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Test: Nonlinear Labs C15 Midi, Update 21-22, Synthesizer

18. August 2021

Der C15 (nun mit MIDI) im Mega-Test

Test: Nonlinear Labs C15 Midi, Update 21-22, Synthesizer

Test: Nonlinear Labs C15 Midi, Update 21-22, Synthesizer

Erstkontakt zum Synthesizer Nonlinear Labs C15 mit MIDI

Den Nonlinear Labs C15, der von meinem Kollegen Johannes Rauner bereits bei seinem Release getestet wurde, spielte ich zum ersten Mal auf der Frankfurter Musikmesse im Jahr 2017 – und war von seiner außergewöhnlichen Expressivität vom ersten Moment an begeistert. Seitdem begegnete er und sein Schöpfer Stephan Schmitt mir immer wieder mal – so beispielsweise auch auf der Superbooth 2019, wo ich erneut vom Funken des Instruments angesteckt wurde.

Beim Start des Nonlinear Labs C15 begrüßt einen das Display täglich mit den inspirierenden Worten „Welcome, those who love to play the keys!“ Diese Zeilen sehe ich immer wieder echt gerne, erinnern sie mich doch an die zentrale Triebfeder unseres Schaffens – die Liebe zu dem, was wir tun.
Wer den Hersteller  Nonlinear Labs bislang nicht auf dem Schirm hat, dem empfehle ich einen kurzen Blick auf zahlreiche Artikel in unserem Archiv.

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Seid dem Test von Johannes Rauner 2017 wurde der Synthesizer C15 stetig weiterentwickelt. Im letzten Update kam aber vor allem endlich die lang ersehnte MIDI-Schnittstelle hinzu, weshalb wir dem C15 nach über 4 Jahren nochmals einen ausführlichen Beitrag widmen.

test Nonlinear Labs C15

Live- oder Studio-Keyboard?

Der mir für den Test leihweise zur Verfügung gestellte Nonlinear Labs C15 kam unproblematisch und flink per DHL. Top verpackt in einem angepassten massiven Flightcase, das die Tastatur, das Bedienteil, die Verbindungskabel, das neue magnetische USB-MIDI-Interface, einen USB-Stick, eine Einstiegsbedienungsanleitung, ein externes Steckernetzteil sowie die drei wichtigen Pedale enthält. Bei dem Versuch, das wertvolle Instrument behutsam in mein Kellerstudio zu wuchten, stellte sich mir dann doch die Frage, ob die Unterbringung von all diesen Dingen in einem gemeinsamen Case wirklich praxisnah ist. Roadtauglich im Sinne von robust ist es auf jeden Fall. Extrem schwer allerdings eben auch. Als Live-Keyboarder würde ich es nur sehr ungern mit auf Tour nehmen wollen – mein Handgelenk wäre auf kurz oder lang nicht sehr erfreut. Die Verarbeitung ist erstklassig, ebenso das optische Design mit tollem Holz und stabilem Metall. Dennoch kommt in mir der Wunsch auf nach einer abgespeckten Light-Version für den Live-Betrieb.

Die Neuerungen im C15 Update Nr. 21-21

Mit dem Erscheinen der neuesten Betriebssystemversion Nr. 21-22, vom Hersteller „Studio Package Update“ getauft, erhielt der Nonlinear Labs C15 das wohl am sehnlichsten von Nutzern wie Interessenten erwartete Upgrade: die Unterstützung der MIDI-Schnittstelle. Diese fehlte dem bisherigen C15 interessanterweise bislang. Hintergrund: Der C15 arbeitet intern mit einer weitaus höheren Auflösung der Tastatur und Controller-Abfrage als der veraltete MIDI-Standard dies zulässt, sei es hinsichtlich Zeit- wie auch Detailauflösung (C15: 14-Bit). Und der Hersteller wollte gezielt ein „lebendiges“ und herausforderndes Performance-Instrument erschaffen, weniger ein technisches Production-Tool mit umfangreicher Schnittstellenanbindung und Automation. Dies war und ist im Nonlinear Labs C15 auf hervorragende Weise gelungen.

test Nonlinear Labs C15

Der MIDI-Anschluss mithilfe der schicken neuen MIDI-Bridge erfolgt via USB, die erwarteten gängigen 5-poligen DIN-Norm-Buchsen fehlen jedoch. Wer diese benötigt, kann jederzeit ein preisgünstiges USB-to-MIDI Kabel direkt am C15 nutzen, also OHNE die neue Bridge. Aber hatte nicht der C15 schon immer einen USB-Port, werden einige vielleicht jetzt fragen. Ja, den gibt es, aber der war ursprünglich nur für die Nutzung von USB-Endgeräten entwickelt worden, da der Nonlinear Labs C15 im Grunde selbst ein Linux-Computer ist – die Verbindung mit einem weiteren Computer, wie z. B. einer DAW, wäre damit nicht ohne Weiteres möglich gewesen. Das neue Interface beherbergt daher zwei USB-Type-B Buchsen. Mit der einen verbindet man den Typ A USB-Anschluss des C15, mit der anderen den eigenen Computer. Praktische Details am Rande: Die neue MIDI-Bridge ist eine kleine Holzschachtel mit zwei Multi-Colour-LEDs, die den Kommunikationsstatus visualisieren – hilfreich bei der Fehlersuche. Außerdem ist sie mit einem hinlänglich starken Magneten versehen, der eine bühnensichere Befestigung der Bridge direkt am metallenen Backpanel des C15 ermöglicht.

test Nonlinear Labs C15

Die neue MIDI-Bridge

In Sachen MIDI-Implementation bleibt der Nonlinear Labs C15 bei den wichtigsten Grundfunktionen: Tastaturdaten, Hardwarecontroller und Program-Change-Befehle werden übertragen und empfangen. Im Setup kann zwischen einem traditionellen „Classic MIDI“-Modus mit 128 Stufen für Velocity und Continuous-Controllers gewählt werden oder dem „Hi Res“-Modus mit 14-Bit Auflösung, realisiert via MSB/LSB. Split-Sounds können über getrennte MIDI-Kanäle übertragen und empfangen werden. Die Tastatur und der Einfluss der lokalen Controller lassen sich bei Bedarf getrennt „Local off“ schalten. Der Sinn hinter letzterem Feature wird schnell klar, sobald man den C15 über eine externe 88-Tasten Echtholztastatur spielen, jedoch zugleich auf die Nutzung der lokalen Ribbons und der vier Pedalanschlüsse nicht verzichten möchte.

Wie gut funktioniert dies in der Praxis? Die Direktverbindung des Nonlinear Labs C15 mit meinem Nord Electro 6HP über ein „normales“ USB-Kabel (ohne die MIDI-Bridge) klappte auf Anhieb und sogar bidirektional, d. h. die linke Hand am Nord spielt Akkorde auf der gewichteten Tastatur und wir hören Nord und C15 im perfekten Einklang, die rechte Hand soliert dazu auf der C15 Tastatur mit Aftertouch und der Nord spielt unisono mit, während die Pedale des C15 beide Klangquellen steuern – ein rundum überzeugendes Setup für Live-Einsätze mit der Jazz-Fusion-Band!
Die Installation des C15 am heimischen DAW-Laptop unter Nutzung der neuen MIDI-Bridge war simpel, man benötigt nicht einmal einen Treiber-Download. Auch die „Wiederkehr“ der MIDI-Funktionalität nach kurzem Abziehen des USB-Kabels stellte kein Problem dar. Was zumindest mein Steinberg Cubase 11 Pro nicht mochte, war der Ein- und Ausschaltvorgang des C15: Hierbei kam es wiederholt zu unerklärlichen Programmabstürzen seitens Cubase, sofern ein Projekt noch geöffnet war. Nach längerem Einsatz kam es in Cubase 11 Pro selten auch mal zu Notenhängern während der Aufnahme. Diese ereigneten sich allerdings nur im Hi-Res MIDI-Mode. Der Hersteller ist bereits darüber informiert und recherchiert derzeit über Ursache und Auswege.

Das Layern von Klängen des Nonlinear Labs C15 mit weiteren Klangerzeugern funktioniert auch musikalisch hervorragend. Die individuellen klanglichen Stärken der „Phase 22“-genannten Syntheseform des C15 können viel Leben in ansonsten eher statische Sample-basierte Klänge oder virtuell-analoge Patches addieren. Hier ein paar kleine Klangbeispiele, zuerst jeweils der C15 im Alleingang, danach mit weiteren Klangerzeugern via MIDI kombiniert:

Diese und weitere Klangeindrücke finden sich auch in meinem kurzen AMAZONA.de Video-Clip.

Was mir jedoch an der MIDI-Implementierung leider überhaupt nicht einleuchten will: Warum ist der Haltepedal-Controller per default nicht CC64 und warum kann ich ihn zwar händisch im Systemmenü auf CC64 ändern, dann jedoch nur als Schalter und nicht als halbpedalfähigen Fuß-Controller? Leider können sich die Hersteller offenbar nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen. Roland und Yamaha kriegen es bei ihren Stagepianos in den Griff. Native Instruments implementierten eine sinnvolle Halbpedalsteueroption in Kontakt (exzellent umgesetzt z. B. in der Klavier-Library Noire). Nur Clavia, Casio und Nonlinear Labs gehen anscheinend eigene Wege. Auch hierüber wurde Stephan Schmidt von mir bereits in Kenntnis gesetzt und stellt uns mit dem nächsten Update unkompliziert eine Anpassungsoption in Aussicht.

Anmerkung am Rande: Der Nonlinear Labs C15 nutzt eine exotische, aber sehr nützliche Art der Haltepedalinterpretation. Während nahezu alle anderen Keyboards die Sustain-Phase aller Hüllkurven beim Betätigen des Haltepedals sozusagen einfrieren, verlängert der C15 die Release-Phase (!) dynamisch. Der Betrag lässt sich pro Preset individuell speichern. Das Beste dabei ist, dass die Release-Phase durch die Pedalposition verändert werden kann, selbst während sie bereits ausgelöst wurde. Damit sind viel feinfühligere und realistischere Spielweisen möglich, da eine einmal ausgelöste Maximallänge durch Änderung der Fußposition in ihrem Verlauf geformt und auch wieder verkürzt werden kann. Wer dies einmal ausprobiert und geübt hat, möchte es künftig nicht mehr missen! Nur ist diese Spieltechnik eben leider nicht ohne weitere Anpassungen mit anderen über MIDI angebundenen Klangerzeugern kompatibel.

Der Audiorecorder im C15 Synthesizer

Als wäre dies jedoch nicht genug an neuen Features, lauert in den Tiefen der Software des Nonlinear Labs C15 noch ein äußerst innovatives neues Praxishelferlein:
Ein integrierter Audio-Recorder, der permanent jegliche Klangausgabe des C15 aufzeichnet. Das Ganze erfolgt direkt vor dem DA-Wandler des C15 und wird im verlustlos komprimiertem FLAC-Dateiformat gespeichert. Damit ist es möglich Leerlaufzeiten und Stille ohne Speicherverbrauch zu berücksichtigen. Der Zugriff auf die Aufnahmen erfolgt über eine graphische Bedienoberfläche mit Wellenformdarstellung über ein via WLAN angebundenes Endgerät.

Die benötigte Software dazu befindet sich im C15 selbst, der genutzte Browser bedient lediglich die Software aus der Ferne und überträgt die FLAC-Daten auf das „fernbedienende“ Endgerät. Das funktioniert in der Praxis ganz prima! Eine spannende Idee, leider nicht aufgezeichnet? Das erste Preset klang vorhin irgendwie doch besser als der aktuelle Sound? Kein Problem! Der Flac-Recorder merkt sich sogar die verwendeten Presets. Man kann also nicht nur in die gespielte Tonfolge zurückspringen, sondern auch in den jeweiligen Klang. Das Ganze reicht exakt 500 MB in die Vergangenheit. Bei FLAC entspricht dies durchaus vielen Stunden des Rewind/Recall, es sei denn, man spielt quasi ununterbrochen. Doch selbst dann reicht der Speicherplatz für anderthalb Stunden Dauer-Backup. Sind die 500 MB einmal verbraucht, werden die jeweils ältesten Daten überschrieben, sodass die Aufnahme praktisch nie anhalten muss.

test Nonlinear Labs C15

Persönlicher Support durch Stephan Schmitt

Stephan Schmitt ließ es sich nicht nehmen, mir gleich an zwei Nachmittagen via Video-Konferenz sehr ausführliche Tutorials zum Instrument und seiner doch recht speziellen Klangsyntheseform zu geben und all meine Detailfragen persönlich zu beantworten – ein wirklich vorbildlicher Kundensupport! Endlich begann das sehnsüchtig erwartete Klangschrauben in aller Ruhe zuhause in meinem Keller-Studio. Nachdem ich anfangs noch dachte, der Nonlinear Labs C15 könne mich kaum überraschen – war ich doch schließlich ausufernde Sounddesign-Sessions von meinem Kawai K5 und Nord Modular G2 gewohnt – erlebte ich dennoch hier einige Überraschungen angesichts der Komplexität der vielfältigen Rückkopplungsmöglichkeiten und der beeindruckenden Klangqualität.

test Nonlinear Labs C15

Der C15-Synthesizer in der Praxis

Die zahlreichen Werks-Presets sind bis auf wenige Ausnahmen wirklich hervorragend programmiert und inspirieren schnell zu eigenen musikalischen Ideen – sofern man mit allen zehn Fingern auf einer Tastatur spielen kann und etwas mehr als die Grundzüge musikalischer Strukturen verstanden hat, denn Arpeggiatoren, Sequencer, ja selbst LFOs sucht man beim C15 vergeblich. Genau dies ist die Absicht des Entwicklers: Der Nonlinear Labs C15 ist eben keine Workstation mit Begleitautomatik inl. Trap und Nu R’n’B Patterns, seine Presets wollen erschlossen und erspielt werden. Mit den Continuous-Pedalen und den beiden großen Ribbon-Controllern moduliert man meist recht kräftig in den eigentlichen Klängen. Das was bei Synthesizern der Konkurrenz eine Vielzahl von LFOs und Stepsequencern an Klang-Animation und musikalisch-motivischer Arbeit leistet, übernimmt beim C15 man selbst! Bislang dachte ich, Expression-Pedale seien ein anachronistisches Überbleibsel aus den Zeiten der frühen Analogsynthesizer, die meist eine Option zur Filtercutoff-Modulation via Fuß anboten.

Die Presets des Nonlinear Labs C15 belehrten mich eines Besseren. Beim C15 moduliert ein Pedal über Makro-Controller bis zu 90 verschiedene Klangparameter mit individuell einstellbarer Skalierung und dies mit einer weitaus (32-fach) höheren Auflösung als der MIDI-typischen 128 Stufen. Auch die Zeitauflösung ist sehr viel präziser als bei MIDI. Ein wenig Übung vorausgesetzt, gelingt es beim C15 mit dem Pedal, schnelle Hüllkurven oder auch LFOs nachzuempfinden. Dabei fühlt man sich schon ein wenig wie Oskar Sala an seinem Trautonium. Fortgeschrittene und detaillierte Tonansatzformung mit dem Pedal – auch der brasilianische Hammond-Virtuose Walter Wanderley kommt einem hier in den Sinn. Toll, wie die LEDs über den Ribbon Controllern in Echtzeit Feedback über die Position des jeweilig zugeordneten Pedals geben. Die Zuordnung von Controllern zu Makro-Parametern bietet übrigens viele Freiheiten und ist pro Preset (!) speicherbar.

Das heißt für die Praxis: Man könnte auch vier Continuous-Pedale nutzen, plus die beiden Ribbon-Controller für weitere Matrix-Modulationen! Bei den Modulationsquellen bildet das Sustain-Pedal keine Ausnahme: Es ist auch ein Continuous-Eingang und die Drucktiefe wird als unterschiedlich lange Release-Zeiten der Hüllkurven interpretiert, sofern das angeschlossene Pedal nicht nur ein Schalter ist. Modulationsziele können hierbei viele weitere Parameter sein, nicht nur die Hüllkurven. Auch eine zusätzliche Nachhallzeit-Verlängerung per Haltepedal oder die Echtzeitänderung des Splitpunkts bei Split-Sounds ist einfach umzusetzen. Hörbaren Stufen oder gar Parametersprüngen begegnet man beim Nonlinear Labs C15 so gut wie nie – Chapeau vor den Entwicklern!

test Nonlinear Labs C15

Detail: Die beiden großen Ribbon-Controller visualisieren die Position mit orange-farbenen LEDs

Taste pur é plus

Die verbaute Keyboard-Tastatur spielt sich hervorragend, die schwarzen Tasten sind leicht angeraut, wie beispielsweise auch beim Access Virus KC oder dem Moog One. Die Tastatur überträgt auch Release-Velocity – großartig! Sie wirkt wie erwähnt mit einstellbarer Stärke auf die Release-Phase der Hüllkurven und wird dankenswerter Weise auch via MIDI ausgegeben. Der Pitch-Stick ähnelt dem des Clavia Nord A1. An seine individuelle Ansprache muss man sich allerdings erst kurz gewöhnen: Schon beim ersten Auflegen des Fingers sendet er minimale Werte. Dieses Verhalten weiß bei lebendigen Minimal-Bendings und Vibrato-Experimenten durchaus zu gefallen, für traditionelle Synth-Bendings irritiert diese Überempfindlichkeit jedoch etwas. Per Default ist die Auswertungsgeschwindigkeit extrem schnell eingestellt. Dies führt dazu, dass er beim Loslassen aus seiner Anschlagsposition zurückschnellt und dabei kurz um die Mittelachse „tanzt“. Dieser Effekt klingt meist nicht sonderlich gewollt und wenig attraktiv. Zum Glück lassen sich für alle Macro-Modulatoren individuelle Glättungszeiten einstellen. Hier hat wirklich jemand mitgedacht!

test Nonlinear Labs C15

Detail: der hölzerne Pitch-Stick

Leider verfügt die Tastatur über nur monophonen Aftertouch. Dennoch wurden einige Layerpresets clever programmiert: Durch einen Split des identischen Sounds lässt sich beispielsweise nur der oberer Tastaturbereich Aftertouch-sensibel definieren, wodurch hohe Melodien bei gleihzeitig liegenden Flächen oder Bässen gut via Aftertouch ausgestaltet werden können.

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Detail: die aufgerauten schwarzen Tasten

Ein Wort zu den Synthese-Möglichkeiten

Alle Klänge des Nonlinear Labs C15 beruhen auf zwei Sinus-Oszillatoren. Richtig gelesen. Keine PCM-Waveforms, kein Virtual-Analog-Modeling, keine 6-OP FM, keine Vektorsynthese, keine Wavetables, keine Gigabyte große Klavier-Library, keine 240 additiven Sinus-Schleudern. Die Sinus-Generatoren sind auf vielfältige und komplexe Weise in sich selbst und gegenseitig rückgekoppelt, was zu massiven Veränderungen der generierten Schwingungsform führt. Zusätzlich lassen sich Zufallselemente wie Glitches einführen („Fluctuations“), dynamische Waveshaper nutzen und all dies mit Hüllkurven modulieren. Dabei wirkt meist per Default die Anschlagsdynamik auf die Hüllkurventiefe. Sämtliche Default-Einstellungen lassen sich übrigens auch anwenderspezifisch anpassen und verändern! Wer keine Verknüpfung zwischen Anschlagsdynamik und Hüllkurven wünscht, dafür aber immer das State-Variable-Filter im Signalweg haben möchte: Das Speichern eines neuen Init-Presets im System-Menü genügt und ab sofort sind alle neu erstellten Sounds erst mal ohne Anschlagsdynamik, während bisherige Presets davon unberührt bleiben.
Ich gewann den Eindruck, dass noch längst nicht alle Facetten dieser höchst spannenden Syntheseart ausgelotet sind. Die klangliche Bandbreite ist enorm und immer für eine Überraschung gut – vor allem beim überaus realistischen Gleiten durch die Obertonreihe bei Flötensounds, bei den unzähligen Roland D50, Yamaha DX7 und VP1, Casio VZ-1 und Waldorf/PPG-ähnlichen Klängen.

Einige Werks-Presets loten gekonnt die Grenzen der Möglichkeiten des Nonlinear Labs C15 aus. Durch kreative Nutzung des umfangreich ausgestatteten Unisono-Modes (regelbare Stimmenzahl sowie Tuning-, Panorama- und Phase-Spreizung) werden sogar additive Modelle mit unharmonischen Spektren oder überaus spannende Schwarm-Oszillator-Experimente möglich!

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Software-Editor über WLAN-Router

Viele Detail-Features sind wirklich erstaunlich praktisch, so zum Beispiel das PDF-Handbuch, das im Gerät selbst gespeichert ist und via WLAN zur Verfügung steht. Dazu verfügt der Nonlinear Labs C15 über einen integrierten (abschaltbaren und selbstverständlich passwortgeschützten) WLAN-Router. Wenn ich mein iPad damit verbinde und die IP des C15 im Browser eingebe, erscheint eine übersichtliche mit den üblichen Fingergesten frei zoombares GUI und ein Presetbrowser mit umfangreichen Favoriten- und Sortierfunktionen. Selbstverständlich wurde hier auch alles auf Touch-Eingabegeräte optimiert, egal ob iPad oder Laptop mit Touch-Display! Wenn ich auf dem iPad in eine Hüllkurve hineinzoome und dann am Gerät selbst den Filtercutoff ändere, springt mein Fokus am iPad direkt in das hineingezoomte Filter, der zuletzt geänderte Parameter wird farblich hervorgehoben. Clever und tatsächlich recht übersichtlich. Und das Beste: Im Setup-Menü des GUIs lassen sich diverse Ansichts-Automatiken wahlweise auch dauerhaft deaktivieren, falls sie sich als mit dem eigenen Workflow inkompatibel erweisen. Das nenne ich mal Kundenorientierung!

test Nonlinear Labs C15

Vergleich des C15 zum Native Instruments Plug-in Kontour

Gleiche Syntheseform, gleicher Entwickler – der direkte A/B-Vergleich mit Native Instruments VSTi Kontour drängt sich auf. Aber auch nur der schnelle Versuch, ein C15 Preset in Kontour nachzustellen, verweist die „kleine“ Software-Version auf die hinteren Ränge, fehlen doch wesentliche Funktionen, Parameter und Modulations-Möglichkeiten, ganz zu schweigen von der Qualität der integrierten Effekte. Auch geht es beim C15 eben nicht primär um eine Sound-Schleuder – es ist die Qualität der expressiven Performance-Maschine, die ihn so einzigartig macht. Und genau dort versagt zwangsläufig die Software.

test Nonlinear Labs C15

Native Instruments Kontour

Viele Parameter des Nonlinear Labs C15 sind im Detail sehr präzise aufeinander abgestimmt. Mein Versuch, vergleichbare Ergebnisse mit meinem Clavia Nord Modular G2 zu provozieren, gelang immer nur in Grundzügen. Sobald Modulationen komplexer wurden, brach der G2 schnell ins totale Noise-Chaos aus, während der C15 lange Zeit noch spannende, musikalisch äußerst brauchbare und auch (zumindest in Grenzen) vorhersehbare Ergebnisse lieferte – ein Zeugnis der Erfahrung auf Grundlage intensiver Forschungsarbeit, die Stephan Schmidt in sein mehrjähriges Projekt investiert hat.

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Stephan erklärte mir auch im Detail, dass der Erflog von digitalen nichtlinearen Systemen oft von Fragen abhängen, die in anderen gängigen Syntheseformen eine geringere Rolle spielen, wie z.B. das Buffering von Datenblöcken an Modulationseingängen, Chirp-Filter gegen übertriebenes Aufstauen von Schallenergie im höchsten Audiobereich, der Refreshrate von Modulationen oder auch deren Dynamikumfang, der in rückgekoppelten Systemen schnell „explodieren“ kann und gebändigt werden will. Hierin liegen auch die wichtigsten Unterschiede zu NI Kontour: Der C15 erfuhr etliche Detailverbesserungen im Bereich des Feedback-Mixers und der Shaper, die enorme klangliche Auswirkungen zeigten. Auch das Stereo-Panning aller Audiosignale und die Effektsektion des C15 wurde im Vergleich zu NI Kontour trotz ähnlichem Layout qualitativ enorm verbessert. Gerade der außergewöhnlich umfangreich parametrisierte Flanger und der überzeugende Reverb gehören klanglich zum Besten, was es derzeit in Synthesizern zu finden gibt (schreibt ein stolzer Besitzer des Roland SBF-325 und Bricasti M7, auch wenn diese Studioboliden selbstverständlich noch mehr Flexibilität bieten).

Ausblick und Wünsche

Die SysEx-Übertragung aller Parameteränderungen via MIDI wird laut Stephan Schmitt voraussichtlich schon zeitnah nachgereicht – sehr gut!
Die Bedienung wird hin und wieder durch etwas „ungewöhnliche“ Parameterwerte („60“ als Standardwert?) erschwert. Andererseits ist mir noch nie ein digitaler Synthesizer unter die Finger gekommen, der derart konsequent skalierte Parameter bietet: Jener Wert „60“ stimmt einen Oszillator genauso auf das mittlere „C“, wie es das Kammfilter, den Flanger, die Allpässe, die Chirpfilter und die Filterresonanz des State Variable Filters auf das gleiche „C“ stimmt – genial! Nur wäre eben manchmal hilfreich, im Display auch einen Tonnamen respektive eine Frequenz in Hertz angezeigt zu bekommen.

Der seit dem vorletzten Update eingeführte Layer-Mode erscheint mir als altem Yamaha, Roland, Kawai und Korg Nutzer eher unnötig kompliziert, da man ein bestehendes Preset erst mal in einen Layer-Sound konvertieren muss, bevor man ein zweites hinzufügen kann. Auch die Umschaltung zwischen Bank-Anwahl und Layer-Part-Anwahl über den Bank-Softkey ist gewöhnungsbedürftig: Man muss den Taster einige Sekunden halten, um in die Bank-Auswahl zurückzuwechseln.

Am meisten wünschen würde ich mir jedoch eine etwas leichtere und kostengünstigere Variante des ansonsten sehr inspirierenden Synthese- und Performance-Konzepts.

test Nonlinear Labs C15

Regelbare Kopfhörerbuchse auf der Frontseite

Interview mit dem Entwickler Stephan Schmitt

Nach nunmehr vier Wochen mit dem spannenden Instrument stellte sich Stephan Schmitt freundlicherweise abermals meinen inzwischen aufgekommenen Fragen zu Hintergründen und Zukunftsvisionen.

Toni:
MIDI jetzt plötzlich doch? Was war der Hintergrund der Entscheidung? Wurde der Druck der User zu groß oder waren die Absatzzahlen bislang zu niedrig?

Stephan:
Dass wird den C15 am Anfang ohne MIDI rausgebracht haben, war unser Weg, ein hochwertiges Instrument zu entwickeln, das für sich allein stehen kann und einfach zum Spielen einlädt. Es ging uns um den Fokus auf bestimmte Qualitäten und es war auch ein Bekenntnis zu Musik, die in Echtzeit entsteht, und zu Musikern, die jede Note selbst spielen wollen. Unsere User berichten oft, dass sie viel Zeit mit dem Spielen des C15 verbringen und dafür weniger an den Parametern schrauben. Genau das sehen wir als Erfolg des Konzepts.
Auf der anderen Seite hat die unkonventionelle Synth Engine des C15 ein großes klangliches Potential und eine ausgefeilte Bedienoberfläche für die Programmierung der Sounds. Deshalb erweitern wir jetzt den Kreis der potentiellen Anwender und Anwendungen, besonders im Studio-Bereich, wo die fehlende MIDI-Schnittstelle oft der einzige Grund war, den C15 nicht einzusetzen.
Damit endet auch die zum Teil aufgeregt geführte Diskussion, in der der C15 als „der Synthesizer ohne MIDI“ gesehen wurde, viele wesentliche Qualitäten des Instruments aber gar nicht zur Sprache kamen.

Toni:
Wann kommen dann endlich auch LFOs?

Stephan:
Abgesehen davon, dass die Oszillatoren auch als (polyphone) LFOs genutzt werden können und der Flanger auch einen Stereo-LFO enthält, glauben wir weiterhin, dass Bewegungen, die von Menschen erzeugt werden, viel musikalischer sein können als das, was ein LFO generiert.

Toni:
Wird es in absehbarer Zeit auch ein reines Software-Produkt von Nonlinear Labs geben, um beispielsweise ein Plug-in/Plug-out-Konzept à la Roland zu ermöglichen?

Stephan:
Wir haben manchmal darüber nachgedacht, brauchen als kleine Firma aber alle unsere Ressourcen und Aufmerksamkeit, um Hardware-Instrumente zu bauen, die unseren Ansprüchen genügen. Bei Software-Produkten darf man nicht unterschätzen, wie viel Aufwand es ist, verschiedene Plug-in-Schnittstellen, DAWs und Betriebssysteme zu unterstützen und dort immer neue Probleme zu lösen.

Toni:
Ist ein „kleinerer“ C15 in Planung und falls ja, wann dürfte man diesen erwarten? Was wären nach Deiner Einschätzung die sinnvollsten Ansatzpunkte für Feature-Kürzungen? Was würde dem derzeitigen C15 weiterhin die Poleposition sichern?

Stephan:
Wir arbeiten an einem zweiten Produkt, in das unsere Erfahrungen mit dem C15 einfließen. Wie sich dieses Produkt zum C15 verhält, kann ich zurzeit noch nicht sagen. Ich denke, wir werden im nächsten Jahr etwas zeigen können.

Toni:
Denkst Du über schaltbares Oversampling und eine 96k-Option nach? Welche Folgen hätte dies für die bestehenden Presets? Sollte man die SR evtl. sogar PRO PRESET speicherbar machen?

Stephan:
Eine Option für den Betrieb mit doppelter Samplerate (96 kHz) ist in Vorbereitung. Mit höheren Sampleraten treten weniger Aliasing-Produkte auf, manche Sounds würden bei 96 kHz also sauberer klingen. Bei stärkerer Phasenmodulation oder der Verwendung von Feedback-Loops kann sich der Klangcharakter allerdings beträchtlich verändern. Deshalb kann es wünschenswert sein, ein Preset mit seiner Original-Samplerate zu laden. Beim Umschalten der Samplerate ist allerdings ein Neustart der Audio-Engine erforderlich. Schnelle Preset-Wechsel sind damit leider nicht zu realisieren.

Toni:
Gibt es den hervorragenden Flanger auch als VST-Plug-in?

Stephan:
Es freut mich, dass Dir der Flanger so gut gefällt! Aber wie oben angedeutet, lassen wir lieber die Finger von Software-Produkten und fokussieren uns aufs „Kerngeschäft“.

Toni:
Gäbe es eine Möglichkeit, die FLAC-Daten des Recorders auch via USB zu übertragen? Oder gar Audio-via-USB, also ein virtuelles Audiointerface oder Dante via LAN?

Stephan:
Ein Audio-Streaming über WLAN wäre machbar, aber die Latenzen wären recht hoch, womit der C15 nicht mehr live spielbar wäre, was ja immer noch sein Hauptzweck ist. Eine USB-Audio-Anbindung erfordert wahrscheinlich einen beträchtlichen Entwicklungsaufwand, den ich lieber in andere Bereiche investiere.

Toni:
Ist MPE-Unterstützung geplant?

Stephan:
Wir entwickeln die Audio-Engine permanent weiter und haben dabei auch das Ziel, dass jede Stimme unabhängig moduliert werden kann. Wenn es soweit ist, werden wir wahrscheinlich auch eine Steuerbarkeit über MPE implementieren.

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Fazit

Für wen ist nun dieses Instrument gemacht? Ich habe mich lange gefragt, ob ich den C15 „brauche“.
Fans von Genesis, der frühen Rah Band, Alan Parsons Project und Casiopea sollten ihn unbedingt testen. Innovative MedienkomponistInnen und kreative FilmmusikerInnen kommen nur schwer an ihm vorbei. Sein Inspirationsfaktor: definitiv Warp 9! Selten ist mir ein Gerät begegnet, mit dem ich schneller einen Trailer oder einen Kurzfilm-Soundtrack zumindest in den Grundzügen fertiggestellt hatte. Ja, der C15 kann nicht alles und er ist definitiv auch nicht die übersichtlichste und intuitivste Klangquelle. Aber das, was er kann, macht er dermaßen überragend, dass sich regelmäßig große Ernüchterung einstellt, sobald man auf bewährte Tools der Vergangenheit zurückgreift. Schade, dass man selbst im Jahr 2021 noch auf andernorts Selbstverständliches, wie beispielsweise graphische Hüllkurven, Pegelanzeigen, Oszilloskop, Analyzer, Touchscreen, MPE (MIDI polyphonic expression), Unterstützung höherer Samplingrates bzw. schaltbares Oversampling oder einfach mehr Drehknöpfe zum Soundschrauben, verzichten muss.
Ich entlasse den C15 jedenfalls nur sehr widerwillig aus meinem Keller und fange schon mal an zu sparen. Wenn der C15 hinsichtlich Software-Features weiterhin wächst, wird er sicher nachhaltig erfolgreich sein. Hoffentlich bekommt er demnächst auch mal ein kleines Geschwisterchen oder auch einen charakterlich gänzlich anderen Cousin, der etwas preisgünstiger und transportfreundlicher ausfällt.
Prädikat: die zahlreichen oft sehenswerten YouTube Demos anhören und unbedingt mal selbst antesten! Man muss ihn in den Fingern gehabt haben, um zu verstehen, was ihn so einzigartig macht.

Nachtrag der Redaktion

Auf Grund der Neuerungen haben wir beschlossen, dem C15 das Gütesiegel BEST BUY zu verleihen. Er rangiert damit nun in zwei unserer Charts auf Platz 1.

Plus

  • Spielfreude und Expressivität
  • Verarbeitung und Design
  • externer GUI Editor über integrierten WLAN-Accesspoint
  • Flac-Recorder als Ideenspeicher mit Soundparameter-History
  • 14 Bit Auflösung jetzt auch über MIDI
  • trafosymmetrierte XLR-Ausgänge
  • herausragende Qualität der integrierten Effektsektion

Minus

  • Gewicht
  • Beschränkung auf ein einzelnes Alpha-Dial
  • (derzeit noch) kein Oversampling
  • keine LFOs

Preis

  • 4.440.- Euro inkl. Flightcase und MIDI-Bridge
  • MIDI-Bridge einzeln: 130,- Euro (110,-Euro für Bestandskunden)
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Klangbeispiele
Forum
  1. Profilbild
    Henrik Fisch  AHU

    Ein großartiges Instrument von einem großartigen Instrumenten-Bauer … ich bin fast versucht den Begriff »visionär« zu verwenden, wenn dieser nicht schon so abgeschmackt wäre. Der C15 steht auf meiner Liste an – ich sage mal – »Traumgeräten«. Und das schreibt jemand, der nicht wirklich Klavier oder Orgel spielen kann, und trotzdem ganz zufrieden mit dem Herumgetaste ist, die er an seinen Geräten zustanden bringt. Muss man halt mal wieder »üben«, bevor man auf Aufnahme drückt (und in so gut wie allen DAWs gibt es ja auch noch Helfer).

    Auf besagter Liste stand übrigens auch mal der Waldorf Quantum, der dann aber vom Iridium verdrängt wurde (und dort einen festen Platz hat, der vielleicht zu Weihnachten gelöscht wird; ja, kein »Behringer 2600« mehr). Ach ja, ein Moog One steht nicht auf der Liste … ist mir privat persönlich zu langweilig. 😀

    • Profilbild
      t-hiho  RED

      Das Schöne: Man kann auch direkt den C15 Spielen lernen, ohne zuvor jahrelang auf anderen Klaviaturen ein Meister geworden zu sein. Gerade der Umgang mit Tastatur und den Fußpedalen ist schon sehr eigen und ich staunte daher nicht schlecht, wie schnell man dabei Fortschritte macht. Der C15 ist auf alle Fälle ein Instrument, das nicht nur dann gut klingt, wenn man virtuos und schnell spielen kann.

      • Profilbild
        Henrik Fisch  AHU

        > […] Der C15 ist auf alle Fälle ein Instrument, das nicht nur dann gut klingt, wenn man virtuos und schnell spielen kann.

        Öl ins Feuer, Wasser auf die Mühle und Labsal für die Seele. Das macht mir Hoffnung. Im Moment ist der Ofen preislich bei mir einfach nicht drin … und mit Blick auf die restlichen und größtenteils ungenutzten Synthies, die mich traurig-staubig anblicken, auch nicht sinnvoll. Aber der Wunsch ist vorhanden und wird auch mal erfüllt werden. 😇

        P.S.: Jetzt noch mal die Klangbeispiele nachgeholt, nachdem Br eins drunter darauf aufmerksam gemacht hat. Alter! Sehr sehr geil … das macht ja noch mehr Lust auf mehr.

  2. Profilbild
    Br  

    Wie genau kam der kurze Song Test—Movie zustande. Sehr trancig und schön.

    • Profilbild
      t-hiho  RED

      Das sind einfach nur 8 Stereo-Spuren mit diversen Werkspresets des C15: Spur 1-3 sind Cinematic Hits und Falls, Spur #4 = Percussion (über MIDI eingespielt und quantisiert), Spur #5 = Glide Pad, Spur #6 = Chaka Khan „Ain’t Nobody“ Riff, Spur #7 = Vangelis Blade Runner Lead, Spur #8 = Low Strings. Gemischt auf die Schnelle in Cubase 11 Pro über mein RME Babyface mit Kopfhörer. Kaum Plugins, 90% ist der reine C15 Sound. Nur die Percussion Spur hat Waves Metafilter drauf, und der Chaka Khan Sound etwas von Hainbach / AudioThing Wires Delay; der Low String geht durch East West Spaces II Hall und die Summe durch Waves CLA Mix.
      Falls Einzelspuren von Interesse wären, hier bitte gerne:
      https://www.dropbox.com/s/2vu4gxwkzh2f6s8/movie_trx.mp3?dl=0
      Nur bitte nicht mein Material ungefragt in der nächsten Dolphin-Trance-Compilation releasen… ;-)

  3. Profilbild
    SynergyMan  AHU

    Ein wirklich schönes Instrument, das aber einen Designfehler hat: Nur fünf Oktaven Keyboard. Wenn man schon auf Auflösung jenseits von Midi baut – was nur zu begrüssen ist – dann sollte man aber auch den vollen Umfang dessen zur Verfügung stellen. Nicht alle (potentiellen) Nutzer des C15 machen orchestrale Musik mit jeweils begrenzten Tonumfang. Manche würden das Ding auch gerne wie ein Klavier oder ePiano spielen und da gehen fünf Oktaven gar nicht. Schwer und unhandlich ist es ja jetzt schon laut Bericht, da hätte ein größeres Keyboard nicht weh getan.

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      herw  RED

      Da bin ich anderer Meinung. Nicht jedes Musikinstrument (mit Midi) muss alles können. Hätte man 88 Tasten, dann will man auch polyphonen Aftertouch und Modulationsräder und LFO und und und. Stephan hat ganz bewusst Grenzen gesetzt und ausgewählt. Wer so hohe zusätzliche Ansprüche wünscht, sollte dann auch auf ein zweites ergänzendes (Master-) Keyboard setzen. Stephan verzettelt sich nicht in eine zu große Vielfalt. Es war und ist sein Wunsch eine interessante Nische zu füllen, was ihm ja offensichtlich gelingt. Ein Instrument für 6000-8000€ ist nicht leicht zu verkaufen.
      Viel interessanter finde ich dagegen auch seinen Finanzierungsplan, den man vielfältig anpassen kann.

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        bluebell  AHU

        Mit der MIDIfizierung wäre nun auch eine tastaturlose Version sinnvoll. Das Gerät wird transportabler und jeder kann seine Lieblingstastatur anschließen.

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          t-hiho  RED

          Prinzipiell ja, dachte ich auch. Aber nach 5 Wochen mit der Tastatur bin ich von dem Gedanken wieder abgekommen. Es spielt sich einfach auf der eigenen Tastatur am besten – alle Parameter sind sorgfältig darauf abgestimmt. Meine geliebte Nord Electro 6 HP Tastatur und auch mein geliebter Prophet T-8 spielen sich zwar herausragend gut, aber viele der internen Sounds des C15 klingen nur mit der eigenen Tastatur so richtig überzeugend!

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            RhodesChroma

            Der C15 stand (steht?) auf der Superbooth ja immer neben dem Haken Audio Continuum. Und mit dem zusammen müsste es eigentlich der absolute overkill sein!!! Mehr Modulationsmöglichkeit geht ja gar nicht!

            Und Respekt: wunderschöne Klangbeispiele!!!!

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              t-hiho  RED

              Vielen Dank für Dein nettes Lob, macht Freude, wenn die Welt da draußen das auch mag, was man da so in mühevoller Kleinarbeit im Keller schustert… ;-) Zum Haken: Ja, ich hab auch eins. Und ein kleines Roli Seaboard. Die drei sind dann also der Modulationsoverkill. ;-) Aber im Ernst: Musik ist zum Glück all about Kontrast, Yin und Yang! Ein Synth wie der C15 mischt sich auch prima mit meinem Kawai K1 und Kurzweil 1000PX – beide so ziemlich das Gegenteil von Ausdrucksstark.

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        SynergyMan  AHU

        Naja also der bereits gebotene Preis ist gehobene Preisklasse, ob da in der Kalkulation ein größeres Keyboard so einen Unterschied gemacht hätte, darf bezweifelt werden. Und der Hinweis auf ein externes Masterkeyboard untergräbt doch wiederum nur die Fähigkeiten dieses Instruments, da eine externe Ansteuerung per midi die expressiven Fähigkeiten des C15 nicht annähernd ausschöpft. Ich rate dem Hersteller bei einem Premium Instrument auch die Bedürfnisse spielender Keyboarder zu berücksichtigen, besonders bei einem Instrument, was sich die Ausdrucksfähigkeit von Klängen durch das Eingabemedium Keyboard auf die Fahne geschrieben hat. Man kann dieses Defizit ja gerade nicht durch ein externes Keyboard ausgleichen.

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          t-hiho  RED

          Nachdem ich bei dem sagenhaften Gert Prix die Möglichkeit hatte ausgiebig auf seinem Yamaha GS1 spielen zu dürfen, kann ich den Einwand durchaus nachvollziehen. Es geht nunmal nichts über eine Klassetastatur mit vollem 88-Tasten Umfang. Aber dann bewegen wir uns gewichtsmäßig eben zielsicher im Bereich über Kawai VPC1 (30kg ohne Case). Aber was solls, ein CP70 ist auch kein Fliegengewicht.

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    Eibensang  

    Das ist ja wirklich mal ein herausragendes und ungewöhnliches Konzept – mit so schön eigenständigen Klängen (schmelz, staun, schmacht), dass ich mir das innovative Teil sofort in mein Studio stellen würde (wenn ich das Kleingeld dazu hätte). Schön zu lesen und zu lauschen, dass und wie es auch noch was anderes gibt (und entwickelt wird) als mehr oder minder brauchbare Klone betagter Klassiker (nix gegen beiderlei), die nächste Groovebox mit Alibiröhre oder noch einen Monoquietscher mit mehr Design- als Soundwirkung.

    Die C15 Klänge lassen (zumindest mich) richtig aufhorchen. Das Bedienkonzept und die Philosophie dahinter hochinteressant. Hoffentlich kaufen viele dieses Instrument und machen es durch tolle Musik zum Klassiker (dann kauf ich mir den Behringer-Klon, haha – nein, kleiner Scherz). Wünsche solch einem Gerät und seinen Entwicklern aber wirklich nachhaltigen Erfolg.

    Danke für den umfangreichen, gut geschriebenen Test mit diesen ausdrucksstarken Hörbeispielen!

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      t-hiho  RED

      Gern geschehen, selten hat ein Test so viel Spaß gemacht! Im ernst – ich bin auch langsam aber sicher von der Idee abgekommen, den C15 überhaupt wieder zum Hersteller zurückzuschicken. Ich fürchte der muss hier bleiben.

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    Herr_Melin  

    Ich war ja vom C15 schon begeistert, als ich ihn das erste Mal auf einer Superbooth gesehen hatte. Den Verzicht auf MIDI hatte ich aber damals schon nicht verstanden: es war klar dass das wirtschaftlich auf eine Totgeburt hinauslief. Wer schon so eine großartige Tastatur hat, will damit eben vielleicht auch andere Instrumente ansteuern – und wenn das so ist, als ob man einen Tesla nur mit Tempo 30 fahren darf. Aber immerhin. Jetzt ist MIDI da – und alles ist gut.

    Und was ich hier über die Feinheiten der Synthese lese, begeistert mich nun erst recht. Abgesehen von den fehlenden LFOs, die ja nicht in jeder Hinsicht von einem Spieler ersetzt werden können: Ein Spieler, ein LFO – nicht zwei oder drei. Trotzdem: Mit Stephan Schmitt hat tatsächlich endlich mal wieder ein Instrumentenbauer die Szene betreten. Was er geleistet hat, ist weitaus mehr, als einen Synth zu konstruieren!

    Was mich dennoch davon abhält, auf das Instrument zu sparen: KEIN Polypressure! DAS verstehe ich persönlich nun leider wirklich nicht, das ist für mich der absolute Sockenschuss. Wenn schon ein derart feinfühliges Instrument – warum dann auf halber Strecke anhalten?

    Aber irgendwas gibt es ja immer zu meckern und irgendjemand mault ja immer. Ich wünsche Stephan Schmitt viel Erfolg mit seinem Instrument!

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      t-hiho  RED

      Das mit Polypressure hab ich mit Stephan Schmitt ausführlich diskutiert. Es ist tatsächlich nicht so simpel, wie es erscheinen mag. Mit einer polypressure-fähigen Tastatur ist es jedenfalls längst nicht getan. Ein Großteil der gesamten Sound-Engine müsste von Grund auf neu programmiert werden. Schließlich will man als C15 User ja voraussichtlich nicht nur Pitchbend über den Poly-Aftertouch steuern können, nicht wahr? Technisch gesehen müsste der C15 in eine Art 24-stimmigen Multimode wechseln, damit alle Einzelstimmen selbständige Pressure-Modulationen erfahren können. Technisch sicher nicht unmöglich, wenngleich bei der aufwändigen und hochauflösenden Echtzeit-Synthese des C15 weitaus komplexer als bei der pitchbendenden Konkurrenz mit 128 MIDI-Stufen… Vielleicht kommt das ja aber noch eines Tages. Das ist das attraktive, wenn der Rechenkern einfach ein Linux-PC ist und nicht ein in seiner Rechenleistung stärker beschränkter Custom-Chip des Herstellers.

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    Anthony Rother  AHU

    Schöner Artikel.

    Habe auch schon die anderen Artikel gelesen und mich immer wieder gefragt ob der C15 auch etwas für mich wäre. (GAS)

    Jetzt mit MIDI habe ich mir dann wieder die Frage gestellt.
    Gerade die Ambient Sounds und Experimental Klänge faszinieren mich sehr.

    Diese bewusste Architektur vom C15 ist dann aber doch nicht ganz mein Cup Of Tea.

    Trotzdem bewundere ich den konsequenten Purismus der C15 Gemeinde und kann das selbstverständlich sehr gut nachvollziehen das es dieser Performance Gedanke ist den die C15 People’s von den sterblichen unterscheidet. (Es ist nett gemeint).

    Viel Spass damit :-)

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      herw  RED

      Ja ich bin auch immer wieder hin- und hergerissen, zumal ich die Anfänge kenne. Ich muss nochmal Phase 22 mit Reaktor ausprobieren.

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    qwave  

    Man merkt, dass der test nach reichlicher Beschäftigung mit diesem besonderen Instrument entstanden ist. Auch sehr gute Klangbeispiele. Diese zeigen wieder einmal, dass das C15 wirklich bei jedem User andere Klänge ermöglicht, wenn man nicht nur die vielen Werksklänge nimmt.
    Als C15 Eigentümer der ersten Stunde (einstellige Seriennummer) bin ich noch immer von dem Instrument begeistert. Und es hat für mich nebenbei bemerkt auch den besten in einem Synth eingebauten Halleffekt.
    Einziger Nachteil: Einen überzeugenden „Jump“ Sound gibt es nicht ;-)

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    Armin Bauer  RED

    Habe den Test mit Interesse gelesen und finde das Instrument wirklich wunderschön.
    Dann die Soundbeispiele, sicher liegt das auch an Toni als Tester, aber das klingt ja alles so dermaßen lebendig und feinfühlig zu modulieren, irre. Den C15 als Synthesizer zu bezeichnen tut ihm schon fast Unrecht, das ist was Eigenes.
    Dann war ich beim Preis angelangt, 4.400,- inkl. Midi und Flightcase. Da hätte ich bei den Möglichkeiten, der tollen Bauweise mit Echtholzgehäuse, super Effekte, Audiorecorder und Kleinserie mind. auf das doppelte getippt.

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      Atarkid  AHU

      Oh Mann :)… Ich wollt auch was dazu schreiben, hab aber dann festgestellt, dass du exakt das gleiche geschrieben hast…

      Unglaublich wie „rund“ das alles klingt. 4400,- ist ein toller Preis, dafür würde sich sparen lohnen. Ganz gleich wie lange es dauert ^^…

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    lightman  AHU

    Toll, daß das Teil jetzt MIDI hat, diese „MIDI steht gegen expressive Performance“-Geschichte war damals schon Quatsch und ist es heute noch. Gute Entscheidung.

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    janschneider  

    Tja, wie sangen einst Tocotronic: “Digital is besser” ;-) Tolle Klangbeispiele!
    Schönes Holzgehäuse auch, nur diese in Reih und Glied angeordneten Massen an Druckknöpfen sehen für mich nicht so wirklich nach Musikinstrument aus und mindern die Ästhetik doch etwas.

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    olduser  

    Man kann ihn ja super leicht bei Stefan mieten, was für weniger betuchte Musiker mal echt klasse ist. Eine Sterilität des Klangs ist jedoch bei Nichtnutzung der Pedale vorhanden, man muss den Sound formen, mich hat das nach 3 Monaten dazu bewogen ihn zurückzugeben.
    Jetzt wo Midi im Spiel ist kommt mir ein wenig Wehmut auf, das war auch einer der Gründe, die Tastatur ist nach Überarbeitung durch Nonlinear Labs einfach fantastisch gewesen.

    Gefühle wie beim Rhodes oder gar bei meinem Flügel konnte das Instrument nie hervorrufen, mit Pedalnutzung , die ein Muss ist, kam es aber sehr nahe heran von Dynamik und Spielgefühl.

    Man beachte, dass die im Artikel erzeugte Begeisterung, 100% dem Können des Autors geschuldet ist, Hut ab vor dem Autor, bester C 15 Test ever. Danke für die Inspiration.

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      earthcon  

      Die Nutzung der Pedale sind ein „Muss“. War nie Pedalfan/-user bevor ich den C15 hatte. Aber hiermit lernt man es gerne. DIE machen den Klang erst richtig lebendig.
      MIDI und LFOs habe ich nie vermisst.

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    emgee5

    in Modwiggler wird der C15 als auch als „Reaktor in the box“ bezeichnet wg. des Reaktor (based) engine des C15

    weiß aber nicht, ob es wirklich so ist

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      t-hiho  RED

      Ich sehe das mit „Reaktor in the box“ (oder müsste es besser „Plug-Out-Reaktor“ heißen?) gar nicht zutreffend. Erstens ist die größte Stärke von Reaktor, nämlich dass der Nutzer alles an der Synthesestruktur bis ins kleinste Detail selbst umstricken kann, hier nicht gegeben. Aber vor Allem: Reaktor kommt einfach klanglich und auch hinsichtlich seiner Bedienstruktur nicht an den Komfort des C15 ran. Für Tontechnik-Nerds: der C15 hat tatsächlich Ausgangstrafos für seine XLR-Outs. Außerdem hat er angeschickten Stellen im Signalfluß immer dann Shaper als „Dynamik-Stabilisatoren“ verbaut, die ein häßliches „rotes“ Hard-Clipping geschickt verhindern. Man kann viel wilder drauf los schrauben, bevors klanglich ins Chaos zerfällt.

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    herw  RED

    Mich würde noch interessieren, wie es um das eigenständige Erstellen von Presets geht. Ist es schwierig, einen „vernünftigen” spielbaren Sound/Klang zu erstellen (Stichwort: Feedback in der Syntheseform)?

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      earthcon  

      Kommt drauf an, welche Klänge Du bevorzugst: für mich ist die Kiste eine Fundgrube an experimentellen Klängen, die sich relativ schnell finden lassen. Eine Zufallsfunktion ist übrigens auch an Bord.
      Wer herkömmliche Klänge nachahmen will, kriegt die auch hin – wie man weiter oben sieht/hört.
      Für mich liegen die Stärken eher auf „Unerhörtes“. Jump-Fans kommen mit einem Prophet o. ä. evtl. schneller ans Ziel.

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        herw  RED

        ok, meine Frage war zu unpräzise. Mich würden eher neue Klangschöpfungen („Unerhörtes”) interessieren, also keine traditionellen Klänge aber doch noch tonal spielbar: komplexe Hüllkurven und dementsprechend komplexe Modulationen. Aber ich habe gerade den Link zum Handbuch gefunden; also lese ich mich zunächst mal ein. Die offiziellen Youtube-Beispiele sind in meinen Ohren etwas zu traditionell.

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            herw  RED

            oh, ja, das suchte ich. Das hilft mir weiter.
            Hier noch eine Session.

            https://www.youtube.com/watch?v=iAujmRUPnl4

            Leider ist der junge Zuhörer direkt neben den Spielern etwas gelangweilt und genervt.
            Ich finde dagegen interessant, wie beide Spieler die Klangfarben harmonieren lassen und wie die Pedale eingesetzt werden.

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              earthcon  

              Ähem, ja, das ist qwave (links) und ich (rechts). Ausschnitt aus einer Livesession in Tübingen (hohe C15-Dichte… ;-)

              Die Zuschauer waren vom Vorabend noch sehr müde. Wir hatten ein kleines Synth-Treffen mit Sessions/Konzerten. Das ging bis in die Nacht. Frühmorgens gings dann bereits weiter.

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              Anthony Rother  AHU

              Oh wow, grossartig. Ich fand schon die Musik im YT Video „Spin Up“ von Pete Farn toll.

              Den C15 performed zu hören und zu sehen ist nochmal eine Stufe emotionaler.
              :-)

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      t-hiho  RED

      Man kann wirklich toll „drauf los schrauben“ am C15 und die Zahl der „positiven Überraschungen pro Stunde“ ist hoch! Als ich kurz den „Jump“-Sound für obiges Hörbeispiel nachgebaut hatte, waren zeitgleich ein äußerst passabler klater Digitalbass und eine experimenteller Noise-Lead-Synth entstanden. Das ist geradezu typisch für den C15. Man fängt an zu schrauben und hat – eh man sichs versieht – noch etliche weitere Sounds kreiert. Ich muss zugeben dass es mit dem GUI am Ipad oder Laptop daneben noch übersichtlicher ist. Ich bin aber irgendwie ein Kind der 80er und auch fasziniert von dieser „ein Parameter nach dem andere“ Eingabe a la DX7. Daher ist das GUI bei mir sogar allermeist nicht geöffnet! Das einzige was ich vermisse und auf schnelle Updates hoffe: Ich hätt irre gern die Shaper-Parameter auf externen Hardware-Knöpfen. Die sind so mächtig während des Klangdesigns, das wär ein Riesen-Spaß mit meinem alten Behringer BCR2000 Hardwarecontroller!

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    zuchero

    Warum bekommt das Gewicht ein Minus? Also so ein Instrument wird man ja kaum im rauhen Bühnenalltag einsetzen wo es ständig herumgeschleppt wird, oder?
    Und im Studio wäre ich froh wenn ich ein Instrument mit einem wertigen Gehäuse habe welches sich haptisch toll anfühlt und dadurch einiges zur Spielfreude beisteuert!
    Gibt doch schon genug Plastikbomber.

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      t-hiho  RED

      Tatsächlich mache ich neben dem Studio auch viel live. Und ich erwarte schon, dass ich meine liebsten Tools auch mit auf Tour nehmen kann. Wenn ich auf einem neuen Album einen charakterstarken Synth als wichtiges beinahe-zentrales Klangelement im Studio einsetze, muss ich ihn auch mitnehmen können, sobald die Musik auf Bühnen kommt. Klar, nicht jede Musik kommt auf Live-Bühnen. Mir persönlich ist es aber wichtig, dass das Potenzial dazu da ist. Mein Haken Continuum hatte ich schon mehrmals live dabei, mein Roli Seaboard Rise 25 und meinen Nord A1 sogar auch schon im Auslandsurlaub. Den C15 würd ich jetzt erst mal nicht intuitiv für ne Flugreise einplanen…

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    wellenbad

    Für mich ist ein ganz großer Pluspunkt des C15, dass man ihn ohne das Programmierteil nutzen kann. Ich habe meine 30 Lieblingssounds in eine Bank für Sessions, Bandproben etc. gepackt, was völlig ausreichend ist. Zur Not könnte man über das Browser-Interface noch spontan etwas ändern, war aber bisher nicht nötig.

    Für den Transport nehme ich eine Gator G-PG-49 Tasche, die perfekt passt, stabil ist und sich sehr gut tragen lässt.

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      t-hiho  RED

      Danke für den Tipp mit der Gator Tasche! Muss ich unbedingt ausprobieren, jetzt wo meine Entscheidung gefallen ist, mir doch einen eigenen C15 zu kaufen.

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