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Test: Nonlinear Labs C15, Synthesizer


Time to make music!

Oszillator-Waveshaper-Stränge im Edit-Panel

Ach ja, bevor ich es vergesse, wer mit Phase 22 alte subtraktive Pfade beschreiten möchte,  kann dies natürlich auch umsetzen – so wie es einige schon von den neuen Yamaha FM-Synthesizern her kennen. Wenn man z.B. die Selbst-Modulation der Phase des jeweiligen Oszillators auf 100 % stellt, wird die Sinusschwingung in ein sägezahnförmiges Signal verwandelt, natürlich vorausgesetzt, dass alle anderen Parameter auf Null verweilen. Ein Rechtecksignal ist da schon etwas komplizierter, aber durchaus umsetzbar:

Der Parameter „Drive“ im Shaper darf nicht gesättigt sein, also muss auf 0 dB stehen, dann wird das Oszillatorsignal im Shaper quadriert, indem der Parameter „Asym“ auf 100 % gestellt wird, darauf im jeweiligen Oszillator die Selbstmodulation (PM Self) zwischen 60 bis 80 % einstellen und negativ zurückkoppeln, indem der Shaper-Parameter von „PM Self“ auf -100% gedreht wird. Und nun hört man ein Rechteck-ähnliches Signal. Und was lernen wir daraus? Auch Synthesizer-Nerds können am C15 viel Spaß haben. Alle anderen können am Nonlinear Labs C15 mit intuitiven Sounddesign Spaß haben. Kleines Soundbeispiel zu den subtraktiven Qualitäten von Phase 22, die mit etwas Feedback angereichert wurden:

Die Signalpfade A und B können in zwei verschiedene Filter geführt werden – das Kammfilter (Comb Filter) und das State Variable Filter (SVF). Der Kern des Kammfilters ist ein stimmbares Digital Delay mit Feedback, was von einem 2-Pol-Allpassfilter (AP Tune & AP Reson) und einem 1-poligem Lowpassfilter (Hi Cut) kontrolliert wird. „Pitch“ bestimmt über die Delay-Zeit die Tonhöhe der Resonanz, „Decay“ die Impulsantworten der Feedbackschleife und mit „Gate“ wird die Feedbackschleife nach dem Loslassen der jeweiligen Taste am Instrument gedämpft.

Wem das nicht genug ist, der kann das Delay noch mit den Oszillatorsignalen modulieren (PM). Das Kammfilter ist sehr vielseitig und flexibel einsetzbar. Viele Sounds bekommen durch das Kammfilter einen sehr musikalischen Charakter, wie wir es von akustischen Instrumenten bzw. vom Physical Modeling her kennen. Nach meiner Erfahrung mit Phase 22 muss man sich sehr intensiv mit dem Kammfilter auseinandersetzen und viel experimentieren, um sein Potential und seine Möglichkeiten zu begreifen. Neben den  sehr flexiblen Oszillatoren-Strängen ist das Kammfilter das Herzstück von Phase 22 und potenziert die Klangmöglichkeiten gefühlt bis ins Unendliche.

Das State Variable Filter ist ein Filter „alter Schule“, wie wir es alle vom Oberheim SEM her kennen. Nur dass in der Soundengine des Nonlinear Labs C15 zwei 2-Pol-Filter miteinander kombiniert werden, die stufenlos parallel und seriell miteinander interagieren, inkl. einem Offset zwischen den beiden Cutoffs der Filter (Spread). Nicht nur die beiden Oszillatoren, sondern auch der Audioausgang des Kammfilters kann gleichzeitig in das SVF geschickt und verarbeitet werden. Somit gibt es eine weitere und sehr einfache Möglichkeit, das Signal des Kammfilters zu kontrollieren, was ich in meinen Sounds gerne eingesetzt habe. Auch hier wird Flexibilität groß geschrieben: Die Oszillatoren können die Frequenz der Filter modulieren (FM).

Im Output Mixer werden die Audiosignale der beiden Oszillator-Waveshaper-Stränge, des Kammfilters und des State Varibale Filters einzeln abgegriffen und können im Stereopanorama (Pan) verteilt werden. Und auch im Output Mixer kann man nach Bedarf das Klangresultat mit einem Waveshaper abschmecken (Drive, Fold & Asymetry).

Wie  bereits beschrieben, ist man bei Phase 22 in der Lage, die Phase der Oszillatoren von einer Feedbackschleife modulieren bzw. das Feedback hinter den Waveshapern einspeisen zu lassen. Möglich wird dies durch eine Zurückführung der Audiosignale des Kammfilters, des State Variable Filters, aber auch der Signale der Effekte und des Reverbs vom Feedback Mixer aus. Der Ausgang des Feedback Mixers, wie kann es in Phase 22 anders sein, lässt sich noch von einem Waveshaper aufhübschen. Kleinste Veränderungen im Feedback Mixer haben große klangliche Unterschiede zur Folge.

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Klangbeispiele

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    Wellenstrom AHU

    Ich muss auch gesthen, dass mich schon lange kein (Hardware)Synthesizer mehr so interessiert hat, wie dieser hier. Denn hier steckt ein anderer Ansatz, ’ne anderer Philosophie hinter, hier geht es ja nicht um eine neue Klangerzeugung, sondern um eine ganzheitlichere Betrachtung eines Instruments.
    Daher mal alles angeguckt, was dazu zu finden ist, inkl. auf der Herstellerseite.
    Die klassischen Kritikpunkte lasse ich mal beiseite (fehlende MIDI Implementation). Was mich hier noch nicht überzeugt, ist die Synthengine. Hierbei handelt es sich ja um einen abgewandelten und vereinfachten 2 Osc (Träger, Modulator … whatever) FM Synth, den es schon fast im Verhältnis 1:1 als Synthesizer seit geraumer Zeit in Reaktor gibt.
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      Holk

      Gute Frage .. vielleicht liegt’s an der Fatar – Sensorik weil die Anschlagsstärke bereits 32 Midi Kanäle pro Taste auflöst und kein Lüfter für die möglicherweise durch den Polyphonen Aftertouch nochmals erweiterten Modulationsmöglichkeiten dann notwendige höher taktende CPU in’s passiv gekühlte Gestamtkonzept passt oder so …

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        Holk

        Es kann natürlich auch instrumentaler Bestandteil des Konzepts sein, dass dieser Klangerzeuger an Stelle des obligatorischen Breath Controllers halt eine andere monophone Komponente haben soll .. will sagen .. ich finde es echt cool dass es mit Nonlinear Labs eine Firma gibt die ein für live und frei spielende Musiker neu entwickeltes elektronisches Instrument anbietet.

        Da werden weitere Syntheseformen kommen und wenn nötig auch neue EDV Hardware, andere Tastaturen und neue Bedienpanels gleich mit dazu. Das ist ja schon eine mutige Ansage. Im Prinzip wird sich das Instrument also der Kundschaft über die Jahre entsprechend deren Resonanz anpassen und auch immer wieder mal mit neuen Ideen überraschen. Das hat unternehmerischen Jazz und ist auf jeden Fall eine abgefahrene Geschichte.

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    Wellenstrom AHU

    Jut, nicht sonderlich sensationell. Sämtliche Klangbeispiele die ich hören konnte, klingen auch dementsprechend, schön für Glockiges, Glasiges und Metallenes, gut zum Emulieren von Saiteninstrumenten und E-Pianos – aber das ist es m.E. auch schon. Im Prinzip alles, was ein gut ausgestatteter FM Synth auch kann. Bisher konnte mich da noch nichts wirklich auf Klangebene vom Hocker hauen, wenn man mal von einer durchaus sehr feinen Auflösungsmöglichkeit der Modulationen absieht. Untenrum fehlt mir in den Beispielen, die ich hörte, der Schub, der Punch, auch Pads und Stringsounds wirken auf mich nicht wirklich weich. Meiner Meinung nach sollten dahingehend noch weitere Klangbeispiele angefertigt werden (also z.B. auf der Produktseite). Dass das Dingen kein Allrounder sein will, ist mir schon klar. Aber dieses Instrument grenzt sich für mich auf klanglicher Ebene einfach nicht weit genug vom FM Klassiker ab, um eine Art Alleinstellungsmerkmal innezuhaben. Auch die Spielhilfen für sich genommen sind ja nicht wirklich etwas komplett neues. Insofern sehe ich hier jetzt nicht ein Instrument in der Tradition eines Melltotrons, eines Trautoniums oder der ersten Moog Synths.

    -2-

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    Wellenstrom AHU

    Idee, Ansatz, Konzept gefallen mir wirklich,und Stephan Schmitt gönne ich den Erfolg, weil er ein Visionär mit Arsch in der Hose ist.
    Ich habe aber meine Zweifel daran, dass man den C15 zukünftig häufiger auf Bühnen, im „Orchestergraben“ oder in Musikschulen antreffen wird.
    Hoffentlich liege ich da falsch.

    -3-

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    mdesign ••

    lebendigkeit, haptik, gefühl – interessanter ansatz, finde ich gut. allerdings finde ich dafür das allzu klassische keyboard nicht ganz adäquat, selbst mit – evtl später erhältlichen – sensoren.

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    pmm AHU

    So toll ich das Konzept finde, die Klangbeispiele wissen mich bis dato nicht so recht zu überzeugen. Das was der Tester eingangs mit seinem Vergleich zu einem Klavier/Flügel beschreibt, dieser Eindruck will sich bei mir als Zuhörer nicht einstellen. Mag sein, dass er beim Spielen beflügelt. ;) Aber irgendetwas fehlt mir am/im Klang… Etwas verwundert hat mich ausserdem, dass ein derartiges Instrument mit monophonem Aftertouch ausgestattet ist. Wenn der Fokus auf Expression und Klangformung gerichtet ist, scheint mir das nicht schlüssig. Bei aller aktueller Kritik finde ich das Konzept aber dennoch sehr, sehr gut. Auch den Umstand dem spielenden Musiker ein ausdrucksstarkes Instrument unter die Hand zu legen, erachte ich als äusserst begrüssenswert. Allein vom klanglichen Ergebnis bin ich bis dato aber eben nicht überzeugt. Aber vielleicht ändert sich das ja im Serienmodell. Das Finanzierungsmodell ist ebenfalls ein sehr sportlicher Zug.… da wird wohl kein Weg daran vorbeiführen die Reise nach Berlin anzutreten.
    Übrigens, Danke für den sehr guten Testbericht, der heute in Raten erschienen ist. :)

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    Wellenstrom AHU

    @ pmm

    Auch schon alle Beispiele auf der Herstellerseite gehört/ gesehen?

    Da haben wir schon eine recht umfangreiche Übersicht.

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    Viertelnote AHU

    inwieweit kann man die klanglichen Ergebnisse mit dem Korg Z1 vergleichen?
    Der PM Gedanke wurde ja auch von Technics mal aufgegriffen (WSA1).

    Nebenbei ist das Instrument hier auch noch ein sehr schön anmutendes Möbelstück:)

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      TobyB RED

      Hallo Viertelnote,

      ich hab die Kiste auf der Musikmesse anfingern und hören können. Das Gerät ist eine Hausnummer, sowohl vom Sounddesign und vom Ansatz. Auf MIDI zu verzichten ist schon eine Ansage. Ich könnte es nicht, da ich viel zu faul bin zum Noten schreiben. Mit dem Korg Z1 und MOSS würde ich den C15 nicht in einen Topf werfen. Das wird beiden Geräten nicht gerecht. Klanglich ergänzen sie sich aber. Johannes verweist ja explizit auf OASYS und Reaktor. Das Konzept vom C 15 geht wesentlich weiter als MOSS/OASYS. Ich find das Ding spannend. Solltest du Gelegenheit haben es mal anzutesten, mach es.

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        Viertelnote AHU

        danke für deine Antwort. da mich der Z1 und auch der WSA1 immer wieder aufs neue begeistern, werde ich das mal weiter verfolgen. ohne midi ist zwar schade, aber einige Pianisten haben ihr Piano midifizieren lassen, von daher:) absampeln würde zwar auch gehen, aber das Instrument will ja gespielt und erlebt werden.

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          TobyB RED

          Hallo Viertel,

          der Z1 ist schon ein guter Synth. Man darf sich von seinem Äusseren nicht täuschen lassen. Den C15 samplen, das erachte ich nun als Unsinn, das ist der Kiste die Seele nehmen. So ein Sample ist ja statisch. Da üb ich doch doch lieber. Ich denke mal, wenn sich diese Kiste gut verkauft, wird man noch einiges an Modellen sehen. Potential ist da. Wenn ich alleine überlege was für Potential Reaktor hat. Ich meine ich ziehe mir CVs aus dem Rechner und haue die ins System 1m rein. Oder baller CVs und Audio in den Rechner aus dem System 1m und wurste das mit dem Reaktor. Da ist schon Potential.

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    Filterpad AHU

    Gab es nicht mal eine Synthesizerschmiede mit dem Namen „New Englands Digital“ oder so ähnlich? Jedenfalls erinnert mich das Gerät und auch der Sound irgendwie daran. Vom Design fast einer der schönsten, den ich die letzten Jahre gesehen habe und ein „modern Eyecatcher“ für jedes Studio. Klang hat beim ersten anhören schon eine gewisse Ähnlichkeit mit heutiger Software (typisch FM), aber hier muss man das Gerät als Individuum sehen.

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      wolftarkin

      Oh, ein Quiz. :-)
      Das Holz vom Synclavier war aber irgendwie dunkler.
      Vielleicht aber auch erst nach Nikotin-Applikation.
      ;-)

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    Son of MooG AHU

    So ganz kann ich die Begeisterung des Testers nicht teilen, den der C15 bietet vom ersten Wow-Effekt abgesehen eigentlich nichts, was ein guter FM-Synth nicht auch könnte. Ich bin aber auch kein Pianist, der ja ganz andere Anforderungen stellt; immerhin wurde der C15 in der Piano-Abteilung auf der MM gezeigt, und ich werde mich jetzt wieder mehr meinem TX81Z widmen…

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    8 Bit Fighter ••

    Die Kiste klingt wie typischer FM Synth,aber ohne Aliasing. Die Klangbeispiele kann auch eine alte billige FM- Kiste von Yamha oder Korg locker ausspucken.

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    psv-ddv ••••

    Das Teil kann erheblich mehr als klassische FM Boliden.
    Mal abgesehen von den resonanzfähigen Filtern, dem dynamischen und glockenklaren Klang, etc. ging das was ich beim Rumschrauben erlebt habe klanglich eher in die physical modelling Richtung.
    Unbedingt mal selber antesten, das Teil macht Spass!
    Die Werkslibrary ist derzeit wohl noch im werden.

  13. Profilbild
    DanielT ••••

    So lobenswert ich neue Ansätze ja finde und auch den Mut einen Hardware-Synth zu bauen.

    Letztendlich ist es aber NI Reaktor und auch die Klangbeispiele spiegeln das wieder. Zum 1000 mal die selben alten Sounds.

    Zudem gibt es genug Hardware-Synths, die Reaktor qualitativ locker in die Tasche stecken. NI klingt m.E. einfach steril und nach Plastik.

    Und dann noch ohne Midi. Und das alles für EUR 4000,- (!). Das ist der Schmidt-Synthesizer für Reaktor LIebhaber. Ein Sammlerstück.

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    THEXCEE RED

    Gratuliere, wirklich schöne neue Hardware. Und mit wahrscheinlich extrem viel Entwicklungsarbeit.
    Nun, seit kurzem habe ich den SY-77 zu Hause.
    Ein echter Rocker mit FM vom Feinsten.
    Vieleicht kann der C15 in Zukunft mehr in die Ecke Synclavier liefern.
    Inklusive seiner Hardware wäre das ein etwas runderes Bild was seinem Anspruch an Hochwertigkeit besser nach käme.

    • Profilbild
      Organist007 •••

      jaaaa, die guten alten yamahas sy 77 und 99 !!

      nur von der programierung her sind sie sch…se, der klang ist aber toll und lebendig, nach wie vor !

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    Teufelskerl

    Wenn ich mich nicht täusche, ist die Synthesestruktur des C15 exakt die vom Native Instruments Kontour.
    Und der kostet nur 99€.

  16. Profilbild
    anttimaatteri

    soweit ich weiss, hat die „hardware“-variante des synths für den c15 eine weitaus höhere auflösung als das plugin mit nur midi-auflösung.

    das ding kann schon ne ecke mehr als das plugin.

    ps: steht auch im test ;D

  17. Profilbild
    Thomas Columbo •••

    Schönes Sammlerstück, nur nach den Klangbeispielen zu urteilen, leider nichts, aber auch gar nichts Interessantes zu hören, weil typisch kalt digital, mal billig FM bzw. PM mal etwas besser, aber nichts Neues. Schade! Aber vielleicht kann man das Teil bald mal persönlich ausprobieren…

  18. Profilbild
    calvato

    ich finde es toll, wenn sich jemand wieder mehr der expressivität von instrumenten verschreibt als den selbstspiel-modi moderner synthesizer.
    auch wenn mich die klangbesispiele nicht restlos überzeugen, so erinnern sie gerade in den flächen an die „flüssigen“ sounds von vangelis‘ CS80-eskapaden.

    leider habe ich den eindruck, dass man das alles auch mit meinem (leider vor ewigkeiten verkauften) TG77 und ein paar clever programmierten controllern auch hätte umsetzen können.

    wahrscheinlich müsste man das teil wirklich mal selber spielen um sich von der faszination zu überzeugen. ich hätte da sicher großen spass dran….

  19. Profilbild
    andreas1303 •••

    Bin sehr beeindruckt. Man muss hier ganz klar die Zielgruppe sehen. Das Teil ist nicht für Produzenten, die hauptsächlich mit Abspielautomatisierung arbeiten und deren motorische Fähigkeiten auf dem Instrument sich deshalb auch nie wirklich weiterentwickeln. Sondern hier denkt mal einer an Musiker, die noch wissen, was das direkte Spielen eines Instruments ohne Automatisierung für ein Potential an musischen Erfahrungen beinhaltet, die mit DAWs und Sequenzern niemals erreichbar sein werden. Das zeigt auch die schier unstillbare Sucht nach immer neuen Sounds, die einen Ersatz für genau diese verlorenen Erfahrungen darstellt. In einer Zeit, in der die Freude am Musizieren immer mehr hinter Musikproduktion in Vergessenheit gerät, ist das für mich ein sehr erfreulicher Schritt in die richtige Richtung.

  20. Profilbild
    Findus

    Joe Zawinul hätte wolhl sehr viel Freude an diesem expressiven elektronischen Musikinstrument gehabt.

  21. Profilbild
    slaq

    Ich bin der Meinung, es ist ein mutiger Schritt so ein Instrument zu entwickeln und anzubieten. Die Zielgruppe ist mit Sicherheit auch vorhanden, auch ohne Midi. Ich schaue mir das Teil auf jeden Fall auf der Superbooth an.

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      Thomas Columbo •••

      Sicherlich mutig, eine bereits bekannte Software in einen Computer mit Keyboard und schönen Holzteilen zu stecken, Hartmann´s Neuron ist da mal vor nicht allzu langer Zeit grandios gescheitert. Das Problem bei diesen computerbasierten Geräten ist, dass sie technologisch sehr schnell veralten… 4000 EUR ist ne Menge Geld, mögen die verbauten CPU´s derzeit noch aktuell sein, im nächsten Jahr sind sie aufgrund der allgemeinen Weiterentwicklung aber nur noch ein Bruchteil wert. Derartige Konzepte werden einfach vom Zahn der Zeit sehr schnell weggefegt. Wie leistungsfähig ist denn zB heutzutage noch das sündhaft teure VPiano von Roland ? Ok, das mit den Pedalen ist ja bei dem C15 ein nettes Gimmick, aber NEU schon gar nicht…

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    robertprinz

    Wäre es nicht toll, den Ribbon Controller als Stepsequencer zu implementieren? Sollte das nicht irgendwie möglich sein?

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    SimonChiChi ••••

    Kein Midi??? Weil der Erfinder offensichtlich meint, nur virtuose Spieler dürfen daran an sein Instrument? Warum darf der Spieler das nicht selbst entscheiden? Bescheuert!

  25. Profilbild
    Florian Anwander RED

    Ich hab diesen Test jetzt erst entdeckt. Daher ein etwas später Kommentar.
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    Seltsam, wie sich alle auf das „is doch nur FM für Arme“ stürzen. Ich hab den C15 zweimal jeweils etwa eine Stunde auf der Superbooth gespielt und mich auch ausgiebig mit Stephan Schmitt unterhalten.Von daher habe ich für mich mitgenommen: Dies ist KEIN FM-Synthesizer.
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    Der Kern des C15 ist in erster Linie die Karplus-Strong-Engine! Deren Erreger arbeitet allerdings mit ausgefuchster FM Technik. Und dafür reichen zwei Operatoren allemal.
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    Ich hab mich daraufhin mal hingesetzt und einen KarplusStrong-Patch für den Nordmodular mit einem 2OP FM-Synth angeregt. Da kommt man ziemlich schnell bei dem raus, was der C15 auch macht.
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    Den Basispatch für den NM1 (ohne FM-Erreger) gibts hier: http://www.....strong.pch

    • Profilbild
      earthcon

      Zustimmung, was das Thema „FM“ betrifft; die Kiste kann einfach mehr.
      M. E. klingen die Karplus-Sachen auf dem Nordmodular anders. Ebenso geht es mir mit dem SOLARIS/John Bowen, der ja für Karplus prädestiniert ist. Da gibt es eben doch Unterschiede im Signalweg, die den C15 anders klingen lassen.

      Durch seine fragilen Klänge läßt sich der C15 übrigens gut für Mehrspurrecording verwenden. Das klingt nie zu dick, sondern angenehm transparent.

      Übrigens: MIDI vermisse ich nicht; was natürlich auch an meiner Arbeitsweise liegt

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Nonlinear Labs C15

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