Neuartiger MIDI-Controller für Performances
Der Neuzeit Instruments Drop ist ein umfangreicher MIDI- & USB-Master-Controller für komplette Live-Setups. Mit ihm lassen sich Snapshots für Parametereinstellungen speichern und abrufen. Im Detail ist das Ganze wahnsinnig clever gelöst und ich konnte es, nach einer ausführlichen Demonstration des Herstellers Thomas Hutmann auf der Superbooth 2025, kaum erwarten, den Neuzeit Instruments Drop in der Praxis selbst zu testen.
Kurz & knapp
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- Verarbeitung: Sehr robustes Metallgehäuse mit hochwertiger Haptik bei Fadern und Encodern.
- Flexibilität: Umfangreiche Snapshots, Makros und Mapping-Optionen machen ihn zur Schaltzentrale für Studio und Live.
- Workflow: Einrichtung erfordert etwas Zeit, danach extrem flüssige Bedienung und kreative Möglichkeiten.
- Kompatibilität: Reibungslose Integration mit Ableton, Bitwig und externer Hardware, inklusive Skripten und Datenbank.
- Fazit: Ein durchdachtes Konzept, das Komfort und Kreativität vereint und im Test voll überzeugt hat.
Inhaltsverzeichnis
- Kurz & knapp
- Neuzeit Instruments Drop
- Neuzeit Instruments Drop: Lieferumfang
- Drop: Der erste Eindruck
- Die Anschlüsse des Neuzeit Instruments Drop
- Die Bedienoberfläche des Neuzeit Instruments Drop
- Vor dem Drop: Die Einrichtung des Controllers
- Die Snapshots: Jump oder Drop?
- Der Neuzeit Instruments Drop in der Praxis
Mit dem Drop betritt Neuzeit Instruments einen neuen Pfad, gibt es doch bisher nur eine überschaubare Produktpalette von Eurorack-Modulen des Herstellers zu kaufen. Doch dadurch hat man sich bereits einen recht speziellen Ruf in der Szene erarbeitet. Die Module sind einfach sehr nutzerfreundlich, gut durchdacht und spielen auch qualitativ in der obersten Liga mit.
Mit Quasar hat Neuzeit Instruments sogar ein Geräte mit Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt, ist es schließlich der einzige binaurale Prozessor in diesem Format. Ob der gute Ruf bestehen bleibt, wollen wir in unserem folgenden Test herausfinden.
Zunächst einmal eine Übersicht der Spezifikationen zum Neuzeit Instruments Drop:
- 20 Bänke mit jeweils 20 Snapshots
- 32 Push-Encoder, 8 Mute-Tasten und 8 Fader (dupliziert auf zwei Layer)
- Makro-Mapping (bis zu 8 MIDI-Ziele)
- MIDI-Merge
- MIDI-Clock In/Out mit Delay Compensation
- CCs, 14 Bit CCs, Noten, Programm- und Bankwechsel, Pitchbend, Aftertouch
- Note Keyboard Modus
- Ableton Live & Bitwig Clip Launcher
- Verschiedene Link-Modi (Jam Mode, Dual Mode, Full Mode)
- 2x MIDI USB-C Port
- 4x MIDI In, 4x MIDI Out
- 2x CV In, 2x CV Out
Anmerkung: Während des Tests stand ich im permanenten Austausch mit Thomas Hutmann, der mich nicht nur mit Informationen, sondern auch immer mit den neuesten Firmware-Updates und aktualisierten Handbüchern versorgte. Ich konnte den Drop bis zur aktuellen Firmware-Version 0.31 testen.
Neuzeit Instruments Drop: Lieferumfang
Neben dem MIDI-Controller selbst wird der Neuzeit Instruments Drop mit dem nötigen Zubehör ausgeliefert. Hierzu zählen ein USB-C zu USB-C-Kabel, ein USB-C zu USB-A Adapter, ein MIDI-TRS (male) zu DIN (female) Adapter, zwei 3,5 mm Klinke MIDI-TRS-Kabel und das externe 12 V Netzteil. Zum Netzteil gibt es alle möglichen Steckaufsätze für EU, US, UK und AU/CN dazu, wobei eine Stromversorgung per USB-C ebenfalls möglich ist.
Die beiden MIDI-TRS-Kabel haben übrigens eine Länge von 125 cm, sodass man etwas flexibler mit der Platzierung des Neuzeit Instruments Drop ist. Dafür hätte meiner Meinung nach das Netzteilkabel etwas länger ausfallen können.
Drop: Der erste Eindruck
Neuzeit Instruments Drop ist trotz seiner schlanken Maßen von 275 x 220 x 38 mm ein kleines Schwergewicht. Über 1,5 kg bringt der flache MIDI- und USB-Master-Controller auf die Waage. Die Verarbeitung macht einen sehr robusten und langlebigen Eindruck. Das Gehäuse, wie auch die Fader und Encoder, bestehen allesamt aus Metall.
Als Erstes hatte mich die Haptik der Fader und der Encoder interessiert. Für mein Empfinden liegen sie gut in der Hand und haben einen optimalen Widerstand. Die Fader haben einen Schiebeweg von 45 mm und die Drehregler verfügen über eine zusätzliche Druckfunktion. Zwischen Fader und Drehregler liegen die acht Mute-Knöpfe, die übrigens auch zweckentfremdet werden können. Auch hier sitzt alles fest und die Tasten hinterlassen ein leises Klickgeräusch als Feedback. Alle anderen Drucktasten befinden sich auf der linken Seite, sind gummiert und verrichten lautlos ihren Dienst.
Auf der linken Seite sitzen noch der Jump- bzw. Fadetime-Regler und ein Menü-Regler. Letzter dient durch Drücken auch als Bestätigungstaste. Auf dem runden Bildschirm ist, trotz der recht geringen Größe, alles gut ablesbar.
Die Anschlüsse des Neuzeit Instruments Drop
Alle Anschlüsse des Neuzeit Instruments Drop befinden sich auf der Rückseite und die Beschriftung ist so angebracht, dass man diese lesen kann, so bald man sich etwas über das Gerät beugt.
Von links nach rechts gibt es einen Anschluss für das 12 V Netzteil, den An/Ausschalter, die beiden USB-C-Eingänge, einen microSD-Kartenslot, zwei CV-Ausgänge und vier MIDI-TRS-Anschlüsse, bestehend aus jeweils einem Ein- und Ausgang mit eng anliegenden A-/B-Kippschaltern dazwischen.
Der An/Ausschalter ist ebenfalls ein Kippschalter und die microSD-Karte ragt keinen Millimeter hinaus. Auch hier sieht mir alles nach Langlebigkeit und Live-Orientierung aus.
Die Bedienoberfläche des Neuzeit Instruments Drop
Bedienelemente
Die 32 Endlosdrehregler sind in acht Reihen zu jeweils vier Reglern angeordnet. Alle Regler sind frei zuweisbar und müssen dementsprechend nicht zwingend vertikal pro Kanal genutzt werden. Daher lässt sich auch die Farbanordnung im Menü vertikal, horizontal oder ganz individuell bestimmen.
Apropos Farbe: Über die LED-Ringe der Regler lassen sich die aktuellen Zustände ablesen. Hierfür lassen sich auch die Form der Anzeige, die Farbe und das Verhalten beliebig auswählen. Für den Zustand der Push-Funktion ist eine weitere LED, unten mittig, angebracht.
Darunter sitzen die Mute-Tasten und die Fader, die zum Anzeigen von aktuellen Zuständen ebenfalls LEDs besitzen. Die Fader zeigen hierbei an, ob die physikalische Position eingestellt ist oder sich die Fader-Position ober- oder unterhalb des Wertes befindet.
Jedem Bedienelement des Drop können bis zu acht Ziele zugewiesen und die Kurven können unterschiedlich eingestellt werden. Das war bisher nur mit Software so umzusetzen.
Transport- & Funktionstasten
Auf der Bedienoberfläche links oben sitzen sechs Funktionstasten mit einer Shift-Taste für folgende Funktionen:
- Play/Stop
- Tap/Clock
- Jump/Grid
- Drop/Chain
- Bank/Copy
- Save/Edit
Der kleine Drehregler wird für die Jump-Funktion genutzt und regelt die Überblendungszeit eines Übergangs. Genauer gesagt, wie lange ein Kontrollelement braucht, um auf den Zustand eines anderen Snapshots zu kommen. Ist der Regler auf Linksstellung, so gibt es schlicht keine Überblendung. Die maximale Länge lässt sich im Menü frei bis zu maximal 60 Sekunden konfigurieren.
Die interne Clock des Neuzeit Instruments Drop bewegt sich zwischen 30 und 399 bpm und für jeden Kanal lässt sich separat ein Delay mit Angaben in Millisekunden einstellen. Das spart gegebenenfalls eine Multi-Clock im Setup.
Es ist auch möglich, eine Clock zu senden, ohne im Playback-Modus zu sein, pro Kanal lassen sich das Clock-Signal, Transport und Positionsfolger aktivieren beziehungsweise deaktivieren. Des Weiteren gibt es eine Nudge-Funktion, über ReSync wird ein Stopp- und Start-Befehl an alle angeschlossenen Geräte geschickt.
Button Matrix
Die 4 x 5 Button Matrix des Controllers kann verschiedene Funktionen haben. Im Jump- oder Drop-Modus lassen sich über die Matrix Snapshots abfeuern, im Bank-Modus werden somit die Bänke ausgewählt und im Grid-Modus kann man Clips und Szenen aus einer DAW triggern. Auch die Möglichkeit, einen externen Synthesizer chromatisch zu spielen, ist gegeben.
Menüfeld
Der Menübildschirm des Neuzeit Instruments Drop ist umringt von acht Drucktasten, die immer nur eine eindeutige Funktion haben, wenn sie auf dem Bildschirm angezeigt wird. Oberhalb des Bildschirms sind zwei Tasten für Single und Repeat angebracht, die ausschließlich im Drop-Modus funktionieren. Im Single-Modus wird ein Drop einmalig ausgeführt, im Repeat-Modus wird der Drop nach jedem Durchlauf erneut ausgeführt.
Unterhalb des Bildschirms sitzen neben dem Menü-Regler eine Menü- und eine Play-Taste (zum Wechseln zur Performance-Ansicht) und die beiden Tasten für Layer A und Layer B. Alternativ lässt sich auch eine USB-Tastatur anschließen, wodurch das Editieren noch einfacher und schneller erfolgt.
Vor dem Drop: Die Einrichtung des Controllers
Firmware und Skripte für Ableton & Bitwig
Bevor man mit der Einrichtung beginnt, empfiehlt es sich, die neueste Firmware zu installieren. Diese kopiert man auf die microSD-Karte und der Drop ist damit problemlos und schnell auf den neuesten Stand gebracht.
Als reiner MIDI-Controller lässt sich der Neuzeit Instruments Drop natürlich mit jeder gängigen DAW verwenden. Möchte man Kontrolle über Clip Launcher, wie es sie mittlerweile nicht nur in Ableton, sondern auch in Bitwig und Studio One gibt, verwenden, so benötigt man ein Skript.
Für Ableton liegen Skripte für Version 11, 12.0 und 12.1 (und höher) vor und für Bitwig aktuell für Version 5. Kurz vor dem Beenden des Artikels habe ich das Skript aber auch für die Beta-Version von Bitwig 6 getestet und auf den ersten Blick schien hier ebenfalls alles reibungslos zu funktionieren.
Erstellen eines Projekts
Der Neuzeit Instruments Drop soll zwar für einen bequemen Workflow sorgen, doch diese Bequemlichkeit muss natürlich zunächst erarbeitet werden.
Zum Einrichten eines Setups mit bis zu acht Geräten stehen zwei Presets zur Verfügung. Mit dem DAW-Preset ist eine Verbindung über USB 1 konfiguriert und alle Drehregler senden bereits CC-Signale und lassen sich direkt zuweisen.
Das Clean Init Preset ist ein komplett leeres Projekt und eignet sich am besten zum Einrichten seiner Hardware. In meinem Fall habe ich zu Beginn einfach das DAW Preset ausgewählt und drei der sieben verbliebenen Ausgänge anschließend für meine Hardware eingerichtet. Im Verlauf gefiel mir allerdings die Konfiguration über das Init Preset tatsächlich besser.
Device Settings
Im Menü für jedes Gerät gibt es zunächst grundlegende Funktionen wie beispielsweise Kanalauswahl, Eingang und Ausgang. Auf weiteren Seiten gibt es noch ein Pre-Delay für Program Changes, MIDI-Filter und einen MIDI-Merger. Somit lassen sich die MIDI-Daten des Drops zusammen mit eingehenden MIDI-Daten eines Keyboards oder Sequencers an ein entsprechendes Gerät schicken.
Außerdem ermöglicht er auch Transpositionen (Halbtöne und Oktaven) und Stummschalten der eingehenden Noten über die Bedienelemente. So lässt sich zum Beispiel ein geräteübergreifender, globaler Transpose-Regler für ein Live-Set bauen.
Um das Mapping für viele Geräte zu erleichtern, steht die komplette Datenbank von Pencil Research zur Verfügung. Hier sind wirklich alle bekannten und auch weniger bekannten Hersteller mit ihren Geräten vertreten. So spart man sich den Blick ins Handbuch und das Suchen des gewünschten CC-, CC 14-Bit- oder NRPN-Befehls.
Das Mapping
Hat man die Einrichtung einmal hinter sich, so lassen sich in den meisten Fällen per MIDI-Learn Parameter zuweisen. Ob man nun den Drop wie einen klassischen Mixer mit beispielsweise Regler für EQ, Send-Effekte, Mute und Kanallautstärke nutzt oder einen Synthesizer, dessen Bedienelemente nur umständlich im Menü vergraben sind ansteuert, bleibt natürlich jedem Nutzer selbst überlassen. Auch ist es möglich, die Bedienelemente über andere MIDI-Geräte fernzusteuern.
Es lassen sich selbstverständlich auch mehrere Setups als Presets speichern und außerdem gibt es ja noch ein zweites Layer. Wem das dennoch nicht genügt, kann auch mehrere Drops miteinander verknüpfen.
Die Snapshots: Jump oder Drop?
Nach dem Einrichtungsvorgang geht es fleißig weiter mit dem Einrichten. Nun müssen die Snapshots angelegt werden. Mit den Snapshots lassen sich alle aktuellen Positionen der Drehregler, Fader und Mute-Tasten speichern und abrufen. Hier darf man bereits etwas außerhalb der Box denken und sich eventuell mehr Gedanken über Parameterautomationen machen als über das Anlegen von Szenen in einem Clip Launcher.
Zur Verfügung stehen 20 Bänke mit jeweils 20 Snapshots pro Projekt, von denen ein Snapshot bis zu acht MIDI-Nachrichten senden kann. Auch Program Change und Bank Select sind möglich. Wahlweise lassen sich alle oder nur ausgewählte Parameter speichern. Zudem sind die Snapshots auch kombinierbar, indem man mehrere gemeinsam abspielt.
Die erstellten Snapshots können nun im Jump- oder im Drop-Modus abgespielt werden. Auch diese sind kombinierbar. Im Jump-Modus kann man über den besagten Drehregler oben links eine Überblendungsdauer einstellen. Dabei kann man sich zwischen sieben Werten entscheiden und eine maximale Länge von bis zu 60 Sekunden auswählen. Ob man sich so nun von einem zum nächsten Teil des Arrangements durchführt oder innerhalb eines Teils Parameterautomationen laufen lässt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Beim Neuzeit Instruments Drop gilt die Devise: Es geht ja auch beides oder noch mehr.
Im Drop-Modus werden Snapshots vorab geplant und am Ende eines Zyklus ausgeführt. Hier findet keine Überblendungszeit statt und ein Jump wird automatisch beendet. Ein Zyklus kann zwischen 1 und 32 Takten lang sein.
Über die Shift-Taste lässt sich alternativ auch ein manueller Fade zur Überblendung einrichten. Das fand ich vor allem hilfreich für lange Übergänge, um von einem Song zum nächsten zu gelangen.
Wer ganz sicher gehen möchte, kann sich sogar die Abfolge von Jumps und Drops als Kette speichern und abspielen. Für jedes Projekt stehen 20 solcher Ketten mit jeweils bis zu 64 Snapshots zur Verfügung.
Zuletzt sei noch die Remote-Funktion erwähnt. Hierüber lassen sich Snapshots auch per MIDI-Noten oder CV- und Gate-Signalen auslösen.
Der Neuzeit Instruments Drop in der Praxis
Die Einrichtung des Neuzeit Instruments Drop nimmt erstmal etwas Zeit in Anspruch, geht mit etwas Übung dann aber recht fix. Danach kann man allerdings nicht mehr vom Drop lassen.
Während der Testphase hatte ich bestehende Live-Sets in Ableton und Bitwig einfach mit meiner Hardware erweitert und über die Snapshots immer wieder neue Arrangements erstellt. Die Übergänge gelingen butterweich, flüssig und vor allem synchron. Das Tolle am Drop: Man kann sozusagen ein Backup seiner Grundeinstellungen speichern, von dort aus experimentieren und jammen, jedes liebgewonnene Ergebnis speichern und bei Nichtgefallen einfach wieder zurück zum Anfang gehen.
Dass man dabei bis zu 8 Geräte steuern kann, inklusive Preset- und Pattern-Wechsel, lässt den Neuzeit Instruments Drop zu einer praktischen Schaltzentrale für Studio und Live werden. Sollte mal ein Bandmitglied für einen Auftritt kurzfristig ausfallen, so könnte der Neuzeit Instruments Drop diese Aufgabe theoretisch auch übernehmen.
Auch im kleineren Rahmen ist der smarte MIDI- und USB-Controller äußerst sinnvoll. Beispielsweise habe ich verschiedene Parameter des Neuzeit Instruments Warp und des 4ms Meta Module über Drop angesteuert, wodurch ich auf deutlich mehr Parameter einen direkten Zugriff hatte. Dabei gab es zu Beginn zwar ein paar kleinere Bugs, die sind nun jedoch alle behoben und die Software lief durchweg stabil, trotz der vielen MIDI-Befehle. Es gab weder einen Absturz, noch haben sich irgendwelche MIDI-Befehle aufgehängt.
Wer neugierig geworden ist, was sich noch so im Neuzeit Instruments Drop versteckt, dem empfehle ich einen Blick in das Handbuch. Hier sind nochmals wichtige Details erläutert, die hier einfach den Rahmen gesprengt hätten. Auch das FAQ auf ModWiggler kann euch eventuell noch offene Fragen beantworten und weitere Informationen geben.












































Super Übersicht, danke. Sehr spannendes Gerät. Der Preis lässt mich etwas schlucken, scheint aber auf Grund der vielen Möglichkeiten und der Qualität zu passen. Was mich noch interessiert: Wie funktionieren die Endlos Encoder? Ist eine Drehung auch = eine Drehung?
Mein DJTT Midifighter Twister macht das super – viele andere Controller (Novation/Arturia) haben da alle möglichen Beschleunigungsmodi drauf, die ich allesamt schrecklich nervig finde.
Und lassen sich die Jump/Grit Buttons auch in irgendeinem Modus frei belegen? Clip launch interessiert mich nicht so sehr, aber mehr Buttons sind immer willkommen ;)
@Basicnoise eine Drehung ist eine Drehung, ich weiss was du meinst ;)
Die Button Matrix lässt sich frei belegen, ich hatte z.B. Snapshots mit Szenen verknüpft.
@Jens Hecht Danke. Sehr gut. Da wurde echt mitgedacht!
„Möchte man Kontrolle über Clip Launcher, wie es sie mittlerweile nicht nur in Ableton, sondern auch in Bitwig und Studio One gibt“
Auch Logic, seit einigen Jahren, Garageband iPad, ein paar Jahre mehr.
Schönes Gerät. Die Macher sind, so wie ich das einschätzen kann auf einem guten Weg. So, wie das dasteht, finde ich es auch nicht überteuert. Wenn ich ein Preset wechsle, bekommt es die Parameter vom angesteuerten Gerät/PlugIn? Eher nicht, vermute ich.
@Tai Ah, siehste mal…das wusste ich gar nicht! Danke für die Ergänzung :) Da muss ich auch was ergänzen, Neuzeit Instruments besteht nur aus einer Person ;)
Zu deiner Frage: Das hatte ich noch gar nicht probiert. Aber ich denke wenn die Geräte identisch konfiguriert sind (z.B. Device 1 = Gerät 1, Device 2 = Gerät 2, etc) sollte das sogar funktionieren. Ich kann das gerne nochmal checken sobald ich wieder im Studio bin.
@Jens Hecht Ich weiss halt nicht, ob der Informationsfluss bidirektional läuft, das wäre die Voraussetzung. Aber in den meisten Fällen füge ich zu einem bestehenden Wert mit dem Controller ja einen Offset hinzu. Das geht natürlich. Läuft es nicht bidirektional, ist wiederum entscheidend, ob die momentanen Werte erst abgeholt werden, sonst gäbe es Parametersprünge.
Ja, dass das eine Ein-Personen-Firma ist, war schon auch meine Vermutung. Aber bei vielen dieser Firmen steht dann trotzdem oft „wir“ da. Ist doch keine Schande, eine Firma alleine zu wuppen. Eher ein Kompliment, wenn sowas dabei entsteht.
@Tai Von bidirektionalem Datenfluss (bei Midi) gehe ich aus. Sonst bräuchte man ja auch eigentlich keine Encoder.
@Basicnoise Die Encoder würden auch bei Send only funktionieren. Das deckt fast alles ab. Ich befürchte dass das Einschalten eines Presets (Scene hier?) den Empfänger nicht automatisch zum Senden seiner Parameter bewegt. Freue mich aber, wenn das so ist.
@Tai Aber sie brauchen ja den gegebenen Wert, um von dort aus ohne Sprung weitermachen zu können. Das meine ich. Beim Midifighter als Dawcontroller funktioniert das einwandfrei.
Seit dem letzten Firmware-Update zum Launch des Drops wurde übrigens die Bezeichnung ‚Databank‘ durch ‚Presets‘ ersetzt.
Der Preis und keine Motorfader? Da bleiben die Sesterzen leider im Geldbeutel. Tja, schade Marmelade.
@casehugger Motorfader wären natürlich schön, hätten den Preis aber nochmal deutlich angehoben.
haben die encoder der matrix alle metallachsen?
alps? oder noname?
@Nicole Ja aber was da genau verbaut ist kann ich leider auch nicht sagen, kann aber bei Bedarf mal nachhaken.
@Jens Hecht ja bitte wäre gut zu wissen
Sind die Drehregler gerastert?
@PeterTarantel Ohne Rasterung. Vermisse ich hier aber tatsächlich gar nicht, obwohl ich das i.d.R. auch bevorzuge.
@PeterTarantel Sind nicht gerastert. Das Verhalten lässt sich einstellen („normal“, mit Beschleunigung und präzise (=verlangsamt).
Sehr gut und klar geschriebener Test!
Kann ich voll und ganz bestätigen. Ich habe den DROP seit Kurzem hier. Der Controller ist wirklich unglaublich durchdacht. Ich steuere damit Digitakt+Digitone, ein Delay Pedal (clock) und wahlweise verschiedene Synthesizer. Und der DROP liefert die Clock für den Keystep Pro (oder Oxi One) als externe Eingabegeräte. Dass jedes Gerät einen eigenen physischen Ausgang bekommen kann, vermeidet zu viel Datentraffic. Wenn man sich einmal in die Funktionsweise eingearbeitet hat, geht das Einrichten sehr schnell und es läuft alles sehr flüssig und stabil ohne jegliche Aussetzer. Und ein ein guter Punkt, dass das Gerät eine Multiclock, die alleine schon 570€ kostet nahezu ersetzen kann, relativiert den Preis. Und die Merge Funktion für Eingabegeräte (hier ein Keystep Pro und ein Oxi One) inkl. der Möglichkeit, präzise zu definieren, welche Mididaten durchgeroutet werden, ist sehr gut umgesetzt.
Der Entwickler ist bei Modwiggler sehr aktiv. Ich hatte ihn vor einiger Zeit angeschrieben und gefragt, ob manuelle Fades zwischen 2 Snapshots per Drehregler möglich wären und bin sehr dankbar, dass dieses Feature es tatsächlich bereits in die ausgelieferte FW Version gebracht hat. DANKE 😇 und viel Erfolg! Ein richtiges Meisterstück!
@Thomsen Danke :) Deine Erfahrung teile ich zu 100%, die ersten paar mal war die Einrichtung relativ zeitintensiv. Mittlerweile geht das aber recht schnell. Und Thomas, der Entwickler, nimmt sich Wünsche und Kritik wirklich sehr zu Herzen. Von mir ist auch die ein oder andere Idee während des Betatest übernommen worden und das oftmals innerhalb eines Tages. Ich hab ja auch zwei der drei Module von Neuzeit hier und ich finde vor allem wegen so Punkten wie Bedienung und Qualität spielen hier wirklich in der obersten Liga mit. Mittlerweile einer meiner Lieblingshersteller :)
Brilliant peace of gear but I can achieve more or less. the same with my Oxi and Faderfox.
Mmmmm perhaps selling my faderfox and buying this one……
It’s a pity that I don’t have a goose with golden eggs.
Ich finde den Drop wirklich ein frisches neues Gerät. Sowas nenn ich innovativ!
Zum Glück lernen andere Hersteller dadurch auch.
Gemäß steal like an Artist…
Und danke für den schönen Artikel / Test