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Test: Native Instruments Woodwind Collection, Sound Library

Das Kontrafagott – ein oft (und völlig zu Unrecht) unterschätztes und wenig genutztes Blasinstrument, das klanglich ein wenig Cello bzw. Kontrabass nahesteht und das man auch gerne doppeln darf zwecks Volumen-Maximierung – ist nicht ganz so entwicklungsfreudig wie sein Nicht-Kontra-Kollege, ja, fast schon ein wenig statisch auf der langen Distanz, und neigt zudem bei einigen Tönen ein wenig zum Näseln. Nichtsdestotrotz aber ein schöner Klang, den man ruhig öfter einsetzen darf und sollte.

Der schöne Klang des Kontra-Fagotts:

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Was fehlt? Das Saxofon. Was anscheinend eines der am schwersten nachzubauenden Instrumente ist, denn bisher habe ich noch keine Library gefunden, die diese Aufgabe zufriedenstellend gemeistert hat. Und auch hier gefällt mir der Sound nicht wirklich. Das ist mir zu blechern, zu schrill, zu statisch und dünn, auch stimmt der Tonumfang nicht. Was unten an charakteristisch bauchigen Tönen fehlt, wurde oben schrill dran gehängt. Ein Tenorsax bis D5? Das klingt eher nach Sopransax. In dem Fall nach keinem guten. Nein, das ist das mit Abstand schlechteste Instrument hier – solo ziemlich unbrauchbar, im Satz kann man es zur Not leise einbauen. Piano ist das noch einigermaßen erträglich.

Das Saxofon – eher unschön:

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Insgesamt aber gilt hier dasselbe wie schon beim Brass: Klanglich spielt auch diese Library in der oberen Liga. Wofür dann gelungene Legato-Übergänge, noch natürlichere Ausklingphasen, saubere Dynamikabstufungen, massig Editier- Artikulations- und direkte Zugriffsmöglichkeiten sowie ein meist realistischer Grundsound der Instrumente sorgen. Eine schöne Spielwiese zum Austoben sind übrigens die Instrument-Effects: Cluster, Aufwärmübungen, Falls, wilde sinnfreie Runs und Stabs – ein echter Kreativ-Beschleuniger.

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Hier noch einige weitere Soundbeispiele. Erst zwei Ensembles, dann das Quintett:

 

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Und schließlich noch einige Beispiele von Native Instruments selber:

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Klangbeispiele
Forum
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    Filterpad  AHU

    Dieses Sax klingt in etwa wie das Halion-Sax (aber etwas besser). Ich war von dem Halion-Sax anfangs total begeistert, bis man es mal mit einem echten Saxophon verglichen hat! Es scheint sich um ein schwierig zu sampelndes Instrument zu handeln. Gerade im Mix hört es sich dann fast nur noch wie ein dünner Softsynth-Sound an. Piano und auch Saiteninstrumente hat man inzwischen ganz gut hinbekommen. Auch die „reinen“ Hölzer in dieser Library klingen klasse (z.B. Fagott, Klari. etc.)

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