Von Stereo bis Dolby Atmos: Jetzt auch mit Kopfhörer mischen!
Der Berliner Mikrofonhersteller Neumann steht seit jeher für kompromisslose Audioqualität „Made in Germany“. Neben legendären Mikrofonen wie dem U87 hat das Unternehmen seit vielen Jahren auch eine hochwertige Monitor-Lautsprecher-Serie im Programm. Die KH-Modelle entstanden durch die Übernahme des renommierten Herstellers Klein & Hummel und setzen dessen ebenfalls legendäres Erbe fort. Nachdem sich Neumann mit dem MT-48 vor einiger Zeit nun auch auf den Markt für Audiointerfaces gewagt hat, runden die Kopfhörer der NDH-Linie das Portfolio ab. Und genau für diese Kopfhörer, namentlich den NDH 20 und NDH 30, hat sich Neumann etwas ganz Besonderes in Form des RIME Plug-ins einfallen lassen. Und genau darum soll es heute gehen!
Kurz & knapp
- Exzellente Raumabbildung: RIME bietet eine verblüffend realistische Simulation eines echten Studios auf Neumann-Kopfhörern.
- Hervorragend für Stereo: Auch ohne immersive Formate ist das Plug-in ein starkes Werkzeug für präzise Stereomischungen.
- Dolby Atmos ready: Die Unterstützung für 7.1.4-Setups macht RIME zur Top-Wahl für immersive Audioproduktion.
- Hochwertige Umsetzung: Durch echte Impulsantworten und Kunstkopf-Aufnahmen wirkt der virtuelle Raum besonders natürlich.
- Preis-Leistungsfrage: Der Klang überzeugt, der Zusatzpreis von 99,- Euro bei bereits teurem Equipment bleibt aber ein kleiner Wermutstropfen.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Neumann RIME?
RIME ist eine Abkürzung für Reference Immersive Monitoring Environment. Übersetzt bedeutet das, dass Neumann mit diesem Plug-in Musikschaffenden auf dem Kopfhörer ein Klangerlebnis ermöglichen möchte, wie sie es von ihrer Studioumgebung in einem akustisch optimierten Raum gewohnt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in Stereo, Surround oder sogar Dolby Atmos mischen möchte. Ein kleiner Wermutstropfen: das Ganze funktioniert nur mit den Neumann Kopfhörern NDH 20 und NDH 30. Den letzteren hat Neumann mir für diesen Test zur Verfügung gestellt.
Jeder, der schon mal versucht hat, mit Kopfhörern zu mischen, kennt das Dilemma: Es klingt letztendlich einfach nicht so wie über Lautsprecher. Das liegt an verschiedenen Problemen. Zuallererst die sogenannte Phantom-Mitte, die sich automatisch zwischen zwei Lautsprechern bildet, wenn ein Signal auf beide ausgespielt wird.
Dieser Effekt ist enorm wichtig, um eine vernünftige Mischung zu erstellen. Er fällt naturgemäß bei einem Kopfhörer komplett weg, da ein Signal entweder ganz von rechts oder ganz von links kommt. Folglich ist es immer etwas schwierig, eine vernünftige Mischung ausschließlich über Kopfhörer zu erstellen. Auch wenn es mit viel Erfahrung nicht unmöglich ist.
Nun gibt es schon seit einiger Zeit sowohl Hardware als auch Software, die versuchen, diesem Umstand entgegenzuwirken. Stellvertretend sei etwa das Phonitor System von SPL genannt.
Neumann geht hier einen neuen Weg: zunächst wurde ein „State of the Art“-Tonstudio gebaut, das akustisch optimiert und mit den Lautsprechern und Subwoofern der Neumann KH-Linie bestückt wurde. Auch das hauseigene MA 1-System zur Abstimmung der Monitore und Raumkorrektur kam zum Einsatz. So entstand ein Hörraum, der möglichst neutral klingt und höchste Objektivität beim Arbeiten gewährleistet.
Diesen Raum wiederum hat man dann versucht, im RIME Plug-in abzubilden. Dazu wurde ein Neumann KU 100 Kunstkopf-Mikrofon genutzt, um Impulsantworten des Raums aufzunehmen. Man hat also echte Monitore in einem echten Raum, der mithilfe eines „echten“ Kopfes binauralisiert wurde. Laut Neumann trägt diese entscheidend zur klanglichen Güte des Plug-ins bei.
Zum Verständnis: Andere Kopfhörer-Plug-ins simulieren oft Raum, Boxen und den menschlichen Kopf mithilfe eines Algorithmus, hier dagegen ergibt sich ein 1:1 Abbild der Vorlage. Ähnlich wie bei einem Hallgerät, das auf Impulsantworten setzt. Neumann spricht auch davon, dass der Einsatz von sogenannten AMBEO-Algorithmen maßgeblich gewesen sei, um das finale Ergebnis zu erhalten. Dahinter steckt letztendlich ein Algorithmus, der all die gewonnenen Impulsantworten so zusammensetzt, dass wir als Hörer die Simulation eines virtuellen Raums erleben können
Überblick über das Neumann RIME Plug-in
Neumann RIME kommt in den gängigen Plug-in-Formaten wie VST, AU und AAX. Einmal installiert, lädt man es am besten auf den Masterbus seiner DAW. Eine Standalone-Applikation, die sich zwischen Audio-Software und Interface hängt, gibt es, Stand jetzt, nicht. Man muss also tunlichst immer darauf achten, das Plug-in auf Bypass zu schalten, bevor man einen Mix exportiert.
Das Neumann RIME Plug-in selbst präsentiert sich in einem nüchternen, stylischen Look mit einer Mischung aus Grau-, Schwarz- und Orangetönen. Ganz links wählt man zunächst das Setup. Hier sind alle möglichen Varianten von Stereo bis hinauf zu 7.1.4 möglich. Auch kann man die Lautstärke der einzelnen Kanäle regeln und sie solo schalten oder muten.
Ganz links unten gibt es die Möglichkeit, das Head-Tracking zu aktivieren, damit der Kopfhörer quasi den Bewegungen des Kopfes folgt. Dafür ist aber zusätzliche Hardware notwendig, die ich für diesen Test nicht zur Verfügung hatte. Außerdem ist das für Musikmischungen nicht unbedingt relevant.
Mittig sehen wir eine grafische Darstellung des virtuellen Hörraums aus der Vogelperspektive. Wir sehen alle eingesetzten Lautsprecher und können diese per Linksklick solo schalten und per Rechtsklick muten. Ganz unten haben wir einen Slider, der die Ambience verstärken oder abschwächen kann.
Auf der rechten Seite gibt es ein Zahnrad für weiterführende Einstellungen. Dazu komme ich gleich noch. Außerdem kann man hier den verwendeten Kopfhörer wählen, also entweder NDH 30 oder NDH 20.
Mithilfe eines einfachen EQs (Bass- und Höhen-Regler) lässt sich das Neumann RIME Plug-in den eigenen Hörgewohnheiten anpassen. Last but not least sehen wir rechts unten ein Output-Metering und einen Master-Gain-Regler. Diesen habe ich standardmäßig direkt auf -4 dB gestellt, da sonst das Plug-in am Ausgang durch die Summierung der 12 Kanäle (bei einem 7.1.4 Setup) übersteuern kann.
Klickt man auf das oben erwähnte Zahnrad, kann man noch einige weitere Settings einstellen. Zum einen wäre hier die Autorisierung zu nennen, die nötig wird, nachdem man das Plug-in 14 Tage kostenlos testen kann. Zudem kann man angeben, ob man Tipps eingeblendet haben möchte, und es lässt sich eine Raumansicht aktivieren, statt der oben erwähnten Vogelperspektive der Lautsprecher. Außerdem kann man den Level des LFE um 10 dB erhöhen.
Wer die klangliche Optimierung auf die Spitze treiben möchte, kann auch noch die eigenen Kopfmaße eingeben. Dazu muss man einmal den Kopfumfang (z. B. mit einem Maßband) und den Abstand zwischen den Ohren messen. Wer sich jetzt fragt, wie man gut den Abstand zwischen den Ohren messen kann: Neumann hat in seinem Video einen praktischen Tipp: einfach eine Brille nehmen und den Abstand zwischen den Bügeln messen. Für alle Nicht-Brillenträger tut es natürlich auch eine Sonnenbrille.
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Praxis: Wie nutzt man das RIME Plug-in von Neumann?
Kommen wir zum praktischen Einsatz des Neumann RIME-Plug-ins. Obwohl Neumann das Plug-in explizit für immersive Kontexte entwickelt hat, ist es auch ein sehr praktisches Werkzeug für Stereo-Mischungen. Und da wohl die Mehrzahl der Leser noch hauptsächlich in Stereo arbeitet, beginne ich den Praxis-Teil auch damit.
In einem bestehenden Projekt lade ich also das Neumann RIME Plug-in auf die Masterspur an letzter Stelle und stelle das Setup auf „Stereo“. Der erste Eindruck ist sehr positiv. Man hat plötzlich wirklich das Gefühl, über Lautsprecher zu mischen. Ganz verblüfft bin ich, als ich mit der Maus auf den linken Lautsprecher klicke, um dieses Solo zu hören: Das Signal kommt tatsächlich klar von links vorne. Ich muss sagen, das ist schon sehr beeindruckend! Ganz kurz war ich sogar verwirrt und dachte, dass meine Monitor-Lautsprecher noch an wären und ich gar keinen Kopfhörer aufhätte.
Neumann bewirbt das RIME Plug-in damit, dass die klangliche Signatur exakt der eigenen KH-Linie an Monitoren entspricht und wirbt damit, dass, wenn man mit diesen arbeitet, man nahtlos zwischen beiden Arbeitsweisen hin- und herspringen kann. Nun habe ich in meinem Studio leider keine Neumann-Monitore und kann dazu folglich nichts sagen. Was ich aber definitiv sagen kann: Mit ein wenig Einarbeitungszeit kann man mithilfe des RIME Plug-ins wirklich hervorragend auf Kopfhörern mixen und erhält Ergebnisse, die sich sehr gut auf andere Systeme übertragen.
Zum Kopfhörer selbst, der ja nicht Teil dieses Tests ist, kann ich mich nur meinem Kollegen anschließen. Der NDH 30 ist ein wirklich ausgezeichneter, offener Kopfhörer, der auch nach langem Tragen noch angenehm auf dem Kopf sitzt.
Natürlich habe ich es mir aber auch nicht nehmen lassen, das Neumann RIME Plug-in im Kontext einer Dolby Atmos Mischung zu nutzen. Dazu habe ich ein bestehendes Logic Pro Projekt von mir auf Dolby Atmos umgestellt und das RIME Plug-in wieder auf den Masterbus geladen, diesmal in einer 7.1.4 Anordnung.
In dem Moment, in dem man Logic auf Dolby Atmos umstellt, werden aus den Panorama-Reglern einzelner Kanäle spezielle 3D-Objekt-Panner. Mithilfe deren Hilfe kann man jedes Signal frei im immersiven Raum bewegen. Im Gegensatz zu Surround, wo ihr nur vorne, hinten und Center kennt, gibt es bei Dolby Atmos und einem 7.1.4 Setup natürlich auch Monitore, die über dem Hörer angeordnet sind. Das heißt, ich kann Signale völlig frei im Raum zwischen diesen Monitoren bewegen und anordnen.
Ich muss sagen, das macht direkt großen Spaß! Vor allem, wenn die Musik viele räumliche und/oder sphärische Elemente wie Pads etc. enthält. Mithilfe der Automation lassen sich einzelne Elemente eines Mixes auch frei im Raum bewegen. Falls generell Interesse daran besteht, wie man mit Kopfhörern eine Dolby Atmos Mischung erstellt, dann schreibt das gerne mal in die Kommentare. Vielleicht wäre das ja mal ein Thema für einen Workshop hier auf AMAZONA.DE
































Ahhh, endlich ist es da Moritz, von dem du erzählt hast! Beim Kauf des NDH 30 bin ich beim Kassen-Button ehrlich gesagt ganz schön ins Schwitzen geraten. Über 600 € waren es damals bei mir – das gibt man nicht mal eben so spontan aus. Aber bislang bin ich sehr zufrieden. Ein paar Dinge stören mich allerdings: Zum einen das extrem weiche Material des Kopfbügelpolsters, was mir in Bezug auf die langfristige Haltbarkeit Sorgen macht, und zum anderen die etwas zu leichtgängige Rasterung der Höheneinstellung. Der Klang hingegen ist klasse – meiner Meinung nach sogar einen Tick besser als bei den vernünftigen Beyerdynamic-Modellen. Das ist natürlich mein subjektives Empfinden, wird aber auch durch einige Messdaten bezüglich durchschnittliche Frequenzgenauigkeit im Netz gestützt. Zum RIME Plug-in: Es wäre wirklich von Neumann ein guter Service gewesen, das Plug-in über die Seriennummer etc. günstiger anzubieten. Aber vermutlich ist die Zielgruppe dafür einfach zu klein. Und danke für den Hinweis mit dem Bypass – sonst hat man am Ende „Stereo featuring Surround“ im Song. Diese Matschepampe möchte wirklich niemand hören. :D Sind deine Mix- und Mastering-Ergebnisse seit der Arbeit mit dieser Referenz deutlich besser geworden?
@Filterpad Ich glaube nicht, dass meine Mixe dadurch unmittelbar besser geworden sind. Besser wird man meiner Meinung nach immer nur durch viel üben und wiederholen. Ich kann mir aber vorstellen, dass man auf Dauer schneller damit wird, weil man einfach weniger Zweifel an den eigenen Entscheidungen hat. Das Gleiche habe ich auch festgestellt, nachdem ich mir endlich vernünftige Monitore gekauft hatte und meinen Raum akustisch optimiert hatte. Ich bin dadurch kein besserer Mixer geworden aber ich vertraue dem was ich höre einfach mehr
@Moritz Maier Das mit den Monitoren ist auf jeden Fall ein guter Punkt, denn bei mir war es tatsächlich so: Meine Mixe sind erst durch bessere Studiomonitore wirklich besser geworden – das hört man deutlich, wenn man Aufnahmen vor und nach dem Kauf vergleicht. Die NDH nutze ich zusätzlich als Referenzabhöre bzw. als Lärmschutz. Außerdem wirken sie in mancher Hinsicht hochwertiger als die Beyerdynamic, die ja inzwischen an eine chinesische Firma verkauft worden sind. Vielleicht hilft das RIME Plugin noch mehr, aber es nützt natürlich alles nichts wenn der Song nur technisch und ohne Gefühl produziert wird. Viele sind leider meiner Ansicht nach sehr technisch fokusiert und wundern sich dann wenn ihre Werke nicht funktionieren. Ausnahme ist wenn man nur wegen der Kohle Musik machen muss. Dann muss man sich kommerziellen Gegebenheiten bzw. Trends anpassen. Mein Wunsch war es übrigens genau diesen Weg einzuschlagen. Aber daraus wurde bislang leider nix. :-/
Vielen Dank für den Test, Moritz Maier.
Man könnte noch darauf hinweisen, dass alternative Modelle über auswählbare Kopfhörerprofile auch unterstützt werden,
Als NDH20 User, wie ich es bin, ist die Installation – mindestens der Testversion, Pflicht.
Gruß masterBlasterFX
@masterBlasterFX Ist das so gemeint dass man bei diesem Plug-in andere Kopfhörer außer Neumann auswählen kann, oder gibt es für andere Marken vergleichbare Plugins (AKG, Hifiman uf Co.)?
@Filterpad Ja, das betrifft Neumann RIME.
Das RIME-Programm ermöglicht die Auswahl von Profilen für alternative Kopfhörer, die nicht von Neumann stammen.
Aber es ist für die 2 genannten Neumann Kopfhörer maßgeschneidert.
@masterBlasterFX Ach so…. im Bericht heißt es „[…] das Ganze funktioniert nur mit den Neumann Kopfhörern NDH 20 und NDH 30“. Das ist ein bisserl missverständlich, wenn es mit anderen KH eh auch funktioniert.
Interessant wäre, was bei Non-Neumann KH nicht so gut klappt wie mit den hauseigenen KH. Aber da hält sich Neumann sicherheitshalber vermutlich bedeckt.
@jeffvienna Es ist tatsächlich nur für die beiden Neumann Kopfhörer NDh 20 und NDH 30 gedacht. Ob es mit anderen Kopfhörern Sinn macht, wage ich zu bezweifeln. In RIME selbst steht aber keine andere Option als die beiden genannten zur Verfügung.
@Moritz Maier Das darfst du natürlich.
Andere bezweifeln auch den Nutzen mit Neumann NDH30/20.
@jeffvienna Habe die Info unteranderem von der Thomann HPage.
@Filterpad Copilot hat diese Alternativen parat:
Dear Reality dearVR MONITOR
– Virtuelles Abhör-Plugin für immersive Formate (bis 7.1.4)
– Unterstützt Headtracking
– Kompatibel mit vielen Kopfhörermodellen
– Entwickelt von einem Sennheiser-Tochterunternehmen
Waves Nx – Virtual Mix Room
– Bietet eine virtuelle Regieumgebung über Kopfhörer
– Unterstützt Headtracking (z. B. mit Nx Head Tracker oder Webcam)
– Günstiger Einstieg in binaurales Monitoring
Dolby Atmos Renderer (Standalone oder als Plugin)
– Industriestandard für Dolby Atmos Produktionen
– In Kombination mit Kopfhörerprofilen nutzbar
– Eher für professionelle Workflows gedacht
Blue Ripple Sound – O3A Plugins
– Für Ambisonics und immersive Audioformate
– Sehr flexibel, aber eher technisch und komplex
Blue Ripple Sound – TOA (Theatre of the Absurd) Plugins
– Erweiterte Ambisonics-Tools für immersive Audio
– Unterstützt komplexe Lautsprecherlayouts und binaurale Ausgabe
@jeffvienna Ok, danke der Aufklärung 👍
Es würde mich sehr interessieren wie nur mit Kopfhörern eine Dolby Atmos Mischung erstellt wird 🙂. Meine Fragen dazu: Wie geht das technisch ? Macht das überhaupt Sinn ? Wie gut ist das Ergebnis ?
@Spectral Tune Ok, ich geb das mal weiter, vielleicht kommt dazu bald mal was
@Spectral Tune Damit beschäftigt u.a. die Psychoakustik.
Hier ein PDF wo das kurz angerissen wird.
https://pub.dega-akustik.de/DAGA_2021/data/articles/000625.pdf
Wenn man es vertiefen möchte, kann ja die dort genannten wissenschaftlichen Arbeiten mal anschauen.
Ich habe die Neumann NDH30 und kannte RIME noch nicht. Darum erstmal vielen Dank für den Artikel.
Ich habe mir die Software gleich mal geladen und kurz ausprobiert. Also der Unterschied zwischen PlugIn an und aus ist wirklich groß.
Dass bei voll ausgesteuertem Signal das PlugIn erstmal komplett übersteuert, ist aber tatsächlich suboptimal, lässt sich für Lautheitsausgeglichene Vergleiche mit ein- und ausgeschaltetem PlugIn wahrscheinlich aber nicht anders lösen. Man braucht also auf jeden Fall ein PlugIn in der Kette davor, womit man den Eingangspegel des RIME um ca. 6 – 9 dB absenkt. Damit übersteuert RIME dann nicht mehr und man kann es aus- und einschalten ohne dass sich die wahrgenommene Lautstärke verändert.
Was bewirkt das PlugIn nun? Ich weiß auch nicht so genau wie ich das beschreiben soll. Es holt die Signale auf jeden Fall weiter von den Ohren weg. Aber so richtig von vorne, also vor dem Kopf ist es dann (bei mir) immer noch nicht. Und natürlich wird auch die räumliche Tiefe nicht so dargestellt, wie es bei (meinen) Monitoren der Fall ist.
Man gewöhnt sich aber sehr schnell an diesen geänderten Klang und findet es dann sehr ungewohnt, wenn man das PlugIN wieder ausschaltet.
Naja, soweit mal mein erster Kurzeindruck.
Inwieweit man damit wirklich besser mixen kann, werde ich testen. Mastern ist imo schon alleine wegen der geänderten Dynamik kaum möglich. Teste ich aber trotzdem mal…
Auch von mir vielen Dank für den Test!
Ich kannte die Software zwar, aber dachte nicht, dass auch Stereo geht….
Als NDH30 und NDH20 User hab ich es nun gleich ausprobiert.
Da ich aufgrund meiner Begebenheiten überweigend mit Kopfhörern arbeiten (muss)
nutze ich gerne die Crossfeed Schaltung in meiner SPL 2Control.
Das geht mit Übung und gelegentlichem Gegenhören auf meinen KH120A recht gut,
aber der Untersschied zum RIME ist sehr deutlich!
Ich bin recht begeistert und sehe die Euros gut investiert.
Das ist wird mich sicherlich noch weiterbringen mit meinen Mix-Ergebnissen!
Hätte ich so nicht erwartet, da mich der Lewitt Space Replicator den ich kürzlich probierte nicht überzeugte….
Neumann halt…. könnens einfach…
😉
Hallo Moritz,
danke für deinen informativen Test. Hast du einen Vergliech zum Waves NX-System? Das erlaubt ja ebenfalls Head-Tracking usw. arbeitet aber mit jedem Kopfhörer und es gibt auch Profile für eine Reihen davon.
@Chrizzly21 Leider nein, das hab ich noch nie genutzt oder gar verglichen.