Pattern völlig losgelöst!
Mit dem NONO Modular Major Tom Desktop haben wir uns diesmal einen Sequencer ins Testlabor geholt, bei dem die Headline „Völlig losgelöst!“ nicht nur Pflichtphrase ist, sondern tatsächlich Programm. Was der Major Tom mit euren Patterns anstellen kann, habt ihr so bestimmt auch noch nicht erlebt, also lasst euch überraschen! „Dann hebt er ab und …“ wir werfen in der Zwischenzeit mal einen kurzen Blick auf den Probanden.
Was ist es? NONO Modular Major Tom Desktop, Performance-Sequencer, ein spezialisierter Hardware-Sequencer für Polyrhythmik und modulare Setups.
- Konzept: Sechsspuriger Performance-Sequencer mit Fokus auf haptische Bedienung und direkte Eingriffe ins Pattern.
- Highlight: Direkte Eingabe von Triolen im Lauflicht und intuitiver Zugriff auf Polyrhythmik.
- Kreativtools: Gate-Fragmentation, Spur-Shift und variable Pattern-Längen eröffnen große kreative Freiheit.
- Einsatz: Ideal für modulare und analoge Setups, besonders stark im Live- und Performance-Kontext.
- Einschränkung: Kein MIDI und kein Song-Mode, daher weniger geeignet als zentrale Schaltstelle.
Inhaltsverzeichnis
Der NONO Modular Major Tom im Eurorack
NONO Modular, ansässig in Italiens Hauptstadt Rom, wurden zuerst als italienischer Hersteller von funktionalen und ästhetisch ansprechenden Eurorack-Cases bekannt. Diese werden aus hochwertigen Materialien von Handwerkern in der Region Brianza gefertigt.
Doch dabei sollte es nicht bleiben, denn in die hübschen Cases sollten auch eigene Module einziehen. Der NONO Modular Major Tom wurde deshalb im Rahmen einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne für einen Eurorack-Sequencer geboren und erstmals der breiten Öffentlichkeit zur Superbooth 2023 in Berlin als Prototyp vorgestellt. Im Jahr 2025 erreichte der NONO Modular Major Tom dann endlich Produktionsstatus und der erste Batch ging weg wie warme Semmeln.
Mittlerweile wurden dem Major Tom zwei Expander zur Seite gestellt. Der Expander TOMTOM spendiert dem Major Tom zwei weitere CV/Gate-Kanäle (kaskadierbar auf bis zu 12 Kanäle) und mit dem BLISTER CV IN Expander holt man sich 24 Eingänge für die Steuerung wichtiger Spur- und Gate-Parameter der ersten vier Kanäle durch Control-Voltage in das Sequencer-System.
Was ist der NONO Modular Major Tom Desktop?
Der brandneue NONO Modular Major Tom Desktop ist nun die ultimative Flaggschiffversion des Sequencers. Hier werkelt in einem hübschen Desktop-Gehäuse versteckt das Major Tom-Hauptmodul plus die beiden Expander-Module, intern verdrahtet als Performance-Sequencer mit sechs Spuren zur Ansteuerung eures Modularsystems oder eurer analoger Synthesizer und Drum-Maschinen.
Hauptfeature und Alleinstellungsmerkmal des NONO Modular Major Tom Desktop ist die Möglichkeit der direkten Eingabe von Triolen im Lauflicht-Patterns und ein sehr direkter Zugriff auf elementare Spurparameter, der es dem Anwender erlaubt, Rhythmen und Polyrhythmen auf sehr haptische Weise zu erkunden.
Der NONO Modular Major Tom bietet zur Unterstützung eurer kreativen Ergüsse für jede Spur die Ausgabe von in musikalischen Skalen quantisierter Control-Voltage und verschiedener CV-Standards (inklusive 1 V/Oct, 1,2 V/Oct und Hz/V).
Das großartige an der Sache ist, dass unsere Eurorack-Modularisten gerne weiterlesen dürfen, denn Features und Bedienung sind beim Eurorack-Modul plus seiner Expander und dem NONO Modular Major Tom Desktop identisch.
Verpackung und Lieferumfang
Unser Testproband, der NONO Modular Major Tom Desktop, kommt frisch aus seiner Umverpackung geschält gut geschützt in einem handgefertigten Bag aus recyceltem Plastik-Ökofilz: Sehr verspielt, sehr experimentell, aber doch sehr originell!
Dazu gibt es die üblichen Papierbeilagen und Sticker sowie ein 24 V Steckernetzteil für die Stromversorgung. Eine Bedienungsanleitung lag dem Sequencer-Boliden nicht bei und für den Major Tom Desktop gibt es wohl auch noch keine eigene Anleitung, aber das ist kein Beinbruch, denn man kann sich ja da auch beim Eurorack-Modul bedienen, denn die Bedienung ist ja gleich.
Die Haptik des NONO Modular Major Tom Desktop
Frisch ausgepackt möchte ich gleich meine ersten Eindrücke zur Optik des NONO Modular Major Tom Desktop festhalten. Die wichtigsten Eckdaten zuerst: Der 1400 g schwere Desktop-Sequencer misst in der Breite 360 mm und 155 mm in der Tiefe. Mit Reglern gemessen erreicht er circa 80 mm Höhe.
Das in cremefarbenem Vintage-Weiß eloxierte Blechgehäuse, bestehend aus Gehäusewanne und gebogener Frontplatte, wird mit geringen Spaltmaßen durch schwarze Inbusschrauben zusammengehalten.
Auf der Gehäuseunterseite sorgen vier Gummifüße für einen rutschfesten Stand des NONO Modular Major Tom Desktop.
Auf der linken Gehäuseseite finden wir eine USB-Buchse für die Firmware-Updates und den Datenaustausch, zwei kleine Schalter für das Firmware-Update sowie den Eingang für die Stromversorgung nebst dazu gehörigem Schalter. Das ist dann auch gleich das Stichwort, dem NONO Modular Major Tom Desktop einmal Saft zu geben.
Nach dem Einschalten zeigt sich ein Lade-Screen, gefolgt von einem hübsches Farbenspiel auf dem gut ablesbaren Display und schon ist der Major Tom bereit für unsere Eingaben. An dieser Stelle zeigt sich dann auch, dass die gut strukturierte Bedienoberfläche nicht mit Zustandsanzeigen geizt.
Programmierte Steps setzen sich optisch gut ab und die ausgewählte Spur wird im Display mit ihrer Spurfarbe unterlegt. Dazu leuchten auch die LEDs der CV-Ausgänge und der Spuranwahl in ihrer Spurfarbe, die ein großer Auswahltaster vorgibt.
Die Beschriftung ist nicht nur reiner Selbstzweck, sondern fasst zusammengehörige Arbeitsbereiche durch zielführende Striche und eingrenzende Klammern zusammen. Alle Bedieneingaben, wie Schaltvorgänge oder das Drehen an Reglern, werden vom Display sofort umgesetzt, was für eine sehr gute Programmierung spricht.
Die Regler selbst haben allesamt einen guten Grip und einen leichten Widerstand im gut aufgelösten Regelweg. Die beiden Push-Potis, die Pattern-Wahlschalter und die Regler LAST sind gerastert und lassen mit knackigem Schaltvorgang ein sehr gezieltes Anfahren ihrer Werte zu.
Die Eurorack-Buchsen nehmen die Stecker stramm auf und machen einen langlebigen Eindruck. Die Ein- und Ausgänge sind gut voneinander unterscheidbar, denn alle Ausgänge wurden farblich grau unterlegt. Alle Bedienelemente, bis auf die Schalter, sind mit der Frontplatte verschraubt. Die Schalter selbst lassen sich alle solide bedienen und haben einen gut fühlbaren Druckpunkt.
Nebenbei gesagt, finde ich das coole Retro-Design mit dem dazu in Kontrast stehenden, futuristischem Display absolut gelungen. Es könnte so direkt aus dem Steuerpult von Major Toms Raumkapsel der 80er-Jahre stammen und weckt damit in mir irgendwie nostalgische Gefühle – großartig! Aber das ist natürlich nur mein persönlicher und damit subjektiv empfundener Geschmack. Wer diese Farbgebung nicht mag, kann den Major Tom auch in Mattschwarz erwerben.
Alles in allem macht der NONO Modular Major Tom Desktop in meinen Augen eine sehr wertige und robuste Figur. Ich habe deshalb in diesem Abschnitt absolut nichts auszusetzen.
Bedienelemente des Major Tom Desktop
Wie in meinen Tests üblich, werden wir an dieser Stelle einen Blick auf die Bedienelemente des NONO Modular Major Tom Desktop werfen. Diesmal steigen wir dafür in unsere Raumkapsel und starten einen Rundflug über die Bedienoberfläche, bei dem ich die Bedienelemente und deren Funktionen kurz erkläre.
Wir nähern uns dem NONO Modular Major Tom Desktop aus nordwestlicher Richtung und überfliegen dabei fünf nebeneinanderliegende Eurorack-Buchsen. Ganz links finden wir die Eingangsbuchse CLOCK IN für die Synchronisation zu externem Analogequipment.
Rechts davon gibt es den RESET IN, der per eingehendem Trigger-Signal die Spuren des Sequencers auf den ersten Step zurücksetzt. Mit der nächsten Buchse CV IN kann man per eingehender Control-Voltage die Spuren des NONO Modular Major Tom Desktop transponieren. Hier drängt sich das Einpatchen des CV-Ausganges eines CV/Gate-Keyboards geradezu auf.
Daneben erblicken wir dann noch die beiden Ausgangsbuchsen CLOCK OUT und RESET OUT zur Steuerung von analogem Equipment durch den Major Tom.
Direkt unter den gerade beschriebenen Eurorack-Buchsen finden wir das Display. Um das Display im Kreis angeordnet finden wir vierundzwanzig beleuchtete Buttons, die zur Step-Eingabe und der Visualisierung des aktuell gewählten Patterns dienen. Hier finden wir die 16 Steps und zusätzlich außen angeordnet noch acht weitere Steps für die Eingabe von Triolen. Mit Druck auf einen Button wird der Step gesetzt und blinkt.
Nun kann man mit rechten Push-Poti unter dem Display die Werte für den Step bearbeiten. Dazu gibt vier Buttons, die durch Striche mit diesem Poti verbunden sind. Rechts unten stellt man die Tonhöhe ein und mit dem Button darüber die Gate-Länge. Mit dem Button links oben stellen wir das Level des Gates ein. Der Major Tom kann also auch Velocity-Gates.
Links unten kommen wir dann in die Spaßabteilung, dem allseits beliebten Ratcheting. Hier wird das Gate des Steps geteilt und der Step dadurch wiederholt ausgelöst. In Verbindung mit den Velocity-Gates breitet sich hier vor uns eine großartige Spielwiese mit enormem Spaßfaktor aus.
Die Gate-Fragmentierung kann hier bis zu 10 Teile erreichen und dazu kommt dann noch die Anwendung dynamischer Masken auf diese Impulsgruppe. Man kann also Rampen einstellen, wie aufsteigend, linear, zufällig, alternierend oder absteigend, sodass das geteilte Gate bei jeder Auslösung ein anderes Level hat. Freunde der IDM werden bei diesen Möglichkeiten vor Freude sicher aufjubeln und sofort ihre Drum-Module befeuern. Aber das wäre zu einfach gedacht, denn VCAs dürften sich über diese Signale ebenso freuen wie unsere geliebten Filter – Stichwort: Filterping.
Ist man nun mit den Einstellungen für den Step durch, drückt man auf das Push-Poti und die Werte werden in den Step geschrieben. Der Step-Button leuchtet jetzt durchgängig. Copy & Paste für Steps und Pattern beherrscht der NONO Modular Major Tom Desktop natürlich auch.
Mit einem Druck auf das Push-Poti bekommt man Zugriff auf ein Menü für diverse Einstellungen und einige Befehle. Hier finden wir dann Einstellungen für CV Set (Charakteristik der ausgegebenen CV), die Display Settings, den Last Step Mode, das Firmware-Update und die Kalibrierung. Als Befehle gibt es hier LOAD SET, SAVE SET, DELETE SET und AUTO SAV.
Mit dem Push-Poti links unter dem Display kommt man in die Transportfunktionen des NONO Modular Major Tom Desktop. Mit ihm stellt man das globale interne Tempo und die Clock-Teilung für jede Spur ein. Dazu gibt es noch zwei Buttons rechts daneben, der untere für START/STOP und mit dem oberen der manuelle RESET aller Spuren auf Step Eins.
Rechts neben dem Display finden wir dann die sechs Spuren des NONO Modular Major Tom Desktop. Ganz unten bei jeder Spur ist der Auswahl-Button in der Spurfarbe. Daneben links zeigt eine LED in Spurfarbe leuchtend die ausgewählte Spur an.
Darüber kommen wir in die Performance-Abteilung mit drei Reglern. Mit dem großen gerasterten Regler VAR wählen wir eines von 10 auf diesem Regler hinterlegten Pattern aus. Mit dem ebenfalls gerasterten Regler LAST legen wir den letzten Step fest und damit die Länge des Patterns. Der letzte Regler SHIFT sorgt für eine feine, von den anderen Spuren unabhängige Verzögerung des Patterns.
Ganz oben finden wir dann die beiden Ausgangsbuchsen einer jeden Spur, links für das Gate und rechts für die Control-Voltage. Eine LED in der Spurfarbe visualisiert die Ausgangsaktivität auf dieser Spur.
Ganz rechts finden wir dann ein Feld von 24 Eurorack-Buchsen, allesamt Eingänge zur Steuerung der ersten vier Spuren. Ganz oben sind die Eingänge für die Steuerung der Gate-Level von Spur 1 bis 4. Darunter dann die Eingänge zur Steuerung der Gate-Länge, gefolgt von den Gate-Wiederholungen. Eine Reihe tiefer steuern wir dann die Verzögerungszeit (Shift) per externer Control-Voltage, darunter die Position des letzten Steps und ganz unten dann die Auswahl des Patterns analog dem Regler VAR.
Und damit setzen wir auch schon wieder zur Landung an und schauen mal auf …
Bedienung des NONO Modular Major Tom Desktop
Die Einarbeitung in die Bedienung des NONO Modular Major Tom Desktop ist dank der sehr zugänglichen und gut strukturierten Bedienoberfläche ein Kinderspiel. Jeder, der schon einmal einen Sequencer unter den Fingern hatte, wird sich direkt zurechtfinden.
Besonders beeindruckt hat mich am NONO Modular Major Tom Desktop die unmittelbare Zugänglichkeit auf die wichtigsten Spurparameter, hier gilt: „Effektivität bestimmt das Handeln“. Du willst verschiedene HiHat-Figuren ausprobieren, um zu testen, welche davon am besten zum erstellten Groove passt? Kein Problem, der direkte Vergleich ist nur ein Reglerdreh entfernt und das nicht nur als einfacher A-B-Vergleich, sondern gleich mal 10.
Oft ist der Zugriff auf die Eingabe von Triolen, wenn man sie mal braucht, ganz hinten in den digitalen Untermenüs der Sequencer versteckt und erstickt damit schon im Keim den schnellen Versuch, diese mal zu verwenden. Beim NONO Modular Major Tom drückt man dafür eine Taste im Lauflicht und schon würzt man das Pattern um ein weiteres starkes Ausdruckmittel. Du meinst, deine Snare könnte jetzt noch ein wenig „Laid Back“ gebrauchen, damit sie so richtig lässig und schwer drückt? Dreh einfach am Regler SHIFT!
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Der absolute Knaller für mich ist aber der Regler LAST, um die Länge der Patterns zu verändern. Hiermit eröffnet sich im Schnellzugriff eine endlose Spielwiese für „Wissenschaftliche Experimente“ rund um das Thema Polyrhythmik.
Allein dieser Regler sorgt als endloses Stundengrab für einen enormen Spaßfaktor. Man kann einfach nicht aufhören daran rumzudrehen, um zu hören, wie sich die verschiedenen Patterns der Kanäle bei unterschiedlich eingestellten Längen zueinander verhalten. Sensationelles Feature!
Und wenn uns dann die Hände ob der vielen Regler ausgehen, kommt der Blister-Expander mit seinen vielen Modulationseingängen ins Spiel und animiert unsere Patterns mit externer Control-Voltage. Aber Vorsicht! Es könnte passieren, dass ihr bei allzu exzessivem Gebrauch eure Patterns gar nicht mehr wiedererkennt! „Hallo Major Tom, können Sie hören? Woll’n Sie das Projekt denn so zerstören?“ Nein, im Ernst, die vielen Modulationseingänge kann man wirklich sehr gewinnbringend einsetzen – Stichwort: Remix.
Der NONO Modular Major Tom Desktop macht im Studio immer dann eine sehr gute Figur, wenn es darum geht, schnell Parts des Arrangements zu testen. Hier erweist er sich als wirkungsvolle Kompositionshilfe.
Besonders wohl fühlt sich der NONO Modular Major Tom aber in der Live-Situation, in der man durch den schnellen Zugriff auf die Bedienoberfläche die zur Saalstimmung passenden Patterns direkt auswählen und dann kreativ ordentlich durchmangeln kann, denn diese Funktionen sind hier immer nur einen Reglerdreh entfernt.
Gibt es für den Major Tom Desktop Konkurrenz?
„Die Erdanziehungskraft ist überwunden. Alles läuft perfekt, schon seit Stunden“. Der Major Tom Desktop knebelt gerade meine gespeicherten Patterns über externe Control Voltage und so finde ich ein wenig Zeit, um mal einen vergleichenden Blick in unsere Liste „Die besten Step- und Hardware-Sequencer“ zu werfen.
Nach einer ersten Durchsicht fällt es mir tatsächlich einigermaßen schwer, dort einen direkten Konkurrenten auszumachen. Der NONO Modular Major Tom Desktop ist eben nicht die große Spurenschleuder mit endloser Feature-Liste und umfassender Konnektivität in alle Systeme, wie der auch bei uns getestete Oxi Instruments Oxi One MKII.
Er ist aber auch nicht der typische CV-Sequencer, an dem man sich schnell mal über die Regler der Steps eine Bassline zusammenschrauben kann wie beim Doepfer Darktime oder dem leider nicht mehr erhältlichen Analogue Solutions Oberkorn MKIII.
Der NONO Modular Major Desktop kann mit seinen sechs Spuren ausschließlich analoges Equipment antreiben und wirft hier als Alleinstellungsmerkmal das Thema direkte Eingabe von Triolen und den haptischen Zugriff auf die Polyrhythmik zusätzlich in die Waagschale. Bei diesen Themen müssen fasst alle Kandidaten unserer Liste direkt passen und wenn solche Features dann doch angeboten werden, findet man sie in den Schubladen der digitalen Untermenüs, wo sie meistens ein tristes Dasein fristen.
Irgendwo in den Weiten des Internets habe ich mal sinngemäß gelesen, dass der Aufbau und die Art eines Sequencers direkten Einfluss auf die Kompositionstechnik und die damit verbundenen Ergebnisse haben. In unserer Liste findet man unterschiedlichste Sequencer-Konzepte, alles Spezialisten für alle möglichen Richtungen, aber eben nicht die „Eierlegende Woll-Milch-Sau“. Den weisen Satz meines geschätzten Autorenkollegen TobyFB: „Sequencer kann man nie genug haben!“ unterschreibe ich deshalb zu 100 Prozent.
Der NONO Modular Major Tom Desktop ist ein absolut solider Sequencer, aber eben auch wieder ein Spezialist. Er schließt als solcher meiner Meinung nach mit seinem Konzept eher eine Lücke und ergänzt dabei ein bestehendes analoges Setup um weitere kompositorische und kreativitätsfördernde Elemente.


























































kein songmodus? 😎
ich will ja was machen, nicht nur Play drücken.
@Numitron Der Major Tom hat zwar keinen eigenen SONG-Mode, aber das heißt ja nicht, dass man mit ihm keine Songs machen kann. Man muss das Thema einfach weiterdenken. Durch die Blister-Inputs kann man zum Beispiel den Parameter VAR (Patternanwahl) durch externe Control Voltage steuern und sich dadurch ja einen Song aufbauen. Man bastele sich Pattern für Strophe, Refrain, Bridge etc. und schaltet sie dann von extern um. Das funktioniert natürlich auch manuell, der Major Tom will ja ausdrücklich gespielt werden. :)
Die erste Leserwertung ein „ungenügend“? Was soll das?
@herw Das hat mich auch gewundert, denn ich finde das Konzept des Sequencers schon sehr cool und einzigartig. Da gehen eine Menge Sachen, die man sonst in der Zugänglichkeit nirgends findet. Aber die Bewertungen gehen ja schon in eine andere Richtung. :)
@herw Ich ignoriere die Leserwertungen mittlerweile, weil immer mal wieder Getrolle dabei ist.
naja wenn meinung von leser ungenügt ist müßen
wir aceptieren.🙂 kann troll sein aber meinung
soll ja nicht allen schmecken.😉
ist ja nicht immer super alles. soll man schon stimme geben dürfen
@Viertelnote Klar sollte man andere Meinungen akzeptieren, das gehört zum guten Ton. Aber diese hinterfragen oder sich darüber wundern darf man auch. Es ist halt bloß Schade, wenn man nicht in den Dialog geht. Mich hätte zum Beispiel sehr interessiert, was der Leser am Major Tom ungenügend findet, denn das ist ja immerhin ein ziemlich vernichtendes Urteil. Vielleicht hat er aber auch nur meinen Testbericht beurteilt? Und auch da hätte ich gerne gewusst warum. Mit konstruktiver Kritik kann ich gut leben, nehme sie gern an und versuche es beim nächsten Test dann besser zu machen.
@Dirk E. aka Xsample ich hab nicht gewertet🙂
aber recht hast du … da nicht begründet warum.
ich wollte auch nicht angreifen dich oder so dein test. es ging nur um meinung über
product. wenn falsch gelandet ist bei dir sorry. dein article ist schön geschrieben.🤯
@Viertelnote Ich habe Deinen Kommentar auch nicht als Wertung oder Angriff verstanden. Im Gegenteil, ich wollte das von Dir Gesagte positiv gewichten und meine Sichtweise dazu noch einbringen. Btw. Danke für Dein Lob. :)
dieser kreisförmig angeordnete polyrythmische sequencer war eigentlich schon eine Erfindung von Don Buchla… https://schneidersladen.de/buchla-u.s.a.-252e-polyphonic-rhythm-generator
@AKON_a kind of noise Sehr hübsches und mächtiges Modul, meistens nur als Sequencer missbraucht. War wohl 2015 das letzte von Don Buchla selbst entworfene Modul. Aber stimmt, da gibt es schon Gemeinsamkeiten, Jetzt nach ein paar Videos, finde ich, dass der Major Tom mehr Spuren und die direktere Zugänglichkeit hat. Der Preis ist Buchla-typisch nicht nur der berühmte Schlag in die Magengrube, sondern ein Dampfhammer gegen die Schläfe. 😇
Hervorragendes Gerät. Das Design gefällt mir weniger.
Im Test gut präsentiert und erklärt, danke Dirk E. aka Xsample.
@masterBlasterFX Vielen Dank für Dein Lob. :)