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Test: Native Instruments Rise & Hit, Effekt Library

(ID: 81220)
Auf der linken Hälfte befinden sich die Bedienelemente für den Anstieg (Rise) und auf der rechten für den Schlag (Hit) mit seinem Abstieg (Decay).

Auf der linken Hälfte befinden sich die Bedienelemente für den Anstieg (Rise) und auf der rechten für den Schlag (Hit) mit seinem Abstieg (Decay).

Die Wellenformdarstellung in der Mitte macht es deutlich. Bei Betätigung der (grünen) Tastatur wandert ein Abspielcursor von links (Rise-Phase) in die Mitte (Hit-Sample) nach rechts (Decay-Phase). Das ist im Grunde genommen auch schon das komplette Prinzip von Rise & Hit.

Unterhalb der Wellenformdarstellung befinden sich vier Layer, mit denen man die unterschiedlichsten Rise&Hit-Samples miteinander kombinieren und mischen kann. Die Wellenform des jeweils selektierten Layers wird in der Darstellung angezeigt. Offset bestimmt die Verzögerung (Delay-Zeit) der Rise-Phase, mit der der jeweilige Layer nach Betätigung der Tastatur einsetzt. Decay bestimmt die Länge der Abstiegsphase des Hits. Die Lautstärke lässt sich jeweils unabhängig regeln. Die Editierung kann aber auch mittels des Kettensymbols gekoppelt werden. Hinter dem Button Whoosh kann man die Rise-Phase dermaßen kürzen, dass sie eigentlich nur noch als eine Art kurzer Attack für das Hit-Sample fungiert.

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Ganz oben wird die globale Zeit der Rise-Phase (Rise Time) für alle vier Layer eingestellt – wahlweise synchron zum Beat (pro Grundschlag eines Taktes) oder in Sekunden. Habe ich in meiner DAW ein 5/4 Takt und möchte eine Anstiegsphase über die Länge von zwei Takten haben, dann setze ich die Rise Time auf 10 und den Modus auf Beats. Und ohne große Denkakrobatik kommt der Hit genau auf die erste Zählzeit des folgenden 3. Taktes. Am sinnvollsten ist es, die jeweilige MIDI-Note im Noten-Editor per Hand einzuzeichnen, das ist in diesem Falle wesentlich einfacher und praktischer. Der Bereich der Rise Time reicht bis zu 32 Grundschläge. Diese enorme Länge wird durch das Zusammenspiel der Timestretching Algorithmen von Kontakt und durch verschieden lange Samples bewerkstelligt.

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Diese grundlegenden Editierungsmöglichkeiten machen das Sounddesign und die Musikproduktion mit Rise & Hit zu einem Kinderspiel mit großem Spaßfaktor. Es wäre sehr sinnvoll gewesen, wenn alle Layer noch einen Solo-Button bekommen hätten und wenn die Icons in den jeweiligen Layern (siehe rechts oben im Layer) größer ausgefallen wären. Nur weil ich nicht das richtige Icon getroffen habe, waren manchmal ganz schnell meine Editierungen im Computer-Nirvana verschwunden. Das muss nicht sein!

Apropos Layer-Icon: Mittels des Lupen-Symbols öffnet sich die Sample-Library von Rise & Hit und ich kann mir unter 700 Singel-Layer das passende Rise&Hit-Sample aussuchen. Bei den beiden Lupensymbolen in der Wellenformdarstellung habe ich sogar die Möglichkeit, jeweils unterschiedliche Samples für Rise und für Hit im jeweiligen Layer zu wählen. Es steht also einer Mischung aus Orchester-Rise und einem Synthesizer-Hit pro Layer nichts im Wege.

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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Ich will ja nicht unken.
    Aber das hier scheint mir (der ich ausgewiesenermaßen kein Sample-Experte bin) das Nischenprodukt des Jahres zu sein.

    • Profilbild
      TobyB RED

      Hallo Andreaz,

      du sollst ja auch nicht unken sondern rise und hit in E-Dur. Wahlweise auch mit Gartenzaun # ;-)

      Spass beiseite, das ist schon ein Nischentool, was man aber ab und an brauchen kann, wenn es musikalisch passt. Der Johannes gibt ja die Referenz vor „A day in the Life“

      ;-)

    • Profilbild
      j.rauner AHU

      Ich würde Rise & Hit nicht als Nischenprodukt sehen. Jeder Filmtrailer heutzutage ist voll von entsprechenden Hits und Rises. Es läßt sich auch hervorragend in verschiedenen Musikrichtung einsetzen. Ob man so etwas braucht, ist eine ganz andere Frage und kann auch nur jeder individuell beantworten. Aber beim nächsten Trailer-Auftrag, wenn die Zeit und möglicherweise das Budget ziemlich knapp sind, werde im mich bedienen.

      • Profilbild
        AMAZONA Archiv

        Da kann ich nur zustimmen. Ein Nischenprodukt ist Rise & Hit wohl eher nicht. Ich finde es zwar etwas schade, dass so viele Trailer die immer gleichen Effekte auffahren (z.B. dieser tiefe Bass, der neuerdings immer vor einer Abblende gespielt wird, vor allem bei Actionfilmen). Aber angesichts der Budgetbeschränkungen ist eine gewisse Kreativlosigkeit im musikalischen Bereich der Trailer wohl entschuldbar :)

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