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Test: Native Instruments Traktor Play, DJ-Software für Einsteiger

Mit Traktor Play ins Auflegen starten?

11. Dezember 2025
Test Native Instruments Traktor Play, DJ-Software für Einsteiger

Test: Native Instruments Traktor Play, DJ-Software für Einsteiger

Native Instruments Traktor Play – während des diesjährigen Amsterdam Dance Events hat Native Instruments eine spezielle Version seiner hauseigenen DJ-Software vorgestellt. Mit Traktor Play gibt es eine abgespeckte Version, die aber alle wichtigen Funktionen der Vollversion beinhaltet und sich somit an Einsteiger richtet. Wir haben eine Testversion vorliegen und werden uns ansehen, was mit Traktor Play alles möglich ist und wo die Grenzen liegen. Also starten wir direkt mal durch.

Kurz & knapp
Worum geht es? Native Instruments Traktor Play ist eine vereinfachte, einsteigerfreundliche DJ-Software mit reduziertem, aber praxisnahem Funktionsumfang.
  • Bedienkonzept: Übersichtliches Layout der Pro-Version, jedoch bewusst verschlankt für einen einfachen Einstieg.
  • Funktionen: Alle essenziellen DJ-Grundwerkzeuge vorhanden, jedoch stark reduzierte Effektsektion.
  • Extras: Pattern Player und eingeschränkte Stem-Funktion bieten kreativen Spielraum über Anfänger-Level hinaus.
  • Praxiserlebnis: Stabiles Handling, klare Wellenformen, einfache Übergänge und gute Usability auch ohne Controller.

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Die DJ-Software in der Übersicht

Auf den ersten Blick sehen wir die klare Traktor-Handschrift. Design, Farbgebung und Layout sind identisch mit der Pro-Version. Hier möchte man sich jedoch auf Anfänger konzentrieren und ihnen den Einstieg in die Thematik des Auflegens so einfach und effektiv wie möglich machen. Dazu werden gewisse Funktionen ein wenig zurückgefahren, um Einsteiger nicht zu überfordern.

Test Native Instruments Traktor Play, DJ-Software für Einsteiger

Die DJ-Software im Überblick

Der klassische Aufbau fast jeder DJ-Software ist natürlich auch hier vorhanden: zwei Track-Decks und in der Mitte eine Mixer-Sektion. Oberhalb der Track-Decks befinden sich Funktionen wie Effekte oder der Patternplayer. Natürlich haben wir auch immer das Master-Out-Signal im Blick. Unter der Mixer-Sektion befindet sich ein Browser, mit dem wir auf unsere Musikbibliothek, Playlisten und auch auf Streaming-Anbieter zugreifen können.

Mit Native Instruments Traktor Play besteht nämlich die Möglichkeit, auf Beatport Streaming zuzugreifen. Zwei Monate lang ist dies beim Erwerb der DJ-Software kostenlos und eignet sich perfekt für Einsteiger, die noch keine eigene Musikbibliothek besitzen. So kann schnell auf brandneue Musik in einer Vielzahl von Listen zugegriffen werden. Die Hürde, einfach auf „Play” zu drücken und die Funktionen von Traktor Pro auszuprobieren, ist also schön niedrig gehalten, genauso wie es für Einsteiger sein soll.

Als wir die Ankündigung von Native Instruments Traktor Play gelesen haben, fanden wir die Idee, die bekannte Pro-Version zugänglicher zu gestalten, interessant. Denn auch in der Pro-Version haben wir die Möglichkeit, die Oberfläche durch das Anordnen oder Ausblenden von Elementen deutlich übersichtlicher zu gestalten, sodass man nicht von der Funktionsvielfalt erschlagen wird. Dafür muss man allerdings wissen, worauf man verzichten kann und was unabdingbar ist, wofür man erst einmal Erfahrung haben muss. Eine DJ-Software, die direkt auf Einsteiger ausgerichtet ist, ist also ein valider Gedankengang. Dabei möchte man jedoch nicht zu viele Funktionen verbergen. Schauen wir uns also an, worauf wir verzichten müssen oder welche Features wir mit einem etwas limitierten Funktionsumfang erhalten.

Zunächst kann man mit Traktor Play lediglich zwei Track-Decks steuern. Dieser Einschnitt ist für uns absolut nachvollziehbar. Einsteiger sollen erst einmal die Grundlagen des Auflegens lernen: Track-Auswahl, einfache Übergänge von einem Track-Deck auf das andere und das subtile Einsetzen von Effekten.

Effekte in Native Instruments Traktor Play

Dazu sprechen wir doch direkt über Effekte. Die über 40 Effekte in Traktor Pro 4 sind natürlich mehr, als wir im normalen DJ-Set anwenden, aber ganz ohne Effekte wäre es doch auch ein wenig langweilig. Mit Native Instruments Traktor Play ist die Auswahl deutlich reduziert. Die einzigen klassischen Effekte sind Delay T3, Gater und Reverb T3. Natürlich handelt es sich hierbei um essenzielle Effekte, jedoch könnte man unserer Meinung nach auch einen Flanger oder Phaser hinzufügen.

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Viel wird angezeigt, aber nur wenig ist verfügbar

Zudem lassen sich die drei genannten Effekte nur mit einem Parameter steuern, der nicht gut beschrieben ist. Hier wird lediglich der Wert von 0 bis 100 angezeigt. Bei Effekten wie Gate oder Delay wäre es hilfreich, wenn wenigstens die Zeitintervalle angegeben würden, um mehr Überblick zu erhalten. Außerdem gilt der ausgewählte Effekt immer für beide Kanäle. Leider können wir hier nichts abwählen, was wir schade finden.

Abseits der Effektsektion verfügt jeder Kanal über ein bipolares Filterpoti. Je nachdem, in welche Richtung man es dreht, kann er sowohl als Hochpass- als auch als Tiefpassfilter eingesetzt werden. Hier hat man zumindest noch die Wahl, es in ein Dual-Delay umzuwandeln.

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Der Pattern-Player in Native Instruments Traktor Play

Eine interessante Entscheidung bei Native Instruments Traktor Play ist, dass der Pattern-Player den Nutzern zur Verfügung steht.  Wir sind generell große Fans dieses Features, da wir auch gerne mal eine Drum-Machine mit zum Gig nehmen. Wir geben zu, dass das interne automatische Synchronisieren zwischen Pattern-Player und den laufenden Track-Decks einfach angenehm funktioniert. Dieses Feature würde für uns jedoch nicht wirklich als Anfängeroption zählen.

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Auch hier sind wir limitiert auf ein Set an Sounds, dafür immerhin die 808

Wir freuen uns natürlich, dass auch Einsteiger ein so cooles Tool zur Verfügung haben. Ja, die Handhabung ist relativ simpel. Jedoch haben wir dadurch eine dritte Soundquelle im Mix, die man im Auge und Ohr behalten muss. Dabei wird das Signal des Pattern-Players auf beide Kanäle gelegt, sodass man das Volume wirklich im Auge behalten muss.

Die einzige Einschränkung von Native Instruments Traktor Play im Vergleich zur Pro-Version ist, dass hier nur die 808-Sounds zur Verfügung stehen und sämtliche anderen Sound-Pakete ausgegraut sind. Diese Beschränkung können wir nicht ganz nachvollziehen, da es natürlich Spaß macht, sich durch mehrere Sounds zu klicken.

Nachdem wir über die Unterschiede gesprochen haben, können wir auch über die Überschneidungen zwischen Native Instruments Traktor Pro Play und der Vollversion sprechen. Dafür springen wir in unseren Praxisteil.

Die DJ-Software in der Praxis

Beim Starten der Software haben wir direkten Zugriff auf unsere Musikbibliothek, laden einen Song ins Track-Deck und drücken auf Play. Auch wenn die Software für Einsteiger gedacht ist, haben wir hier sämtliche Vorzüge der Vollversion. Wir haben schöne Wellenformen, die gleiche Analyse im Hinblick auf Tonart und BPM und natürlich sämtliche fundamentalen Funktionen wie Loops oder Hot Cues. Auch der Flux-Modus hat es in die Einsteiger-Version geschafft. Das bedeutet, dass bei Songs mit Tempounterschieden der Auto-Sync oder zeitgebundene Effekte stets synchron laufen. Das finden wir super!

Test Native Instruments Traktor Play, DJ-Software für Einsteiger

Loops setzen oder Cue-Points triggern funktioniert bei Native Instruments Traktor Play ohne Problem!

Auch wenn wir nur selten mit der Maus auflegen, funktioniert das mit dieser DJ-Software problemlos. Natürlich kann auch eine Vielzahl an DJ-Controllern mit dem Programm verwendet werden. Da wir aktuell aber keinen DJ-Controller vor Ort haben, arbeiten wir mit dem Trackpad des Laptops, was ebenfalls gut funktioniert. Das ist ideal für ruhige, simple Übergänge, ein wenig Arbeit mit dem Equalizer und das dezente Einsetzen der überschaubaren Effekte. Alles geht hierbei super von der Hand.

Die Waveform-Ansicht finden wir, wie auch bei der Standardversion, klasse und wirklich übersichtlich. Dadurch können auch Einsteiger schnell verstehen, wann etwas im Song passiert und dementsprechend Effekte oder Übergänge zeitlich darauf abstimmen.

Stem-Separation in einer DJ-Software für Anfänger?

Ein Feature, über das wir noch nicht gesprochen haben und von dem wir selbst positiv überrascht waren, dass es in Native Instruments Traktor Play enthalten ist, ist die Stem-Funktion. Während man in der Vollversion Songs in Drums, Bass, Other und Vocal aufteilen und eigens pegeln kann, erlaubt die Einsteigerversion das Stummschalten der Drums. Wir hätten einen Wechsel zu Acapella oder Instrumental etwas dankbarer gefunden, aber auch mit der Manipulation der Drums kann man gut experimentieren. Zudem werden alle vier Stem-Kanäle angezeigt. Irgendwie ist es für uns aber doch etwas frustrierend, dass wir nur den Kanal der Drums bedienen können. Trotzdem funktioniert das Feature bei Native Instruments Traktor Play gut und die Klangqualität lässt nichts zu wünschen übrig.

Test Native Instruments Traktor Play, DJ-Software für Einsteiger

Wenn auch stark reduziert, kann man in der Einsteiger-DJ-Software zum Teil Stems manipulieren

Insgesamt kann man mit dieser DJ-Software ganz klassisch auflegen. Mit einem passenden DJ-Controller macht es natürlich noch mehr Spaß, aber auch nur mit der Maus kommt man hier auf seine Kosten. Einige Funktionen bzw. deren Beschriftung sind jedoch nicht ideal. So wird beispielsweise auf der rechten Seite der Effektsektion unter FX noch ein Recorder-Symbol angezeigt. In der Vollversion kann man hier auf einen Tab zugreifen, mit dem sich seine Mixe aufzeichnen lassen. Dies scheint in Native Instruments Traktor Play nicht zu gehen. Am meisten stört uns dabei, dass das Symbol angezeigt, aber nicht klickbar ist.

Die Zielgruppe von Native Instruments Traktor Play

Die Software richtet sich an alle, die sich für das Thema Auflegen interessieren und wissen, dass sie später einmal mit Traktor Pro arbeiten möchten. Als Einsteiger-DJ-Software bietet Native Instruments Traktor Play wirklich viel und das in einem recht zugänglichen Format, das zum Ausprobieren ermutigt.

Der Preis der DJ-Software für Einsteiger

Preislich liegt Native Instruments Traktor Play bei 47,- Euro. Für uns ein interessanter Preis. Einerseits begrüßen wir es, dass es die Möglichkeit gibt, eine Lizenz zu erwerben, ohne automatisch ein Abonnement abschließen zu müssen. Ein monatliches Abonnement ist jedoch für alle, die nur einmal schnuppern möchten, natürlich sehr attraktiv, da man hier meist sämtliche Features einer Software erhält, niedrige Kosten hat und das Abonnement nach einem Monat kündigen kann, wenn einem die Software doch nicht zusagt.

Zudem bieten andere Software-Anbieter meist eine kostenlose Testphase von mindestens einer Woche, in der man sich ein gutes Bild vom Funktionsumfang machen kann. Obwohl Traktor Play für Einsteiger konzipiert ist, gibt es hier keine kostenlose Testphase. Dafür muss bei einem Update von Native Instruments Traktor Play auf die Vollversion lediglich der Differenzbetrag zu Traktor Pro 4 gezahlt werden.

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Fazit

Traktor Play von Native Instruments bietet einen soliden Funktionsumfang, allerdings eine erschreckend geringe Auswahl an Effekten.

Dennoch bekommt man hier alle wichtigen grundlegenden Funktionen, um das Auflegen zu lernen und durch den möglichen Zugriff auf das Beatport-Streaming auch einen Schnellstart, ohne dass man erst eine eigene Kollektion an Songs haben muss. Das Auflegen macht Spaß und durch Features wie den Pattern-Player oder die Möglichkeit, zumindest die Drums zu manipulieren, hat man auch Funktionen, die über den reinen Anfängerstatus hinausgehen.

Mit einem Preis von 47,- Euro liegt Traktor Play in einem interessanten und zugänglichen Kostenspektrum für alle, die sich mit der Thematik des Auflegens auseinandersetzen möchten und den größeren Funktionsumfang von Traktor Pro kennen und eines Tages nutzen möchten. Denn beim Upgrade zahlt man lediglich die Differenz zwischen der Play- und der Pro-Version.

Plus

  • gute Übersicht
  • Möglichkeit auf Streaming-Dienste zu zugreifen
  • gewohntes Traktor Layout hilft sich später bei der Pro-Version gut zurechtzufinden

Minus

  • nur drei Effekte und ein Sound-Pack beim Pattern-Player verfügbar
  • bei den Stems sind lediglich die Drums stummschaltbar

Preis

  • 47,- Euro
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