Test: Nonlinear Labs C15, Synthesizer

Bedienung

Um die Flut von 324 Parametern zu bändigen, wurden dem Nonlinear Labs C15 ein bemerkenswertes Bedienkonzept verpasst. 96 Buttons sind auf vier verschiedene Panels verteilt,  jeder Button repräsentiert einen Parametern der Phase 22 Soundengine. Möchte ich einen Parameter bearbeiten, genügt die Betätigung des jeweiligen Buttons und der Parameter ist auf den Endlosdrehregler im Edit-Panel in der Mitte gemappt und lässt sich ohne lästige Parametersprünge bedienen.

Die 96 Parameter, die so verändert werden können, sind die Hauptparameter der Soundengine. Die meisten Hauptparameter besitzen aber noch weitere Parameter, so kann darüberhinaus z.B. die Modulationsstärke der Hüllkurve C und das Keytracking für den Cutoff im State Variable Filter eingestellt werden. Diese zusätzlichen Parameter werden bei einer zweiten bzw. dritten Betätigung desselben Buttons auf das Poti gemappt.

Um ehrlich zu sein, war ich anfangs sehr skeptisch, was das Bedienpanel des Nonlinear Labs C15 betrifft. Hat doch die Vergangenheit mit Clavia Nord Modular G2 und John Bowen Solaris gezeigt, wie eine große Anzahl von Parametern in einem guten Bedienkonzept handhabbar gemacht werden. Wie vernünftig ist dann diese Button-Endlosdrehregler-Bedienung à la Moog Source oder Synclavier? Wird das Sounddesign durch den bedienungstechnischen Zweischritt, erst Betätigung des Buttons und dann erst die Bedienung des Parameters, nicht erschwert?

Nach ein paar Tagen intensiver Sounddesignarbeit war ich von meiner Skepsis geheilt. In kurzer Zeit habe ich ohne Bedienungsanleitung wie selbstverständlich meine Sounds am Nonlinear Labs C15 „from scratch“ gebastelt. Meine Hirn-Hand-Koordination war schnell auf die jeweiligen Buttons mit den Hauptparametern und ihren jeweiligen Unterparametern konditioniert. Alles lief in kurzer Zeit wie selbstverständlich ab. Ehrlich gesagt, ist es mir noch nie so leicht gefallen, eigene Sounds zu basteln.

Dafür war nicht nur diese Button-Endlosdrehregler-Bedienung verantwortlich, sondern manchmal einfach nur Kleinigkeiten. Wenn mir eine Einstellung nicht gefallen hat, musste ich einfach nur den Default-Button im Edit-Panel betätigen und der Parameter sprang auf den ursprünglichen Wert zurück – eine simple Idee, die während des Sounddesigns das Hören und Bedienen einfach nur im Fluss hält. Alternativ dazu gibt es am C15 auch eine unendliche Undo-Redo-Funktion. Da die Feedbackschleifen schon auf kleinste Veränderungen unterschiedlich reagieren, konnte ich mit dem Fine-Button die Parameter sogar bis auf kleinste (0,1) Schritte einstellen.

Achja, und im Sound-Menü lässt sich ein eigener Init-Sound abspeichern, den man nicht erst in einer Presetliste suchen muss. Selbst die Vergabe von Presetnamen ist durch eine simple Lösung über die Buttons auf dem Bedienpanel umgesetzt. Alles lief irgendwie schnell und flüssig, ohne das ich groß überlegen musste. Im Gegenteil. Ich konnte mich sehr gut aufs Hören konzentrieren und dabei den jeweiligen Parameter intuitiv bedienen. So entstanden Klänge, die hervorragend zu meiner Art des Spiels und meiner Art des Musikmachens passten. Der Beweis für die einfache und intuitive Bedienung am C15: alle Klangbeispiele, die hier im Test zu hören sind, sind bei meiner Arbeit mit dem C15 entstanden. Hier z.B. der Sound, der am ersten Abend entstanden ist:

Wer glaubt, mit Kontour und einer Komplete Kontrol Hardware den C15 adäquat zu ersetzen, den muss ich leider enttäuschen. Dazwischen liegen Welten! Das liegt nicht nur daran, das Phase 22 gegenüber Kontour wesentlich erweitert wurde und das Bedienungskonzept des C15 auf Phase 22 zugeschnitten ist, was bei Kontour und Komplete Kontrol aufgrund des universalen Bedienungskonzept gar nicht der Fall sein kann. Sondern es liegt gerade in der oben beschriebenen Expressivität der Tastatur am C15, die die Komplete Kontrol Hardware nicht leisten kann.

Die Spielpraxis am C15

Der C15 ist ein Instrument, dass, adäquat zu akustischen Instrumenten, nur allein von der spielerischen Kunstfertigkeit des Musikers abhängig ist. Auf deutsch gesagt: spielerisches Unvermögen bestraft der C15 mit schlechter Musik. Hier bis nur du und der C15, denn als Künstler kannst du am C15 nur im „Hier und Jetzt“ bestehen. Es gibt keinen doppelten Boden, keine vorbereitete Sequenz oder irgendeine spielerische Hilfe. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, wer das Spiel auf Tastatur und auf den Pedalen beherrscht, der wird auf dem C15 neue musikalische Ausdrucksformen in der elektronischen Musik finden und, dies ist meine Überzeugung, auch seine Musik verändern.

Damit steht der C15 in einer Reihe mit expressiven elektronischen Instrumenten wie das Haken Audio Continuum Fingerboard, das Trautonium oder das Theremin. (Sowohl das Roli Seaboard als auch das LinnStrument kommen aus meiner Sicht nicht an die Expressivität der anderen Instrumente heran.) Das Spiel auf diesen drei elektronischen Instrumenten muss aber mit hartem Training erlernt werden, gerade deswegen, weil sie, von der spielerischen Seite her gesehen, entweder einem Streichinstrument ähneln (Theremin) oder eine Mischung aus Streichinstrument und Tasteninstrument sind (Continuum bzw. Trautonium).

Das elektronische Instrument der Firma Nonlinear Labs ist da etwas anders gelagert. Seine Expressivität und Dynamik resultiert einerseits aus den nuancierten Spiel mit der Anschlagsstärke der Tastatur und dem Spiel mit den Expressionpedalen. Die Auflösung der Anschlagsstärke ist beim Nonlinear Labs C15 erheblich erweitert wurden. Üblich ist ein Bereich von 127 Schritten, der C15 löst die Anschlagsstärke mit 4000 Schritten auf. Gleichzeitig hat das Anschlags- und Loslass-Verhalten beim Spiel auf der Tastatur, wie oben gezeigt, Einfluss auf die Hüllkurven und damit auf deren modulierenden Parameter. Diese resultierende Dynamik und Expressivität des C15 ist dem Spiel auf einem akustischen Flügel bzw. Klavier ähnlich und kommt somit der Spielweise von Pianisten sehr entgegen, das kontinuierliche Dämpferpedal verstärkt diese Spielweise.

Andererseits sind die Expressionpedale, die übrigens auch mit einer Auflösung von 4000 Schritten und nicht wie üblich 127 Schritten arbeiten, integraler Bestandteil der Spielpraxis auf dem C15. Modulationen, wie sie üblicherweise von LFOs oder ähnlichen Modulatoren umgesetzt werden, werden hier mit den Pedalen praktiziert. Und zwar nicht starr in der Frequenz des jeweiligen Modulators, sondern durch das Spiel des Musikers im Bezug zur gerade spielenden Musik. Denn jeder Live-Musiker weiß, dass live gespielte Musik nicht in ein BPM-Raster gesteckt werden kann. (Klangbeispiel) Wahlweise kann die Modulation auch vom Pitchbender, dem monophonen Aftertouch oder/und den beiden Ribboncontrollern erfolgen, die alle mit 4000 Schritten auflösen. Ich habe bei meiner Spielpraxis am C15, aufgrund der expressiven Spielweise auf der Tastatur, aber hauptsächlich die Pedale benutzt, um bei polyphonem Spiel einfach die Hände frei zu haben und dennoch den Sound zu modulieren. Bei der hohen Auflösung der Hardwarecontroller wird wahrscheinlich auch dem Letzten klar, warum eine Midi-Schnittstelle für den C15 keinen Sinn macht.

Im folgenden Klangbeispiel sind das Haken Continuum und der C15 einmal zusammen zu hören. Beide ergänzen sich klanglich und spielerisch hervorragend:

Zwei Dinge noch: Ich würde es bevorzugen, wenn es eine 76-Tasten-Variante des Instruments geben würde, denn damit trägt man der klavierähnlichen Spielweise eher Rechnung. Neben dem Display der Haupt-Unit gibt es zwar zwei Oktavschalter, aber gerade bei polyphonem Spiel ist es oft gar nicht möglich, die Finger von den Tasten zu nehmen bzw. es stört einfach den Spielfluss. Mit dem Pitchbender konnte ich mich persönlich nicht so sehr anfreunden. Das lag nicht am Pitchbender des C15 selbst, denn der ist wirklich sehr feinfühlig, sondern daran, dass ich vom Continuum gewohnt bin, dass von dem Finger bzw. von der Hand, die die Tonhöhe vorgibt, auch das Pitchbending ausgeht – so wie es auch bei akustischen Instrumenten üblich ist. Ein polyphones Pitchbending käme der Spielweise auf dem C15 entgegen. Gibt es keine Möglichkeit, z.B. mittels Sensoren, dieses Problem auf einer Tastatur zu lösen? Achja, ein polyphoner Aftertouch wäre natürlich auch wünschenswert.

Das graphische Benutzerinterface des C15

Wie bereits erwähnt, lässt sich der Nonlinear Labs C15 auch über einen Soundeditor bedienen. Der Soundeditor läuft mittels Java-Script in jedem Internet-Browser und damit auf jeden WIFI-fähigen Computer bzw. Tablet. Einfach nur das jeweilige Device mit dem WiFi-Accesspoint des C15 verbinden und eine Adresse im Browser eingeben. Daraufhin erscheint im Browserfenster der Soundeditor des C15. Ja, so einfach kann die Einbindung eines Editors sein – ohne Installation eines Programms oder einer App und unabhängig von Betriebssystemen und Plattformen. Ich habe den Editor in Safari auf meinem iPad laufen lassen, wo er problemlos per Touchscreen zu editieren ging. Auf Windows Tablets empfiehlt Stephan Schmitt den Google Chrome.

Mit dem Soundeditor können alle Parameter von Phase 22 und globale Parameter des C15 bedient werden. Dabei lässt sich auf dem iPad die Ansicht des Editors mittels Gesten zoomen und navigieren. Ein Doppelklick auf Shaper B und er erscheint bildausfüllend auf dem Display, ein zweiter Doppelklick und die gesamte Ansicht von Phase 22 erscheint. Im Editor können auch die Presetbänke angelegt, benannt und organisiert werden. Übrigens gibt es im C15 kein Limit für Presets und Presetbänke. Per Editor ist es auch sehr leicht, sich pro Gig eine eigene Presetbank zu erstellen.

Bei einem Konzert kann der C15 auch ohne sein Bedienpanel mitgenommen werden, was auch nicht unbedingt gebraucht wird, da man während des Spiels über die Hardwarecontrollern besser und effektiver modulieren kann. Ohne Bedienpanel muss der C15 dann leider über den Editor bedient werden. In einem späteren Update soll dies über die Buttons und das OLED-Display der Haupt-Unit erfolgen, was ich persönlich auch sehr begrüßen würde. Ich habe bei meiner Arbeit am C15 den Soundeditor aufgrund des hervorragenden Bedienkonzeptes kaum gebraucht. Er ist aus meiner Sicht dann sehr wertvoll, wenn man einen  gesamten Überblick über das jeweilige Soundpatch möchte oder beim Organisieren von Presets.

Der Klang

In meiner 4-wöchigen Testphase mit dem C15 habe ich gefühlt nur an der klanglichen Oberfläche der Soundengine gekratzt. Hier ein funkiges Clavinet oder ein FM/E-Piano, dort Physical Modeling Sounds, die an Flöten, Percussion Instrumente und Zupfinstrumente erinnern. Experimentelle elektronische Sounds und selbst subtraktive Synthese, auch wenn sie das Instrument physisch und psychisch unterfordern, sind im C15 programmierbar. Alle Sounds klingen dabei sehr organisch und musikalisch, sind hybride zwischen akustischen und elektronischen Klängen, können von sanft über kraftvoll bis völlig verzerrt klingen. Mich hat es sehr stark an die Sounds des sagenumwobenen Yamaha VP-1, von dem wahrscheinlich nur 10 Exemplare weltweit existieren, erinnert, der klanglich in die heutige Zeit transformiert wurde.

Preis, Service und Kundenbetreuung

Der C15 wird in Berlin bei Nonlinear Labs gebaut und auch dort für 4000,- €Euro im Direktvertrieb verkauft. Wer möchte, bekommt bei einem Kauf von Stephan Schmitt höchstpersönlich eine Einführung in das Musikinstrument. Ihm ist der direkte Kontakt mit den Benutzern sehr wichtig, um gerade auch Feedback zur Weiterentwicklung des C15 zu erhalten. Nonlinear Labs bietet auch einen Mietkauf an, dann kann der C15 mit einer Mindest-Zahlung von 80 Euro pro Monat in maximal 50 Monaten erworben werden – ohne Zinsen oder anderweitige Kosten! Es ist sogar möglich den C15 innerhalb eines Rückkaufplans an Nonlinear Labs wieder abzugeben. Die zurückgenommen Geräte werden dann wieder zu reduzierten Preisen an neue Kunden verkauft. Stephan Schmitt hat gegenüber mir mehrmals betont, dass es ihm wichtig ist, jedem den Kauf des C15 zu ermöglichen und mit dem Rückkauf-Plan auch unzufriedenen Kunden das Risiko ihrer Investition zu minimieren.

Das bei Stephan Schmitts neuer Firma der Kunde wirklich im Mittelpunkt steht, erkennt man auch daran, wie man bei Nonlinear Labs mit Weiterentwicklungen am C15 umgeht. Kunden, die jetzt einen C15 kaufen, können bei Änderung der Hardware des Instrumentes ein Upgrade zu günstigen Konditionen erhalten. Also braucht keiner in Zukunft vor veralteter Hardware Angst zu haben, denn bei einem Kauf des C15 erwirbt man auch seine Zukunftssicherheit mit. Sehr vorbildlich!

Zukunft

Die Weiterentwicklung des Nonlinear Labs C15 bleibt nicht stehen. In den nächsten Jahren ist geplant, weitere Soundengines mit anderen Syntheseformen zu veröffentlichen. Ich muss gestehen, die Möglichkeiten von Phase 22  sind so mächtig und vielseitig, dass ich in den 4 Wochen keine andere Soundengine vermisst habe. Aber auch ich bin gespannt, was da wohl noch kommen mag. Des weiteren sind in naher Zukunft geplant, die Polyphonie von Phase 22 auf 20 Stimmen zu erhöhen, einen Dual Mode (Stichwort: Split & Layer) zu implementieren und Morphingfeatures zwischen zwei bzw. mehreren Parameter-Sets zu ermöglichen. Ebenso ist auch angedacht, alternative Bedienpanels zu entwickeln.

Auf eine Weiterentwicklung bin ich persönlich sehr gespannt: Stephan Schmitt hat schon einen Forschungsauftrag für eine neue Tastatur-Sensorik am C15 in Auftrag gegeben, die noch auf ihre praktische und entwicklungstechnische Umsetzung wartet. Mit dieser Tastatur-Sensorik soll auch der Tastenwinkel kontinuierlich erfasst und ausgewertet werden. Dies ermöglicht damit ein weiteres Gestaltungsmittel des Synthesizer-Klaviers C15.

Nachtrag Samstag 10. März 2018

Soeben hat Peter M. Mahr in seinem Synth-Blog einen Beitrag zum Nonlinear Labs C15 gepostet und uns erlaubt Bild (siehe oben) und Soundbeispiel hier ebenfalls zu veröffentlichen. Zum einen haben uns die Klangbeispiele wirklich fasziniert, zum anderen scheint  er sich nach anfänlicher Skepsis, wohl besonnen zu haben.

Hier gelangt ihr direkt zu Peters Blog.

YT-Video

Als Ergänzung möchten wir noch ein YouTube-Fideo hinzufügen, welches ebenfalls demonstriert, welche klangliche Kraft in diesem Instrument steckt:

Fazit

Stephan Schmitt, einer der führenden Instrumentendesigner unserer Zeit, hat mit dem Nonlinear Labs C15 nun sein Meisterwerk vorgestellt. Er hat ein elektronisches Musikinstrument für den live performenden Musiker geschaffen, das es so bisher noch nicht gegeben hat. Die Expressivität und Dynamik, die dieses Instrument ermöglicht, sind einem akustischen Klavier/Flügel ähnlich. Sie lassen sich nur mit Synthesizern vergleichen, die nicht mit einer schwarz-weißen Tastatur gespielt werden – wie das Haken Continuum, das Theremin oder das Trautonium. Dieses expressive Synthesizer-Klavier ist durch und durch eine Innovation, an der sich alle zukünftigen Entwicklungen im Synthesizerbereich messen lassen müssen. Alles ist am Nonlinear Labs C15 wohl durchdacht und hervorragend umgesetzt. Ich habe einfach keine Schwäche an diesem Prototypen entdeckt – die überwältigende Soundengine, das bemerkenswerte Bedienkonzept, das mich immer wieder zum Sounddesign einlädt und sehr einfach von der Hand geht, der hervorragende Klang, das expressive Spiel auf der Tastatur und den Pedalen. Für einen Tester von Musikinstrumenten ist das Fehlen von Schwächen und Fehlern ein sehr unbefriedigendes Ergebnis – man hat irgendwie das flaue Gefühl, etwas übersehen zu haben. Der Test des Serienmodells steht aber noch aus.

Vor allem hat Stephan Schmitt nicht den Fehler begangen und sich von irgendeinem Marketingexperten oder Wirtschaftsfachmann seine Idee von einem elektronischen Musikinstrument zerreden bzw. ausreden zu lassen. Der C15 ist nicht nach Marktanalysen, Marketinggesichtspunkten oder relevanten wirtschaftlichen Faktoren konzipiert. Mehr noch! Aus meiner Sicht verschließt er sich geradezu Parametern, die nach wirtschaftlichen Aspekten erstellt werden und öffnet sich vollständig musikalischen Gesichtspunkten. Was für ein Glück für die Musiker der elektronischen Klangkunst, die sich auf ihn einlassen!

Plus

  • Aussergewöhnlicher Klang
  • Umfamgreiches Realtime-Controlling

Minus

  • Kein Midi
  • Nur ein Encoder

Preis

  • 4.000,- Euro
  • Mietkauf: mind. 80,- Euro in 50 Monaten
Klangbeispiele
Forum
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    Wellenstrom  AHU

    Ich muss auch gesthen, dass mich schon lange kein (Hardware)Synthesizer mehr so interessiert hat, wie dieser hier. Denn hier steckt ein anderer Ansatz, ’ne anderer Philosophie hinter, hier geht es ja nicht um eine neue Klangerzeugung, sondern um eine ganzheitlichere Betrachtung eines Instruments.
    Daher mal alles angeguckt, was dazu zu finden ist, inkl. auf der Herstellerseite.
    Die klassischen Kritikpunkte lasse ich mal beiseite (fehlende MIDI Implementation). Was mich hier noch nicht überzeugt, ist die Synthengine. Hierbei handelt es sich ja um einen abgewandelten und vereinfachten 2 Osc (Träger, Modulator … whatever) FM Synth, den es schon fast im Verhältnis 1:1 als Synthesizer seit geraumer Zeit in Reaktor gibt.
    -1-

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      Holk  

      Gute Frage .. vielleicht liegt’s an der Fatar – Sensorik weil die Anschlagsstärke bereits 32 Midi Kanäle pro Taste auflöst und kein Lüfter für die möglicherweise durch den Polyphonen Aftertouch nochmals erweiterten Modulationsmöglichkeiten dann notwendige höher taktende CPU in’s passiv gekühlte Gestamtkonzept passt oder so …

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        Holk  

        Es kann natürlich auch instrumentaler Bestandteil des Konzepts sein, dass dieser Klangerzeuger an Stelle des obligatorischen Breath Controllers halt eine andere monophone Komponente haben soll .. will sagen .. ich finde es echt cool dass es mit Nonlinear Labs eine Firma gibt die ein für live und frei spielende Musiker neu entwickeltes elektronisches Instrument anbietet.

        Da werden weitere Syntheseformen kommen und wenn nötig auch neue EDV Hardware, andere Tastaturen und neue Bedienpanels gleich mit dazu. Das ist ja schon eine mutige Ansage. Im Prinzip wird sich das Instrument also der Kundschaft über die Jahre entsprechend deren Resonanz anpassen und auch immer wieder mal mit neuen Ideen überraschen. Das hat unternehmerischen Jazz und ist auf jeden Fall eine abgefahrene Geschichte.

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    Wellenstrom  AHU

    Jut, nicht sonderlich sensationell. Sämtliche Klangbeispiele die ich hören konnte, klingen auch dementsprechend, schön für Glockiges, Glasiges und Metallenes, gut zum Emulieren von Saiteninstrumenten und E-Pianos – aber das ist es m.E. auch schon. Im Prinzip alles, was ein gut ausgestatteter FM Synth auch kann. Bisher konnte mich da noch nichts wirklich auf Klangebene vom Hocker hauen, wenn man mal von einer durchaus sehr feinen Auflösungsmöglichkeit der Modulationen absieht. Untenrum fehlt mir in den Beispielen, die ich hörte, der Schub, der Punch, auch Pads und Stringsounds wirken auf mich nicht wirklich weich. Meiner Meinung nach sollten dahingehend noch weitere Klangbeispiele angefertigt werden (also z.B. auf der Produktseite). Dass das Dingen kein Allrounder sein will, ist mir schon klar. Aber dieses Instrument grenzt sich für mich auf klanglicher Ebene einfach nicht weit genug vom FM Klassiker ab, um eine Art Alleinstellungsmerkmal innezuhaben. Auch die Spielhilfen für sich genommen sind ja nicht wirklich etwas komplett neues. Insofern sehe ich hier jetzt nicht ein Instrument in der Tradition eines Melltotrons, eines Trautoniums oder der ersten Moog Synths.

    -2-

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      Organist007  

      Ja, da bin ich ganz bei Dir.
      Mein Yamaha SY99 kann da auch so einiges, und der hat nur 1/10 des Preises gekostet (gebraucht natürlich).

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    Wellenstrom  AHU

    Idee, Ansatz, Konzept gefallen mir wirklich,und Stephan Schmitt gönne ich den Erfolg, weil er ein Visionär mit Arsch in der Hose ist.
    Ich habe aber meine Zweifel daran, dass man den C15 zukünftig häufiger auf Bühnen, im „Orchestergraben“ oder in Musikschulen antreffen wird.
    Hoffentlich liege ich da falsch.

    -3-

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    mdesign  

    lebendigkeit, haptik, gefühl – interessanter ansatz, finde ich gut. allerdings finde ich dafür das allzu klassische keyboard nicht ganz adäquat, selbst mit – evtl später erhältlichen – sensoren.

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    AMAZONA Archiv

    So toll ich das Konzept finde, die Klangbeispiele wissen mich bis dato nicht so recht zu überzeugen. Das was der Tester eingangs mit seinem Vergleich zu einem Klavier/Flügel beschreibt, dieser Eindruck will sich bei mir als Zuhörer nicht einstellen. Mag sein, dass er beim Spielen beflügelt. ;) Aber irgendetwas fehlt mir am/im Klang… Etwas verwundert hat mich ausserdem, dass ein derartiges Instrument mit monophonem Aftertouch ausgestattet ist. Wenn der Fokus auf Expression und Klangformung gerichtet ist, scheint mir das nicht schlüssig. Bei aller aktueller Kritik finde ich das Konzept aber dennoch sehr, sehr gut. Auch den Umstand dem spielenden Musiker ein ausdrucksstarkes Instrument unter die Hand zu legen, erachte ich als äusserst begrüssenswert. Allein vom klanglichen Ergebnis bin ich bis dato aber eben nicht überzeugt. Aber vielleicht ändert sich das ja im Serienmodell. Das Finanzierungsmodell ist ebenfalls ein sehr sportlicher Zug.… da wird wohl kein Weg daran vorbeiführen die Reise nach Berlin anzutreten.
    Übrigens, Danke für den sehr guten Testbericht, der heute in Raten erschienen ist. :)

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    Wellenstrom  AHU

    @ pmm

    Auch schon alle Beispiele auf der Herstellerseite gehört/ gesehen?

    Da haben wir schon eine recht umfangreiche Übersicht.

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      AMAZONA Archiv

      Mache ich gleich. Danke für den Hinweis.

      Gruss,
      Peter

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      AMAZONA Archiv

      So, habe die Demos auf der Herstellerseite durchgehört. In dieser Form klanglich nicht mein Ding.

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    Viertelnote  AHU

    inwieweit kann man die klanglichen Ergebnisse mit dem Korg Z1 vergleichen?
    Der PM Gedanke wurde ja auch von Technics mal aufgegriffen (WSA1).

    Nebenbei ist das Instrument hier auch noch ein sehr schön anmutendes Möbelstück:)

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      TobyB  RED

      Hallo Viertelnote,

      ich hab die Kiste auf der Musikmesse anfingern und hören können. Das Gerät ist eine Hausnummer, sowohl vom Sounddesign und vom Ansatz. Auf MIDI zu verzichten ist schon eine Ansage. Ich könnte es nicht, da ich viel zu faul bin zum Noten schreiben. Mit dem Korg Z1 und MOSS würde ich den C15 nicht in einen Topf werfen. Das wird beiden Geräten nicht gerecht. Klanglich ergänzen sie sich aber. Johannes verweist ja explizit auf OASYS und Reaktor. Das Konzept vom C 15 geht wesentlich weiter als MOSS/OASYS. Ich find das Ding spannend. Solltest du Gelegenheit haben es mal anzutesten, mach es.

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        Viertelnote  AHU

        danke für deine Antwort. da mich der Z1 und auch der WSA1 immer wieder aufs neue begeistern, werde ich das mal weiter verfolgen. ohne midi ist zwar schade, aber einige Pianisten haben ihr Piano midifizieren lassen, von daher:) absampeln würde zwar auch gehen, aber das Instrument will ja gespielt und erlebt werden.

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          TobyB  RED

          Hallo Viertel,

          der Z1 ist schon ein guter Synth. Man darf sich von seinem Äusseren nicht täuschen lassen. Den C15 samplen, das erachte ich nun als Unsinn, das ist der Kiste die Seele nehmen. So ein Sample ist ja statisch. Da üb ich doch doch lieber. Ich denke mal, wenn sich diese Kiste gut verkauft, wird man noch einiges an Modellen sehen. Potential ist da. Wenn ich alleine überlege was für Potential Reaktor hat. Ich meine ich ziehe mir CVs aus dem Rechner und haue die ins System 1m rein. Oder baller CVs und Audio in den Rechner aus dem System 1m und wurste das mit dem Reaktor. Da ist schon Potential.

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    Filterpad  AHU

    Gab es nicht mal eine Synthesizerschmiede mit dem Namen „New Englands Digital“ oder so ähnlich? Jedenfalls erinnert mich das Gerät und auch der Sound irgendwie daran. Vom Design fast einer der schönsten, den ich die letzten Jahre gesehen habe und ein „modern Eyecatcher“ für jedes Studio. Klang hat beim ersten anhören schon eine gewisse Ähnlichkeit mit heutiger Software (typisch FM), aber hier muss man das Gerät als Individuum sehen.

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      wolftarkin  

      Oh, ein Quiz. :-)
      Das Holz vom Synclavier war aber irgendwie dunkler.
      Vielleicht aber auch erst nach Nikotin-Applikation.
      ;-)

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      TobyB  RED

      Hallo fichter,

      NED. Fairlight, womit wir wieder beim Yello Interview sind.

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    Son of MooG  AHU

    So ganz kann ich die Begeisterung des Testers nicht teilen, den der C15 bietet vom ersten Wow-Effekt abgesehen eigentlich nichts, was ein guter FM-Synth nicht auch könnte. Ich bin aber auch kein Pianist, der ja ganz andere Anforderungen stellt; immerhin wurde der C15 in der Piano-Abteilung auf der MM gezeigt, und ich werde mich jetzt wieder mehr meinem TX81Z widmen…

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    8 Bit Fighter  

    Die Kiste klingt wie typischer FM Synth,aber ohne Aliasing. Die Klangbeispiele kann auch eine alte billige FM- Kiste von Yamha oder Korg locker ausspucken.

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    psv-ddv  AHU

    Das Teil kann erheblich mehr als klassische FM Boliden.
    Mal abgesehen von den resonanzfähigen Filtern, dem dynamischen und glockenklaren Klang, etc. ging das was ich beim Rumschrauben erlebt habe klanglich eher in die physical modelling Richtung.
    Unbedingt mal selber antesten, das Teil macht Spass!
    Die Werkslibrary ist derzeit wohl noch im werden.

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    DanielT  

    So lobenswert ich neue Ansätze ja finde und auch den Mut einen Hardware-Synth zu bauen.

    Letztendlich ist es aber NI Reaktor und auch die Klangbeispiele spiegeln das wieder. Zum 1000 mal die selben alten Sounds.

    Zudem gibt es genug Hardware-Synths, die Reaktor qualitativ locker in die Tasche stecken. NI klingt m.E. einfach steril und nach Plastik.

    Und dann noch ohne Midi. Und das alles für EUR 4000,- (!). Das ist der Schmidt-Synthesizer für Reaktor LIebhaber. Ein Sammlerstück.

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    THEXCEE  RED

    Gratuliere, wirklich schöne neue Hardware. Und mit wahrscheinlich extrem viel Entwicklungsarbeit.
    Nun, seit kurzem habe ich den SY-77 zu Hause.
    Ein echter Rocker mit FM vom Feinsten.
    Vieleicht kann der C15 in Zukunft mehr in die Ecke Synclavier liefern.
    Inklusive seiner Hardware wäre das ein etwas runderes Bild was seinem Anspruch an Hochwertigkeit besser nach käme.

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      Organist007  

      jaaaa, die guten alten yamahas sy 77 und 99 !!

      nur von der programierung her sind sie sch…se, der klang ist aber toll und lebendig, nach wie vor !

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    Teufelskerl  

    Wenn ich mich nicht täusche, ist die Synthesestruktur des C15 exakt die vom Native Instruments Kontour.
    Und der kostet nur 99€.

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    anttimaatteri  

    soweit ich weiss, hat die „hardware“-variante des synths für den c15 eine weitaus höhere auflösung als das plugin mit nur midi-auflösung.

    das ding kann schon ne ecke mehr als das plugin.

    ps: steht auch im test ;D

  16. Profilbild
    Thomas Columbo  

    Schönes Sammlerstück, nur nach den Klangbeispielen zu urteilen, leider nichts, aber auch gar nichts Interessantes zu hören, weil typisch kalt digital, mal billig FM bzw. PM mal etwas besser, aber nichts Neues. Schade! Aber vielleicht kann man das Teil bald mal persönlich ausprobieren…

  17. Profilbild
    calvato  

    ich finde es toll, wenn sich jemand wieder mehr der expressivität von instrumenten verschreibt als den selbstspiel-modi moderner synthesizer.
    auch wenn mich die klangbesispiele nicht restlos überzeugen, so erinnern sie gerade in den flächen an die „flüssigen“ sounds von vangelis‘ CS80-eskapaden.

    leider habe ich den eindruck, dass man das alles auch mit meinem (leider vor ewigkeiten verkauften) TG77 und ein paar clever programmierten controllern auch hätte umsetzen können.

    wahrscheinlich müsste man das teil wirklich mal selber spielen um sich von der faszination zu überzeugen. ich hätte da sicher großen spass dran….

  18. Profilbild
    AMAZONA Archiv

    Bin sehr beeindruckt. Man muss hier ganz klar die Zielgruppe sehen. Das Teil ist nicht für Produzenten, die hauptsächlich mit Abspielautomatisierung arbeiten und deren motorische Fähigkeiten auf dem Instrument sich deshalb auch nie wirklich weiterentwickeln. Sondern hier denkt mal einer an Musiker, die noch wissen, was das direkte Spielen eines Instruments ohne Automatisierung für ein Potential an musischen Erfahrungen beinhaltet, die mit DAWs und Sequenzern niemals erreichbar sein werden. Das zeigt auch die schier unstillbare Sucht nach immer neuen Sounds, die einen Ersatz für genau diese verlorenen Erfahrungen darstellt. In einer Zeit, in der die Freude am Musizieren immer mehr hinter Musikproduktion in Vergessenheit gerät, ist das für mich ein sehr erfreulicher Schritt in die richtige Richtung.

  19. Profilbild
    Findus  

    Joe Zawinul hätte wolhl sehr viel Freude an diesem expressiven elektronischen Musikinstrument gehabt.

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    slaq

    Ich bin der Meinung, es ist ein mutiger Schritt so ein Instrument zu entwickeln und anzubieten. Die Zielgruppe ist mit Sicherheit auch vorhanden, auch ohne Midi. Ich schaue mir das Teil auf jeden Fall auf der Superbooth an.

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      Thomas Columbo  

      Sicherlich mutig, eine bereits bekannte Software in einen Computer mit Keyboard und schönen Holzteilen zu stecken, Hartmann´s Neuron ist da mal vor nicht allzu langer Zeit grandios gescheitert. Das Problem bei diesen computerbasierten Geräten ist, dass sie technologisch sehr schnell veralten… 4000 EUR ist ne Menge Geld, mögen die verbauten CPU´s derzeit noch aktuell sein, im nächsten Jahr sind sie aufgrund der allgemeinen Weiterentwicklung aber nur noch ein Bruchteil wert. Derartige Konzepte werden einfach vom Zahn der Zeit sehr schnell weggefegt. Wie leistungsfähig ist denn zB heutzutage noch das sündhaft teure VPiano von Roland ? Ok, das mit den Pedalen ist ja bei dem C15 ein nettes Gimmick, aber NEU schon gar nicht…

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    robertprinz  

    Wäre es nicht toll, den Ribbon Controller als Stepsequencer zu implementieren? Sollte das nicht irgendwie möglich sein?

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    SimonChiChi  

    Kein Midi??? Weil der Erfinder offensichtlich meint, nur virtuose Spieler dürfen daran an sein Instrument? Warum darf der Spieler das nicht selbst entscheiden? Bescheuert!

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    Florian Anwander  RED

    Ich hab diesen Test jetzt erst entdeckt. Daher ein etwas später Kommentar.
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    Seltsam, wie sich alle auf das „is doch nur FM für Arme“ stürzen. Ich hab den C15 zweimal jeweils etwa eine Stunde auf der Superbooth gespielt und mich auch ausgiebig mit Stephan Schmitt unterhalten.Von daher habe ich für mich mitgenommen: Dies ist KEIN FM-Synthesizer.
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    Der Kern des C15 ist in erster Linie die Karplus-Strong-Engine! Deren Erreger arbeitet allerdings mit ausgefuchster FM Technik. Und dafür reichen zwei Operatoren allemal.
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    Ich hab mich daraufhin mal hingesetzt und einen KarplusStrong-Patch für den Nordmodular mit einem 2OP FM-Synth angeregt. Da kommt man ziemlich schnell bei dem raus, was der C15 auch macht.
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    Den Basispatch für den NM1 (ohne FM-Erreger) gibts hier: http://www.....strong.pch

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      earthcon

      Zustimmung, was das Thema „FM“ betrifft; die Kiste kann einfach mehr.
      M. E. klingen die Karplus-Sachen auf dem Nordmodular anders. Ebenso geht es mir mit dem SOLARIS/John Bowen, der ja für Karplus prädestiniert ist. Da gibt es eben doch Unterschiede im Signalweg, die den C15 anders klingen lassen.

      Durch seine fragilen Klänge läßt sich der C15 übrigens gut für Mehrspurrecording verwenden. Das klingt nie zu dick, sondern angenehm transparent.

      Übrigens: MIDI vermisse ich nicht; was natürlich auch an meiner Arbeitsweise liegt

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    iggy_pop  AHU

    Ich bleibe dabei, daß ich das Design grenzwertig finde und das Gerät in natura tatsächlich an ein Yamaha Porta-Keyboard im Kiefernholzmöbellook aus dem schwedischen Stilmöbelhaus Deines Vertrauens erinnert, aber klanglich macht das Teil schon was her — ist mal nicht Mini Moog im Multipack oder wieder ein Analoger, der so tut, als wäre er ein anderer Analoger…

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