben wollen.
Das Ultimate-Paket und die Collector’s Edition richten sich dagegen an professionelle Nutzer, die eine Vielzahl von Sounds, Samples, Loops und Effekte benötigen, um ein möglichst großes musikalisches Einsatzgebiet abzudecken.
Native Instruments Absynth 6
Eines der Native Instruments Highlights des vergangenen Jahres war die Wiedereinführung des Software-Synthesizers Absynth. Version 5 erschien bereits im Jahr 2009, so dass zwischen Version 5 und der aktuellen Version 6 ordentliche 16 Jahre liegen. Für die Software-Welt sind das gefühlt Jahrtausende.
Obwohl Native Instruments seinen Software-Synthesizer Absynth 6 mit einer modernen Optik ausgestattet hat, knüpft das GUI doch an die Vorgängerversion an. Die einzelnen Bereiche sind über sieben Reiter aufrufbar und einen Plus-Punkt bekommt Absynth 6 für den visuellen Preset-Browser. Bekannt ist und bleibt Absynth für seine atmosphärischen und sich entwickelnden Sounds, allerdings bietet die aktuelle Version deutlich mehr.
Alle weiteren Informationen zu Absynth 6 findet ihr in unserem Test. Klangbeispiele gibt es ebenfalls dort und im folgenden Video.
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Native Instruments Claire
Ebenfalls im letzten Jahr erschienen und bereits von uns getestet, ist das Software-Piano Claire (Avant). Die zwei separat und im Bundle erhältlichen Pianos basieren auf dem Klang eines Fazioli 308 Flügels und Käufer bekommen hier einen sehr schönen und flexibel einsetzbaren Sound geboten.
Während es sich bei Claire (fast) um ein reines Software-Piano handelt (fast, denn mit der Particles-Engine, bekommt man eine Zusatzfunktion geboten, mit der sich die Piano-Klänge schnell in komplette Klanglandschaften verwandeln), geht Claire Avant deutlich in Richtung Sound-Design.
Claire Avant enthält spezielle Artikulationen, mit denen der Flügel „gespielt“ bzw. „bearbeitet“ wurde, so dass die Avant-Version nicht die klassischen Piano-Sounds bietet, sondern auf den Bereich Sound-Design oder Effekt-Einsatz ausgerichtet ist.
Über 120 Sound-Presets sind in Avant enthalten und auch diese sind, wie beim reinen Claire Piano, sehr gut ausgewählt. Es gibt allerdings wenige Sound-Presets, die für einen weichen, sanften Klang gedacht sind. Die Mehrheit der Presets passt eher zu einem härteren und knackigeren Klavier-Sound.
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Native Instruments Circular
Passend zur letztjährigen Superbooth 25 stellte Native Instruments das Software-Instrument Circular vor, das ab sofort ebenfalls Bestandteil von Komplete 26 ist. Unseren Test dazu findet ihr hier.
Zunächst einmal wirkt Circular wie ein einfacher Loop-Player, der von Native Instruments mit den unterschiedlichsten organischen und elektronischen Sounds gefüttert wurde, die auf Tastendruck loslaufen. Doch beim genaueren Blick auf die Sequencer- und FX-Seite des Instruments offenbart sich dann ein Software-Sequencer, der sehr detailliert programmiert und auch mit eigenen Samples genutzt werden kann.
Über den integrierten Sequencer lassen sich bis zu vier Layer nutzen, anpassen und programmieren. So lässt sich hier beispielsweise die Schritt- und Notenlänge pro Step bis zu drei Parameter und jedem Step ein individueller Sound zuweisen. Dabei kann jeder Sound wiederum mit Filter- und Amp-Sektion, ADSR-Kurve bearbeitet und verschiedene Funktionen zwei Makro-Controllern zugewiesen werden. Dazu kommt eine gut ausgestattete Effekt-Sektion, die kaum Wünsche offen lässt.
Native Instruments Electric Ruby Deluxe
Die seit über zehn Jahre bestehende Session Guitarist Serie von Native Instruments hat mit Ruby Deluxe vor einiger Zeit eine semiakustische Gitarre hinzubekommen, die den warmen Sound einer Hollowbody-Gitarre in die DAW bringt.
Wie bei den Session-Gitarristen üblich, verfügt Electric Ruby Deluxe über zwei unterschiedliche Arbeitsmodi: einen Pattern-orientierten Modus, in dem Native Instruments hunderte unterschiedlicher Grooves aus verschiedensten Stilen bereitstellt, sowie einem für Melodien geeigneten Modus, bei dem man Note für Note vorgegeben kann, was der virtuelle Gitarrist spielen soll, samt der Möglichkeit, über verschiedene Parameter den Sound zu beeinflussen und hierdurch authentischer klingen zu lassen.
In Kombination mit einer großen Effektsektion, mit der sich die zwei verfügbaren DI-Signale und ein Mikrofonsignal mit typischen Effekten formen lassen, erlaubt Native Instruments Electric Ruby Deluxe viele gute Möglichkeiten, den Gesamtsound nach den eigenen Vorstellungen einzustellen.
Wie Electric Ruby Deluxe klingt, hört ihr im folgenden Video. Dazu findet ihr in unserem großen Session Guitarist Artikel Informationen zu allen Software-Instrumenten aus dieser Serie.
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Native Instruments Electric Keys
Neben dem neuen akustische Piano Claire (Avant) bietet Native Instruments Komplete 26 mit Electric Keys eine tolle Sammlung von E-Piano-Sounds. Egal ob ihr neue Klänge für Disco & Funk-Tracks oder aktuelle Pop-Hits sucht, Electric Keys ist klanglich breit aufgestellt und hat für zahlreiche Stile die passenden Sounds parat.
Electric Keys wurde zusammen mit Galaxy Instruments produzier. Der Gründer Uli Baronowsky und sein Team haben schon bei der Entwicklung von Piano Colors, Noire, Una Corda oder The Giant mit Native Instruments zusammengearbeitet und für die aktuelle E-Piano-Library sechs Pianos gesampelt. Von sanften, glockenartigen Tönen über schwebende Flächen bis hin zu verzerrten oder perkussiven Klängen bietet die Electric Keys Collection tolle Sounds.
Das GUI des Software-Instruments ist einfach gehalten und erfordert keine Einarbeitungszeit. Je nach Modell stehen unterschiedliche (auf Wunsch über MIDI steuerbare) Regler parat, über die man den Klang an die eigenen Vorstellungen anpassen kann. Als Ausgangspunkt stehen zahlreiche Presets bereit, die aber teilweise schon sehr stark mit Effekten bearbeitet wurden. Aber da man hierauf ohne Probleme zugreifen kann, lässt sich der Sound letztlich stets passend gestalten. Im folgenden Video bekommt ihr einen schönen Überblick zur Electric Keys Collection:
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Alle Informationen und Klangbeispiele zu den Electric Keys findet ihr hier.
Native Instruments LCO Producer Strings
Für eines seiner neuesten Software-Instrument hat sich Native Instruments mit dem London Contemporary Orchestra zusammengetan und mit diesem Streichorchester in den RAK Studios Aufnahmen für die Library LCO Producer Strings umgesetzt.
Im Gegensatz zu klassischen Streicher-Librarys liefert LCO Producer Strings eher moderne Sounds, wobei die Klangpalette etwas rauer klingt und teilweise auch glitchige Streichertexturen beinhaltet. Das erinnert mich ein wenig an die Excite Audio Bloom Ensemble Strings, die ich vor einigen Wochen getestet habe. Auch diese bieten einen modernen Streicher-Sound, der für atmosphärische Songs, Electro- oder Hip Hop-Tracks geeignet ist.
LCO Producer Strings basiert auf einer vierstufigen Engine, mit der Violinen, Violen, Celli und Synthesizer zu Klangtexturen kombiniert werden können. Jede Engine kann mit den Parametern Volume, Pan, Tune, Range, Warmth, Attack und Release angepasst werden. So entstehend schnell warme und sanfte Pads, organische Klänge oder auch granulare Sounds, die als Effekte oder Stilmittel eingesetzt werden können.
Wie auch die anderen Software-Instrumente von Native Instruments bietet LCO Producer Strings eine eigene Effektsektion. Hier lässt sich aus den sieben Effekten Bite, Compress, Dirt, Delay, Freak, Room und Wow/Flutter wählen. Darüber hinaus können die vier Layer per Send in einen Reverb-Effekt geroutet werden.
Native Instruments Odes
Eine Vielzahl von Software-Instrumenten von Native Instruments bekommt mittlerweile das Schlagwort „cineastisch“ verpasst. Der Grund ist einfach: Lädt man eines dieser Software-Instrumente in Kontakt und drückt nur eine einzelne Taste, erklingen oft komplexe Sound-Landschaften, die als eigenständiger Track durchgehen und ohne Weiteres in jeder Film- oder Multimedia-Musik Platz finden könnten.
Auch Odes, das aber lediglich in der großen Collector’s Edition enthalten ist, fällt in diese Kategorie. Entwickelt vom Team von Evolution Series, die u. a. auch für die beiden Software-Instrumente Lores und Fables verantwortlich zeichnen, bietet Native Instruments Odes zunächst einmal Sounds und Samples von klassischen Orchester-Instrumenten und Ethno-Klänge. Bis zu drei davon können miteinander kombiniert werden. Egal ob eine Nyckelharpa, der Klang einer Shakuhachi oder ein Tenorsaxofon, Odes kombiniert eine Vielzahl bekannter und weniger bekannter Instrumente zu einer Klanglandschaft, bei der vor allem der Rhythmus im Vordergrund steht. Je Instrument lassen sich dazu drei Artikulationen kombinieren. Auch hier gibt es natürlich eine Vielzahl von Effekten und Möglichkeiten, den Sound an die eigenen Vorstellungen anzupassen.
Wie Odes klingt und einsetzbar ist, erfahrt ihr im folgenden Video:
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Play Series und Expansions
Neben den o. g. Software-Instrumenten hat Native Instruments auch die Play Serie und seine Expansions erweitert. In allen drei Komplete-Paketen sind ab sofort 28 Software-Instrumente aus der Play Serie enthalten. Im Vergleich zu den o. g. Software-Instrumenten handelt es sich hierbei um kleinere Instrumente, die zwar mit mehreren Preset-Sounds ausgeliefert werden, aber oftmals nur wenig Raum für Editierungen bieten. Richtig tief in die Klanggestaltung kann man hier also nicht einsteigen, dafür gibt es mehrere Macro-Regler, über die Parameter gesteuert werden können. Neu in Komplete 26 mit dabei sind:
- 24K Drums
- 24K Keys
- Discoteca Drums
- Discoteca Keys
- Halo Vox
- Hypr
- Luxa
- Marco Polo Drums
- Roux
Alle Informationen und Klangbeispiele zu den Play Series Instrumenten findet ihr hier.
Auch bei den Expansions hat Native Instruments bei allen drei Paketen nachgelegt, wobei man hier zwischen den bisherigen Sound Expansions (für Maschine, Massive X etc.) und den neueren Leap Expansions (für Kontakt) unterscheiden muss.
Die Leap Expansions bieten vorgefertigte und nach Themen/Genres sortierte One-Shot-Samples und Loops, die in Kontakt 8 genutzt werden können. Hiervon gibt es mittlerweile 20 Packs (bei Komplete 15 waren es 12) und alle sind sowohl in Komplete Standard, Ultimate und der Collector’s Edition enthalten. Im folgenden Video und unserem Test zu Komplete 15 könnt ihr euch einen Eindruck von den Leap Expansions machen:
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Die schon länger erhältlichen Expansions erweitern dagegen die bestehende Sound-Palette von Maschine, Massive X etc. um neue Presets, teilen sich also in Drums, Synthesizer-Sounds sowie Samples und Loops auf. Während Komplete 26 Standard nur überschaubare 25 Expansions enthält, bietet das Ultimate-Paket bereits 56 Expansions. Alle erhältlichen 101 Expansions bietet dagegen die Collector’s Edition. Einzeln kosten Expansions zwischen ca. 15,- und 50,- Euro. Rechnet man alle zusammen, kommt da schon ein hoher Betrag zusammen.
Bei den reinen Massive X-Expansions gibt es kaum Unterschiede. Die Stanard-Version enthält 25 Expansions für den Software-Synthesizer, Ultimate und Collector’s Edition jeweils 29 Expansions.
Welche Tools bietet Komplete 26 im Bereich Mix & Mastering
Durch die Übernahme von Brainworx und iZotope hat sich Native Instruments die Rechte an allerhand Plug-ins und Mix/Mastering-Tools gesichert und einige davon haben auch den Weg in Native Instruments Komplete 26 gefunden.
Je nach Bundle gehören ab sofort bis zu sechs Brainworx-Plug-ins, darunter masterdesk PRO oder die bx_console AMEK 200 zu Komplete 26 dazu.
Von iZotope gibt es zwar nur die Elements-Versionen von Nectar 4, Neutron 5 und Ozone 12, dafür sind diese immerhin bereits ab Komplete 26 Standard mit dabei. Hinzu kommen weitere Effekte, die bereits Bestandteil früherer Komplete-Pakete waren wie bspw. die Solid-Serie mit Kompressor, Dynamics und EQ, der Supercharger GT Effekt uvm.
Die folgende Tabelle zeigt, welche Plug-ins in welchem Paket enthalten sind. Die linke Spalte zeigt Komplete 26, in der Mitte Komplete Ultimate und rechts die große Komplete Collector’s Edition.

















































Ich habe es mir ebenfalls gekauft und bin vom Preis,-Leistungsverhältnis angenehm überrascht! Ich hatte es schlimmer befürchtet nach der heiß diskutierten Insolvenz. Im Endeffekt zahlte ich mit dem „Standard Update“ weniger, als hätte ich den Absynth 6 separat erworben. Der Rest vom Schützenfest sind tatsächlich eher wieder E- ,- Synth-Pianos und Ähnliches in Form der Play-Series für den Kontakt. Diese klingen besser als erwartet, aber Innovation geht anders. Ich bin davon überzeugt, das der FM8 auch noch aufpoliert wird. Die Frage ist nur: wann! Einziger Wermutstropfen für mich persönlich: Die neueren Sequenzer namens Circular und Co. Ich komme damit nicht klar! Ich würde diese gerne musikalisch verwenden. Dazu gehören auch tonal passende Chords. Ich habe es wirklich nicht hinbekommen und daher wirkt es für mich noch zu sehr spielerisch (hier haben die Steinberg Chord-Pads die Nase Lichtjahre vorraus). Aber für Spielzeug habe ich keine Geduld! – Und ich bin echt geduldig. Kennt sich damit jemand aus und weiß wie man tonal passende Chords erstellt? iZotope ist super, dient aber eher zur Kaufbereitschaft für besseres von denen. Brainworx macht es deutlich besser in dieser Hinsicht. Muss man sagen!
Bei jedem Update von »Komplete« stelle ich mir und euch jedes mal wieder die Frage, wer so etwas tatsächlich nutzt. Alleine bei der Standard-Version – die bei dem Gebotenen mal so ganz grundsätzlich und ohne Frage ein absolutes Schnäppchen ist – mit ihren 80 Instrumenten (in Worten: achtzig!) braucht man doch schon mehrere Monate um sich überhaupt einen GROBEN Überblick über das Gelieferte zu verschaffen. Also selbst dann, wenn man Produzent ist und nichts anderes als Presets nutzt … aber trotzdem muss man dort doch eine irre Zeit hinein stecken, um zu wissen, wer, was, wann, wie, wo, usw.
Ist in dem Fall so etwas wie »Nexus 5« mit seinen Zusatz-Paketen nicht sinnvoller (wobei Nexus ja inzwischen auch programmiert werden kann)? Oder auch Arturias »
Ist es nicht sinnvoller, sich – sagen wir mal – so 10 Synthesizer (Hard- und/oder Software) hinzustellen und die Zeit dann zu nutzen, um die Dinger halbwegs zu lernen? Nach ein bis zwei Monaten kann man dann doch im Schlaf seine eigenen Sounds bauen. Und danach dann immer mal wieder einen neuen Synthesizer erstehen und den dann wieder lernen.
@Flowwater Moin, man muss sich da keinen Überblick verschaffen und somit auch keine Zeit reinstecken, nur Geld. Nexus ist nicht sinnvoller, Arturia ist auch nicht sinnvoller. Du bist ein freier Mensch. Lernst Du gern die Programmierung von Synthpatches, dann darfst Du das tun. Trau Dich!
Ach und zu der Frage, wer so etwas tatsächlich nutzt? Ich.
Viele Grüsse aus Münster-Handorf
@carsten weidenhaupt Das bedeutet, Du schaust GAR NICHT, welche Sounds so dabei sind? Du nimmst einfach irgend etwas?
@Flowwater Stimme absolut zu. Ich bin zu einer Zeit Kunde von NI geworden, als es nur den Reaktor, FM7, Kontakt, Absynth und dann Battery gab. Allesamt tolle und damals wirklich bahnbrechende Instrumente. Dann kamen noch sehr wenige andere tolle Instrumente von NI dazu. Und das reicht mir bis heute auf meinem uralten Macbook Pro … Habe nie diese fürchterlichen Riesensammlungen gekauft … Von keinem Hersteller … Man verschwendet damit kostbare Lebens- und Musikmachzeit … Und befindet sich mindestens ungefähr im Rentenalter, bevor man alle diese Instrumente nur einmal angeschaut hat. Vielleicht ist ja dieses Gefühl für manche durchaus hilfreich: „Ey Alder, ich hab hier 288 Klangmaschinen auf meinem Rechner – und du?“ – Aber das war’s dann schon. Die ungesunden Nebenwirkungen von solchen Aufhäufungen, was das tatsächliche Musikmachen angeht, sind dann doch zu gravierend …
@john stein So ähnlich sehe ich das auch. Ich besitze zwar ungefähr 35 Software-Synthesizer. Aber von denen nutze ich im Moment nur 4 sowie einen Drum-Sample-Player. Ich habe mir die Zeit genommen, diese 4 Instrumente zu verinnerlichen, und die überraschen mich immer noch mit neuen Sounds, wenn ich daran herum schraube. Bei mir ist allerdings auch das Sound-Schrauben elementarer Bestandteil um einen Track auszugestalten. Wenn man das nicht tut (Sound-Schrauben), dann nutzt man ja die Presets. Und dann muss man durch die Presets suchen, wenn man einen passenden Sound einsetzen möchte. Das stelle ich mir bei 80 Instrumenten deutlich zeitintensiver vor.
@Flowwater Da kann ich nur zustimmen, Man glaubt gar nicht, was man für Schätze in seinem Studio herumstehen hat, die lediglich darauf warten mit entsprechenden frischen Sounds gefüttert oder mal vom Anwender programmiert zu werden. Daher habe ich in den letzten Jahren damit begonnen, mich intensiver mit meinen alten Gerätschaften zu beschäftigen, weil man ja selbst auch dem Wandel seines eigenen Geschmacks unterliegt und heute vielleicht ganz andere Sounds auf seinen Synthesizern programmiert als damals. Auch kann das Importieren von frischen Sounds einem manchmal aufzeigen, was Alles mit dem bereits bestehenden Equipment möglich ist.
So nutze ich heute meinen alten DX7 und den D-50 für ganz andere Sachen als damals in den 80ern. Auch für alte Effektprozessoren gibt es teilweise tolle neue Presets, die sehr inspirierend sind. Auch ChatGPT kann manchmal ganz erfrischend sein, wenn man ihm sagt, was er für die alten Kisten programmieren soll. Also bevor ich mir einen neuen Synth zulege, versuche ich erst mal mein bestehendes Zeugs auszureizen. Dabei fallen einem auch wieder neue Song-Ideen ein. Bei Samples von Naturinstrumenten sieht es natürlich ein wenig anders aus, Da ist es halt oft so, dass immer wieder bessere Libraries auf den Markt kommen mit mehr Artikulationsmöglichkeiten. Da schaut man sich dann schon mal um.
Das NI Komplete liefert eine gute Basisausstattung, ist aber von der Qualität leider nicht homogen, sondern eher durchwachsen von brillant bis unbrauchbar.
@Flowwater Warum benötigt ein Gitarrist 20 Gitarren, von denen die Hälfte Strat-Kopien sind und die andere Hälfte Les Paul Kopien?
Warum setzt sich ein Freddie Mercury an ein altes Klavier und es kommt Bohemian Rhapsody dabei heraus, das mit 16 Spuren, vielen Overdubs durch Pingpong-Aufnahmen, eine selbst gebaute Gitarre, einem Fender Bass, ein einfaches Schlagzeug und ein leicht verstimmtes Klavier und Gesang ein ganzes Klanggewitter darstellt, während andere virtuelle Orchester und 200 Spuren dazu benötigen?
Kreativität benötigt das richtige Werkzeug. Einigen reicht eine eine einzelne Gitarre oder ein Klavier, andere benötigen 100.000 Samples auf der Festplatte. Jeder so wie er mag. Das Produkt wird viele Kunden finden, die meisten davon erfolglos, andere starten Kontakt, wählen einen beliebigen Sound und schreiben damit einen Hit, den sie auch mit einem Klavier hätten schreiben können. Sie fühlen sich aber vielleicht allein durch das Wissen, diese Millionen Möglichkeiten zu haben, besser und sind deshalb kreativer. So wie das fette Röhrenmikrofon vor der Nase des Sängers, obwohl bei seiner Stimme ein SM58 den Job genauso gut gemacht hätte. Mit dem fetten Mikro performt er aber besser. Psychologie und bei jedem Menschen anders.
@Markus Galla
> […] andere benötigen 100.000 Samples auf der Festplatte. […]
Das ist genau die Frage, die ich mir stelle: Wäre es nicht wesentlich kreativer, sich die Sounds selber zu bauen? Und nicht auf Vorhandenes zurück zu greifen? Der Tellerrand endet dann halt nicht an dem Punkt, an dem schon jemand anderes etwas vorgedacht hat.
Das Beispiel mit Freddy Mercury (Gott hab‘ ihn selig) ist schon treffend: Aber der hat halt eben auch nur ein einziges Klavier benötigt (wie zum Beispiel die ganzen klassischen Pianisten auch). Der brauchte auch nicht 80 verschiedene Synthesizer (und seine drei Kollegen auch nicht). Auch jemand, der nur einen Sound in einem Gerät auswählt und dann mit seiner Kreativität davon fliegt, benötigt erst einmal nur einen Synthesizer (ich habe da zum Beispiel Hania Rani im Kopf, die mit ihrem einem »Prophet ’08« glücklich und zufrieden ist).
@Flowwater Bei den Plugins verfällt man generell schnell in dieses „Haben wollen und müssen“ Schema. Jäger und Sammler halt. Irgendwann hat man den Überblick verloren und man denkt sich „Wo war noch mal dieser geniale Sound?“.
Und „selber programmieren“ ist bei der Masse oft kaum möglich, zumindest nicht, wenn man in die Tiefe geht.
Manchmal wünschte ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen und nur eine Handvoll ausgewählter Presets nutzen, diese aber perfekt beherrschen. Aber jetzt will man natürlich auch nicht auf was verzichten. Wobei es bei NI durchaus Lücken gibt. Saxophon und Akkordeon sind z.B. zwei solche Kandidaten, die ich mir dann noch mal separat von anderen Herstellern gekauft habe.
Aber ein Synthesizer zum hinstellen will auch erlernt werden. Das ist unter Umständen sogar noch komplizierter, weil man sich ggf. durch zig Mini-Menüs hangeln muß (Stichwort Minifreak).
Aber wenn man so ein Teil wirklich beherrscht ist es toll. Ich liebe ja meinen Roland RD 2000 Stagepiano für seine Einfachheit in der Bedienung, bzw. dass er „Endlich“ ist und man seine Möglichkeiten bald ausgeschöpft und zu lernen genutzt hat. Bei Software-Sachen kommen oft immer mehr Sachen dazu, die einfach nur Überfordern.
@Andreas Exakt genau aus diesem Grund habe ich mir ein jetzt seit ca. 1 Jahr andauerndes Kaufverbot auferlegt. Mit 35 Software-Synthesizer und 17 Hardware-Geräten »brauche« ich im Moment wirklich nix mehr. Erst einmal das nutzen, was ich hier habe und damit Musik machen. Und dann sehen wir weiter.
@Flowwater Das sehe ich genauso.
Weniger ist echt mehr.
Ich werde schon von meiner zu vielen Hardware erschlagen.
Dann kommt noch die Arturia Collection hinzu. Da komme ich kaum noch zum Musik machen.
Das ist echt zu viel
@MPC-User Ja, genau. Ich habe schon bei der »Arturia V Collection« (noch in Version 7) knallhart nur die Produkte installiert, die mich auch interessieren. Das waren dann immer noch 9 Synthesizer, die genug Zeit erforderten (ich sage nur »Synclavier V« und »Synthi V«), wenn man sich da hinein fuchsen möchte.
@Flowwater „Bei jedem Update von »Komplete« stelle ich mir und euch jedes mal wieder die Frage, wer so etwas tatsächlich nutzt. Alleine bei der Standard-Version – die bei dem Gebotenen mal so ganz grundsätzlich und ohne Frage ein absolutes Schnäppchen ist – mit ihren 80 Instrumenten (in Worten: achtzig!) braucht man doch schon mehrere Monate um sich überhaupt einen GROBEN Überblick über das Gelieferte zu verschaffen.“
Natürlich hat man nie im Kopf, was man alles hat. Letztens brauchte ich diverse Trommeln und habe dann festgestellt, dass ich ja die West Africa Abteilung habe, da war dann genau das dabei, was ich brauchte.
Eigentlich geht das ganz gut. Vieles ist ja ähnlich aufgebaut oder man kommt mit Presets schon sehr weit.
Der einzige Nachteil ist, dass meine SSD langsam an ihre Grenze stößt.
„Ist es nicht sinnvoller, sich – sagen wir mal – so 10 Synthesizer (Hard- und/oder Software) hinzustellen und die Zeit dann zu nutzen, um die Dinger halbwegs zu lernen?“
Bei Komplete geht es den meisten Leuten denke ich eher um die ganzen Kontakt-Libraries die dabei sind. Das ist was anderes als sich in einen Synthesizer reinzufuchsen und Sounds komplett von Null auf zu bauen.
@ollo Wenn ich das richtig verstehe nutzt Du »Komplete« also eher im Sinne von:
»Ich bräuchte jetzt noch das … schauen wir mal, was ‚Komplete‘ da so enthält.«
@Flowwater Unter anderem nutze ich das so, oft genug aber auch sehr gezielt. Irgendwann hat man seine Libraries die man immer wieder nutzt.
@Flowwater Zur Frage, wer sowas nutzt: Wenn ich ein professioneller Musiker / Produzent / Filmmusik-Macher / Studiobesitzer oder ähnliches wäre, dann würde ich mir ein Paket wie Komplete ganz einfach kaufen, um die Rundum-Sorglos-Versorgung zu haben. Ich sehe das wie einen Werkzeugkasten: Nein, Du wirst möglicherweise die M5-Ratsche nie im Leben wirklich brauchen, aber wenn doch … besser haben als nicht-haben.
Meine eigene Geschichte: Ich habe damals mit dem Generator angefangen, der dann letztlich zum Reaktor wurde. Als ich etwas mehr Geld als üblich zur Verfügung hatte und wieder mit „Musik basteln“ anfing, habe ich mir Komplete Standard gegönnt, weil es damals nicht viel mehr als Reaktor und Guitar Rig allein gekostet hat. Dann habe ich festgestellt, dass ich es immer weniger benutze – und schließlich wurden Hardware-Synthies so bezahlbar, dass ich noch weniger Interesse an Software habe. Beim letzten Rechner-Tausch habe ich dann zwar noch den Cubase installiert, aber Komplete nicht mehr. Und da Reaktor offenbar kaum noch weiterentwickelt wird (NI selbst sieht es nicht mehr als „Flaggschiff“) und ich die Sample-Gebirge für mich nicht brauche, war es das für mich. Macht’s gut, NI, und Danke für den Fisch.
Ich bin im Laufe der Jahrzehnte von der „Produktprobe“ zum Ultimate Nutzer geworden. Allerdings muß ich gestehen, dass es langsam unübersichtlich wird. Immer noch was drauf, was man am Ende eh nicht nutzt. Was mich vor allen Dingen stört ist der schlechte Player, den man sich schön zurecht sortiert und dann ist bei der nächsten Installation wieder alles durcheinander. Das neue System gefällt mit gar nicht, weil ich in der Regel nach Plugins suche und nicht nach einem Instrument aus 12 verschiedenen Plugins und Presets :(
Der Installer ist ebenfalls „Überarbeitbar“. Warum kann ich für mich irrelevante Plugins nicht „Sperren“, so dass man auf einem Knopfdruck alle Plugins installieren kann, die für einen (immer) wichtig sind. Hip Hop und sowas brauche ich halte nicht. Dann gibt es häufig eine abgespeckte und eine „Große“ Version, oder bei den Scarbee Keys gibt es ein Plugin mit allen dreien und dann drei Plugins mit allen einzeln. Am Ende hat man seine Platte mit so viel doppelten Sachen zugemüllt, das man sich ärgert, weil man irgendwann den Überblick verliert.
Da würde ich gerne mal eine Überarbeitung sehen, die dann vor allen Dingen mit dem Account gespeichert werden.
Die Plugins von Arturia nutze ich in der Regel noch lieber, sind aber auch eine ganz andere Richtung und ergänzt sich gut. Bei IK Multimedia nutze ich eigentlich nur den MODO Bass, weil sie für einen guten Preis eine tolle Auswahl haben
leider ist eine der spannendsten Kontakt Libraries, nämlich circular, nur in der Collectors Edition enthalten. Nur dafür von Ultimate auf Collector upgraden – sorry…das ist dann echt zu teuer für mehr von selben.
Das Rundumsorglos-Paket für Menschen die Funktionsmusik machen und davon leben. Für Hobbyisten wohl etwas zu viel des Guten …
@fitzgeraldo Ich habe damals Komplete Select für 99€ gekauft und dann für 495€ auf Komplete 12 Ultimate upgegradet. Natürlich ist das immer noch sehr viel Geld aber wenn man nur im Sale kauft und upgraded, ist der Preis finde ich okay.
@ollo
> […] 495€ auf Komplete 12 Ultimate upgegradet. Natürlich ist das immer noch sehr viel Geld […]
Finde ich sogar gar nicht so sehr, selbst für einen Hobbyisten. Wenn ich bedenke, was eine PlayStation 5 und ein paar Spiele so kosten. Oder ich höre adäquat Musik mit einer halbwegs vernünftigen Sound-Anlage und muss da rein investieren. Oder ich lese auch »nur« Bücher; da ist man pro Buch mit EUR 25 dabei, die EUR 500 sind nach 20 Büchern schon weg. Vom Hobby »Auto basteln« oder »in den Urlaub fahren« ganz zu schweigen. Oder wenn die Leute dann mehrmals die Woche bei MacDonald’s, Burger King oder KFC essen gehen. Im Vergleich dazu kann man schon mal EUR 500 für sein Musiker-Hobby investieren. Also im Sinne von: »Nur« weil’s ein Hobby ist, muss man das nicht unbedingt als »viel Geld« ansehen (haben muss man es vorher natürlich trotzdem).
@ollo Ich wollte da niemanden zu Nahe treten. Wenn du damit Spass hast und deine musikalischen Vorstellungen verwirklichen kannst, dann ist das sowas von in Ordnung und auch finanziell vollkommen vertretbar. Da gibt es wirklich kostspieligere Hobbys und Leidenschaften. Wenn ich wollte, könnte ich mir die Ultimate-Version auch auf den Rechner schaufeln. Für mich finde ich da keinen Zweck – oder andersrum – wieder so viele Möglichkeiten, dass ich einfach nicht wüsste, wo ich anfangen sollte. Ich bin ja schon mit dem von Logic gebotenen Möglichkeiten mehr als ausgelastet. Für Profis im Musikschaffen finde ich das hingegen schon sinnvoll. Und für Freizeitmusikanten, die damit gut was machen können, natürlich auch. Ist doch schön, dass es so viele Möglichkeiten gibt. Und dabei auch noch Musik bei rauskommt, die Spass macht …
@fitzgeraldo Ich persönlich glaube tatsächlich eher umgekehrt. Profis weniger, dafür die Reihe Hobby,-u. Semis. Allein wie schlecht der Massive X klingt! Der wird meiner Ansicht nach in amtliche Tracks kaum Verwendung finden. Um sicher zu gehen, loopen die Profis (wen immer man so nennen mag) was das Zeug hält. – Ist auch erwiesen. Abbey Road, Hansa und Native Instruments? Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Selbst der A. Rother wird es nicht verwenden. Mit Komplete Standard, ein paar weiteren Drittanbietern, Cubase, Abhöre für über 2k und zwei Hardwaresynthesizern, wäre ich ja der absolute „Überprofi“ (bin ich natürlich, aber das muss streng unter uns bleiben xD).
NI hat einige sehr gute Instrumente, die teilweise Industriestandard sind. Die meisten (z.b. Kontakt) sind vor Jahren entwickelt worden und werden regelmäßig mit Updates versehen. Und sind auch Teil von Komplete.
Ich bin seit vielen Jahren Komplete – Nutzer, allerdings ergibt sich für mich seit Jahren kein wirklicher Mehrwert durch die Updates. Es kommt zwar vieles dazu, aber man nutzt es nicht wirklich. Zusätzlich ist die Einbindung von Plugin – Alliance und iZotope Produkten in die verschieden Pakete sehr unübersichtlich. Wenn man bei allen Firmen bereits Kunde war hat man keinen wirklichen Mehrwert.
Für mich heißt das, kein upgrade zu machen.
Ob und wie viele Sound jemand haben oder einsetzen möchte, kann nur jeder für sich entscheiden.
Ich stelle in meinem Portfolio eine Sättigung fest, mehr Instrumente/Plugins/Sounds machen es nur noch unübersichtlicher und das kostet Zeit. Bin mir sicher, dass ich auch schon mehr installiert habe als notwendig wäre.
Zudem liefern die Upgrades auch nicht mehr den „Heiligen Gral“ an neuen „Funktionen oder Instrumenten, vielmehr ist es oft das bereits bekannte, aufgebhort mit ein paar Features hier und Presets dort.
NI setze ich regelmäßig ein, habe jedoch einen auf Kaufstopp für NI, bis die bekannten Bugs aus dem Kontakt Player restlos behoben sind. Wie eine schnelle Presetwahl geht, haben Andere bereits bewiesen. Auch die GUI des K8 ist in die Jahre gekommen. Zudem habe ich von NI mir zusammengestellt, was für mich interessant. Vom Komplett Bundle bin ich da noch weit entfernt.
Künftig wird es auch bei mir deutlich mehr in die Tiefe der bereits installierten Instrumente gehen, und da liegten ganz sicher noch einige, unerkannte klangliche Schätze verborgen. Ich freue mich derzeit darauf mehr, als auf evtl. kommende Updates.
Also ich mache auch ständig Mukke und schaue, dass ich irgendwie alles verwende. Trotzdem gibt es in dem Bundle immer noch genügend, was man einfach nicht verwendet! Bei mir sind es überwiegend E-Gitten, Akustik-Gitten und E-Bässe. Ich mache schließlich kein Rock! Ebenso gibt es inzwischen wirklich viele „Sonderpianos“ bzw. E-Pianos, die irgendwie alle ähnlich klingen. Jetzt mit der neuen Play-Series „Hybrid Keys“ sind wieder ne Handvoll hinzugekommen. Dann die ganzen Teile wie Una Corda und Co. Auch die Kuba Instrumente und Bläser verwende ich eher selten. Was möchte ich damit sagen: Ich verwende viel, ständig und nahezu alles! Aber auf ein Drittel der Plugins im Bundle könnte ich sicherlich ebenso verzichten. Jetzt bezahlte ich etwas 150€ für das Update, überwiegend natürlich wegen dem neuen Absynth 6 und regulär kostet dieser 199€. Von daher kann ich nicht meckern und erfreue mich an dem neuen Stuff. xD Aber in einem sind wir denke ich uns alle irgendwie einig: Es hat immer a‘ G’schmäckle von „Bauernfängerei“, wie man in den süddeutschen bzw. bayerisch/schwäbischen Gefilden so sagt.